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News-Archiv

 

 

Über 750 Kurzkrimis eingereicht, Lesung auf dem Weltdiabetestag

 

Gewinner des Diabetes-Krimi-Wettbewerbs stehen fest

 

Anlässlich des Weltdiabetestages 2012 in Berlin hatten diabetesDE- Deutsche Diabetes-Hilfe und das Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber im Juli unter dem Motto „Tödlicher Zucker“ zu einem Krimi-Wettbewerb rund um das Thema „Diabetes“ aufgerufen. Die innovative Idee wurde zu einem sensationellen Erfolg: Mehr als 750 Kurzkrimis wurden bis zum Einsendeschluss am 1. September eingereicht. Seitdem hat die vierköpfige Jury, bestehend aus Autorin Tania Krätschmar (Typ-1-Diabetes), Star-Coiffeur Udo Walz (Typ-2-Diabetes), Dr. Andreas Baum, Chefredakteur Diabetes-Ratgeber sowie Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin diabetesDE- Deutsche Diabetes-Hilfe, viele Geschichten um Habgier, Eifersucht, Hass und Rache gelesen.

 

Die jüngsten Autoren waren noch im Grundschulalter, die älteste Teilnehmerin ist fast 90. „Die Qualität der eingereichten Geschichten war erstaunlich hoch. Nie hätten wir mit einem derartigen Zuspruch gerechnet!“, freut sich Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

 

Die drei besten Geschichten werden auf der Veranstaltung zum diesjährigen Weltdiabetestag am Sonntag, den 18. November in Berlin in einer Lesung von Erfolgsautorin Tania Krätschmar („Die Wellentänzerin“) vorgestellt. Die Gewinner wurden bereits informiert. Ab Januar 2013 werden die Gewinner-Geschichten im Diabetes-Ratgeber abgedruckt. Eine Auswahl wird außerdem ab Januar 2013 auf www.diabetesde.org und auf www.diabetes-ratgeber.net veröffentlicht.

 

Der Wettbewerb war wie folgt dotiert: 1.500 € für den 1. Platz, 1.000 € für den 2. Platz und 500 € für den 3. Platz. Unter allen Einsendern werden 5 x 500 € sowie fünf Buchpakete des Knaur Verlages verlost.

 

Mehr Informationen im Internet unter: Krimiwettbewerb

 

25.10.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Typ-1-Diabetes: Neuer Risiko-Test kann Erkrankungsgefahr bei Kleinkindern vorhersagen

 

Deutsche Diabetesforscher haben einen Risiko-Test entwickelt, der bereits im Neugeborenenalter eine Erkrankung am Typ-1-Diabetes vorhersehbar macht. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Ausbruch eines Typ-1-Diabetes vielleicht künftig verhindern zu können“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Gelingen könnte dies möglicherweise mithilfe einer Impfung, an der Forscher derzeit arbeiten.

 

Kinder, deren Eltern oder Geschwister an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, haben ein durchschnittliches Risiko von fünf Prozent, einen Diabetes zu entwickeln – das Risiko in der Allgemeinbevölkerung beträgt 0,3 Prozent. Eine Vorhersage, welches Kind aufgrund der erblichen Belastung erkrankt, war bisher allerdings nicht möglich.

 

Durch den Erbgutvergleich von Gesunden und Menschen mit Typ-1-Diabetes haben Forscher in den zurückliegenden Jahren ein Dutzend wichtiger Risikogene entdeckt. „Jede einzelne Genvariante steigert das Erkrankungsrisiko jedoch nur um wenige Prozentpunkte“, erläutert Professor Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler vom Institut für Diabetesforschung in München. Um die Genauigkeit der Vorhersage zu erhöhen, hat das Münchener Forscherteam daher alle zwölf Risiko-Gene in einem Test zusammengefasst. Er vergibt für jede Genvariante einen Risikopunkt. Da die Gene im menschlichen Erbgut doppelt vorhanden sind, kann ein Patient bei dem Risiko-Score maximal 24 Punkte erreichen.

 

„Wir haben den Score an den Teilnehmern einer Langzeitstudie getestet“, erklärt Anette-Gabriele Ziegler. Die BABYDIAB-Studie beobachtet seit 1989 mehr als 1650 Kinder von Eltern mit Typ-1-Diabetes von Geburt an über einen Zeitraum von inzwischen zwanzig Jahren.

 

Resultat: Bei einem Score von mehr als 15 Punkten und dem Nachweis bestimmter HLA-Merkmale – einem seit längerem bekannten genetischen Risiko – entwickelte jedes vierte Kind vor dem 14. Lebensjahr einen Typ-1-Diabetes. Von den Kindern mit einem Risiko-Score unter 12 Punkten erkrankte kein einziges Kind, wie die Forscher jetzt in der Fachzeitschrift Genes and Immunity berichten. Der Test kann bereits im Neugeborenenalter durchgeführt werden, die Experten benötigen dafür lediglich einen Blutstropfen aus der Ferse.

 

„Die Vorhersage zu einem so frühen Zeitpunkt wäre in der klinischen Routine allerdings nur sinnvoll, wenn wir den Ausbruch der Krankheit stoppen könnten“, sagt DDG Pressesprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche aus Tübingen. Dies ist beim Typ-1-Diabetes, der zu den Autoimmunerkrankungen gehört, derzeit noch nicht möglich. Die Krankheit ist Folge eines Angriffs des Immunsystems auf die Insulin produzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse. „Damit dies nicht passiert, müssten die Kleinkinder dauerhaft Medikamente nehmen, die das Immunsystem auch in Bereichen wie der Abwehr von Krankheitserregern schwächen“, erklärt Fritsche.

 

Die Forschung geht deshalb in eine andere Richtung. Mit einer „Impfung“ soll verhindert werden, dass das Immunsystem die Beta-Zellen als feindlich einstuft und attackiert. Die Wissenschaftler um Professor Dr. med. Ezio Bonifacio vom Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden und um Anette-Gabriele Ziegler in München erproben derzeit zwei Impfvarianten, bei denen Kinder mit einem hohen Diabetes-Typ-1-Risiko Insulin entweder in Form von Pulver mit der Nahrung (Pre-POINT-Studie) oder als Nasenspray (INIT II-Studie) erhalten. „Ziel dieser Impfstrategie ist, das kindliche Immunsystem ans Insulin zu gewöhnen, damit der zerstörerische Angriff auf die Beta-Zellen möglichst lange unterbleibt“, erklärt Ziegler. Die Münchener Forscher untersuchen darüber hinaus auch Insulinvarianten, sogenannte Mimetope. Sie sind in der Lage, die Anzahl regulatorischer Lymphozyten zu steigern, an denen es beim Typ-1-Diabetes in der Regel mangelt – mit dem Resultat, dass im Tierversuch die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes komplett verhindert werden konnte.

 

Ein weiterer vielversprechender Ansatz sind genetisch modifizierte Darmbakterien. „Sie sondern bestimmte Proteine im Darm ab, die das Ungleichgewicht im Immunsystem beseitigen und dafür sorgen, dass die Beta-Zellen wieder normal Insulin produzieren“, erklärt Anette-Gabriele Ziegler. Ein Team um Professor Dr. med. Chantal Mathieu von der Universität Leuven in Belgien konnte auf diese Weise kürzlich bei Mäusen die Zerstörung der Beta-Zellen verhindern. Die Impfung stoppte sogar einen beginnenden Typ-1-Diabetes in 60 Prozent der Fälle, wie eine Studie belegt. „Ob dies auch beim Menschen gelingt, bleibt abzuwarten“, sagt Matthaei.

 

Quellen:
BABYDIAB-Studie
www.helmholtz-muenchen.de/idf1/arbeitsgruppen/typ-1-diabetes-kohorten/babydiab/index.html
Winkler C, Krumsiek J, Lempainen J, Achenbach P, Grallert H, Giannopoulou E, Bunk M, Theis FJ, Bonifacio E, Ziegler AG. A strategy for combining minor genetic susceptibility genes to improve prediction of disease in type 1 diabetes.
Genes and Immunity 2012; doi: 10.1038/gene.2012.36
www.nature.com/gene/journal/vaop/ncurrent/full/gene201236a.html
Takiishi T, Korf H, Van Belle TL, Robert S, Grieco FA, Caluwaerts S, Galleri L, Spagnuolo I, Steidler L, Van Huynegem K, Demetter P, Wasserfall C, Atkinson MA, Dotta F, Rottiers P, Gysemans C, Mathieu C. Reversal of autoimmune diabetes by restoration of antigen-specific

tolerance using genetically modified Lactococcus lactis in mice. Journal of Clinical Investigation 2012; 122(5): 1717-25
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22484814

 

24.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Mehr Netzwerke in der Diabetesbekämpfung durch Sport in Berlin gefordert


Diabetes- und Sportgipfel ruft Sport, Medizin, Politik, Bildungswesen, Wissenschaft und Wirtschaft zu stärkerer Zusammenarbeit auf

 

Unter der Leitfrage „Ist Sport Medizin? Und wie können gesundheitspolitische Weichen gestellt werden?“ hatte der Initiator des deutschlandweit größten Lauf-Programms für Diabetiker, Dr. Michael Rosenbaum, am 23. Oktober 2012 Experten aus den Bereichen Politik, Sportmedizin, Diabetologie, Pharmazie und organisierter Sport nach Berlin eingeladen. Vor über 100 interessierten Fachleuten referierten u.a. Renate Künast, MdB und Vorsitzende Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel, Institutsleiter für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln, Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz, Professor für Prävention und Versorgung des Diabetes sowie Ulla Schmidt, MdB und Bundesministerin für Gesundheit a.D.


Nachdem Professor Predel die Inhalte sowie die erfolgreichen Gesundheitswerte der Teilnehmer des von der Sporthochschule Köln begleiteten Diabetes Programm Deutschland näher vorgestellt hatte, forderte Renate Künast in ihrem Vortrag, die Verantwortung für die rasant zunehmende Volkskrankheit Diabetes breiter zu streuen und weitere Akteure, wie bspw. die Lebensmittelindustrie, die Bildung und die Wirtschaft stärker einzubinden. Auch Professor Schwarz von der TU Dresden sah hier ein nicht zu unterschätzendes Potential und regte an, Steuern auf nachweislich ungesunde Lebensmittel zu erheben. Das dies möglich ist, stellte er an dem Beispiel Dänemarks dar, wo bereits seit einem Jahr Steuern auf ungesättigte Fettsäuren erhoben werden.


Bei der anschließenden Podiumsdisskusion zum Thema „Mehr Sport in der Diabetestherapie“ wurde neben der Ernährungsumstellung die enorme Bedeutung des Sports bei der Behandlung des Diabetes hervorgehoben. Auch waren sich alle Teilnehmer einig, dass vor diesem Hintergrund die Zusammenarbeit zwischen Medizin, Politik, organisiertem Sport und der Industrie für eine erfolgreiche Bekämpfung des Diabetes intensiviert werden müsse. Bisher seien die Anstrengungen zu sehr auf das eigene Fachgebiet beschränkt worden. Der Diabetes- und Sportgipfel in Berlin kann als erster wichtiger Schritt in diese Richtung gesehen werden, dem aber weitere Schritte folgen müssen.


Alle Informationen rund um das Diabetes Programm Deutschland erhalten Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de.

 

23.10.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetes programm deutschland


Herzinfarkt? Schlaganfall?

 

Umfrage: Etwa die Hälfte der Deutschen kennt die Symptome der beiden Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

Um richtig bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall reagieren zu können, müssen die Symptome bekannt sein. Eine repräsentative Umfrage des „HausArzt-PatientenMagazins“ zeigt den derzeitigen Kenntnisstand der Deutschen hinsichtlich der typischen Anzeichen. Dass Druck- und Engegefühl im Brustbereich auf einen Herzinfarkt hinweisen können, wissen sechs von zehn (63,3 Prozent) der Befragten. Zum medizinischen Grundwissen von mehr als jedem Zweiten (56,7 Prozent) gehört auch, dass heftige Schmerzen im Brustkorb, die mitunter in andere Körperteile ausstrahlen, auf einen möglichen Infarkt hindeuten. Weitere Infarktanzeichen wie Atemnot (50,7 Prozent) sowie heftiger Druck und Brennen im Brustkorb (47,7 Prozent) sind ebenfalls etwa der Hälfte der Befragten bekannt.


Gefragt nach den typischen Kennzeichen eines akuten Schlaganfalls, sind Lähmungserscheinungen mit 62,7 Prozent die häufigste Antwort der Befragten. Deutlich mehr als die Hälfte (56,3 Prozent) der Befragten weiß auch, dass Sprach- oder Sprachverständnisstörungen Hinweise sein können. Als weitere Anzeichen nennen jeweils vier von Zehn Schwindel mit Gangunsicherheit (42,8 Prozent), Sehstörungen (41,5 Prozent) und Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit (40,9 Prozent).


Lediglich eine Minderheit gibt jeweils an, keine Symptome zu kennen, die typisch für einen akuten Herzinfarkt (6,8 Prozent) oder Schlaganfall (10,9 Prozent) sind.

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des „HausArzt- PatientenMagazins“ durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.032 Personen ab 14 Jahren.

 

23.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Neues über Antidiabetika beim EASD-Kongress Berlin 2012

 

In Fortsetzung des Beitrags über neue Insuline im DGE-Blog vom 19. Oktober 2012 sollen hier weitere Neuigkeiten auf dem Gebiet der Antidiabetika mitgeteilt werden, die während des Europäischen Diabeteskongresses vom 1.-5. Oktober 2012 in Berlin vorgetragen wurden.

 

In einer Hauptsitzung am 3. Oktober 2012 sprach R.DiMarchi, USA über Glukagon-Inkretin- Hybridmoleküle (1). Zuerst stellte er eine lange Reihe von synthetisch hergestellten, nicht in der Natur vorkommenden Aminosäuren vor, die man in verschieden Medikamente einbauen könne. Ziel sei eine Wirkungsverbesserung schon bekannter Peptid-Therapeutika. Dann berichtete er über Hybridmoleküle aus Glukagon und Inkretinen, insbesondere Glukagon-like Peptide-1 (GLP-1). Es bleibt abzuwarten, ob diese künstlichen Moleküle klinisch einen Vorteil gegenüber den derzeit verwendeten GLP-1-Analoga bringen werden.

 

A.J.L. Scheen aus Belgien besprach Substanzen, die in die Glukokortikoidsynthese eingreifen (2). Über 11ß-Hydroxysteroiddehydrogenase-Hemmer wie z.B. das Präparat INCB 13739, hatte schon früher J. Rosenstock (3) publiziert. Es sollten die Glukokortikoideffekte auf die Leber und das Fettgewebe reduziert werden. Man beobachtete eine nicht sehr ausgeprägte HbA1c-Absenkung. Wie zu erwarten war, gingen aber ACTH und auch DHEAS in die Höhe. Die Cortisolspiegel im Blut und im Speichel blieben jedoch gleich. Insgesamt hätten die Studien mit einer Steroidsynthesehemmung zu geringe Effekte beí der Stoffwechselverbesserung gezeigt, so dass die Untersuchungen mit INCB 13739 in Phase 2 gestoppt wurden, ebenso wie die der ähnlichen Präparate MK 0916 und MK 0736. Für den EASD-Kongress 2012 sei kein einziger Beitrag über Glukokortikoidsynthesehemmer eingereicht worden. Zur Zeit würde lediglich noch 1 Präparat der Firma Lilly weiter geprüft.

 

Ähnlich wie bei den 11ß-Hydroxysteroiddehydrogenase-Hemmern sei übrigens auch die Situation bei den Glukokinase-Aktivatoren. Jahrzehntelang wurden diese auf den internationalen Diabeteskongressen vorgestellt und in Hauptreferaten etwa von Franz Matschinsky recht optimistisch besprochen. In Berlin war beim EASD-Kongress kein Beitrag zu dieser pharmakologischen Gruppe mehr zu finden.

 

Über Glukagonrezeptorantagonisten wird ebenfalls schon viele Jahre lang gearbeitet. C.M. Kazda und Mitarbeiter von der Firma Lilly (4) stellten Phase 2-Daten mit der Prüfsubstanz LY 2409021 vor. Nach 12 Wochen kam es dosisabhängig zu einer HbA1c-Senkung zwischen 0.5 und 0.7 % gegenüber Placebo. Allerdings stiegen dosisabhängig die Transaminasen an, was bei der Planung von Phase 3-Studien natürlich berücksichtigt werden müsste.

 

R.R. Henry und Mitarbeiter (5) berichteten über Dosisfindungsdaten der Phase 2 mit einer subkutan implantierbare Exenatid-Pumpe (ITCA 650). Mit dieser seien konstante Exenatid-Spiegel über 3, 6 und sogar 12 Monate erzielbar. Über 12 Wochen erwies sich eine Dosis von 60 Mikrogramm als am günstigsten, so dass damit Phase 3-Studien anlaufen sollen.

 

Literatur:

(1) R. DiMarchi: Glucagon-incretin hybrids: an improvement over GLP-1 receptor agonists?
EASD Congress 2012, Berlin, Lecture on October 3, 2012

(2) A.J.L. Scheen: Targeting the glucocorticoid pathway.
EASD Congress 2012, Berlin, Lecture on October 3, 2012-10-21

(3) J. Rosenstock et al.: The 11-ß-hydroxysteroid dehydrogenase type 1 inhibitor INCB 13739 improves hyperglycemia in patients with type 2 diabetes inadequately controlled by metformin monotherapy.
Diabetes Care 2010. 33: 1516-1522

(4) C.M. Kazda et al.: 12-week treatment with glucagon receptor antagonist LY 2409021 significantly lowers HbA1c and is well tolerated in patient with type-2 diabetes mellitus.
Diabetologia 2012, Suppl. 1, S51

(5) R.R. Henry et al.: Optimizing phase 3 selection with ITCA 650: correlation between baseline HbA1c and reduction of HbA1c after 24 weeks of treatment.
Diabetologia 2012, Suppl. 1, S50

 

22.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie


Mehr Geld für mehr Lebensmittelsicherheit?

 

Umfrage: Vier von zehn Verbrauchern würden für gesundheitlich einwandfreie Produkte deutlich mehr bezahlen

 

Das Vertrauen vieler Verbraucher in die Sicherheit von Lebensmitteln ist anscheinend nicht sehr groß. Zumindest wären laut einer repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" vier von Zehn (42,7 Prozent) von ihnen bereit für Lebensmittel auch deutlich mehr zu bezahlen als heute, wenn sie im Gegenzug sicher sein könnten, dass diese gesundheitlich absolut einwandfrei sind.

 

Aufgrund von Berichten und Diskussionen über die Sicherheit von Lebensmitteln infolge diverser Skandale gibt schon jetzt über ein Drittel (35,6 Prozent) der Befragten laut eigenen Angaben mehr Geld als früher für „gesunde“ Produkte aus. Drei von Zehn (29,5 Prozent) kaufen deshalb inzwischen auch mehr Bioprodukte.


Doch im Hinblick auf mehr Sicherheit beim Essen machen vielen auch die eigenen Finanzen einen Strich durch die Rechnung: Etwas mehr als vier von zehn (45,2 Prozent) der Befragten erklären immerhin, es sich gar nicht leisten zu können, mehr Geld für eventuell gesündere Lebensmittel auszugeben.

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.073 Personen ab 14 Jahren.

 

22.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Ernährungstherapie: Laborwerte richtig deuten

 

Fachkompendium und dazu passende A4-Beratungsvorlage zu den wichtigsten Laborwerten in der Ernährungstherapie machen fit im Umgang mit Blutwerten.

 

Das Verstehen und das Interpretieren von Laborwerten sind grundlegende Voraussetzungen für die erfolgreiche Ernährungstherapie. Auch wenn sich die Klienten mit einer bereits gestellten Diagnose beim Therapeuten vorstellen, ist ein Blick auf die Blutanalyse zur Abschätzung des Therapievorgehens sowie zur Verlaufskontrolle unerlässlich.

 

Klienten mit einem erhöhten Gesamtcholesterinwert benötigen beispielsweise nicht zwangsläufig eine spezielle Ernährung. Daher sind vorab einige Fragen zu klären. Ist auch das LDL-Cholesterin kritisch erhöht oder vor allem das günstige HDL-Cholesterin? Ist der hohe Cholesterinwert nur altersbedingt oder gehören frühzeitige Herzinfarkte zur Familiengeschichte? Nur in wenigen Fällen sind hohe Cholesterinwerte genetisch bedingt und erfordern eine strenge cholesterinarme Ernährung. In den meisten Fällen ist dem Klienten bereits mit einer höheren Ballaststoffzufuhr und einer Modifikation der Fettquellen geholfen.

 

Neben den primär mit der Grunderkrankung zusammenhängenden Blutwerten ist es zudem wichtig, Werte im Auge zu behalten, die auf mögliche Komplikationen hindeuten. So treten bei Diabetikern im Laufe der Erkrankung Veränderungen der Nieren auf, die im schlimmsten Falle bis zum Funktionsverlust führen können. Ein Absinken der glomerulären Filtrationsrate weist folglich darauf hin, dass die Ernährungstherapie ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht nur den Blutzucker normalisieren, sondern auch die Nierenfunktion erhalten muss.

 

Um die Blutanalyse eines Klienten richtig zu deuten und abweichende Werte besser einschätzen zu können, bietet das Fachkompendium „Interpretation ausgewählter Laborwerte für die Ernährungstherapie“ Erläuterungen zu den wichtigsten Blutwerten. Dabei umreißt es die Bedeutung der gemessenen Faktoren für den Stoffwechsel und die Diagnostik, gibt Auskunft über die anzustrebenden Normwerte und erklärt, auf welche Erkrankungen veränderte Werte hindeuten können. Als Ergänzung bietet die Beratungsunterlage „Laborwerte in der Ernährungstherapie“ einen schnellen Überblick über praxisrelevante Blutwerte sowie die entsprechenden Referenzwerte. Das Fachkompendium und die Beratungsunterlage sind ab sofort auch als Komplettangebot im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

 

18.10.2012, Quelle: Pressemitteilung Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e. V.


