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Der Typ 1-Diabetes

 

Diese Form der Zuckerkrankheit wird auch als früher oder juveniler Diabetes bezeichnet, da sie zumeist bei Kindern oder jungen Erwachsenen auftritt. In seltenen Fällen kann sie auch bei älteren Menschen vorkommen. Beim Typ 1-Diabetes werden durch unterschiedliche Faktoren die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Die Ursache wird auf eine so genannte „Auto-Immunkrankheit“ zurückgeführt, das heißt, wichtige körpereigene Antigene werden fälschlicherweise vom Immunsystem als Krankheitserreger erkannt. Dies löst eine Auto-Immunreaktion aus, die sich gegen die Insulin produzierenden Zellen richtet. Die Zerstörung dieser Zellen verursacht, dass dem Körper immer weniger Insulin zur Verfügung steht und somit immer weniger Glukose aus dem Blut in die körpereigenen Zellen eingebracht werden kann. Die fortschreitende Entzündung und Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen entsteht über viele Jahre hinweg. Bei manchen Menschen werden Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit bereits Abwehrzellen gegen die Zellen der Bauchspeicheldrüse gefunden. Durch diese Zerstörung kann die Glukose nicht mehr in Energie umgewandelt werden und somit kann der nach der Mahlzeit angestiegene Blutzuckerspiegel nicht gesenkt werden.

Der Körper versucht nun, das Blutzuckergleichgewicht wieder herzustellen. Gleichzeitig muss allerdings genügend Energie für die Körperzellen über andere Stoffwechselwege geschaffen werden. Der Körper ist bemüht, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies wird erreicht durch eine Ausscheidung der Glukose über den Urin. Die Glukose kann allerdings nur in flüssiger Form ausgeschieden werden. Zum Auflösen der Glukose wird eine große Menge an Flüssigkeit benötigt, dies bedeutet einen stark erhöhten Harndrang. Der Patient muss verstärkt Wasser lassen, was mit der Zeit zu einer Austrocknung des Körpers führt. Pro Tag kann der Patient so gut vier bis fünf Liter Flüssigkeit verlieren. Der Körper versucht, diesen Flüssigkeitsverlust durch ein verstärktes Durstgefühl zu kompensieren. Der Patient hat ständig Durst und beginnt, große Mengen zu trinken.

Die Energiegewinnung muss durch den Ausfall der Insulin produzierenden Zellen anders gestaltet werden. Da die Energiegewinnung aus Zucker nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist, schaltet der Körper auf Energiegewinnung aus Fettgewebe um. Dies führt zu einer raschen Gewichtsabnahme beim Typ 1 -Diabetiker. Je länger dieser Zustand beim Typ 1-Diabetiker unentdeckt bleibt, desto bedrohlicher wird er. Durch die Austrocknung des Körpers sowie die Aufzehrung der Fettreserven wird der Körper dermaßen geschwächt, dass es im äußersten Fall zur Bewusstlosigkeit und dem anschließenden Tod kommen kann. Ein gut geschulter Arzt wird bei Vorliegen der Diabetes-Symptome also umgehend seine Diagnostik auch in diese Richtung lenken. Die Behandlung des Typ 1-Diabetes erfolgt über die Injektion von Insulin. Da die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr stattfindet, muss diese Funktion komplett ersetzt werden.

Der Typ 1-Diabetes ist nach heutigem Stand der Forschung nicht heilbar. Ob später Folgeerkrankungen auftreten, hängt von der Einstellung des Blutzuckers ab. Je besser der Diabetes-Patient eingestellt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen.

Eine kleine Aufstellung zeigt die Gefahren, die bei einer schlechten Einstellung des Diabetikers lauern.

- Diabetische Augenleiden bis hin zur Erblindung

- Nierenerkrankungen bis hin zu komplettem Nierenversagen

- Nervenentzündungen

- Gefäßverkalkung, Bluthochdruck bis hin zu Schlaganfall oder Herzinfarkt

- Hautveränderungen bis zu schlecht heilenden Geschwüren, zumeist an den Beinen, bis hin zur Amputation

- Infektionen der Haut und der Schleimhäute - Schlecht heilende Wunden

- Pathologisch erhöhter Blutzuckerspiegel

- Absoluter Insulinmangel bis hin zum Koma - Potenzstörungen

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