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Der Typ 2-Diabetes

 

Diese Form der Zuckerkrankheit ist die am häufigsten auftretende Diabetes-Art. Sie tritt zumeist im mittleren oder höheren Lebensalter auf und wird oft als Alters-Diabetes bezeichnet. Inzwischen erkranken allerdings immer mehr auch junge Menschen am Typ 2-Diabetes. Beim Typ 2-Diabetes besteht ein enger Zusammenhang zwischen Übergewicht und Erkrankung. Die meisten Typ 2- Diabetiker sind lange übergewichtig, bevor die Krankheit diagnostiziert wird.

Die Entwicklung des Typ 2-Diabetes schreitet oft über Jahrzehnte voran und beginnt mit einer Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber dem von der Bauchspeicheldrüse produzierten Insulin. Um den Blutzuckerspiegel im Körper trotz dieser Unempfindlichkeit der Körperzellen normal zu halten, produziert die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin als üblich und schüttet es ins Blut aus. Durch den extrem hohen Insulinspiegel kommt es zu einer vermehrten Fettbildung und der Patient leidet bereits in jungen Jahren unter Übergewicht.

Die Bauchspeicheldrüse kann die vermehrte Insulinproduktion nur über einen begrenzten Zeitraum aufrecht erhalten, dann kommt es zu einer Verlangsamung der Insulinproduktion, bis die Produktion schließlich ganz eingestellt wird.

Durch das Übergewicht stellen sich zumeist noch andere körperliche Probleme ein. Die erhöhte Fettbildung führt zu Störungen des Fettstoffwechsels, allen voran zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels. Das LDL-Cholesterin, das die Blutgefäße gefährdet, wird erhöht; das HDL-Cholesterin, das die Blutgefäße schützt, wird gesenkt. Zusammen kann dies zu einer frühzeitigen Arterienverkalkung führen. Die Durchblutung insbesondere der Beine wird durch die Arterienverkalkung verschlechtert. Die Arterienverkalkung wird zumeist auch noch dadurch gefördert, dass der Typ 2-Patient mit der Zeit auch unter Bluthochdruck leidet.

Die Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber dem Insulin ist offensichtlich bei den meisten Patienten genetisch bedingt. Diese Unempfindlichkeit kann allerdings nicht behandelt werden. Also muss bei Erkennen dieser Unempfindlichkeit dem weiteren Krankheitsverlauf entgegengetreten werden. Durch die richtige Ernährung und ausreichende körperliche Betätigung kann die Krankheitsentwicklung extrem verlangsamt werden.

Bei einer weiterhin schlechten Lebensweise des Patienten kommt es wie beim Typ 1- Patienten zu steigenden Blutzuckerwerten mit eventuellen Folgeerkrankungen:

- Diabetische Augenleiden bis hin zur Erblindung

- Nierenerkrankungen bis hin zu komplettem Nierenversagen

- Nervenentzündungen

- Gefäßverkalkung, Bluthochdruck bis hin zu Schlaganfall oder Herzinfarkt

- Hautveränderungen bis zu schlecht heilenden Geschwüren, zumeist an den Beinen, bis hin zur Amputation

- Infektionen der Haut und der Schleimhäute - Schlecht heilende Wunden

- Pathologisch erhöhter Blutzuckerspiegel

- Absoluter Insulinmangel bis hin zum Koma

- Potenzstörungen

Derzeit sind laut Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) alleine in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt, die Entwicklung der Lebensgewohnheiten trägt wesentlich zu den zukünftigen Steigerungsraten bei. Neueste Untersuchungen ergaben, dass zum einen immer mehr gegessen wird und sich der Mensch dazu auch noch immer weniger bewegt. Dies untermauert, dass die Zahl der Diabetiker in den kommenden Jahren weiterhin extrem ansteigen wird.

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