Thomas-Fuchsberger-Preis 2012 geht an Ingrid Pfaff, Stiftung Dianiño

 

Diabetes-Charity-Gala bringt über 70.000 Euro für Spendenprojekte

 

Eine Weltpremiere, ein Fußball-Weltmeister, eine Moderationspremiere und eine Rekordspendensumme: Die 2. Diabetes-Charity-Gala am 18. Oktober im Berliner Meistersaal hatte viele Superlative. Die gemeinnützige und unabhängige Gesamtorganisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe hatte 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness geladen.

 

Die Festrede hielt Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln, durch den Gala-Abend führten erstmals gemeinsam Inge und Matthias Steiner, für den ehemals stärksten Mann der Welt eine Moderationspremiere. Kurz vor der Verleihung des Thomas-Fuchsberger-Preises durch Blacky Fuchsberger an Preisträgerin Ingrid Pfaff, sang Caroline Beil unplugged „Tears in Heaven“, ebenfalls eine vielumjubelte Premiere. Publikumslieblinge des Abends waren aber ganz klar die vielen diabetesbetroffenen Kinder und Jugendliche aus den verschiedenen Spendenprojekten.

 

Die Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ war der Höhepunkt der Gala. In memoriam an den an Typ 1 erkrankten und vor zwei Jahren infolge einer Unterzuckerung verstorbenen Thomas Fuchsberger wird der Preis jährlich an eine ehrenamtlich tätige Person verliehen, die sich für die Aufklärung und die praktische Hilfe im Umgang mit der Krankheit einsetzt. Eine unabhängige Jury aus Ärzten, Wissenschaftlern, Diabetesberatern und Betroffenen hatte in diesem Jahr Ingrid Pfaff und ihre Stiftung Dianiño als Preisträgerin ausgewählt.

 

In der von Schauspielerin Katja Weitzenböck (die „Familienmanagerin“) gehaltenen Laudatio wurde insbesondere die Empathie und der Pragmatismus von Ingrid Pfaff gewürdigt: Seit acht Jahren entsendet sie sogenannte Diabetes-Nannies in Familien, die sich mit der Betreuung ihres diabetesbetroffenen Kindes überfordert fühlen.

 

Auf der Gala im Berliner Meistersaal wurden zwei Spendenprojekte von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe vorgestellt: Die „Ferienfreizeiten“ ermöglichen Kindern mit Diabetes Typ 1, eine Woche voll Spiel, Spaß und Sport mit Gleichgesinnten zu erleben und gleichzeitig in altersgerechten Schulungen ihr Wissen über die Krankheit zu erweitern. Das Projekt „Inter-Learn“ ist einem Forschungsprojekt, das ermitteln will, ob eine Kontrolle der Ernährung und Bewegung für adipöse Kinder und Jugendliche mithilfe eines Smartphones zur dauerhaften Gewichtsreduktion und damit zur Vermeidung des Typ-2-Diabetes beitragen kann.

 

Und dann gab es noch eine Weltpremiere: Zusammen mit 15 diabetesbetroffenen Kindern der „diabetesDE-Erlebniswoche“ sang Soulsänger Ben Jaimen die rockige Ballade „Loop of Life“, die das Lebensgefühl von Diabeteskranken beschreibt. Ein hoch emotionaler und umjubelter Moment. Der Song konnte im Anschluss an die Gala für eine Spende erworben werden und ist steht auf iTunes zum Runterladen bereit.

 

Ex-Profi-Fußballer Dimo Wache (Mainz 05), selbst an Typ 1 erkrankt, hatte die Ehre, als Teamcaptain die diabetesbetroffenen Kids vorzustellen, die gerade als Elf Fußball-Weltmeister 2012 geworden sind. Auch diese Kinder wurden frenetisch gefeiert.

 

Am Abend kam eine Gesamtspendensumme von mehr als 70 000 Euro zusammen.

 

„Mit mehr als 70.000 Euro an Spenden konnten wir nicht nur an den großen Erfolg der 1. Charity-Gala anknüpfen, sondern wir haben ihn noch übertroffen“, freut sich Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Darüber hinaus waren die Beiträge und die Stimmung der Gala einmalig. Dies bestärkt uns sehr in unserer Arbeit, mit der wir Diabetes-bezogene Projekte unterstützen.“

 

19.10.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE

 


Mit Atemmaske ins Bett

 

Ein leichter Überdruck hält bei Schlafapnoe die Atemwege frei

 

Mindestens dreieinhalb Millionen Menschen leiden nach Expertenschätzungen in Deutschland an der Schlafapnoe: Ihre Rachenmuskeln erschlaffen im Schlaf so stark, dass die zurücksinkende Zunge und Gaumenweichteile die Atmung massiv behindern.

 

Die Folge: Die Betroffenen wachen unausgeschlafen und wie gerädert auf. Eine sehr wirksame Hilfe dagegen bringt eine Atemmaske. Ein kleiner Kompressor lässt Luft mit leicht erhöhtem Druck über die Maske in die Atemwege strömen. So bleibt der Rachen frei. "In 95 Prozent der Fälle hilft die Maskentherapie", sagt Walter Knüppel, Chefarzt am Zentrum für Schlafmedizin in Bad Arolsen, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

 

Auch wenn die Vorstellung, mit einer solchen Apparatur im Bett zu liegen, gewöhnungsbedürftig ist, sei die Akzeptanz dieser Therapie unter den Betroffenen ungewöhnlich hoch.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 10/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

19.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Entzündungen im Mund sorgen bei Diabetikern für zusätzliche Risiken

 

Parodontitis auslösende Bakterien und weitere Stoffe belasten gesamten Organismus / Neues Patientenmagazin der UniversitätsZahnMedizin ab sofort online abrufbar

 

Aktuelle Studien belegen eine Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Diabetes, die Risiko und Verlauf der Krankheiten beeinflusst. Die Sterberate bei Diabetikern mit Nierenerkrankung steigert sich beispielsweise durch Parodontitis um das Achtfache.

 

Dabei sind die Erkrankungen im Mundraum durch Hygiene und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt leicht zu vermeiden, betonen die Experten der UniversitätsZahnMedizin (UZM) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Um die Öffentlichkeit über die Gefahren von Parodontitis und deren Wechselwirkung mit dem Organismus zu informieren, gehen die Experten mit dem neuen Magazin „Dresdner ZahnWelt“ in die Offensive. Die halbjährlich erscheinende Publikation ist ab sofort als pdf-Datei im Internet unter www.uniklinikum-dresden.de/uzm abrufbar.

 

Gedruckte Exemplare liegen zudem in den zahnmedizinischen Ambulanzen des Universitätsklinikums aus. Neben dem Thema „Kranker Zahnhalteapparat führt zu Wechselwirkungen mit dem Organismus“ informiert die aktuelle Ausgabe über Mundpflegemaßnahmen sowie Kunststoffschienen zur Korrektur von Zahnfehlstellungen.

 

Wer seine Entzündungen am Zahnfleisch – Gingivitis – sowie am Zahnhalteapparat – Parodontitis – von einem Zahnarzt behandeln lässt, schützt sich nicht allein vor möglichen Schmerzen und Zahnverlust: Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich eine verbesserte Mundgesundheit auch positiv auf den Verlauf von Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirkt. Anders als früher praktiziert, ist das – als ‚Herdsanierung‘ bezeichnete – Ziehen gesunder Zähne dazu nicht notwendig. Vielmehr spielt die zahnärztliche Vor- und Nachsorge eine wichtige Rolle bei der körperlichen Gesundheit von Gingivitis- und Parodontitis-Patienten. Auf diese Weise sind Zahnärzte zu wichtigen Partnern von Allgemeinmedizinern und Internisten geworden“, sagt Prof. Thomas Hoffmann, Direktor der UniversitätsZahnMedizin. Etwa 90 Prozent der Gesamtbevölkerung leidet unter entzündetem Zahnfleisch, wobei die Schweregrade sehr verschieden sind. Ausgelöst wird die Krankheit durch Zahnbeläge: „Bakterien aus den Zahnfleischtaschen gelangen über das entzündete Gewebe in die Blutbahn und verteilen sich im ganzen Körper, was wiederum Folgeerkrankungen, wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigt“, erklärt Dr. Barbara Noack, Oberärztin der Poliklinik für Zahnerhaltung an der UniversitätsZahnMedizin.

 

Individuelle Faktoren, wie unzureichende Mundhygiene, Rauchen, Stress sowie die Allgemeinerkrankungen Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen beeinflussen Beginn und Schwere der Entzündungen im Mundraum. Besonders gravierend wirken sich Gingivitis und Parodontitis bei Zuckerkranken aus: Entzündungen auslösende Substanzen, bakterielle Stoffwechselprodukte, aber auch Stoffe, die der Körper als Abwehr gegen die Bakterien produziert, können sich über die Blutbahn im gesamten Körper ausbreiten und begünstigen so weitere Erkrankungen. Mit gravierenden Folgen: Bestandteile entzündungsauslösender Bakterien mindern die Wirksamkeit von Insulin, welches den Blutzuckerspiegel reguliert. Dies erklärt, warum sich bei Zuckerkranken, die unter entzündetem Zahnfleisch leiden, die Stoffwechsellage verschlechtert. Folge sind vermehrte Komplikationen wie Erkrankungen der Niere, der Augen oder Arteriosklerose. Beispielsweise sterben doppelt so viele an Parodontitis erkrankte Diabetiker an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Diabetiker, die nicht von Parodontitis betroffen sind. Bei Zuckerkranken mit beeinträchtigter Nierenfunktion erhöht sich das Sterberisiko durch Parodontitis sogar um das Achtfache.

 

Doch Parodontitis steht auch im Verdacht, die Risiken für ansonsten gesunde Patienten zu erhöhen. Ein Beispiel dafür sind Schwangere. So wird diskutiert, dass Schwangere, die an einer Parodontitis leiden, möglicher Weise ein höheres Risiko haben, ein frühgeborenes, untergewichtiges Kind zur Welt zu bringen. – Diese und andere Folgen lassen sich durch entsprechende Mundhygiene und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt vermeiden. Weitere Hinweise liefert das neue Patientenmagazin „Dresdner ZahnWelt“, in seiner aktuellen Ausgabe, die daneben noch weitere Themen parat hält, wie die Vorstellung der Korrektur von Zahn-Fehlstellungen mittels Kunststoffschiene sowie zur Rolle der Mundpflege künstlich beatmeter Patienten Prävention: Hierdurch lässt sich die Gefahr von Lungenentzündungen deutlich senken.

 

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
UniversitätsZahnMedizin
Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. med. Thomas Hoffmann
Telefon: 03 51 / 4 58 27 12
E-Mail: uzm@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/uzm

 

16.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden


Gefahr durch Unterzucker

 

Warum Diabetiker bei einer "Hypoglykämie" manchmal Hilfe benötigen

 

Partner und Angehörige von Diabetikern sollten darauf vorbereitet sein, dass der Blutzuckerspiegel auch einmal gefährlich tief sinken kann. Zittern, kalter Schweiß, Unruhe, Heißhunger und Herzklopfen können Symptome dafür sein. Die meisten Diabetiker spüren es und steuern selbst rechtzeitig gegen.

 

Manchmal aber reagieren sie zu spät, so dass Außenstehende eingreifen und etwas Zuckerhaltiges, zum Beispiel eine Limonade anbieten müssen. In dieser Situation kommt es nicht selten zu Konflikten, weil der Diabetiker die Hilfe aggressiv zurückweist. Dies ist aber ein Folge der Unterzuckerung und sollte nie persönlich genommen werden, erklärt das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Ist so etwas schon einmal vorgekommen, sollten die Beteiligten am besten einen Code verabreden, mit dem der Helfer beim nächsten Mal interveniert.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 10/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

16.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Teilnehmer des Diabetes Programm Deutschland erreichen sicher das Ziel

 

Von den 140 Männern und Frauen mit Diabetes, die seit April unter sportwissenschaftlicher und medizinischer Aufsicht in verschiedenen deutschen Großstädten am deutschlandweit größten Lauf-Programm für Diabetiker teilgenommen haben, konnten insgesamt 89 Läuferinnen und Läufer am 14.10.2012 in Köln an den Start gehen. Davon liefen 36 Teilnehmer die 10 km, 39 den Halbmarathon und 14 trauten sich sogar die 42 km zu. Ohne Zwischenfälle erreichten alle Läuferinnen und Läufer bei optimalen Temperaturen und getragen vom großartigen Kölner Publikum das Ziel und zeigten sich im Anschluss hoch zufrieden und überglücklich mit ihrer Leistung.

 

Für die so wichtige Kontrolle der Blutzuckerwerte vor, nach und während des Laufs sorgten auf der Strecke insgesamt acht Teams aus Ärzten, medizinischen Fachkräften und Apothekern unter der Leitung von Peter Loeff. „Es hat mich sehr beeindruckt, mit wie viel Freude und Elan die Gruppe bei der Sache war und dass alle Teilnehmer so viel Durchhaltevermögen auf der Strecke gezeigt haben“ lobte der Diabetologe und medizinische Leiter des Programms.

 

Aber auch die Resultate aus der sechsmonatigen Vorbereitungszeit können sehen lassen. So zeigte sich bei allen Teilnehmern des Programms eine deutliche Gewichtsreduktion sowie ein verbesserter HbA1c Wert. Viele der Teilnehmer konnten ihre Medikamente reduzieren und einige sogar ganz absetzen. Diese deutlich verbesserten Parameter sind Folge des regelmäßigen und intensiven Trainings. Auch bei den Teilnehmern, die bereits im letzten Jahr bei dem Programm dabei waren, verbesserten sich die aus den Laktattests erhobenen Leistungsdaten auch in diesem Jahr noch weiter.

 

Herausragendes Merkmal des Diabetes Programm Deutschland, das als offizielles Patientenschulungsprogramm der Techniker Krankenkasse zertifiziert ist, stellt die professionelle und ganzheitliche Begleitung der Teilnehmer durch die Sporthochschule Köln dar, vertreten u.a. durch die beiden renommierten Professoren Hans-Georg Predel und Ingo Froböse sowie durch das Diabeteszentrum am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal mit dessen Leiter Dr. med. Peter Loeff. Darüber hinaus zählen das Biopharma-Unternehmen UCB, Bayer HealthCare, die Apotheken, die Internationale Vereinigung Diabetischer Sportler (IDAA) sowie diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zu den wichtigsten Partnern.

 

Weitere Informationen zu den Inhalten und Hintergründen des Diabetes Programm Deutschland finden Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de.

 

14.10.2012; Quelle: Diabetes Programm Deutschland

 


Zellen steuern Energiestoffwechsel über Hedgehog-Signalweg

 

Wissenschaftler entdecken neue Behandlung für Diabetes und Übergewicht sowie mögliche Ursache für starke Nebenwirkungen von Hedgehog-Hemmern als Krebsmedikamente

 

Hedgehog war zunächst als wichtiges Protein für die Embryonalentwicklung unterschiedlichster Organismen identifiziert. Ohne Hedgehog geraten die Körperabschnitte des Embryos durcheinander. Hedgehog beeinflusst aber auch die Vermehrung, Wanderung und Spezialisierung von Zellen – also Vorgänge, die auch bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen. Mutationen des Gens treten entsprechend bei verschiedenen Krebserkrankungen wie Bauchspeicheldrüsen-, Magen- oder Darmkrebs auf. Darüber hinaus blockiert Hedgehog die Bildung von „schlechtem“ weißem Fettgewebe. „Gutes“ braunes Fett, das zur Kontrolle der Körpertemperatur dient, ist davon nicht betroffen.

Hedgehog ist deshalb ein vielversprechendes Ziel für Medikamente gegen Krebs, Diabetes und Übergewicht. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat dieses Jahr den ersten Hemmstoff von Hedgehog, Vismodegib, als Krebsmedikament zugelassen. Gegenwärtig werden in klinischen Studien mindestens sechs weitere Wirkstoffe erprobt. Allerdings traten bei manchen der mit Vismodegib behandelten Patienten so starke Nebenwirkungen wie Gewichtsverlust und Muskelkrämpfe auf, dass über die Hälfte der Teilnehmer die Studien abbrechen mussten.

 

Die neuen Ergebnisse liefern nun eine Erklärung für die Muskelkrämpfe und zeigen, dass eine bereits bekannte, einfache und sichere Zusatzbehandlung die unerwünschten Wirkungen unterbinden kann. Die Forscher haben nämlich einen neuen, von der bisher bekannten Aktivierung von Transkriptionsfaktoren und Genen unabhängigen, Hedgehog-Signalweg entdeckt. Über diesen Weg steuern Zellen ihren primären Energiestoffwechsel, darunter den Glukose-, Fettsäure- und Aminosäurestoffwechsel.

 

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Membranprotein Smo. Es steuert sowohl den bekannten Signalweg über Transkriptionsfaktoren als auch den neuen, schnelleren über das Enzym AMP-Kinase und Kalzium-Ionen. Smo wird aktiv, wenn Hedgehog an einen speziellen Rezeptor in der Zellmembran bindet. Im nun entdeckten Signalweg fließt Kalzium durch Membrankanäle in die Zelle und aktiviert Kalzium-abhängige Enzyme, die wiederum die AMP-Kinase aktivieren. Dies stellt den Stoffwechsel komplett um. Mit der AMP-Kinase und anderen Enzymen kann die Zelle schnell große Mengen Glukose aufnehmen und den Stoffaufbau und -abbau neu justieren. Anstelle möglichst effizient Energie in den Mitochondrien zu erzeugen, ermöglicht der Hedgehog-Signalweg zudem die Energiegewinnung über die Milchsäure-Vergärung – ein Prozess, mit dem beispielsweise Krebszellen ohne Sauerstoff ihre Energie gewinnen können (Warburg-Effekt).

 

Hedgehog-Hemmstoffe hungern auf diese Weise Krebszellen förmlich aus. Überraschenderweise stimulieren die klassischen Hedgehog-Hemmer sowohl den alten als auch den neuen Signalweg. Dieser Befund könnte bisherige Forschungsergebnisse in einem neuen Licht erscheinen lassen.

 

Die Aktivierung von Hedgehog und dem Smo-Kalzium-AMP-Kinase-Signalweg stört ab- und aufbauende Stoffwechselwege. „Eine aktive AMP-Kinase und verstärkter Stoffabbau könnte den Gewichtsverlust der Probanden in den klinischen Studien erklären. Insbesondere führt der Einstrom von Kalzium in Muskelzellen aber dazu, dass die Zellen kontrahieren und so Krämpfe auslösen“, erklärt Andrew Pospisilik vom Freiburger Max-Planck-Institut. Hedgehog-Hemmstoffe führen aber nicht zwangsläufig zu solchen Nebenwirkungen. „Wir haben die Wirkung verschiedener Substanzen auf Smo mit getestet und herausgefunden, dass es Hemmstoffe gibt, die die Kalzium- und Glukose-Werte nicht ansteigen lassen und keine Krämpfe hervorrufen. Die Entwicklung solcher Medikamente mit geringeren Nebenwirkungen ist also durchaus möglich“, sagt Pospisilik.

 

Außerdem entdeckten die Wissenschaftler, dass die Fettzellen deutlich mehr Glukose aufnehmen können – unabhängig von Insulin. Glukose-Toleranztests an Mäusen bestätigten den Befund. Dabei wird den Tieren eine festgelegte Menge Glukose über die Nahrung verabreicht und danach die Glukosekonzentration im Blut gemessen. Mäuse, die zuvor mit dem klassischen Hedgehog-Hemmer Cyclopamin behandelt wurden, hatten demnach weniger Glukose im Blut als unbehandelte Tiere. Offenbar erhöht Cyclopamin die Glukose-Aufnahme aber nur in braunem Fettgewebe und verschiedenen Muskelgewebe-Typen. So maßen die Forscher eine Erhöhung der Körpertemperatur um ein Grad – ein Zeichen verstärkter Aktivität von braunem Fettgewebe.

 

„Wirkstoffe, die nur den Smo-Kalzium-AMP-Kinase-Signalweg von Hedgehog aktivieren, sind also Kandidaten für Medikamente gegen Übergewicht sowie Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Ähnlich wie die unselektiven Hedgehog-Hemmer besitzen sie das Potenzial, Muskelkrämpfe hervorzurufen. Dank unserer Ergebnisse wissen wir nun, dass ein neuer Wirkstoff zuerst an Muskelzellen getestet werden muss, bevor er an Menschen zum Einsatz kommt“, sagt Harald Esterbauer von der Medizinischen Universität Wien.

 

11.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Stiftung Warentest nimmt Blutzuckermesssysteme unter die Lupe


OneTouch® Verio®Pro – Erkennt relevante Blutzuckertrends und überzeugt als einer von drei Testsiegern!

 

OneTouch® Verio®Pro von LifeScan überzeugt als einer von drei Testsiegern mit der Wertung „gut“ (1,7) in der Stiftung Warentest. Neben einer sehr guten Konstruktion benennt der Test im Gesamtfazit auch den Vorteil der Trendmeldung.

 

„Mit dieser Funktion zur automatischen Erkennung von hohen und niedrigen Blutzuckermustern wollen wir Patienten in ihrem individuellen Insulinmanagement unterstützen“, betont Rainer Erb, Senior Marketing Manager von LifeScan Deutschland. Nach Stiftung Warentest zeichnet sich der OneTouch® Verio®Pro auch durch seine gute Genauigkeit aus. Ausschlaggebend hierfür ist nach Angaben von LifeScan die OneTouch® GlucoFilter® Technologie. „Diese korrigiert den Einfluss vieler Störfaktoren auf die Genauigkeit der Messergebnisseb“, so Erb. Die einfache Handhabung und die Markierungsfunktion wurden von der Stiftung Warentest ebenso positiv hervorgehoben wie der große Speicherplatz und die Beleuchtung von Display und Teststreifeneinschub.

