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Sonderformen des Diabetes

 

Der Schwangerschafts-Diabetes

Frauen, in deren Familien der Typ 2-Diabetes vorkommt, laufen verstärkt Gefahr, in der zweiten Schwangerschaftshälfte eine verminderte Insulin-Toleranz oder gar einen richtigen Typ 2-Diabetes zu entwickeln. Für einen guten Verlauf der Schwangerschaft ist es wichtig, dies frühestmöglich zu erkennen und zu behandeln. Da die Placenta einer Schwangeren Hormone produziert, die dem Insulin entgegen wirken, braucht der Körper ab dem 5. bis 6. Schwangerschaftsmonat bis zum Ende der Schwangerschaft eine stark erhöhte Insulinmenge. Es kommt also zu einer Insulinresistenz wie beim Typ 2-Diabetes beschrieben.

 

In der Regel verschwindet der Schwangerschafts-Diabetes nach der Geburt. Die Gefahr, später an einem Typ 2-Diabetes zu erkranken, kann durch eine rasche Rückführung auf das Normalgewicht minimiert werden.

 

Der MODY-Diabetes

Der MODY-Diabetes ist eine Form der Zucker-Krankheit, die relativ selten vorkommt. Der MODY-Diabetes ist vererbbar und tritt dann innerhalb einer Familie gehäuft auf. Es handelt sich hierbei um einen Typ 2-Diabetes. MODY ist die Abkürzung für „Maturity-Onset-diabetes of the young“. Nachkommen eines MODY-Diabetes erkranken mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% ebenfalls an einem MODY-Diabetes.

 

Der MODY-Diabetes tritt zumeist relativ früh im Leben auf, verursacht keine allzu extremen Blutzuckerschwankungen und kann mit einer schwach dosierten Insulintherapie gut behandelt werden. Bei einer schlechten Therapie kann allerdings auch der MODY-Diabetes zu den in Typ 1-Diabetes beschriebenen Folgeschäden führen.

 

Weitere Diabetes-Formen

Neben den bereits beschriebenen Diabetes-Formen treten in seltenen Fällen auch andere Arten des Diabetes auf, die zumeist durch andere Krankheiten bedingt sind.

 

So kann eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse zu einer Verminderung oder Einstellung der Insulinproduktion führen. Oder es ist (z. B. durch die Entwicklung von Geschwulsten) eine operative Entfernung großer Teile der Bauchspeicheldrüse erforderlich.

 

Auch das so genannte ,,Cushing-Syndrom“, eine Krankheit, bei der es zu einem hohen Cortisolspiegel im Blut kommt, führt zu Diabetes mellitus. Cortisol ist ein Hormon, das die Wirkung von Insulin abschwächt.

 

Auch eine fortschreitende Leberzirrhose kann zum Diabetes führen.

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