 

Weitere Informationen zu den Testergebnissen gibt es unter www.test.de.


Insgesamt 16 Blutzuckermesssysteme hat Stiftung Warentest in der Ausgabe 07/2012 des Magazins „test“ geprüft. Im Gesamtfazit hob sie den Vorteil der automatischen Trenderkennung hervor: „Nutzer können markieren, ob sie vor oder nach dem Essen gemessen haben, und Blutzucker-Limits festlegen.“ (Stiftung Warentest 07/12, S. 88). In der Rubrik „Genauigkeit“ erhielt der OneTouch® Verio®Pro die Wertung 1,7. Aber auch das beleuchtbare Display und Teststreifeneinzug fanden besondere Erwähnung. Die beste Belastbarkeit bewies das Messsystem in der Rubrik „Konstruktion“: Hier bestand es den durchgeführten Falltest aus 80 Zentimeter Höhe mit einer sehr guten Wertung von 1,5.


Hoch/Niedrig Trenderkennung – Entwickelt für Patienten zur Optimierung der Insulintherapie
OneTouch® Verio®Pro wurde von LifeScan für die Bedürfnisse von Typ-1 und Typ-2 Insulinpatienten entwickelt, die regelmäßig Entscheidungen für ihre Insulinanpassung treffen müssen. Das Messgerät informiert Patienten automatisch über hohe und niedrige Blutzuckertrends. So können sie entscheiden, ob eine Veränderung ihrer Insulintherapie erforderlich ist. Diese Funktion warnt den Patienten automatisch vor erkannten Blutzuckertrends. So kann der Anwender erwägen, ob eine Insulinanpassung notwendig ist. Zusätzlich bietet OneTouch® Verio®Pro die Funktion, Messwerte zu markieren - nüchtern, vor und nach den Mahlzeiten sowie vor der Schlafenszeit. Mittelwerte für 7, 14, 30 und 90 Tage werden übersichtlich dargestellt.

Messgenauigkeit durch GlucoFilter® Technologie
In das schnell arbeitende und codierfreie Messsystem OneTouch® Verio®Pro ist die GDH-FADa-Enzymtechnologie mit hoher Substratspezifität integriert. OneTouch® GlucoFilter® korrigiert den Einfluss vieler Störfaktoren auf die Genauigkeit der Messergebnisse.

 

„Patienten mit einer intensivierten Insulintherapie, bei denen die Gefahr von Hypoglykämien besonders hoch ist, können von einem genauen Blutzuckermesssystem profitieren“, so Dr. Hans-Martin Reuter, niedergelassener Diabetologe aus Jena. „Genaue Blutzuckermesswerte helfen den Patienten dabei, abzuschätzen, wie viel Insulin sie benötigen“.

 

LifeScan – Experte und Partner in der Blutzuckerselbstkontrolle
OneTouch®-Produktfamilie und LifeScan - LifeScan gehört zur weltweit tätigen Johnson & Johnson-Unternehmensgruppe und hat sich seit 1989 in Deutschland mit seinen Blutzu-ckermesssystemen der Marke OneTouch® als einer der führenden Hersteller in der Diabetesversorgung etabliert. Alle OneTouch®-Messsysteme, die ein Ergebnis jahrelanger praktischer Anwendung sind, verfügen über eine einheitliche Plasmakalibrierung und eine geprüfte Messgenauigkeit. Seit März 2011 erweitert das Blutzuckermesssystem OneTouch® Verio®Pro das Produktportfolio von LifeScan. Weitere Informationen zum Thema Blutzuckerselbstkontrolle sowie zu weiteren Produkten und Servicematerialien von LifeScan erhalten Sie beim LifeScan-Service unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 - 70 77 007 oder unter www.LifeScan.de

 

10.10.2012; Quelle: Pressemitteilung LifeScan Europe GmbH


Fokus Diabetes: Prozess- und Technologie-Innovation in strukturierte Behandlung umsetzen


Personalisiertes Diabetes Management unterstützt bessere Therapieergebnisse

 

Diabetes ist eine anfänglich oft leise verlaufende chronische Erkrankung. Wird sie jedoch nicht angemessen behandelt, verschlimmert sie sich im Laufe der Zeit. Aufgrund der sekundären Komplikationen kann Diabetes als gefährlich eingestuft werden. Die kontinuierliche Aufmerksamkeit von Ärzten und Patienten ist hier ebenso gefragt wie eine regelmäßige Therapieanpassung, um Folgeerscheinungen hinauszuzögern oder gar verhindern zu können. Anlässlich des zweiten internationalen wissenschaftlichen Mediensymposiums „Focus Diabetes: Patients. Perspectives. Progress.“, das im Rahmen der in Berlin stattfindenden 48. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) von Roche Diabetes Care ausgerichtet wurde, äußerten sich renommierte Meinungsbildner über die aktuellsten Ansätze zur Personalisierung des Diabetes Managements und Optimierung der Blutzuckerkontrolle mit Hilfe der neuesten technischen Hilfsmittel. Die Experten stimmten darin überein, dass die vorgestellten Konzepte therapeutische Entscheidungen wesentlich vereinfachen können und sich leicht in die Alltagsroutine integrieren lassen. Untermauert wird diese Aussage durch aktuelle Studienresultate, aus denen hervorgeht, dass das strukturierte Management von Blutzuckerprofilen in Verbindung mit Datenvisualisierung die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient fördern kann, was sich einer höheren Motivation zur Befolgung der Therapieempfehlungen durch die Patienten sowie verbesserten Behandlungsresultaten niederschlägt.

 

Wie viele andere chronische Erkrankungen ist auch Diabetes komplex und schwierig zu behandeln, da er oft mit sekundären Komplikationen und Multimorbidität einhergeht. Instabile Blutzuckerkontrolle und insbesondere post-prandiale Hyperglykämien gelten als

entscheidende Risikofaktoren, die zu kurz- und langfristigen Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Myokardinfarkt, Schlaganfall), aber auch zu Neuropathien, Retinopathien und Nierenerkrankungen führen können. „Wir sind davon überzeugt, dass ein personalisiertes Diabetes Management, das eine strukturierte Blutzucker-Selbstkontrolle sowie die ganzheitliche Behandlung individueller Glukoseprofile integriert, darüber hinaus aber auch Datenmanagement und die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient umfasst, dazu beitragen kann, die Therapie zu optimieren und die Versorgungsstandards im Bereich Diabetes zu verbessern“, sagt Luc Vierstraete, Globaler Leiter von Roche Diabetes Care zu Beginn der Veranstaltung. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine strukturierte Vorgehensweise im Diabetes Management sowohl Ärzte und Diabetesberaterinnen als auch für Menschen mit Diabetes unterstützt und dazu beiträgt, das Behandlungsresultat zu verbessern. Jetzt gilt es, solche vielversprechenden Ansätze in der Praxis umzusetzen.”

 

Trotz der Fortschritte, die in den vergangenen Jahren in der Diabetestherapie erzielt wurden, erreichen noch immer viele Menschen mit Diabetes die Zielwerte für ihren Blutzuckerspiegel nicht und halten die ihnen empfohlene Behandlung nicht oder nur teilweise ein. Zudem zeigt die aktuelle Forschung, dass eine Insulintherapie vielfach zu spät eingeleitet wird, obschon die erforderlichen Mittel für eine adäquate Diabetesbehandlung verfügbar sind. Ein anschauliches Beispiel hierzu liefert Dr. David Norman O’Neal, leitender Endokrinologe am St. Vincent’s Hospital und außerordentlicher Professor an der Universität Melbourne, Australien, einer der Studienleiter der Stepping Up Studie. Aufgrund seiner Praxiserfahrung befürwortet er einen strukturierten Ansatz des Diabetes Managements insbesondere im Zusammenhang mit der Blutzuckerkontrolle aber auch dem Beginn oder der Anpassung einer Insulintherapie.

 

Eine Arbeitsgruppe europäischer Meinungsbildner publizierte kürzlich ein Positionspapier , in dem sie einen stärker personalisierten Ansatz im Diabetes Management in sechs Schritten vorschlägt. „Da es die eine Therapieform nicht gibt, die sich für alle Menschen mit Diabetes eignet, müssen wir individuelle Ziele formulieren, die den klinischen Hintergrund und die persönliche Krankengeschichte berücksichtigt”, erklärt Professor Antonio Ceriello, Institut d'Investigacions Biomèdiques August Pi i Sunyer (IDIBAPS) in Barcelona, Spanien.

 

Der Zyklus bestehend aus sechs Schritten4 und umfasst die strukturierte Blutzucker-Selbstkontrolle, die als Leitfaden für die zu verordnende Therapie dient. Diese wird mit dem Selbstmanagement durch den Patienten sowie einer Feedbackschleife kombiniert und hilft so den Menschen mit Diabetes, ihre Motivation zu bewahren. Außerdem werden die Patienten aufgrund eines neuen Algorithmus und unter Berücksichtigung ihres Alters, der Krankheitsdauer, von Begleiterkrankungen sowie ihres Blutzuckerprofils im Tagesverlauf einem phänotypischen Cluster zugeordnet. Gemäß Professor Ceriello liegt der praktische Nutzen des schrittweisen Vorgehens in der Verbindung effizienzsteigernder Aspekte mit der Möglichkeit, sowohl die Qualität der Diabetestherapie als auch den Zugang zu einer optimalen Behandlung zu verbessern.

 

Technologie in Form innovativer medizinischer Geräte spielt eine vorrangige Rolle bei der Umsetzung solcher neuen Ansätze im Praxisalltag. Der in Münster, Deutschland, tätige Diabetologe Dr. Ralph Ziegler, der zu den Studienleitern der ABACUS-Studie gehört, erklärt: „Insbesondere bei der Insulintherapie von Menschen mit Diabetes können Funktionen wie automatische Bolusrechner das personalisierte Diabetes Management signifikant erleichtern, die Blutzuckerkontrolle verbessern und die tägliche Behandlung vereinfachen. Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Untersuchung bestätigen, dass der Bolusrechner beim Accu-Chek® Aviva Expert System die Angst vor Hypoglykämien deutlich mildern, das Vertrauen in die Dosisberechnung festigen, das Erreichen der Blutzuckerzielwerte erleichtern und längerfristig auch die Therapieeinhaltung sowie das Befinden insgesamt verbessern kann.“

 

Zusammenfassend zeigen diese Forschungsresultate überzeugend auf, dass personalisiertes Diabetes Management dazu beitragen kann, die Wirksamkeit und Effizienz der Behandlung sowie die Therapietreue und das Therapieergebnis zu verbessern. „Solche Algorithmen, verbunden mit einem strukturierten Diabetes Management-Ansatz werden die Entscheidungsfindung für Ärzte, Diabetesberaterinnen und Patienten erleichtern. Dazu sind die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Fakten bezüglich des Sechs-Schritte-Zyklus durchaus vielversprechend im Hinblick auf die Schaffung eines medizinischen und auch wirtschaftlichen Mehrwerts für die Gesundheitssysteme“, schließt Professor Ceriello.

 

Über „Focus Diabetes: Patients. Perspectives. Progress.“

Zur Förderung eines optimalen Diabetes Managements und der zugehörigen Pflegestrukturen hat Roche Diabetes Care unter dem Titel „Focus Diabetes: Patients. Perspectives. Progress.” eine Reihe jährlich stattfindender hochrangiger medizinisch-wissenschaftlicher Symposien ins Leben gerufen.

 

Die Veranstaltungsreihe, an der international anerkannte Experten teilnehmen, dient als Forum zur eingehenden Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der neuesten Entwicklungen in der Diabetestherapie. Neben aktuellen Resultaten klinischer Studien umfasst der Themenkreis auch die Herausforderungen, denen Patienten, Gesundheitsfachkräfte, Krankenversicherungen und Kostenträger im Zusammenhang mit einem effizienten Diabetesmanagement begegnen. Neben exklusiven Einblicken und einem professionellen Rahmen für Diskussionen bietet das Symposium den Teilnehmenden auch die Gelegenheit, direkt den Kontakt zu den Experten zu suchen.

 

Über Roche Diabetes Care
Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes-Management-Systeme und Services. Es Menschen mit Diabetes zu ermöglichen, ein fast normales und aktives Leben zu führen – dafür setzt sich die Marke Accu-Chek seit mehr als 35 Jahren engagiert ein. Zudem unterstützt sie Ärzte und andere medizinische Fachkräfte darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Accu-Chek bietet Menschen mit Diabetes und ihren Versorgern innovative Produkte und umfassende, wirksame Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetes-Management – von der Blutzuckermessung über die Dokumentation und Interpretation der Daten bis hin zur Insulingabe. Das Accu-Chek-Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen-Systeme, Stechhilfen sowie Lösungen im Bereich Informations-Management und Schulungsprogramme für Ärzte, Diabetesberaterinnen und Menschen mit Diabetes – die zu einem verbesserten Therapieergebnis beitragen können.

 

Nähere Informationen finden Sie unter www.accu-chek.de.

 

09.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Roche Diabetes Care


TRM Leipzig begrüßt Verleihung des Nobelpreises für Medizin an zwei renommierte Stammzell-Forscher

 

Mit dem Japaner Shinya Yamanaka und dem Briten John Gurdon erhalten in diesem Jahr zwei Wissenschaftler den Preis, die mit ihren Forschungen zu sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) den Weg ebnen hin zu einer Stammzellforschung, die auf die Nutzung von embryonalen Stammzellen verzichten kann. "Herzlichen Glückwunsch", begrüßt Prof. Dr. Frank Emmrich, Direktor des Translationszentrums für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig, die Auszeichnung.

 

"Wenn sich die Hoffnung erfüllt, dass wir Stammzellen und ihre Wirkungsweise entschlüsseln können, wenn es gelingt, mit Hilfe der induzierten pluripotenten Stammzellen einen entscheidenden Schritt voran zu kommen, dann können wir akuten und chronischen Erkrankungen wie Schlaganfall und Diabetes, bei denen eine große Zahl von Zellen zerstört wird, eine Behandlung entgegensetzen, die spezifische Zellen an ihrem angestammten Ort erneuern kann", konkretisiert Prof. Emmrich die Perspektiven der Stammzellforschung. Am TRM Leipzig, einem der größten Drittelmittelprojekte der Universität Leipzig, wird derzeit im Bereich iPS zu Diabtes mellitus geforscht.

 

iPS-Zellen werden durch eine Reprogrammierung von Körperzellen zu Stammzellen gewonnen. Reprogrammierung bezeichnet den Prozess, mit dem adulte Stammzellen mittels bestimmter Gene rückentwickelt werden, so dass sie wieder die Eigenschaften von embryonalen Stammzellen aufweisen, insbesondere die Fähigkeit zur Differenzierung in verschiedene Zelltypen. Die Reprogrammierung bietet eine Alternative zum Einsatz von embryonalen Stammzellen.

 

Am TRM Leipzig forscht Dr. Insa Schroeder zu iPS-Zellen; ihr Thema lautet "Pankreatische Differenzierung von murinen und humanen embryonalen und induzierten pluripotenten Stammzellen". Parallel leitet die promovierte Lebensmittelchemikerin die Nachwuchsgruppe "Stammzellforschung" am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. "Stammzellen, besonders pluripotente embryonale Stammzellen, haben ein unglaubliches Entwicklungspotenzial", erläutert Dr. Insa Schroeder.

 

Anliegen ihrer Forschung zu iPS-Zellen ist es, in vitro aus embryonalen Stammzellen insulinproduzierende Betazellen herzustellen. Dabei ist es wichtig, die molekularen Mechanismen zu verstehen, die in vivo zur Bildung funktioneller insulinproduzierender Zellen führen, um diese in vitro nachzuahmen. Mit Hilfe von iPS-Zellen, die sich aus Körperzellen von Diabetespatienten herstellen lassen, soll zudem die Entstehung und der Verlauf von Diabeteserkrankungen in vitro nachgestellt und untersucht werden, um derzeitige Therapieansätze verbessern zu können. Doch bei aller Hoffnung und Freude über die Nobelpreis-Auszeichnung für ihr Forschungsfeld - das Forschungsfeld ist kompliziert: "Eine insulinproduzierende Betazelle funktioniert nur richtig im Verbund und im Zusammenspiel mit anderen Zellen aus der Bauchspeicheldrüse. Um also aus Stammzellen insulinproduzierende Zellen generieren zu können, muss man im Prinzip das gesamte Organ ‚nachbauen‘", verdeutlicht Dr. Insa Schroeder.

 

Das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig wurde im Oktober 2006 mit dem Ziel gegründet, neuartige Diagnostik- und Therapieformen der regenerativen Medizin zu entwickeln, zu evaluieren und in die klinische Anwendung zu überführen. Die Arbeit des Zentrums wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Freistaat Sachsen gefördert. Die Forschung in der regenerativen Medizin, einem relativ jungen Zweig der Biomedizin, ist auf die Heilung bzw. funktionelle Wiederherstellung erkrankter Gewebe und Organe durch die Anregung körpereigener Regeneration oder durch biologischen Ersatz.

 

Internet: http://www.trm.uni-leipzig.de/de/research/research-groups/pancreatic-differentiation-of-human-es-and-patient-specific-induced-pluripotent-stem-cells/r-research-groups-a-342.html

 

09.10.2012; Quelle: Pressemitteilung TRM Leipzig


Die Blutzuckerwerte ohne Pillen senken!

 

Diabetesberater Sven-David Müller fasst aktuelle Studien zusammen und stellt daraus das Buch die 50 besten Blutzuckerkiller zusammen. Endlich den Blutzucker natürlich regulieren.

 

In Deutschland leben vier bis sechs Millionen Menschen, die an Diabetes mellitus vom Typ 2 leiden. In vielen Fällen ist eine falsche Lebens- und Ernährungsweise für die Entstehung dieser Krankheit verantwortlich. In seinem Buch “Die 50 besten Blutzucker-Killer” verrät uns der Ernährungswissenschaftler, Diätassistent und Autor Sven-David Müller, welche 50 Lebensmittel, Vitalstoffe und welche Lebensweise besonders gut geeignet sein können, den Blutzuckerspiegel wieder zu senken oder einen zu hohen Blutzuckerspiegel erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Ist die Blutzuckerregulation gestört, kann es zu Diabetes mellitus vom Typ 2 kommen. Es gibt aber die Möglichkeit, dieser Erkrankung mit der richtigen Ernährungs- und Lebensweise vorzubeugen oder eine Diabetes-Therapie sinnvoll zu ergänzen. Bestimmte Lebensmittel, Vitalstoff (Vitamine und Mineralstoffe) und praktische Maßnahmen (Abnehmen, Diät, Sport) sind dafür besonders geeignet.


In den ersten Kapiteln des Buchs wird erklärt, wie Diabetes mellitus vom Typ 2 entsteht, wie sie sinnvoll therapiert werden kann und welche Rolle der Blutzuckerspiegel beziehungsweise das blutzuckerregulierende Hormon Insulin dabei spielen. In diesem Zusammenhang wird auf Diabetes mellitus vom Typ 1 und Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) eingegangen. Der Autor beschreibt ferner die Problematik der Insulinresistenz. Schließlich gilt bei Diabetes mellitus vom Typ 2 nicht die Tatsache, dass zu wenig Insulin produziert wird, für die Entstehung dieser Krankheit verantwortlich, sondern das Problem, dass die Zellen das Insulin nicht richtig aufnehmen können. Dadurch bleibt das Insulin im Blut und erhöht den Blutzuckerspiegel.

 

Im nächsten Abschnitt wird auf die Begrifflichkeiten Glykämischer Index (GI) und Glykämische Last (GL) eingegangen. Der GI ist ein Indikator, der erkennen lässt, wie schnell durch ein Lebensmittel der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dabei spielt der Kohlenhydrate-Gehalt des einzelnen Lebensmittels bezogen auf eine gegebene Mengeneinheit und die Kohlenhydrate-Art eine entscheidende Rolle.

 

Im Hauptteil des Buches portraitiert Sven-David Müller 50 Lebensmittel, Vitalstoffe und praktische Maßnahmen, wie Abnehmen und Sport, die in besonderer Weise geeignet sein können, den Blutzuckerspiegel günstig zu beeinflussen beziehungsweise zu senken. Dieses Kapitel wird mit informativen Tabellen und Infoboxen aufgelockert.


Das Taschenbuch “Die 50 besten Blutzucker-Killer” ist für alle, die von Diabetes betroffen sind ein praktischer Ratgeber. Der Leser bekommt in der Einführung diese komplexe Erkrankung, deren Entstehung und Therapie so erklärt, dass auch der medizinische Laie etwas damit anfangen kann. Sie helfen, sich im Hauptteil zu orientieren, in welchem immer wieder auf das in der Einleitung vermittelte Wissen eingegangen wird.

 

Dennoch sind die Einträge im Hauptteil so geschrieben, dass ein Leser, der sich mit den theoretischen Zusammenhängen bereits auskennt, diesen einfach überspringen kann. Natürlich stehen viele der Informationen des Buches in den Broschüren, die Betroffene von ihrem Arzt erhalten. Der entscheidende Vorteil des Ratgebers besteht jedoch darin, dass sie hier auf kleinstem Raum zusammengefasst worden sind. Das praktische Taschenbuchformat macht es Diabetikern somit möglich, das Buch als Entscheidungshilfe mit ins Restaurant, den Supermarkt oder den Wochenmarkt mitzunehme.

 

Sven-David Müllers Taschenbuch “Die 50 besten Blutzucker-Killer” ist im Trias-Verlag erschienen und kostet im Buchhandel 9,99 Euro.

 

Die Homepage von Sven-David Müller liefert vielfältige Ernährungsinformationen. Sven-David Müller ist Diätassistent, Diabetesberater DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) und studiert Applied Nutritional Medicine an der Donau Universität Krems. Er ist Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandter Ernährungsmedizin).

 

Auf seiner Homepage informiert Sven-David Müller, M.Sc., über seine Bücher, Termine und Veranstaltungen. Zusammen mit anderen Fachjournalisten liefert er Informationen über Ernährung, Ernährungsmedizin, nutritive Medizin sowie Diätetik.

 

Das ZEK ist ein Zusammenschluss von Medizinjournalisten, Gesundheitspublizisten, Naturwissenschaftlern sowie Diätassistenten.

 

05.10.2012; Quelle: Pressemitteilung ZEK


Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

 

Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes mellitus ist doppelt so hoch wie von übergewichtigen Diabetes-Patienten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf dieses "Adipositas paradox" weist jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung amerikanischer Wissenschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, einen Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern, so die DDG.

 

Nicht alle Menschen mit Typ-2-Diabetes sind übergewichtig. Etwa jeder zehnte hat ein normales Körpergewicht. Einer jüngst im Journal der amerikanischen Medizingesellschaft JAMA veröffentlichten Studie zufolge scheint dies zumindest beim Typ-2-Diabetes nicht von Vorteil.

 

Die Analyse fasst die Ergebnisse aus fünf Langzeituntersuchungen zusammen. Forscher untersuchten darin die Daten von 2625 Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes. Während der beobachteten zwei Jahrzehnte kam es zu 449 Todesfällen. Doch anders als erwartet, war das Sterberisiko unter den schlanken Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht niedriger, sondern doppelt so hoch wie bei den Typ-2-Diabetes-Patienten an der Grenze zum Übergewicht und darüber.

 

„Normalgewichtige Menschen mit Typ-2-Diabetes sind keinesfalls selten“, sagt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft aus Quakenbrück. In der Studie lag deren Anteil zwischen 10 und 20 Prozent. Diese Menschen lebten nicht gesünder als übergewichtige Diabetes-Patienten. Bei einigen liege womöglich eine „versteckte Fettleibigkeit“ vor, erläutert Diabetologe Matthaei: „Ausgeprägter Bewegungsmangel führt bei einigen Menschen zu einem Rückgang der Muskelmasse, die dann durch Fettgewebe ersetzt wird – auch Sarkopenie genannt.“ Das Körpergewicht liegt hier oft im oberen Bereich des Normalgewichts. Andere Menschen sind dazu veranlagt, also erblich bedingt schlank. Viele normalgewichtige Ostasiaten und farbige Amerikaner etwa haben einen Typ-2-Diabetes.

 

Auch bei anderen Erkrankungen tritt das „Adipositas paradox“ zu Tage. So scheinen beispielsweise normalgewichtige Nierenkranke, die sich einer Blutwäsche, der Dialyse, unterziehen müssen, ein höheres Sterberisiko zu haben als übergewichtige Dialyse-Patienten. Warum aber auch das Sterberisiko der schlanken „Zuckerkranken“ höher ist als bei übergewichtigen Menschen mit Diabetes, ist nicht bekannt. „Aus epidemiologischen Studien wie der vorliegenden können solche Fragen meist nicht beantwortet werden“, bedauert auch Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Pressesprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft aus Tübingen. Die DDG vermute aber, dass ein Typ-2-Diabetes bei Normalgewichtigen später erkannt wird und dass sie die Therapie weniger konsequent durchführen. „Viele dieser Zuckerkranken und auch ihre Ärzte verzichten möglicherweise im falschen Vertrauen auf das Normalgewicht auf Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung und Medikamente“, meint Fritsche. Bei ihnen schreite der Diabetes deshalb eventuell schneller voran als bei Übergewichtigen, die ihr Gewicht zu normalisieren versuchen.

 

Die Ergebnisse der Studie könnten die Früherkennung verändern. Denn nach Einschätzung der DDG wäre es falsch, ausschließlich Übergewichtige auf einen Diabetes zu untersuchen. Eine korrekte Bestimmung des Nüchternblutzuckers sollte heute zu den ersten Tests gehören, die ein Arzt bei einem neuen Patienten durchführt. Auch bei Krankenhauspatienten sollte immer nach einem versteckten Typ-2-Diabetes gesucht werden, fordert Professor Matthaei: „Folgeerkrankungen können nur verhindert werden, wenn die ursächliche Erkrankung frühzeitig erkannt wird.“

 

Quelle:
Carnethon MR, De Chavez PJ, Biggs ML, Lewis CE, Pankow JS, Bertoni AG, Golden SH, Liu K, Mukamal KJ, Campbell-Jenkins B, Dyer AR.: Association of weight status with mortality in adults with incident diabetes.JAMA. 2012 Aug 8;308(6):581–90.

 

04.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Phase-III-Studien zu MK-3102 werden eingeleitet

 

Merck (NYSE: MRK), außerhalb der USA und Kanada als MSD bekannt, gab heute Ergebnisse einer Phase-IIb-Studie zu MK-3102, dem experimentellen, einmal wöchentlich verabreichten DPP-4-Inhibitor des Unternehmens, bekannt, der zurzeit für die Behandlung des Typ-2-Diabetes entwickelt wird. Im Rahmen der 12-wöchenigen Studie fand sich bei Patienten mit Typ-2-Diabetes eine im Vergleich zu Placebo signifikante Blutzuckersenkung. Die Häufigkeit des Auftretens von Hypoglykämien war dabei ähnlich wie bei Placebo. Die Ergebnisse wurden heute auf der 48. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Berlin vorgestellt.

 

"Falls MK-3102 zugelassen wird, hätten wir eine neuartige Behandlungsoption mit einmal wöchentlicher Verabreichung an der Hand, die bei der Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes mit zur Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen könnte", so Dr. Ira Gantz, Clinical Research, Metabolism bei Merck Research Laboratories, und führende Autorin der Studie.

 

Studiendesign

Die heute berichteten Ergebnisse kommen von einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Dosisfindungsstudie, bei der fünf Dosierungen von MK-3102 (0,25mg, 1mg, 3mg, 10mg und 25mg) bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, deren Blutzucker mit Ernährung und Bewegung nur unzureichend reguliert werden konnte, geprüft wurden.

 

Insgesamt wurden 685 Patienten mit einem mittleren Ausgangs-HbA1c-Wert von ca. 8 Prozent randomisiert den folgenden Gruppen zugeteilt: Über einen Zeitraum von 12 Wochen erhielten 571 Patienten einmal wöchentlich MK-3102 in einer der fünf Dosierungen (0,25 mg, n=113; 1 mg, n=115; 3 mg, n=114; 10 mg, n=115; 25 mg, n=114) und 114 Patienten erhielten Placebo. Der primäre Endpunkt war der Veränderung des HbA1c-Wertes nach 12 Wochen gegenüber dem Ausgangswert bei Studienbeginn, wobei alle Dosierungen mit Placebo verglichen wurden. Die sekundären Endpunkte waren der postprandiale Blutzuckerwert 2 Stunden nach dem Essen und der Nüchtern-Plasma-Glukosewert.

 

Studienergebnisse

MK-3102 erzielte in allen Dosierungen eine signifikante Senkung der HbA1c-Werte im Vergleich zu Placebo (p<0,001), wobei der mittlere Ausgangswert bei ca. 8 Prozent lag. Nach 12 Wochen fand sich bei Betrachtung der gesamten Studienpopulation eine placebokorrigierte HbA1c-Senkung gegenüber dem Ausgangswert von 0,71 Prozent für 25 mg, 0,67 Prozent für 10 mg, 0,49 Prozent für 3 mg, 0,50 Prozent für 1 mg und 0,28 Prozent für 0,25 mg Dosen von MK-3102.

 

Es zeigte sich ein statistisch signifikanter (p<0,001) Trend für alle untersuchten Dosierungen hinsichtlich der sekundären Endpunkte (postprandialer Blutzuckerwert 2-Stunden nach Mahlzeit (2h-BZ) und Nüchtern-Blutzucker (NBZ)). Für die 2h-BZ-Werte fanden sich nach 12 Wochen die folgenden placebokorrigierten Senkungen gegenüber den Ausgangswerten: MK-3102 25 mg=2,5 mmol/l; 10 mg=2,3 mmol/l; 3 mg=1,9 mmol/l; 1 mg=1,9 mmol/l; 0,25 mg=1,0 mmol/l. Für die Nüchtern-BZ-Werte zeigten sich nach 12 Wochen die folgenden placebokorrigierten Senkungen gegenüber den Ausgangswerten: MK-3102 25 mg=1,2 mmol/l; 10 mg=0,7 mmol/l; 3 mg=0,8 mmol/l; 1 mg=1,1 mmol/l; 0,25 mg=0,1 mmol/l. Im Rahmen der Studie wurde MK-3102 allgemein gut vertragen und sein Sicherheitsprofil war dem von Placebo ähnlich.

 

Diabetes ist eine chronisch-fortschreitende Erkrankung, von der weltweit 366 Millionen Menschen, darunter fast 26 Millionen Menschen in den USA, betroffen sind. Laut den Ergebnissen des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) von 1999-2006 erreichen aber über 40 Prozent der Patienten das von der American Diabetes Association (ADA) gesteckte Ziel eines HbA1c-Werts unter 7,0 Prozent nicht.

 

"Seit Entdeckung der DPP-4-Inhibitor-Klasse hat sich Merck aktiv dafür eingesetzt, die wissenschaftliche Forschung zu Behandlungsmöglichkeiten bei Typ-2-Diabetes voranzutreiben. Die Ergebnisse dieser Phase-IIb-Studie an Patienten mit Typ-2-Diabetes sind sehr ermutigend und wir sind im Begriff, Phase-III-Studien einzuleiten, um MK-3102 im Entwicklungsprozess einen Schritt weiter zu bringen", so Nancy Thornberry, Senior Vice President und Franchise Head, Diabetes & Endocrinology bei Merck Research Laboratories.

 

Über Merck

Merck ist heute ein globaler Branchenführer im Gesundheitswesen, der mit seiner Arbeit hilft, die Welt gesund zu halten. Außerhalb der USA und Kanada ist Merck als MSD bekannt. Durch unsere verschreibungspflichtigen Arzneimittel, Impfstoffe, Biotherapeutika, Pflegeprodukte und veterinärmedizinischen Mittel arbeiten wir mit unseren Kunden zusammen und sind weltweit in über 140 Ländern tätig, um innovative Gesundheitslösungen anzubieten. Außerdem zeigt sich unser Engagement für einen besseren Zugang zur gesundheitlichen Versorgung in unseren weitreichenden Grundsätzen, Programmen und Partnerschaften. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.merck.com und folgen Sie uns auf Twitter, über Facebook und YouTube.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält "zukunftsgerichtete Aussagen" im Sinne der Safe Harbor Bestimmungen des United States Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Zu derartigen Aussagen gehören unter anderem Aussagen über die Vorteile der Fusion von Merck und Schering-Plough, einschließlich zukünftiger finanzieller und betrieblicher Ergebnisse, Pläne, Zielsetzungen, Erwartungen und Absichten des vereinigten Unternehmens sowie andere Aussagen, bei denen es sich nicht um historische Fakten handelt. Derartige Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung von Merck und unterliegen bedeutenden Risiken und Unwägbarkeiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Darstellungen der zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.


Die folgenden Faktoren könnten u. a. dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Ergebnissen abweichen: die Möglichkeit, dass die erwarteten Synergien aus der Fusion zwischen Merck und Schering-Plough nicht realisiert werden bzw. nicht im vorgesehenen Zeitrahmen eintreten; die Auswirkungen von Vorschriften für die Pharmaindustrie und Gesetzen im Gesundheitswesen in den USA und auf internationaler Ebene; die Fähigkeit von Merck, zukünftige Marktbedingungen genau vorherzusagen; die Abhängigkeit von der Durchsetzbarkeit der Merck-Patente und anderer Schutzvorkehrungen für innovative Produkte sowie das Risiko hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten und/oder regulierungsrechtlicher Verfahren.


Merck verpflichtet sich in keiner Weise zur öffentlichen Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen in Folge neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus sonstigen Gründen. Weitere Faktoren, aufgrund derer die Ergebnisse maßgeblich von den Darstellungen der zukunftsgerichteten Aussagen abweichen könnten, sind in dem Jahresbericht von Merck für das Jahr 2011 auf Formular 10-K und den anderen Eingaben des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC enthalten, die auf deren Website (www.sec.gov) einzusehen sind.


Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

 

03.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Merck & Co.


Auszeichnung für Diabetesprojekt

 

Das Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein erhält den Sonderpreis des Gesundheitspreises NRW 2012

 

Das Netzwerk Diabetischer Fuß Nordrhein erhält den diesjährigen Gesundheitspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Landesinitiative “Gesundes Land Nordrhein-Westfalen” vergibt den Preis an das Fußnetz aufgrund seines “besonders innovativen Charakters für die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens”. Bereits 1994 hat die Landesgesundheitskonferenz NRW die Initiative gegründet, die seitdem die Weiterentwicklung des Gesund-heitswesens in Nordrhein-Westfalen fördert. Ein wichtiger Bestandteil dieser Förderung ist der jährlich verliehene Gesundheitspreis. “Wir sind stolz über diese besondere Auszeichnung für das Fußnetz. Durch die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen den Experten unterschiedlichster Disziplinen konnte die Situation der Patienten deutlich verbessert werden”, freut sich Dr. Matthias Kaltheuner aus dem Vorstand des Berufsverbandes der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN).

 

Im Fußnetz Nordrhein arbeiten Ärzte, Pflegedienste, Schuhmacher und Podologen (spezielle Fußpfleger mit zweijähriger Ausbildung) eng zusammen, um Diabetikern, die unter dem diabetischen Fußsyndrom (DFS) leiden, möglichst schnell und umfassend zu helfen. Auch viele Krankenkassen haben diese Entwicklung unterstützt. Insgesamt konnten im Fußnetz Nordrhein seit 2003 rund 10.000 Menschen behandelt werden. Initiiert wurde das Fußnetz von Ärzten in Praxen und Kliniken, die Leitung hat das Centrum für integrierte Diabetestherapie Köln inne. Die Diabetologen in Nordrhein haben sehr gute Arbeit geleistet. Dank des Fußnetzes wurden weniger Patienten pflegebedürftig oder arbeitsunfähig. Auch die Zahl der stationären Klinikaufenthalte und der Todesfälle aufgrund des DFS hat sich merklich verringert.

 

Aktuellen Ergebnissen zufolge konnte die Notwendigkeit von Beinamputationen um rund 75 Prozent gesenkt werden.

 

Erkrankung mit fatalen Folgen

Neue Studien belegen, dass 15 Prozent aller Menschen mit Diabetes im Laufe ihres Lebens ein Diabetisches Fußsyndrom entwickeln. Bei dieser Erkrankung bilden sich Geschwüre oder Ermüdungsbrüche am Fuß. Ursache für das DFS sind meist Durchblutungsstörungen und/oder ein vermindertes Schmerzempfinden durch Nervenschäden aufgrund des Diabetes. Das DFS bleibt lebenslang bestehen und fordert sowohl von den Betroffenen als auch von der Gesellschaft einen hohen Tribut, da es zu Beeinträchtigung der Mobilität, langen Krankheitsverläufen, Verlust der Arbeit, Amputationen, Verlust der Selbständigkeit sowie zu Todesfällen führen kann.

 

Mit rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr wird in Deutschland ein Großteil der Ausgaben für Diabetes durch das DFS verursacht. An der Stoffwechselerkrankung leidet ein stark zunehmender Teil der deutschen Bevölkerung, neueste Zahlen beziffern die Diabetiker in Deutschland auf über 7.000.000 Menschen. Weltweit sprechen Experten daher längst von einer Diabetesepidemie. “Da es weltweit und eben auch in Deutschland immer mehr Diabetiker gibt, müssen wir damit rechnen, dass auch die Zahl der DFS-Fälle steigt. Deswegen ist es uns wichtig, die Patienten so gut wie möglich zu versorgen und es freut uns umso mehr, dass unsere Anstrengungen nun mit dem Gesundheitspreis anerkannt werden”, fasst. Dr. Kaltheuner zusammen.

 

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 5. Dezember 2012 im Rahmen einer Fachtagung in Düsseldorf statt.

 

Hintergrund: Der BdSN
Im Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) haben sich über 120 niedergelassene Diabetologen organisiert und die bisherige positive Entwicklung in der Betreuung von Diabetes-Patienten mitgestaltet. Ziel ist es, die ambulante Versorgung von Menschen mit Diabetes weiter zu verbessern.

 

02.10.2012; Quelle: Pressemitteilung BdSN


Serono Symposia International Foundation schaltet die Website Manage Diabetes Online frei

 

Die Serono Symposia International Foundation (SSIF) hat heute anlässlich der Jahrestagung der Europäischen Diabetesgesellschaft(EASD) in Berlin bekanntgegeben, dass http://www.managediabetesonline.org, eine neue Website zur medizinischen Information überDiabetes freigeschaltet wurde.

 

In den letzten zehn Jahren haben sich die Fälle von Diabetes nicht nur in der EU, sondern weltweit vervielfacht. Derzeit sind rund 250 Millionen Menschen weltweit von Diabetes betroffen, und die International Diabetes Federation schätzt, dass sich diese Zahl bis 2025 auf über 380 Millionen Euro erhöhen wird[1]. SSIF bietet diese neue Website zur Unterstützung von Experten im Gesundheitswesen an, um so die Auswirkungen dieser epidemischen Krankheit auf die Gesellschaft zu verringern.

 

"Nie hat ein grösserer Bedarf geherrscht, über die neuesten Entwicklungen in der Diagnose und Behandlung von Diabetes informiert zu werden", so Prof.Chaicharn Deerochanawong, Abteilung für Diabetes und Endokrinologie an der medizinischen Fakulität des Rajavithi Hospital der Rangsit Medical School in Bangkok (Thailand). "Ob wir von zuhause, von der Arbeit oder von unterwegs auf Informationen zugreifen müssen, mit Manage Diabetes Online ist der Zugriff auf wichtige Informationen jederzeit möglich."

 

Manage Diabetes Online bietet zahlreiche Tools zur Weiterbildung: CME-zertifizierte Online-Kurse, Vortragsfolien, Video-Präsentationen, wichtige Fragen, Leitartikel, eine Bibliographie und Links.

 

"Erst vor einem Monat haben wir eine andere wichtige Website freigeschaltet, die sich der medizinischen Weiterbildung zum Thema Bluthochdruck widmet", sagte Michèle Piraux, Sekretärin des Verwaltungsrats bei der SSIF. "Diese beiden neuen Webseiten fördern unsere Bemühungen zur Verbesserung der Praxis und unterstützen Gesundheitsexperten bei den Entscheidungen in ihrer täglichen Arbeit. Dies liegt im Interesse der Patienten."

 

Der wissenschaftliche Verwaltungsausschuss von DiabetesOnline besteht aus drei internationalen Diabetes-Experten, von denen jeder eine wichtige Region der Welt repräsentiert:

 

- Abdul Razzaq Ali Al Madani, Abteilung für Endokrinologie, Dubai Hospital -
Dubai Health Auhority, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

- Chaicharn Deerochanawong, Abteilung für Diabetes und Endokrinologie,
medizinische Fakulität des Rajavithi Hospital, Rangsit Medical School in Bangkok (Thailand)


- Bruno Geloneze Neto, Forschungslabor für Stoffwechsel und Diabetes und
Campinas-Froschungszentrum für Endokrinologie und Diabetes, Universität Campinas, Campinas (Brasilien).

 

Referenz: [1] http://ec.europa.eu/research/health/medical-research/diabetes-and-obesity/index_en.html

 

Die Serono Symposia International Foundation (SSIF)ist eine in Genf (Schweiz) ansässige, gemeinnützige Organisation. Sie wurde gegründet, um die innovativsten Leistungen und potenziellen Entwicklungen in der Medizin- und Wissenschaftsforschung durch medizinische Weiterbildungsprogramme (Continuing Medical Education -CME) zu verbreiten, um das Leben der Patienten zu verbessern.

 

01.10.2012; Quelle: Pressemitteilung Serono Symposia International Foundation


Unter der Schirmherrschaft von Daniel Bahr: Der Weltdiabetestag am 18. November 2012 in Berlin

 

Über Diabetes diskutieren, Promis treffen, Walken und Tanzen

 

Unter dem Motto: „Mit Diabetes leben: Besser informiert – weniger Sorgen“ lädt diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe alle Interessierten am Sonntag, dem 18. November 2012, von 10.00 bis 16.00 Uhr ins Internationale Congress Centrum (ICC) nach Berlin ein. Am und um den Weltdiabetestag am 14. November finden jährlich in vielen Ländern Informationsveranstaltungen statt. diabetesDE organisiert die zentrale Veranstaltung in Deutschland bereits zum vierten Mal. Über 30 Fachexperten halten Vorträge und beantworten Fragen. Aktionen mit Prominenten rund um Ernährung und Bewegung motivieren die Besucher zum Mitmachen.

 

Die Erkrankung Diabetes mellitus, ihre Therapie, Ernährung, Bewegung und Soziales stehen bei der zentralen Veranstaltung im ICC am 18. November 2012 im Mittelpunkt. Nach der Eröffnung durch Professor Dr. med. Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M), beginnen die Vorträge und Symposien: „Keine Diabetiker-Lebensmittel mehr – was nun?“ und „Welche Diät hilft wirklich gegen Übergewicht?“, fragen sich viele Menschen mit Diabetes. Michaela Berger und Marion Bohl informieren über diese Ernährungsthemen. Diabetes kann sowohl kleine Kinder, Heranwachsende, aber auch ältere Menschen treffen: In den Vorträgen „Das zuckerkranke Kind“, „Diabetes und Pubertät“ und „Diabetes im Alter“ gehen Experten auf die speziellen Bedürfnisse dieser Altersgruppen ein. Darüber hinaus stehen Themen wie „Beruf und Schwerbehinderung“ oder „Moderne Selbsthilfe: Social Media“ auf dem Programm.

 

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat die Schirmherrschaft übernommen, in seinem Grußwort sagt er: „diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe steht den Menschen im Kampf gegen eine der bedeutendsten Volkskrankheiten unserer Zeit beiseite. Durch Aufklärung trägt sie dazu bei, Diabetes Typ-2 zu vermeiden. Unterstützt durch eine Vielzahl von engagierten Menschen aus verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft, leistet diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe einen wichtigen Beitrag zu einem gesünderen Deutschland.“

 

Auf der Veranstaltung laden verschiedene Prominente, teilweise selbst an Diabetes mellitus erkrankt, die Besucher zum Diskutieren und Mitmachen ein. So leitet ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh die Diskussionsrunde „Arzt-Patienten-Beziehung, was wünscht sich der Betroffene, was sein Therapeut?“. Anja Renfordt, Kickbox-Weltmeisterin und Typ-1-Diabetikerin, stellt ihren Diabetes-Spürhund Candy vor. Ernährungscoach und Bestsellerautor Patric Heizmann („Ich bin dann mal schlank“) präsentiert eine einstündige Ernährungs-Show.

 

Food-Journalistin und TV-Moderatorin Dagmar von Cramm gibt Ernährungstipps bei Diabetes Typ 2. Erfolgsautorin Tania Krätschmar („Die Wellentänzerin“) liest die besten Geschichten des „Diabetes-Krimi-Wettbewerbs“ vor. In einer Koch-Show zeigent TV-Koch Armin Rossmeier und Hans Lauber, wie Menschen mit Diabetes schnelle und einfache Gerichte zubereiten können. Ein begleitendes Programm unterhält Kinder mit einer Bastelecke und Bewegungsparcours: Dimo Wache, Ex-Torhüter Mainz 05 und selbst an Typ-1-Diabetiker, sorgt für Spiel und Spaß am Ball.

 

Zumba-Tanzlehrerin Nadja Rogge zeigt, wie viel Freude auch ältere oder übergewichtige Menschen an Bewegung zu temperamentvoller südamerikanischer Musik haben können, ohne komplizierte Schrittfolgen lernen zu müssen. Mit flotten Rhythmen bittet außerdem

„Swingtime“, die Big Band des Heinz-Berggruen-Gymnasiums, aufs Parkett.

 

Zahlreiche Aussteller informieren die Besucher unter anderem über neueste Produkte zum Blutzuckermessen und Insulinspritzen und bieten kostenlos Blutzucker-, Fett- und Body-Mass-Index (BMI) -Messungen an.

 

Höhepunkt des Rahmenprogrammes ist ein von Novo Nordisk, Omron und der DAK unterstützter Walk um 13.00 Uhr für den guten Zweck. Nach dem Motto „Jeder Schritt zählt“ werden Euros für das diabetesDE-Spendenprojekt „Ferienfreizeiten für Kinder mit Typ 1 Diabetes“ gesammelt. Gleichzeitig tun die Teilnehmer etwas für das Senken ihres Blutzuckerspiegels. Die ersten 100 Teilnehmer erhalten einen Schrittzähler und ein blaues T-Shirt gratis.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung und zum Walk ist frei.

 

Weitere Informationen und das aktuelle Programm finden Interessierte unter http://weltdiabetestag.diabetesde.org/

 

28.09.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Leitlinie für Typ 1: Neue Erkenntnisse zur CGM einbringen

 

Für Menschen mit Diabetes wird es zunehmend schwieriger, die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) von den Kassen erstattet zu bekommen. Häufig müssen sie bis vors Sozialgericht ziehen, um eine Kostenübernahme zu erreichen. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) macht sich dafür stark, dass Diabetespatienten der Zugang zur CGM nicht verwehrt bleibt und fordert eine Neubewertung der Technik. Denn die kontinuierliche Glukosemessung hat viele Vorteile, wie zahlreiche Studien belegen. Dies sollte sich auch in der Leitlinie für Typ-1-Diabetes niederschlagen.

 

Die evidenzbasierte Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im September 2011 aktualisiert. Darin nimmt die DDG auch zur kontinuierlichen Glukosemessung Stellung: Es sei nicht ausreichend belegt, dass die CGM-Anwendung zu einer Senkung des HbA1c-Werts führe, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Hinweise auf einen Nutzen bei Erwachsenen mit guter Therapietreue müssten in weiteren Studien bestätigt werden. Widersprüchliche Evidenz läge zudem bei der Senkung der Hypoglykämieraten vor.

 

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) hat die DDG jetzt in einem Schreiben dazu aufgefordert, kurzfristig eine erneute Bewertung der CGM und der vorliegenden Literatur vorzunehmen, die dem heutigen Ergebnisstand besser entspricht. Der positive Effekt der CGM auf den Stoffwechsel sei eindeutig nachgewiesen, erklärt der DDB. „Wir konnten keine Publikation mit geeignetem Studiendesign finden, in der dieser Effekt ausblieb“, betonen der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler und Prof. Dr. Hermann von Lilienfeld-Toal, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Diabetiker Bundes.

 

Die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Diabetes weist auch darauf hin, dass bei Diabetespatienten, die unter sonst nicht therapierbaren Hypoglykämien leiden und die mit einem CGM-Gerät ausgestattet wurden, die Häufigkeit und Schwere der auftretenden Unterzuckerungen dramatisch abnahmen. Denn CGM-Systeme messen nicht nur kontinuierlich die Glukose, sondern schlagen auch Alarm, wenn eine Unter- oder Überzuckerung droht.

 

Der DDB befindet sich derzeit in einer Auseinandersetzung über die Kostenerstattung der kontinuierlichen Glukosemessung mit den zuständigen Stellen wie Bundesgesundheitsministerium, Gemeinsamer Bundesausschuss und Krankenkassen.

 

27.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutscher Diabetiker Bund


Zunehmend mehr junge Menschen erleiden einen Schlaganfall

 

Schutz vor Schlaganfall: Risikofaktoren und Prävention

 

Der Schlaganfall ist in Deutschland die häufigste Ursache für Behinderung im Erwachsenenalter. Pro Jahr gibt es fast 300.000 Fälle, wobei zwei von drei Hirninfarkten erstmalig auftreten und es sich bei einem Drittel um Rezidive, also wiederholte Schlaganfälle, handelt. Konsequente Behandlung von Risikofaktoren könnten diese Zahlen deutlich senken. In den USA erleiden immer mehr junge Menschen einen Schlaganfall, ein Trend, der auch für Deutschland befürchtet wird. Eine Studie dazu erscheint in Kürze.

 

Aufgrund der allgemeinen Alterung der Bevölkerung steht in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Schlaganfallzahlen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bevor; manche sprechen sogar von einem Tsunami. Bemerkenswert ist, dass in Amerika eine deutliche Zunahme der Schlaganfallerkrankungen bei Patienten in Alter von 18 bis 45 Jahren über die vergangenen 15 Jahre festgestellt wurde (George und Kollegen, 2011). In dieser Altersgruppe waren gerade die klassischen Risikofakten wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen sowie Tabakkonsum auffällig oft feststellbar und trugen zum erhöhten Risiko bei. In Deutschland erleiden pro Jahr über 10000 jüngere Menschen einen Hirninfarkt. Mit großer Spannung werden daher die Zahlen einer Studie erwartet, die von Prof. Arndt Rolfs in Rostock koordiniert wird. In diese Studie wurden über 5000 jüngere Schlaganfallpatienten im Alter von 18 bis 55 Jahren aus verschiedenen europäischen Zentren eingeschlossen (Rolfs und Kollegen, 2011).

 

Jeder kann sein persönliches Risiko senken
Die Risikofaktoren, die zu einem Schlaganfall führen, sind gut bekannt. Die wichtigsten sind Bluthochdruck, Herzerkrankungen, insbesondere das Vorhofflimmern, weiterhin Diabetes, Rauchen sowie Fettstoffwechselstörungen. Viele Schlaganfälle könnten verhindert werden, wenn folgende Risikofaktoren konsequent reduziert würden:

 

- Würde der Bluthochdruck in Deutschland vollständig behandelt, sänke die Schlaganfallrate etwa um die Hälfte. Auch die gezielte Therapie des Vorhofflimmerns, ein Risikofaktor vor allem bei älteren Patienten, würde die Anzahl der Erkrankten deutlich verringern.


- Programme, die die Patiententreue (Adhärenz) verbessern, sind wichtige Ansätze in der Therapie. Denn es hat sich gezeigt: Selbst bei Hochrisikopatienten sinkt die Behandlungsqualität schon wenige Monate nach dem ersten Schlaganfall massiv (Glader und Kollegen, Stroke 2010).


- Der persönliche Lebensstil trägt deutlich zum individuellen Schlaganfallrisiko bei. So haben Menschen mit einer gesunden Lebensführung, mit sportlicher Aktivität, gesunder Ernährung, ohne oder wenig Alkoholgenuss, Rauchen oder Übergewicht ein um 80 Prozent reduziertes Schlaganfallrisiko. Ermutigend ist hier die Tatsache, dass im Vergleich zu den Menschen mit dem höchsten Risiko schon ein einziger Faktor die Prognose deutlich verbessert (Chiuve und Kollegen, 2008).


- Frau Prof. Agnes Flöel (Berlin), die diesjährige Preisträgerin des renommierten Pette-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), forscht intensiv zur Rolle von Lebensstilfaktoren auf Schlaganfallrisiko und Demenz. So konnten ältere Menschen durch regelmäßige Bewegung, wie zum Beispiel Fahrradfahren, auch ihre Gedächtnisfunktion deutlich verbessern (Ruschewey und Kollegen, 2011).

 

Kampagnen gegen den Schlaganfall
Neben der Kenntnis und Bekämpfung der Risikofaktoren ist besonders wichtig, die Bevölkerung über Symptome, vorbeugende Maßnahmen und frühzeitige Behandlung aufzuklären. In verschiedenen Regionen Deutschlands haben Neurologen zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie der Deutschen Schlaganfallgesellschaft entsprechende Kampagnen durchgeführt.


Neurologen aus Hamburg ist es mit der Initiative „Hamburg gegen den Schlaganfall" gelungen, die Anzahl derjenigen Patienten, die binnen zwei Stunden nach einem Schlaganfall in der Notaufnahme vorgestellt werden, um über 50 Prozent zu erhöhen, weiterhin konnte die Prozess- und Behandlungsqualität in den Krankenhäusern deutlich verbessert werden.


Durch öffentliche Informationskampagnen am Weltschlaganfalltag, der am 29. Oktober stattfindet, zeigte sich, dass sich die Kenntnisse über die klassischen Schlaganfallsymptome wie Lähmung, Schwindel, Seh- und Sprachstörungen steigern lassen.

 

In einer Kooperation des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) mit der Kunsthoch-schule für Medien Köln haben Filmstudenten unter Anleitung des Produzenten und Regisseurs Lars Büchel vier Spots zum Thema Schlaganfall entwickelt und umgesetzt. Das Ziel ist es, sich bewusster mit dem Thema Schlaganfall auseinanderzusetzen und einer Stigmatisierung entgegenzuwirken.

 

Quellen

Chuive SE, et al. Primary prevention of stroke by healthy lifestyle. Circulation 2008; 118:947-954
George M, et al. Trends in stroke hospitalizations and associated risk factors among children and young adults, 1995-2008. Ann Neurol 2011; 70:713-721
Glader EL, et al. Persistent use of secondary preventive drugs declines rapidly during the first 2 years after stroke. Stroke 2010; 41:397-401
Rolfs A, et al., Protocol and methodology of the Stroke in Young Fabry Patients (sifap1) Study: a prospective multicenter European study of 5,012 young stroke patients aged 18-55 years. Cerebrovasc Dis 2011; 31.253-262
Ruscheweyh R, et al. Physical activity and memory functions. An interventional study. Neurobiol Aging 2011; 32:1304-19

 

Der Neurologenkongress
Grenzen erkunden – neue Wege gehen: Unter diesem Motto treffen sich vom 26. bis 29. September 2012 rund 5000 Spezialisten für Erkrankungen des Gehirns und der Nerven im CCH – Congress Center Hamburg zum 85. Kongress der Deutschen Gesellschaft für

Neurologie – die größte Neurologenkonferenz in Europa. Weitere Informationen zum Kongress und zum aktuellen Programm: www.dgnkongress.org

 

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 7000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und

Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.


www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

 

Geschäftsstelle
Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel: +49 (0)30-531437930, E-Mail: info@dgn.org

 

27.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.


Verein "Freie Apothekerschaft" fordert Transparenz!

 

Die Kalkulation der Krankenkassen bei den Rabattverträgen muss endlich offen gelegt werden. Das fordert der Verein "Freie Apothekerschaft", vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung und den Bundesministerien für Gesundheit, Wirtschaft und Technologie sowie dem Finanz-Ministerium.


Die geballte Wut der Versicherten über Zuzahlungen für Arzneimittel und sich ständig ändernde Packungen entlädt sich in immer kürzeren Zeitabständen in den deutschen Apotheken. Besonders und gerade der Versicherte hat ein Recht auf Transparenz, so wie es etwa auch bei den Mitgliedern eines Vereins üblich ist.


Mittlerweile hat man den Eindruck, dass die Krankenkassen die Versicherten permanent übervorteilen. Das beginnt mit dem Zuschlag für einen Rabattvertragspartner und endet bei den Zuzahlungen für Arzneimittel. In den Apotheken werden teilweise drei Rabattvertragspartner angezeigt, für die Arzneimittel von zwei Firmen werden keine Zuzahlungen erhoben, bei einer Firma werden fünf bis zehn Euro fällig.


Warum wird überhaupt ein Vertragspartner gewählt, bei dem Zuzahlungen anfallen? Es sollte für die Versicherten klar verständlich und nachvollziehbar sein, warum ihre Krankenkasse von ihnen eine Zuzahlung von bis zu zehn Euro verlangen. Genauso müssen die Herstellerrabatte öffentlich zugänglich sein. Die Apotheken haften als an den Verträgen unbeteiligte Dritte für Zahlungsausfälle der Hersteller. Die Politik muss endlich und schnellstens das betreffende Gesetz ändern, damit die Haftung der Apotheken ausgeschlossen wird.


Im Jahr 2011 wurden von den Gesetzlichen Krankenkassen insgesamt rund fünf Milliarden Euro an Zuzahlungen eingenommen, davon entfallen knapp zwei Milliarden auf Arzneimittel. Beim derzeitigen Überschuss der Gesetzlichen Krankenkassen von mehr als 22 Milliarden Euro würden durch den Wegfall der Zuzahlungen nicht nur die Versicherten, sondern auch die Leistungserbringer entlastet. Für diese stellt das Inkasso bei den Patienten einen teuren bürokratischen Aufwand dar, der für die Krankenkassen – wieder einmal – kostenlos erbracht werden muss.


Wenn sich Krankenkassen, von der Politik gedeckt, an den Versicherten und den Leistungserbringern – besonders an den Apotheken – so maßlos bereichern, dass über 22 Milliarden (!!!) in den Krankenkassentöpfen schlummern, ist das ein politischer und gesellschaftlicher Skandal! Die Politik schaut diesem Treiben offenbar tatenlos zu. Ganz offensichtlich leisten unsere Volksvertreter kaum noch ordentliche Arbeit.


Besonders trifft dies auf die Mitglieder des Gesundheitsausschusses zu, welche die herrschende Intransparenz noch nicht einmal hinterfragen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrzahl der Versicherten annehmen, dass Politik und Krankenkassen unter einer Decke stecken und gegen das Wohl der Wähler und Versicherten arbeiten.


Wann erfährt die Öffentlichkeit eine sachgerechte Aufklärung über diese Missstände? Der Verein „Freie Apothekerschaft“ fordert auch von der ABDA, der so genannten Berufsvertretung der Apotheken, endlich gegenüber den Ministerien und den Krankenkassen deutlich zu werden und von den Abgeordneten entsprechendes Handeln und Aufklärung einzufordern.


Die „Freie Apothekerschaft“ ist vom 10. bis 13. Oktober mit einem Infostand auf der diesjährigen Expopharm (Halle B5 / Stand G-15) in München vertreten.


Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. med. Gröschel unter Tel.: 07276/8578 oder per Mail unter hgh@freie-apothekerschaft.de zur Verfügung.

 

IMPRESSUM
Freie Apothekerschaft e.V.
Obere Hauptstraße 1
76863 Herxheim
Telefon: 0 72 76 - 8578
Fax: 0 72 76 - 71 16
E-mail: hgh@freie-apothekerschaft.de
www.freie-apothekerschaft.de

 

27.09.2012; Freie Apothekerschaft e. V.


Charité und Sanofi erweitern ihre Partnerschaft um eine Diabetes-Allianz

 

Die Charité Universitätsmedizin Berlin und das Gesundheitsunternehmen Sanofi haben einen weiteren Vertrag über eine gemeinsame Forschungskooperation unterzeichnet, diesmal mit dem Schwerpunkt Diabetes. Die Partnerschaft zwischen der Charité und Sanofi hatte im Mai 2010 begonnen, zunächst mit einem Schwerpunkt im Bereich der Schlaganfallforschung. Wissenschaftler und Kliniker beider Seiten werden künftig zusätzlich in einer Diabetes-Allianz zusammenarbeiten. Ziel dabei ist es, die medizinischen Notwendigkeiten und Ansatzmöglichkeiten der Diabeteserkrankung besser zu verstehen und sie in gemeinsamen Projekten schneller in Therapien umsetzen und Patienten zur Verfügung stellen zu können.

 

Auf einen konkreten Angriffspunkt als Ansatz für neue Diabetes-Therapien haben sich die Partner bereits geeinigt. Das Projekt wird von Forschern der Charité in die Kooperation eingebracht und künftig in einem gemeinsamen Sanofi-Charité-Diabetes-Labor weiter bearbeitet, das ebenfalls Bestandteil der Allianz ist. Das Zielmolekül ist vielversprechend: Ergebnisse aus Laborversuchen weisen darauf hin, dass sein Ausschalten im Körper vor ernährungs- und altersbedingter Adipositas und Insulinresistenz schützen könnte.

 

Dass wir nun gemeinsam neue Therapien zur Behandlung von Diabetes erschließen, ist Teil der Strategie von Sanofi, verstärkt mit externen Partnern und so auch mit der universitären Forschung zusammenzuarbeiten, um Arzneimittel für Patienten schneller zur Verfügung zu stellen. Mit der Charité haben wir in den letzten beiden Jahren eine äußerst effiziente wissenschaftliche Zusammenarbeit aufgebaut, unterstreicht Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Leiter des deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrums (German R&D Hub) von Sanofi, die Relevanz der Kooperation.

 

Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, begrüßt die verstärkte Zusammenarbeit ebenfalls: Diabetes ist eine der großen Herausforderungen für unser Gesundheitssystem. Die klinische Erfahrung und die akademische Leistungsfähigkeit von Ärzten und Wissenschaftlern der Charité mit der Entwicklungs- und Anwendungskompetenz von Sanofi zusammenzubringen, wird wertvolle Impulse für die Entwicklung erfolgreicher Diabetes-Therapien setzen. Das gemeinsame Diabetes-Labor von Sanofi und Charité verspricht Synergien, die nun erfolgreich realisiert werden können.

 

Zu der Vereinbarung gehören auch der regelmäßige physische Austausch von Wissenschaftlern sowie ein Think Tank, in dem die Experten beider Seiten ihre jeweilige Expertise und Erfahrung zu Forschung, klinischer Behandlung, aber auch Aspekten wie den Lebensumständen von Patienten sowie anderen sozialen Rahmenbedingungen einbringen. Leitmotiv der Forschungskooperation zwischen Sanofi und der Charité ist die Translationale Medizin, also die Überführung von grundlagenwissenschaftlichen Forschungsergebnissen in anwendungsorientierte, klinische Entwicklung und umgekehrt die Rückführung und der Rückschluss klinischer Ergebnisse auf die frühe Forschung.

 

Über die Charité Universitätsmedizin Berlin
Die Charité Universitätsmedizin Berlin ist das größte Universitätsklinikum Europas. In ihrer über dreihundertjährigen Geschichte hat sie sich einen einzigartigen Ruf erworben. Heute forschen, heilen und lehren hier mehr als 3.700 Ärzte und Wissenschaftler auf internationalem Spitzenniveau. Der Campus verteilt sich auf vier Standorte, zu denen über 100 Kliniken und Institute gehören. Wir bringen Spitzenmedizin ans Krankenbett für diese Mission setzen sich jeden Tag etwa 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Die Charité ist weit über die Region hinaus für die Krankenversorgung von immenser Bedeutung. Eine praxisnahe Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses in Verbindung mit universitärer Forschung und einer exzellenten Pflege garantieren auch in Zukunft ein Höchstmaß an medizinischer Behandlungsqualität. Die Lebenswissenschaften der Zukunft im Interesse der Patienten maßgeblich zu gestalten das ist der Anspruch der Charité.

 

Über die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe, eines führenden globalen Gesundheitskonzerns, der, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. Sanofi setzt im Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, seltene Erkrankungen, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte und Tiergesundheit. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

 

27.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Charité-Universitätsmedizin Berlin


Krankschreibung ist kein Arbeitsverbot / Man muss die Dauer nicht ausnutzen, sollte sich aber vollständig auskurieren

 

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist die Einschätzung eines Arztes, wie lange man voraussichtlich pausieren sollte. Wer sich vorher wieder fit fühlt, kann durchaus wieder arbeiten gehen, ohne befürchten zu müssen, dass dies seinen Kranken- oder Unfallversicherungsschutz beeinträchtigt, erklärt der Rechtsanwalt Thomas Eschle im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

 

Man sollte aber den Arzt fragen, ob etwas gegen die Wiederaufnahme der Arbeit spricht. "Wenn Sie wieder zur Arbeit erscheinen, verliert die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ihre Gültigkeit", erklärt der Jurist. Eine förmliche Gesundschreibung gebe es nicht.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 9/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

19.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Bierzeltzeit - Maß(los)zeit? Feiern, ohne über die Stränge zu schlagen

 

Mit Diabetes bewusst genießen auf dem Oktoberfest:

 

„O’zapft is!“ heißt es in München ab kommenden Samstag wieder. Auch in zahlreichen anderen Städten feiern Menschen Volksfeste – mit viel Bier und deftigen Speisen. Alkohol und eine kalorienreiche Ernährung sorgen jedoch nicht nur für Genuss, sondern auch für Übergewicht: Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland rund zwei Drittel der Männer und über die Hälfte der Frauen zu dick. Starkes Übergewicht ist eine Hauptursache für Diabetes mellitus Typ 2. Fast sieben Millionen Menschen hierzulande sind bereits deswegen in Behandlung. Feiern und genießen dürfen jedoch auch Menschen mit Diabetes, wenn sie einige Dinge beachten. Darauf weist diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hin. In einem Pressegespräch am 24. September 2012 in München erörtert die gemeinnützige Organisation das Thema.

 

Viele Wies‘nbesucher feiern das Volksfest bei deftigen Speisen, Bier und Hochprozentigem. Zahlreiche kulinarische Oktoberfest-Spezialitäten und -Getränke sind jedoch sehr kalorienreich. Ein Paar Münchner Weißwürste mit Senf etwa schlagen mit 780 Kalorien zu Buche, eine Maß Bier enthält rund 700 Kalorien. Wer ein 200 Gramm wiegendes Lebkuchenherz verzehrt, nimmt damit 832 Kalorien zu sich. Kalorienreiche Ernährung fördert die Entstehung von Übergewicht, dieses wiederum die Entwicklung von Diabetes Typ 2. „Das Vorkommen von starkem Übergewicht in Deutschland hat in den letzten zwanzig Jahren zugenommen, besonders bei Männern und im jungen Erwachsenenalter“, sagt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. „Die Erkrankungen an Diabetes hierzulande sind seit 1998 um 38 Prozent gestiegen“, ergänzt der Diabetologe.

 

Menschen mit der chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes müssen ihr Leben lang auf ihre Ernährung achten, dabei täglich den Anteil der Kohlenhydrate berechnen und ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. „Wer beim Feiern über die Stränge schlägt, dessen Blutzucker kann entgleisen - in Kombination mit Alkohol fatal, weil man es nicht mehr registriert“, sagt Dagmar von Cramm, Diplom- Ernährungswissenschaftlerin und Food- Journalistin. Dies bedeute jedoch nicht, dass Menschen mit Diabetes auf alles verzichten müssen. Wichtig sei, sich im Vorfeld eines Bierzeltabends Kalorienmengen von Speisen und Getränken bewusst zu machen und sich von vornherein Grenzen zu setzen.

 

„Alkoholische Getränke sind für Diabetiker nicht tabu - aber Alkohol hemmt die Glucosebildung in der Leber. Das kann zur Unterzuckerung führen. Je hochprozentiger das Getränk ist, umso riskanter“, erläutert Dagmar von Cramm. Als allgemeine Alkoholgrenzwerte empfehlen Experten für Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol täglich. Dies entspricht etwa einem Achtel Liter Wein oder einem kleinen Bier. Männer sollten nicht mehr als 20 Gramm Alkohol täglich konsumieren, was einem Viertel Liter Wein oder einem halben Liter Bier entspricht. Wichtig ist außerdem: Alkohol nicht auf leeren Magen trinken. Dagmar von Cramm rät: „Menschen mit Diabetes sollten vor dem ersten Schluck eine kohlenhydratreiche Kleinigkeit essen. Das kann ein Stück Bretzen sein, ein Schnittlauchbrot oder Kartoffelsalat.“ Wer sich anlässlich des Oktoberfests ausnahmsweise eine kalorienreiche Spezialität wie Weißwurst gönnen möchte, kann durch kalorienbewusste Ernährung und mehr Bewegung in den Tagen vor dem Festzeltbesuch einer möglichen Gewichtszunahme vorbeugen.

 

Darüber hinaus muss der Fokus beim Feiern nicht ausschließlich auf Essen und Trinken liegen. Freunde treffen und sich gemeinsam auf Ambiente, Musik und Stimmung einzulassen, tragen ebenfalls zum Genuss eines Volksfestbesuchs bei. Im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag, den 24. September 2012 in München, erörtern Professor Thomas Danne und Dagmar von Cramm, wie bewusste Ernährung und Bierzeltfreuden kein unvereinbarer Gegensatz sein müssen.

 

19.09.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Diabetes bei Kindern kann zur Belastung werden!

 

Schon heute ist Diabetes die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. In der Bundesrepublik leben derzeit etwa 30 000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren mit Diabetes Typ 1. Alarmierend ist auch die zunehmende Zahl derer, die schon in jungen Jahren übergewichtig werden und in der Folge an Typ-2-Diabetes erkranken.


Viele Familien sind mit der Krankheit überfordert. Jede Mahlzeit des Kindes sollte genau berechnet werden. Außerdem muss mehrmals täglich der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden. Die Häufigkeit ist besonders abhängig vom unregelmäßigen Stoffwechsel im Kinder- und Jugendalter (Wachstumsschub, Pubertät). Es werden in der Regel bis zu 8 Messungen am Tag empfohlen. Dies bedeutet einen durchschnittlichen Bedarf von bis zu 700 Teststreifen im Quartal.


medpro® MAXI, das Blutzucker - Messgerät für Diabetiker der Medpro GmbH, ist ein qualitativ hochwertiges Gerät, dieses System ist aufgrund seiner Eigenschaften und dem zum Patent angemeldeten Teststreifen sogar für Neugeborene geeignet.

 

Unsere Teststreifen arbeiten mit dem GDH - FAD Enzym. Mit diesem Teststreifen messen Sie zuverlässig im Hämatokritbereich von 0 - 70 %. Die Messung ist nicht sauerstoffabhängig somit ist ein weiterer Ausschluss von Fehlerquellen möglich. Die medpro® MAXI Teststreifen erfüllen mit Ihren überaus präzisen Messergebnissen die Anforderungen der Bundesärztekammer ( RiLiBÄK ).

 

Trotzdem erhalten Sie die medpro® MAXI Teststreifen, 2 x 25 Stück in der Box, für unter 20,- €, Sie sind in der günstigen Preisgruppe B gelistet und entlasten so das Budget des rezeptierenden Arztes.

medpro® MAXI kommt komplett mit Etui, Anleitung, Lanzettiergerät mit 6 Einstichtiefen, Teststreifen und Lanzetten und allem weiteren Zubehör zu Ihnen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei der Firma:

Medpro GmbH
Hauptstrasse 27 f
23923 Lüdersdorf

Telefon 03 88 21 / 6 20-29

 

19.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Medpro GmbH


Deutlich geringeres Risiko für Hypoglykämien unter dem DPP-4-Hemmer Sitagliptin im Vergleich zu einem Sulfonylharnstoff – unabhängig von der Intensität der Blutzuckereinstellung

 

Unter Sitagliptin (JANUVIA®) war die Rate bestätigter Hypoglykämien deutlich geringer als unter dem Sulfonylharnstoff Glipizid (beide jeweils zusätzlich zu Metformin) – und dies unabhängig von der Höhe des zuletzt gemessenen HbA1c-Wertes. Dies zeigte eine aktuelle prä-spezifizierte Analyse einer randomisierten 52-wöchigen Vergleichsstudie der beiden oralen Antidiabetika.1

 

Unter dem Sulfonylharnstoff Glipizid nahm die Rate an bestätigten Hypoglykämien zu (symptomatische Hypoglykämie in Verbindung mit einem Finger-Stick-Blutglukosewert ≤ 70mg/dl), je niedriger der HbA1c-Wert und damit normnaher die Blutzuckereinstellung war. Dagegen zeigte sich bei Sitagliptin eine solche Abhängigkeit nicht: Das Hypoglykämierisiko blieb sehr niedrig, auch wenn der zuletzt gemessene HbA1c-Wert des Patienten 6,5 % und weniger betrug.


Insgesamt, so berichten die Autoren der Analyse, war das nicht adjustierte Hypoglykämie-Risiko in der ausgewerteten Studie unter Sitagliptin im Vergleich zu Glipizid um 96 % geringer. Nach Adjustierung für verschiedene Covariablen, z. B. Alter der Patienten (< oder ≥ 65 Jahre), Geschlecht und dem zuletzt gemessenen HbA1c-Wert, zeigte sich eine 95 %ige Risikoreduktion zugunsten der Sitagliptin-Patienten gegenüber den mit einem Sulfonylharnstoff Behandelten.

 

„Die Ergebnisse sind praxisrelevant“
„Diese Art der Auswertung hat es bislang so noch nicht gegeben, und die Ergebnisse sind wirklich sehr praxisrelevant“, betont Professor Dr. Baptist Gallwitz, Universität Tübingen. Er erinnert an eine aktuelle Auswertung von Holstein et al.² aus diesem Jahr, nach der die Inzidenz schwerer Hypoglykämien in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen ist.


Vor allem ältere Typ-2-Diabetiker und solche mit Nierenfunktionseinschränkung sind demnach gefährdet, eine schwere Unterzuckerung zu erleiden.


Auch in der aktuellen Analyse zeigte sich, dass die über 65-jährigen Studienteilnehmer ein etwa doppelt so hohes Hypoglykämie-Risiko hatten wie die jüngeren – doch galt dies nur unter Glipizid. Unter der Sitagliptin-Therapie dagegen bestand keine Altersinteraktion des – insgesamt sehr niedrigen – Risikos für eine Unterzuckerung. „Unter Sitagliptin war nach dieser Analyse das Hypoglykämie-Risiko – auch bei älteren Patienten und bei normnaher Blutzuckereinstellung – verschwindend gering“, betont Gallwitz.


„Betrachtet man die hohe Gefährdung der älteren Patienten durch schwere Hypoglykämien und das damit assoziierte Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und neurologische Ausfälle sowie die hohen Kosten einer dadurch notwendigen Klinikbehandlung, können DPP-4-Inhibitoren – gerade wenn man eine normnahe Einstellung anstrebt – bei vielen dieser Patienten Vorteile gegenüber der Behandlung mit einem Sulfonylharnstoff bieten“, sagt der Tübinger Diabetologe.

 

Die aktuelle Analyse im Detail:
Basis der Datenanalyse war eine Studie über 52 Wochen³, in der Typ-2-Diabetiker mit unzureichender Blutzuckereinstellung unter einer stabilen Metformin-Monotherapie randomisiert und doppelblind entweder zusätzlich 100 mg Sitagliptin pro Tag oder Glipizid (auftitriert bis zu einer Maximaldosis von 20 mg/Tag) erhalten hatten. Beide Therapien hatten sich in der Studie bezüglich der HbA1c-Senkung als gleichwertig erwiesen.


Primärer Endpunkt der aktuellen prä-spezifizierten Auswertung waren bestätigte Hypoglykämien (symptomatische Hypoglykämie in Verbindung mit einem Finger-Stick-Blutglukosewert ≤ 70 mg/dl), sekundärer Endpunkt waren schwere Hypoglykämien (Fremdhilfe erforderlich oder neuroglykopenische Symptome). Ausgewertet wurde das Risiko für Unterzuckerungen adjustiert nach verschiedenen Covariablen, darunter neben dem zuletzt gemessenen HbA1c-Wert, auch das Geschlecht und Alter (< oder ≥ 65) der Patienten.

 

Die Ergebnisse:

  • Der mittlere HbA1c-Ausgangswert der Patienten unter einer Behandlung mit Sitagliptin (n=588) bzw. Glipizid (n=584) betrug 7,7 %.

  • Über die Studiendauer von 52 Wochen berichteten 32 % (n = 187) der mit Glipizid Behandelten und 4,9 % (n = 29) der Sitagliptin-Patienten über mindestens eine symptomatische Hypoglykämie. 22 Teilnehmer unter dem Sulfonylharnstoff und zwei unter Sitagliptin erlebten eine schwere Hypoglykämie.

  • Unter der Annahme, dass in dem vorliegenden Modell alle anderen Covariablen, die das Hypoglykämierisiko beeinflussen – einschließlich des zuletzt gemessenen HbA1c-Wertes – gleich sind, hatten die Sitagliptin-Patienten ein um 95 % geringeres Risiko für eine bestätigte Unterzuckerung als die Patienten der Glipizid-Gruppe. Ähnliches galt für schwere Hypoglykämien in Verbindung mit HbA1c-Zielwerten von 7,0 bzw. 6,5 %.

  • Unter Glipizid war die Rate bestätigter Hypoglykämien bei den Patienten ab 65 Jahre im Vergleich zu den jüngeren um den Faktor 2 erhöht. Unter Sitagliptin war dagegen das Hypoglykämierisiko in beiden Altersgruppen ähnlich und niedrig im Vergleich zum Sulfonylharnstoff.

  • Außerdem hatten laut dieser Analyse Frauen ein etwa doppelt so hohes Hypoglykämierisiko wie Männer.

Mit ihrer besonderen und in dieser Form bisher einzigartigen Auswertung des Hypoglykämierisikos unter den verschiedenen Therapien wollten die Autoren prüfen, ob das niedrigere Risiko unter dem DPP-4-Hemmer auch Bestand hat, wenn unterschiedliche Effekte beider Antidiabetika auf das HbA1c-Profil berücksichtigt werden Dies konnte nun sowohl für bestätigte symptomatische Hypoglykämien als auch für schwere Hypoglykämien gezeigt werden. Eine ähnliche Analyse einer 30-wöchigen Vergleichsstudie von Sitagliptin gegen den Sulfonylharnstoff Glimepirid erbrachte ein vergleichbares Ergebnis.


Die Autoren weisen zudem darauf hin, dass Hypoglykämien nachweislich mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität assoziiert sind. Erst kürzlich habe eine gepoolte Analyse randomisierter klinischer Studien, die Sitagliptin gegen einen Sulfonylharnstoff über bis zu zwei Jahre verglichen hatten, eine signifikant niedrigere Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse unter Sitagliptin im Vergleich zu den Sulfonylharnstoffen gezeigt.

 

Quellen:
1 Karl J. Krobot et al. Lower risk of hypoglycemia with sitagliptin compared to glipizide when either is added to metformin therapy: A pre-specified analysis adjusting for the most recently measured HbA1c value. Current Medical Research & Opinion. doi:

10.1185/03007995.2012.703134


2 Andreas Holstein et al. Substantial Increase in Incidence of Severe Hypoglycemia between 1997–2000 and 2007–2010. A German longitudinal population-based study. Diabetes Care, published ahead of print, March 12, 2012. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22410817


3 Michael Nauck et al. Efficacy and safety of the dipeptidyl peptidase-4 inhibitor, sitagliptin, compared with the sulfonylurea, glipizide, in patients with type 2 diabetes inadequately controlled on metformin alone: a randomized, double-blind, noninferiority trial. Diabetes Obes Metab 2007;9:194-205


Über MSD:
MSD gehört zu Merck & Co., Inc., mit Sitz in Whitehouse Station, N.J. (USA), einem global führenden Gesundheitsunternehmen. Mit seinen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, Impfstoffen, Biologika, Präparaten zur Selbstmedikation und für die Tiergesundheit in verschiedenen Therapiebereichen bietet MSD in mehr als 140 Ländern umfassende und innovative Lösungen für Gesundheit. Besondere Anliegen von MSD sind darüber hinaus die Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung und der verbesserte Zugang zu Medikamenten. Dafür engagiert sich MSD in weitreichenden Gesundheitsprogrammen und Partnerschaften.

 

In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Sitz in Haar bei München. MSD ist erreichbar unter Tel: 0800 673 673 673; Fax: 0800 673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: www.msd.de

 

14.09.2012; Quelle: Pressemitteilung MSD


Die Hitliste der Dickmacher

 

Fehlernährung und körperliche Inaktivität sind bekanntermaßen die Ursachen für Übergewicht. In einer großen Analyse in den USA wurde nun untersucht, welche Rolle die einzelnen Faktoren dabei spielen.

 

Im Durchschnitt nehmen Erwachsene in der westlichen Welt um 0,5 kg pro Jahr zu. Das sind immerhin 10 kg in 20 Jahren. Um besser zu verstehen, welche Faktoren allgemein zur Gewichtszunahme führen, wurden 3 große Gruppen in den USA mit insgesamt mehr als 120.000 Männern und Frauen aus den Jahren 1986 bis 2006 analysiert und davon eine Hitliste der Dickmacher abgeleitet.

 

An erster Stelle stehen Kartoffelchips, dahinter kommen andere Kartoffelgerichte, wie Pommes frites, dann Süß-Getränke und schließlich nicht verarbeitetes Fleisch, wie z. B. Koteletts und Steaks. Der Verzehr von Gemüse und Vollkorn-Produkten, von Obst, Nüssen und Joghurt ist mit einer verminderten Gewichtszunahme verbunden, was damit zu erklären ist, dass solche Menschen dafür weniger Dickmacher zuführen. Unter anderem fördert Fernsehen die Gewichtszunahme: eine Stunde Fernsehen pro Tag steigert nach diesen Berechnungen das Gewicht um durchschnittlich 140 Gramm pro Jahr.

 

Kommentar: Die Ergebnisse dieser großen Bevölkerungsanalysen aus den USA zeigen, dass die Ernährung den wesentlichen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung ausübt und dass der Auswahl der Nahrungsmittel beim täglichen Verzehr eine wesentliche Bedeutung zukommt. Man sollte also häufiger Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse essen und Kartoffelchips, Pommes frites und Süß-Getränke möglichst meiden.

 

Zur zusätzlichen Bedeutung der Inaktivität hat Diabetes-Deutschland.de bereits mehrfach berichtet. Das mittlere Körpergewicht steigt proportional zur Zahl der Stunden, die täglich mit Fernsehen verbracht werden.

 

Autor: Prof. Dr. med. W.A. Scherbaum, Heinrich-Heine-Universität, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Quelle: Mozaffarian D. et al: Changes in Diet and Lifestyle and Long-Term Weight Gain in Women and Men. N Engl J Med 2011; 364: 2392-2404.

 

11.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Diabetes Deutschland


Dicke Luft, schlechte Werte

 

Auch Passivraucher haben ein erhöhtes Diabetes-Risiko

 

Ein Verdacht, den Forscher schon lange hegen, hart sich erhärtet: Nicht nur Raucher, sondern auch Passivraucher haben ein erhöhte Risiko für Typ-2-Diabetes, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. In einer Studie fanden sich bei Passivrauchern deutlich schlechtere Blutzucker-Werte als bei gänzlich „rauchfreien“ Personen. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass diese Werte schon länger bestanden haben müssen.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 9/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

11.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Aktualisierter Patienten-Leitfaden für eine sichere und sanfte Insulininjektion

 

BD unterstützt Menschen mit Diabetes bei einem möglichst effektiven Management ihrer Erkrankung

 

Heidelberg (10. September 2012) – BD (Becton, Dickinson and Company), ein weltweit führendes Medizintechnologie-Unternehmen, hat seine Broschüre „Kleiner Leitfaden zur sicheren und sanften Insulininjektion“ für Menschen mit Diabetes überarbeitet. Die Inhalte der informativen, reich bebilderten Broschüre entsprechen den offiziellen Empfehlungen des VDBD (Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V.).

 

In Deutschland sind fast 8 Millionen Menschen, also 10 Prozent der Bevölkerung , an Diabetes erkrankt. Ein Viertel davon muss Insulin oder ein anderes Medikament für die Blutzuckereinstellung spritzen.

 

Eine falsche Injektionstechnik kann dazu führen, dass die gewünschte Insulindosis nicht richtig resorbiert wird. Dies wiederum kann unmittelbare, kaum vorhersehbare Probleme wie Blutzuckerschwankungen verursachen. Auch das Entstehen von Verhärtung und/oder

Wachstum des Unterhautfettgewebes in der Injektionszone kann durch eine fehlerhafte Injektionstechnik hervorgerufen werden. Die Gründe können ein fehlender Wechsel der Injektionsstellen und eine Wiederverwendung der Pen-Nadel sein . Die Injektionstechnik beeinflusst die Qualität der Blutzuckereinstellung also unmittelbar. Ein unzureichendes Diabetesmanagement erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall und Erblindung.

 

Die achtseitige, praktische Anleitung von BD Kleiner Leitfaden zur sicheren und sanften Insulininjektion dient als Informationsquelle für eine zuverlässige und problemlose Selbstverabreichung von Insulin durch Menschen mit Diabetes in das Unterhautgewebe .

 

Mit Hilfe der anschaulichen Broschüre können die häufigsten Fehler und Probleme bei der Insulininjektion vermieden werden. So wird eine gute Einstellung des Blutzuckers erreicht.

 

Kernthema ist die korrekte Durchführung einer Insulininjektion. Hier werden alle Schritte vorgestellt und erläutert:


• Vorbereitung
• Aufmischen von trübem Insulin
• Aufsetzen der Nadel und Funktionskontrolle des Pens
• Durchführung der Injektion
• Abschluss der Injektion und Entsorgen der Pen-Nadel

 

Hinweise zur Hygiene bei der Injektion, der Einmalverwendung von Pen-Nadeln, dem richtigen Umgang mit Insulin, so wie dem sicheren Entsorgen gebrauchter Kanϋlen vervollständigen den Inhalt.

 

Der Leitfaden ist auch in russischer und türkischer Sprache erhältlich und steht zum Herunterladen bereit unter: www.bddiabetes.de unter “Informationen und Tipps/Downloads/Injektionstechnik”

 

Über BD
Als eines der weltweit führenden Medizintechnologie-Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt BD medizinische Einmalartikel, Gerätesysteme und Reagenzien. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung von Menschen in aller Welt zu verbessern. BD entwickelt Technologien, mit denen die Verabreichung von Arzneimitteln optimiert, die Forschung, Entwicklung und Herstellung neuer Medikamente und Impfstoffe vorangetrieben und die Diagnose von Infektionskrankheiten und Krebserkrankungen schneller und sicherer wird. So leistet BD einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Krankheiten, die Menschen auf der ganzen Erde bedrohen. 1897 wurde BD gegründet und hat seinen Hauptsitz in Franklin Lakes im US-Bundesstaat New Jersey. Das Unternehmen beschäftigt heute weltweit circa 29.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern. BD versorgt Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, Biowissenschaftler, klinische Labors, die Industrie und die breite Öffentlichkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.bd.com

 

1 http://www.diabetesstiftung.org/diabetes-definition.html
2 Vardar B, Kizilci S. Incidence of lipohypertrophy in diabetic people with diabetes and a study of influencing factors. Diabetes Res Clin Pract 2007; 77:231-6.
3 Frid A. Fat thickness and insulin administration, what do we know? Infusystems Int. 2006;5(3):17-19
.

 

10.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Becton, Dickinson & Co.


Im Herbst an Immunisierung denken: Bei Diabetes jährlich gegen Grippe-Viren und Pneumokokken-Bakterien impfen

 

Menschen mit Diabetes mellitus sollten sich jedes Jahr gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen. Dies empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO). Denn chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko für eine Grippeinfektion.

 

Außerdem verläuft eine Virusgrippe bei ihnen häufig schwerer. Eine Impfung gegen Pneumokokken ist ganzjährig möglich; gegen Influenza-Viren sollte im Herbst geimpft werden. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe rät Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 daher, sich jetzt im Herbst nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt immunisieren zu lassen.

 

Eine Grippe-Impfung ist wichtig für Risikogruppen wie chronisch Kranke, Menschen über 60 Jahre, Schwangere ab dem 4. Monat und medizinisches Personal. „Wer unter einer chronischen Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes mellitus leidet, hat ein erhöhtes Risiko, an einer Grippe zu erkranken“, erläutert Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und Chefarzt des Diabetes-Zentrums am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück.

 

Ein „grippaler Infekt“ beginnt häufig mit Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen, die sich über einige Tage steigern können und dann wieder abflauen. Eine Virusgrippe hingegen äußert sich in der Regel durch sehr plötzlich auftretendes hohes Fieber bis 40 Grad Celsius, trockenen Reizhusten, heftige Kopf- und Gliederschmerzen und ein starkes Erschöpfungsgefühl. Sie verläuft bei chronisch Kranken außerdem häufig schwerer, da ihr Immunsystem bereits geschwächt ist. Infekte klingen bei Menschen mit Diabetes zudem langsamer ab. Rückfälle treten bei ihnen häufiger auf als bei Stoffwechselgesunden. „Die Gefahr, bei einer Grippe zudem noch eine Lungenentzündung durch Pneumokokken-Bakterien zu entwickeln, ist bei ihnen ebenfalls höher“, so Professor Matthaei.

 

Influenza-Viren verändern sich ständig: Da immer wieder neue Grippevirus-Varianten auftreten, kommt es bei einmal durchgemachter Erkrankung nicht zu einer dauerhaften Immunisierung. Daher ist jedes Jahr eine neue Impfung mit einem angepassten Impfstoff notwendig.

 

Sicheren Schutz vor einer Grippeinfektion im Winter bietet eine Impfung im frühen Herbst. Denn nach der Injektion des Wirkstoffes dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist. Die Kosten für die Grippe-Impfung übernimmt bei Menschen mit Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen in der Regel die Krankenkasse.

 

05.09.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Achtsamkeit beim Essen - Wissen, was Körper und Seele wirklich brauchen

 

Morgens schon Stress, also schnell eine Handvoll Süßigkeiten eingeworfen, mittags keine Zeit für Gesundes, darum flott einen Hamburger verdrückt und abends aus Frust, Kummer oder Langeweile eine Tafel Schokolade reingestopft. "Stress-Essen" nennen die Experten dieses Verhalten, wenn man anstrengende Situationen mit Nahrungsmitteln kompensiert. Viele leiden körperlich und seelisch unter diesem Essverhalten, schreibt das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Außerdem zeigt die Waage immer mehr Kilos an. Wir haben Chefredakteur Dr. Andreas Baum gefragt, wie man aus dieser Spirale des "Stress-Essens" wieder rauskommen kann:


Stress-Essen, das hängt sehr stark damit zusammen, dass man verlernt hat, auf die Signale seines Körpers zu achten und dann stopft man unkontrolliert in sich hinein, wonach einem gerade der Sinn steht. Und wenn man aus dieser Spirale wieder heraus will, dann muss man lernen, wieder ein besseres Gespür für sich selbst und für sein Essverhalten zu entwickeln. Dabei kann ein Achtsamkeitstraining helfen, zu dem unter anderem auch regelmäßige Meditationsübungen gehören.

 

Und Meditationen können viel bewirken: Zu dem Achtsamkeitstraining, das Forscher an der Universität Würzburg entwickelt haben, gehört z.B. regelmäßige Atemmeditation. Dabei schließt man 15 Minuten die Augen und konzentriert sich ausschließlich auf seinen Atem. Damit fängt man an. In der nächsten Stufe lenkt man die Aufmerksamkeit dann auf sein Essverhalten. Man lernt sich zu beobachten. Wie fühlt sich Hunger an? Wie fühlt es sich an, satt zu sein? Und man versucht bewusst wahrzunehmen, aus welchem Grund man eigentlich gerade isst.

 

Es ist ein langsamer aber wirkungsvoller Prozess, zu dem auch das Schmieden eines "Plan B" gehört: Da geht es darum, Strategien gegen das Stress- oder Frust-Essen zu entwickeln. Also, dass man den inneren Autopiloten abstellt und beispielsweise bei Frust im Büro keine Schokolade in sich hineinstopft, sondern eine Tasse Tee trinkt. Dass man lernt, bewusst zu genießen, statt gedankenlos Süßigkeiten in sich hineinzustopfen.

 

In einer Studie hat sich bei Frauen, die an so einem Achtsamkeitstraining teilgenommen haben, das Körpergewicht und auch das Bauchfett deutlich verringert, und sie hatten auch viel weniger Stresshormone im Blut, berichtet der "Diabetes Ratgeber".

 

06.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Erhöhter Blutzucker schrumpft das Gehirn


Reduktion bei Gedächtnis- und Kognitionsregionen

 

Nicht bloß Typ-2-Diabetes kann zum Abbau der Gehirnzellen beitragen, sondern womöglich auch ein bloß erhöhter Blutzuckerspiegel noch im oberen Bereich der Normalwerte. Darauf weisen australische Forscher in der Fachzeitschrift "Neurology" http://bit.ly/RElC1p . Zwar besteht weiterer Klärungsbedarf, doch könnten die Ergebnisse der Studie dazu führen, dass künftig die Definition von Normalzucker und Diabetes neu überdacht wird, sagen die Autoren.

 

Beeinträchtigte Neuronen
"Bisher ist bekannt, dass sich Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes auf die Gefäße und in Folge auch auf die Nervenzellen und das Gehirn auswirken. Erforscht ist dieser Umstand aber erst wenig", erklärt Günter Stalla, Leiter der endokrinologischen Ambulanz am Max-Planck-Institut für Psychiatrie http://mpipsykl.mpg.de , im pressetext-Interview. Unklar ist etwa, ob neben diesen sekundären Veränderungen auch hohe Blutzuckerspitzen ähnlich wirken.

 

Verdacht auch bei Nicht-Diabetikern
Die Studienautoren um Nicolas Cherbuin von der Australian National University http://www.anu.edu.au untersuchten 249 Menschen zwischen 60 und 64 Jahren mit "normalem" Blutzucker. Darunter fallen laut WHO Werte unter 110 mg/dl bei Nüchternheit. Ab diesem Punkt beginnt die abnorme oder gestörte Glukosetoleranz, für die bereits ein Diabetes-Verdacht gilt, ehe man ab 126 mg/dl Zuckergehalt im Blut von Diabetes mellitus spricht.

 

Zu Studienbeginn sowie vier Jahre später scannten die Forscher die Gehirne der Probanden. Jene, deren Zuckerwert im oberen Teil des noch als "normal" bezeichneten Bereiches lag, hatten weit eher an Gehirnvolumen in den Gebieten des Hippocampus und der Amygdala verloren als andere mit niedrigen Zuckerwerten. Die betroffenen Gehirnregionen sind für das Gedächtnis und kognitive Fähigkeiten zuständig. "Scheinbar beeinflusst auch bei Menschen, die nicht Diabetes haben, erhöhter Blutzucker die Gehirngesundheit", sagt Cherbuin.

 

06.09.2012; Quelle: erschienen bei pressetext.com

 


Männer mit niedrigem Testosteronspiegel haben ein erhöhtes Diabetes-Risiko

 

Interdisziplinäre Hormonanalytik verbessert Medizin: Testosteron ein Biomarker der Gesundheit

 

Männer mit niedrigen Testosteronwerten sind neueren Studien zufolge besonders anfällig für Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. Um die Hormonwerte zuverlässig zu ermitteln und anhand dessen auf mögliche Gesundheitsrisiken zu schließen, sind sowohl Kenntnisse in der Laboranalytik als auch die Beurteilung des klinischen Kontextes erforderlich, betont Professor Dr. med. Henri Wallaschofski vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald anlässlich der 9. Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) vom 26. bis 29. September 2012 im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Hormone sind Botenstoffe, die nahezu an allen Regulationsvorgängen und Prozessen des Körpers beteiligt sind und zahlreiche Abläufe in unterschiedlichen Geweben und Organen steuern. Sowohl manifeste Stoffwechselerkrankungen als auch gesundheitliche Risikosituationen weisen häufig charakteristische Störungen der Hormonsekretion auf. Die Konzentrationsbestimmung von Hormonen im Blut und anderen Körperflüssigkeiten ist eine wichtige Grundlage bei der Diagnostik, Verlaufsbeurteilung und Therapie vieler Stoffwechselerkrankungen. Zu den am häufigsten untersuchten Hormonen zählt das Sexualhormon Testosteron, das bei Männern und Frauen vorkommt, sich aber in Konzentration und Wirkungsweise bei beiden Geschlechtern deutlich unterscheidet. Die vielfältigen biologischen Funktionen umfassen neben dem sexuellen Verlangen und Lustempfinden auch eine Beeinflussung des Protein- und Muskelstoffwechsels, den Knochenaufbau und die Fortpflanzung.

 

Studien deuten darauf hin, dass die Testosteron-Konzentration im Blut von Männern auch Hinweise auf Erkrankungen geben kann. So zeigte eine Untersuchung an rund 2000 männlichen Einwohnern aus Mecklenburg-Vorpommern, die im Kontext der Gesundheitsstudie Study of Health in Pomerania (SHIP) untersucht wurden, dass das Sexualhormon eng mit der Blutdruckregulation verknüpft ist. Demnach gehen niedrige Testosteronwerte mit einer um fast 20 Prozent erhöhten Gefahr für zu hohen Blutdruck einher. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 

Bei SHIP handelt es sich um eine Bevölkerungsstudie mit umfangreichen Untersuchungen sowie Blut- und Urinproben, die seit über zehn Jahren mit über 4000 Probanden mit mittlerweile drei Untersuchungswellen läuft. In einer anderen Studie, die ebenfalls auf SHIP-Daten basiert, sind geringe Konzentrationen des Hormons bei Männern mit einer um das Dreifache erhöhten Gefahr für die Entstehung von Typ-2-Diabetes verbunden. Eine dritte Untersuchung deutet sogar darauf hin, dass ein Testosterondefizit auch mit einem deutlich gesteigerten Risiko, zu versterben, einhergeht. Unklar ist allerdings bislang, ob geringe Testosteronkonzentrationen solche Gesundheitsprobleme verursachen oder ob sie lediglich als Biomarker auf diese Risiken hinweisen, betont Professor Wallaschofski, der an allen drei Studien

beteiligt war.

 

Dennoch weist die aktuelle Analytik auch noch Limitationen durch unzureichende Harmonisierung oder Standardisierung von unterschiedlichen Immunoassays oder die Frage adäquater Referenzbereiche auf. Zudem werden präanalytische Einflussfaktoren bei der Interpretation der Befunde unzureichend beachtet. Trotz ihrer Limitationen werden diese Verfahren jedoch aufgrund ihrer weiten Verbreitung und leichten Automatisierbarkeit auch in den nächsten Jahren praktisch eine wesentliche Rolle spielen. Deshalb ist es der DGKL ein besonderes Anliegen, für die Qualität der Labordiagnostik ein Problembewusstsein zu schaffen und durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit klinisch endokrinologisch tätigen Kollegen eine nachhaltige Verbesserung der Qualität in diesem Bereich zu erzielen, betont der DGKL-Präsident Professor Dr. med. Joachim Thiery vom Institut für Laboratoriumsmedizin der Universität Leipzig. Möglichkeiten und Grenzen von Sexualhormon-Untersuchungen erörtern Experten auf der 9. Jahrestagung der DGKL vom 26. bis 29. September 2012 im Congress Center Rosengarten in Mannheim.

 

Literatur:
Torkler S., Wallaschofski H., Baumeister S.E., Volzke H., Dorr M., Felix S., et al. Inverse association between total testosterone concentrations, incident hypertension and blood pressure. Aging Male 2011;14:17682
Schipf S., Haring R., Friedrich N., Nauck M., Lau K., Alte D., et al. Low total testosterone is associated with increased risk of incident type 2 diabetes mellitus in men: results from the Study of Health in Pomerania (SHIP). Aging Male 2011;14:16875

 

Terminhinweise:

9. Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) vom 26. bis zum 29. September 2012
Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

Pressekonferenz der DGKL

Termin: Donnerstag, 27. September 2012, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Raum Frédéric Chopin, Dorint Kongresshotel Mannheim
Anschrift: Friedrichsring 6, 68161 Mannheim

 

Sitzung: Sexualhormone Klinische und laborchemische Herausforderungen in der Diagnostik
Termin: Donnerstag, 27. September 2012, 11.00 bis 12.30 Uhr
Ort: Raum Arnold Schönberg, Congress Center Rosengarten,
Anschrift: Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

 

Mehr Informationen unter http://www.dgkl.de

 

05.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften


Aufklärung mit Signalwirkung - „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ weckt neues Bewusstsein für die Volkskrankheit Diabetes

 

Die Resonanz auf die bundesweite Diabetesaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ spricht für sich. Insgesamt haben schon über 28.000 Menschen am Diabetes-Risikocheck teilgenommen. Bei der 40. Station von „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ in Sulzbach bei Frankfurt zeugten über 1.000 Teilnehmer am Risikocheck und die Besucherströme am Stand von einem wachsenden Interesse der Bevölkerung, sich über die Volkskrankheit zu informieren. „Immer mehr Menschen sind alarmiert und lassen ihr persönliches Diabetesrisiko bestimmen, Diabetiker überprüfen ihre Werte. Das Wecken der Bereitschaft, sich mit seinem Risiko oder mit seiner Erkrankung auseinanderzusetzen, macht den großen Erfolg der Aktion aus“, so Prof. Christoph Rosak, Frankfurt. Denn nur wer sein persönliches Risiko erkennt, kann aktiv werden und entgegensteuern. Mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung können Krankheitsfälle sogar ganz vermieden oder der Verlauf positiv beeinflusst werden.

 

Erfolgreiches Diabetesmanagement beinhaltet die Kenntnis aller wichtigen Werte
Für Menschen mit Diabetes ist die regelmäßige Blutzuckerkontrolle ein unerlässlicher Bestandteil des Selbstmanagements. Geraten die Werte trotz Lebensstiländerung mit körperlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung und Tabletten aus dem Ruder, sollte rechtzeitig mit einer Insulintherapie begonnen werden. So lassen sich Folgeerkrankungen vermeiden bzw. deren Fortschreiten verlangsamen. „Der Kontrolle des Blutzuckeranstiegs nach dem Essen (= postprandialer Blutzucker) kommt eine immer größere Bedeutung zu – dies sogar bei befriedigendem HbA1c-Wert von unter 7 Prozent“, so Rosak. Für eine optimale Stoffwechselkontrolle ist es entscheidend, den Blutzuckeranstieg nach dem Essen so gering wie möglich zu halten. Blutzuckermessgeräte, die sich flexibel in den Alltag integrieren lassen, tragen dazu bei, das Selbstmanagement zu verbessern.

 

„Bei der Entwicklung der Blutzuckermessgeräte BGStar und iBGStar waren die Wünsche der Menschen mit Diabetes maßgeblich. Neben dem Angebot von modernen Insulinen, Pens und sehr genauen Blutzuckermessgeräten stellen wir mit umfangreichen Services und dieser Diabetes- Aktion eine Rundum-Versorgung zur Verfügung“, so Dr. Regina Pfeiffer, Sanofi. „Die Annahme der Diabetes-Aktion durch die Besucher in den Städten zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und weiter zusammen mit unseren Partnern unermüdlich aufklären müssen“, schloss Pfeiffer.

 

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“: Zusammen erreichen wir mehr
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ steht für bundesweite, nachhaltige Aufklärung. Über 500.000 Besucher an 40 Standorten und mehr als 28.000 ausgewertete Risikocheck-Bogen liefern fundierte Daten. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland und die Ergebnisse des Risikochecks sind die Themen Ernährung und Bewegung zentrale Bestandteile der Aktion. Sanofi initiierte die Aktion 2005 und wird von rund 25 Kooperationspartnern unterstützt, darunter Krankenkassen, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften und Medien. Weitere Informationen finden sich unter www.gesuender-unter-7.de.

 

Über die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe, eines führenden globalen Gesundheitskonzerns, der, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. Sanofi setzt im

Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, seltene Erkrankungen, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte und Tiergesundheit. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen:
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie enthalten finanzielle Prognosen und Schätzungen und deren zugrunde gelegte Annahmen, Aussagen im Hinblick auf Pläne, Ziele, Absichten und Erwartungen mit Blick auf zukünftige Ereignisse, Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen sowie Aussagen mit Blick auf zukünftige Leistungen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grundsätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Information und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, der zukünftigen klinischen Daten und Analysen einschließlich Postmarketing, Entscheidungen durch Zulassungsbehörden wie die FDA oder die EMEA, ob und wann ein Medikament, ein Medizingeräte oder eine biologische Anwendung die Zulassung erhält, die für ein solches Entwicklungsprodukt beantragt wird, ebenso wie deren Entscheidungen hinsichtlich der Kennzeichnung und anderer Aspekte, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial solcher Produkte beeinträchtigen könnte, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg eines zugelassenen Produkts nicht garantiert werden kann, die zukünftige Zulassung und der kommerzielle Erfolg therapeutischer Alternativen genau wie die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffentlichungen von Sanofi angegebenen oder erörterten Risiken und Unsicherheiten, einschließlich der in den Abschnitten „Zukunftsorientierte Aussagen“ und „Risikofaktoren“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2011 angegebenen Risiken und Unsicherheiten. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu

aktualisieren oder zu ergänzen.

 

03.09.2012; Quelle: Pressemitteilung Sanofi-Aventis Deutschland GmbH


Menschen mit Diabetes müssen keine Couch-Potatoes sein: Diabetes läuft mit - Schritt für Schritt

 

Regelmäßige Bewegung hat positiven Effekt - auf Körper und Blutzuckerspiegel

 

Messgenauigkeit mit CONTOUR® XT als Basis für ein erfolgreiches Diabetes-Management vom Start bis zum Ziel - Menschen jeden Alters mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes bereiten sich im Rahmen des von Bayer HealthCare unterstützten Diabetes Programms Deutschland auf den RheinEnergie Marathon Köln vor.

 

Auch dieses Jahr wurden bei den Olympischen Spielen sportliche Höchstleistungen vollbracht. Für viele Menschen ist die Freude über die Erfolge der Athleten ein Ansporn, sich selbst in Bewegung zu setzen und den gemütlichen Fernsehsessel gegen ein Paar

Trainingsschuhe zu tauschen. Chronische Erkrankungen wie Diabetes sind dabei kein Hindernis – im Gegenteil! „Insbesondere für Menschen mit Typ-2-Diabetes ist regelmäßige Bewegung, vor allem Ausdauersport, wichtig“, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse, Leiter des „Zentrums für Gesundheit“ der Deutschen Sporthochschule Köln. Nicht selten kann dadurch die Einnahme von Medikamenten bei Typ-2-Diabetes drastisch reduziert oder sogar ausgesetzt werden. Wichtig ist, so die Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), die anfängliche Belastungsdauer von zehn Minuten nicht zu überschreiten und sowohl diese als auch die Belastungsintensität über Wochen langsam zu steigern. Um bei bestehendem Typ-2-Diabetes langfristige Erfolge wie eine Senkung des Blutzuckers zu erzielen, empfiehlt die DDG Belastungsintervalle von 30 bis 60 Minuten drei- bis viermal wöchentlich.(1)


Messgenauigkeit - das A und O beim Diabetes-Management

Damit die Erkrankung dem Spaß an der Bewegung nicht in die Quere kommt, ist eine gute Vorbereitung für Sportler mit Diabetes enorm wichtig. Das Training sollte genau geplant und fest in den Alltag integriert werden. „Neben ‚Not-Kohlenhydraten‘ und genügend Flüssigkeit muss auch ein Blutzuckermessgerät als steter Trainingsbegleiter seinen festen Platz in der Sporttasche haben“, verdeutlicht Ulla Gatzweiler, Lauftrainerin beim Diabetes Programm Deutschland. Die Bestimmung des Blutzuckerwerts durch ein präzises Messgerät wie CONTOUR® XT ist dabei die entscheidende Basis für eine erfolgreiche Blutzuckerselbstkontrolle.

 

Prof. Dr. Ingo Froböse hebt die Bedeutung einer genauen Messung der Blutzuckerwerte beim Sport hervor: „Durch die gesteigerte Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen sinkt der Blutzuckerspiegel beim Sport ab. Gleichzeitig benötigt der Körper mehr Energie. Um in der Folge eine Unterzuckerung zu vermeiden, ist es notwendig, die Dosis an benötigtem Insulin anzupassen oder Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Mit Hilfe regelmäßiger Blutzuckerselbstkontrollen während des Trainings können diese Entscheidungen leichter getroffen und die Reaktionen des eigenen Körpers besser eingeschätzt werden. Die Genauigkeit des Blutzzuckerspiegels ist entscheidend, um Fehlentscheidungen bei der medikamentösen Einstellung zu vermeiden.“


Zuverlässig und präzise - das neue CONTOUR® XT von Bayer

Das neue Blutzuckermessgerät CONTOUR® XT ist einfach zu bedienen und liefert präzise Messergebnisse, auf die sich LäuferInnen verlassen können. Innerhalb von fünf Sekunden ergeben sieben separate Messimpulse des Multi-Puls-Prinzips einen präzisen Messwert.

 

LäuferInnen mit Diabetes erhalten auf diese Weise sehr schnelle und genaue Messergebnisse, sodass ein individuelles Diabetes-Management möglich ist und sie beim Training nicht auf der Strecke bleiben.

 

Bayer HealthCare Deutschland engagiert sich für Marathonläufer mit Diabetes
Bayer HealtCare Deutschland fördert das Diabetes Programm Deutschland: Zur Vorbereitung auf den RheinEnergie Marathon am 14. Oktober 2012 in Köln unterstützt das Unternehmen Läuferinnen und Läufer mit Diabetes beim Training. Die Sportlerinnen und Sportler werden nicht nur während der Vorbereitungszeit, sondern auch während des Marathons medizinisch und sportwissenschaftlich betreut. Damit die individuelle Blutzuckermessung jederzeit präzise und genau durchgeführt werden kann, werden die Teilnehmer mit dem neuen CONTOUR® XT und den neuen CONTOUR® NEXT Sensoren ausgestattet. Beim Köln Marathon stehen zudem an sieben Messstationen, die über die Laufstrecke verteilt sind, Diabetes-Experten mit Blutzuckermessgeräten, Kohlenhydraten und Insulin bereit. Sie betreuen rund 120 Läufer mit Diabetes, die dieses Jahr in Köln an den Start gehen.

 

Mehr Informationen zur Blutzuckerselbstkontrolle erhalten Sie im Internet unter www.bayerdiabetes.de.

 

Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

 

Quelle:
(1) Kemmer et al. Diabetologie 2011; 6 Suppl 2; S 176-179, URL:
www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/PL_DDG2011_Diabetes_Sport_und_Bewegung.pdf, Stand: 10.08.2012).

 

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite
www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

31.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Bayer Healthcare


Deutsche Diabetes Gesellschaft: Zunahme von Diabeteserkrankungen nicht allein durch Übergewicht zu erklären

 

Seit 1998 ist die Zahl der übergewichtigen Menschen in Deutschland insgesamt unverändert, die der adipösen Männer und Frauen leicht gestiegen. Im gleichen Zeitraum kam es zu einer deutlichen Zunahme von Erkrankungen mit Typ-2-Diabetes mellitus , wie eine aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts belegt. Dieser Diabetes-Anstieg entspricht nicht dem Mehr an adipösen Menschen in unserer Gesellschaft, stellt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fest. „Übergewicht und Bewegungsmangel sind demnach nicht die alleinige Ursache für den Diabetes-Anstieg“, betont DDG Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei aus Quakenbrück. Um weitere Risikofaktoren zu erkennen und ihnen zu begegnen, müsse die Forschung intensiviert werden.

 

Die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts kam zu dem Schluss, dass der Anteil der Übergewichtigen und adipösen Menschen mit einem Body-Mass-Index von über 25 kg/m² im Zeitraum 1998 bis 2012 mit 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen gleich geblieben ist. Gleichzeitig stieg in diesem Zeitraum der Anteil der adipösen Männer mit einem Body-Mass-Index größer als 30 kg/m² von 19 auf 23 Prozent, der Anteil der fettleibigen Frauen von 23 auf 24 Prozent leicht an.

 

Ungleich dramatischer stellt sich für diesen Zeitkorridor die Zunahme von Erkrankungen an Diabetes mellitus Typ 2 dar: Die Zahl der Menschen mit erkanntem Diabetes mellitus stieg von 1998 bis 2012 von 5,2 auf 7,2 Prozent der Bevölkerung. Dies entspricht weit über einer Million mehr Menschen mit Diabetes – obwohl der Anteil der sportlich aktiven Menschen ebenfalls deutlich zunahm. Insgesamt sind in Deutschland nach der RKI-Studie 5,9 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wenn man die noch unerkannten Patienten mitberücksichtigt. Diese Zahl wird bis zum Jahr 2030 weiter rasant um 1,5 Millionen alleine bei den 55- bis 74-Jährigen steigen, wie epidemiologische Schätzungen kürzlich zeigten.

 

„Ausgewogene Ernährung und Bewegung sind zwar sehr wichtig“, betont DDG Pressesprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche aus Tübingen. „Die Zahlen zeigen jedoch, dass ein Großteil der Neuerkrankungen an Diabetes mellitus nicht alleine auf die bekannten Risikofaktoren Übergewicht oder Bewegungsmangel zurückgeführt werden kann.“ Es gebe Menschen, die nicht übergewichtig sind und trotzdem an Diabetes Typ 2 erkranken. „Umgekehrt bekommt nicht jeder, der übergewichtig ist, automatisch Diabetes“, so Fritsche. „Auch die Alterung der Bevölkerung erklärt den starken Anstieg der Diabeteshäufigkeit nur zu einem kleinen Teil, der sich auf 14 Prozent beläuft.“

 

Die DDG plädiert daher dafür, die Erforschung der Volkskrankheit Diabetes zu intensivieren. Neue wissenschaftliche Ergebnisse deuten darauf hin, dass unter anderem Art und Verteilung des Körperfetts, die Leber, genetische Merkmale und eine verminderte Insulinwirkung die Entstehung von Diabetes stark beeinflussen. „Wir müssen neue Wege in Prävention und Therapie gehen, um die Diabetes-Epidemie in den Griff zu bekommen“, betont Professor Matthaei. „Es zeichnet sich ab, dass wir noch passgenauere, individuelle Maßnahmen in der Lebensstilberatung und bei der Ernährungsumstellung benötigen.“

 

Quellen:
http://www.degs-studie.de
http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/BGBL_2012_55_BM_Kurth.pdf?__blob=publicationFile
Brinks R, Tamayo T, Kowall B, Rathmann W. Prevalence of type 2 diabetes in Germany in 2040: estimates from an epidemiological model. Eur J Epidemiol. 2012

 

28.08.2012; Quelle: Pressemitteilung DDG

 


"Diabetische Neuropathie" ist häufig Begleiter der Stoffwechselerkrankung
Mehr als jeder dritte Diabetiker von Nervenschäden betroffen

 

Von den derzeit etwa sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland leidet mehr als jeder Dritte auch an einer Nervenerkrankung. Die „diabetische Neuropathie“ ist neben Veränderungen an den Blutgefäßen, der Netzhaut des Auges und der Nieren im Rahmen des Diabetes mellitus eine weitere häufig auftretende schwere Folgeerkrankung. Sie verursacht viele verschiedene und zum Teil sehr schwerwiegende Beschwerden, die alle Organsysteme des Körpers betreffen können. Vorbeugung durch eine gute Blutzuckereinstellung und Früherkennung kann dies verhindern. Daher sollten Menschen mit Diabetes mindestens einmal jährlich zur Kontrolluntersuchung. Darauf macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aufmerksam.

 

Rund ein Drittel der Menschen mit Diabetes haben Schäden an den Nerven. „Ursache ist ein über Jahre schlecht eingestellter Diabetes mit erhöhten Blutzuckerwerten“, sagt Professor Dr. med. Dan Ziegler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Nervensystem der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Nervenschäden entwickeln sich meist lange unbemerkt, so der Diabetologe. „Bei den ersten spürbaren Beschwerden liegen bereits schwerere Schäden vor.“


Bei der „peripheren Neuropathie“ sind meistens die Nerven der Füße und Beine, manchmal jedoch auch die Nerven in Händen und Armen betroffen. Symptome können Schmerzen in den betroffenen Gliedmaßen wie Zehen, Füßen oder Fingern sein. Manche Betroffene verspüren ein Brennen, Reißen oder Stechen, andere hingegen bohrende und dumpfe Schmerzen. Im Gegensatz zu Durchblutungsstörungen sind Symptome einer Neuropathie nachts stärker und bessern sich durch Bewegung. Missempfindungen, Kribbeln wie ‚Ameisenlaufen‘, Wadenkrämpfe und manchmal Muskelschwäche und Gangunsicherheit kommen ebenfalls vor. Dazu können Begleitsymptome wie Schlafstörungen oder Depressionen auftreten. Das Tückische: Manchmal verläuft die Neuropathie jedoch auch schmerzfrei.

 

Dies kann besonders an den Füßen schwerwiegende Folgen haben: Denn abgeschwächte oder fehlende Empfindlichkeit der betroffenen Gliedmaßen verursacht Druckstellen, Geschwüre, starke Hornhautbildung, Verletzungen oder Verbrennungen.

 

Die „autonome Neuropathie“ kann nahezu jedes Organsystem betreffen. Ausgeprägte Beschwerden sind allerdings relativ selten und in der Regel erst nach langer Zeit zu beobachten. „Ist sie so weit entwickelt, dass die betroffenen Diabetiker erhebliche Beschwerden haben, sinkt deren Lebenserwartung um etwa ein Fünftel“, erläutert Professor Ziegler.

 

Um der diabetischen Neuropathie vorzubeugen, sollten Menschen mit Diabetes auf gute Blutzuckerwerte achten, wenig Alkohol trinken, Übergewicht abbauen, nicht rauchen und mindestens einmal jährlich zur Kontrolluntersuchung gehen: Bei dieser prüft der behandelnde Arzt unter anderem die Muskelreflexe und misst die Schwelle von Kälte- und Wärmeempfinden. Außerdem bestimmt er die Nervenleitgeschwindigkeit. Anhand der Werte stellt er fest, ob bereits eine periphere Neuropathie vorliegt. Eine autonome Neuropathie lässt sich durch Untersuchung des jeweiligen Organsystems ermitteln – beim Herz-Kreislauf-System etwa mithilfe eines Elektrokardiogramms (EKG). Professor Ziegler betont: „Die beste Behandlung ist eine gute Vorsorge.“ Wichtig für Patienten mit einer bereits bestehenden Nervenerkrankung ist eine gute Fußpflege. Bei dauerhaften Schmerzen oder unangenehmen Missempfindungen ist häufig eine medikamentöse Behandlung erforderlich. In Betracht kommen in erster Linie Antidepressiva oder Antiepileptika. Bei sehr starken Schmerzen ist eventuell eine Kombinationstherapie mit einem Opiat angezeigt.

 

Weitere Informationen im Internet:
http://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/begleiterkrankungen/nervenschaeden/nevenschaeden/

 

28.08.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Typ 2 Diabetes – Zahl der Erkrankten unterschätzt!

 

Diabetes Typ 2 ist auf dem Vormarsch. Die Hauptgründe dafür sind: Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel. Weit verbreitete Probleme in unserer Gesellschaft. Besonders gefährdet sind Menschen ab dem 55. Lebensjahr, aber auch viele Kinder tragen aus diesen Gründen ein erhöhtes Risiko oder sind bereits erkrankt.


Wie viele Menschen tatsächlich an Diabetes erkrankt sind, oder aber auf dem besten Weg dorthin, ist nicht bekannt. Die Zahl wird auf über sechs Millionen geschätzt, diagnostiziert sind aber nur etwa vier Millionen.


Die Behandlung des Typ-2-Diabetes gerade auch bei Kindern kann problematisch sein. Deshalb ist es umso wichtiger den Blutzuckerwert regelmäßig und so genau wie möglich zu messen.


medpro® MAXI, das Blutzucker – Messgerät für Diabetiker der Medpro GmbH, ist ein qualitativ hochwertiges Gerät, dieses System ist aufgrund seiner Eigenschaften und dem zum Patent angemeldeten Teststreifen sogar für Neugeborene geeignet.

 

Unsere Teststreifen arbeiten mit dem GDH - FAD Enzym. Mit diesem Teststreifen messen Sie zuverlässig im Hämatokritbereich von 0 - 70 %. Die Messung ist nicht sauerstoffabhängig somit ist ein weiterer Ausschluss von Fehlerquellen möglich.

 

Die medpro® MAXI Teststreifen erfüllen mit Ihren überaus präzisen Messergebnissen die Anforderungen der Bundesärztekammer ( RiLiBÄK ), außerdem sind die Teststreifen in der kostengünstigen Gruppe B und können vom Arzt auch per Rezept verordnet werden.

medpro® MAXI kommt komplett mit Etui, Anleitung, Lanzettiergerät mit 6 Einstichtiefen, Teststreifen und Lanzetten und allem weiteren Zubehör zu Ihnen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei der Firma:

Medpro GmbH
Hauptstraße 27 f
23923 Lüdersdorf
Telefon 03 88 21 / 6 20-28

 

27.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Medpro GmbH


Neue Medikamente zur Gewichtsabnahme in den USA zugelassen: Endokrinologen raten zu Vorsicht

 

Die amerikanische Arzneibehörde FDA hat erstmals seit über zehn Jahren innerhalb weniger Wochen gleich zwei neue Medikamente zur Gewichtsreduktion zugelassen. Gerade für übergewichtige Menschen mit Diabetes sind diese Medikamente hilfreich, um abzunehmen und den Zuckerstoffwechsel zu verbessern. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) geht davon aus, dass diese Mittel auch in der Europäischen Union zugelassen werden. Die Wirkung der neuen Mittel sei aber begrenzt, und angesichts früherer Erfahrungen mit derartigen Medikamenten raten die Hormonexperten zu einer abwartenden Haltung.

 

In den letzten Jahrzehnten mussten immer wieder Appetitzügler wegen erheblicher Nebenwirkungen vom Markt genommen werden. Im Oktober 2008 entschied die Europäische Arzneimittelkommission, die Zulassung von Acomplia® (Wirkstoff: Rimonabant) ruhen zu lassen, da es schwere psychische Krisen bis hin zu Selbstmordgedanken auslösen kann. Reductil® (Wirkstoff: Sibutramin) wird wegen erheblicher Risiken für Herz und Kreislauf seit 2010 nicht mehr eingesetzt. In Deutschland ist derzeit nur noch Xenical® verfügbar. „Dessen Wirkstoff Orlistat hemmt die Fettverdauung im Darm und senkt dadurch die Kalorienzufuhr“, erläutert Professor Dr. med. Dr. h.c. Helmut Schatz, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie aus Bochum: „Das Mittel hat sich als sicher erwiesen, ist aber wegen seiner abführenden Wirkung nicht sehr beliebt.“

 

In den USA können Ärzte jetzt zwei neue Medikamente einsetzen. Ende Juni wurde Belviq® zugelassen, drei Wochen später folgte Qsymia® (Qnexa). Der Belviq®-Wirkstoff, ein Serotonin 2C-Rezeptor-Agonist, aktiviert im Gehirn Nervenzellen, die den Appetit hemmen. Als Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Übelkeit und Verstopfung auftreten. Qsymia® ist eine Kombination aus zwei bekannten Wirkstoffen, Phenteramin und Topiramat. „Bei diesen bereits seit längerer Zeit für andere Krankheitsbilder eingesetzten Medikamenten wurde als Nebenwirkung eine Gewichtsabnahme beobachtet“, berichtet Professor Schatz. Der Effekt ist allerdings begrenzt. In den klinischen Studien erhielten die Teilnehmer Qsymia® diätunterstützend und nahmen etwa zehn Prozent des Körpergewichts ab. „Beide Wirkstoffe sind nur bei Fettleibigen zugelassen, deren Body-Mass-Index über 30 angestiegen ist“, erläutert Professor Schatz. Der BMI errechnet sich aus Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße zum Quadrat. „Wenn zusätzliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck, ein Diabetes oder hohe Cholesterinwerte vorliegen, ist ein Einsatz bereits ab einem BMI von 27 erlaubt“, ergänzt der Bochumer Hormonexperte.

 

„Diese Wirkstoffe sind keine Lifestyle-Medikamente, die eine schnelle Gewichtsabnahme ohne Diät ermöglichen“, mahnt Professor Schatz. Er weist auch auf die Risiken und Nebenwirkungen hin: Qsymia® beschleunigt den Herzschlag. Wenn es Frauen trotz strenger Kontraindikation während der Schwangerschaft einnehmen, besteht zudem für das ungeborene Kind ein Risiko, mit einer Lippen- oder Gaumenspalte zur Welt zu kommen. Belviq® (Lorcaserin) habe in Tierversuchen Krebs ausgelöst, was sich aber glücklicherweise in den klinischen Studien nicht bestätigte.

 

„Bei den ersten Medikamenten dieser Art, die jetzt nicht mehr erhältlich sind, traten die Risiken erst zutage, als diese schon längere Zeit auf dem Markt waren“, berichtet Professor Schatz: „Deshalb ist bei neuen Medikamenten zur Gewichtsreduktion Vorsicht geboten.“ Ein mahnendes Beispiel sei das unter dem Namen Mediator® bekannte Präparat mit dem Wirkstoff Benfluorex. Trotz bekannter Risiken war es in Frankreich bis 2009 zugelassen. Nach Schätzungen sind während dieser Zeit 1300 Menschen, die Mediator® einnahmen, an Herzklappenfehlern gestorben. Weitere 3000 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Im Mai 2012 begann in Frankreich ein Prozess gegen den Hersteller, der Mediator® als „Diabetes-Medikament“ vertrieb, obwohl die schädigenden Effekte bekannt waren.

 

Das Urteil steht noch aus. In Deutschland war dieses Medikament nie zugelassen.

 

Literatur:
(1) DGE-Blog-Beitrag vom 5. Juli 2012: Gute und weniger gute Nachrichten im Kampf gegen Adipositas und Diabetes
(2) DGE-Blo-Beitrag vom 5. März 2012: Anti-Obesitas-Medikament Qnexa von dem FDA Advisory Board zur Zulassung empfohlen

 

Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach „außen“ ab.

 

27.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)


Diabetesdiscount.de bietet günstige Blutzuckerteststreifen

 

Pen-Nadeln, Lanzetten, Blutzucker Messgeräte und vieles mehr findet der preisbewußte Diabetiker seit dem 22.08.2012 direkt auf www.diabetesdiscount.de

 

Mit Diabetesdiscount.de gibt es einen neuen Diabetes Onlineshop, in dem du viele Diabetes Dinge bekommen kannst, die du für deinen Alltag brauchst. Neben Blutzuckerteststreifen und Testgeräten gibt es hier auch viele Produkte von Markenherstellern wie zum Beispiel beurer oder VG-RATIO. Die beliebten Accu Chek Geräte und auch die neuen Bayer Contour XT gehören dazu, natürlich zu günstigen, fairen Preisen.

 

Nachdem wir mit unserem Diabetesshop Fulda einen guten Anlaufpunkt für Diabetes Patienten im Internet online haben, wird nun mit Diabetesdiscount ein neuer Onlineshop gestartet, in dem du dich schnell und leicht zurechtfinden wirst. Hier sind alle Produkte, die Diabetes Patienten brauchen, übersichtlich gelistet und mit hilfreichen Informationen versehen. So findest du schnell, was du an Blutzuckerteststreifen, Lanzetten und mehr für deinen täglichen Bedarf brauchst. Hast du dennoch eine Frage, wird dir unser freundlicher Kundenservice kompetent weiterhelfen.

 

Als Patient mit Diabetes hast du es – wie wir finden – schon schwer genug, da müssen dir bei deinen Einkäufen zur Versorgung nicht noch Steine in den Weg gelegt werden. Suchst du Produkte von Markenherstellern für Diabetes Produkte wie beispielsweise Beurer oder Bayer, dann bist du im neuen Shop absolut richtig. Zu günstigen Preisen bieten wir dir Blutzuckerteststreifen von Beurer und anderen Herstellern, die beliebten Accu Chek Geräte und auch die neuen Bayer Contour XT Sensoren an, damit du es möglichst komfortabel, aber nicht teuer hast.

 

Schau dir unsere günstigen Preise für Accu Chek Teststreifen, Accu Chek Blutzuckermessgeräte oder auch für das Accu Chek Starterset an. Sagen dir die Beurer Produkte eher zu, dann haben wir für dich natürlich auch von Beurer Blutzuckerteststreifen oder ein schickes Beurer Blutzuckermessgerät im Angebot. Im neuen Shop gibt es auch die Bayer Contour XT Sensoren für dich. Mit den Bayer Contour XT kannst du es leichter haben, denn sie brauchen nur eine geringe Menge Blut. Kein Wunder, dass einige Diabetes Patienten schon auf die Bayer Contour XT Sensoren umgestiegen sind.

 

Das besondere Highlight unseres Diabetesdiscount ist neben dem freundlichen Kundenservice und dem breit gefächerten Produktangebot vor allem die Preisstruktur unserer Produkte. Wir machen absolut faire Preise, auch bei den Produkten der Markenhersteller Accu Chek, Alpha-GDH, Bayer, Beurer und VG-RATIO. So musst du kein Vermögen für Messgerät, Teststreifen oder Lanzetten ausgeben.


Alpha 1 Diagnostik Vertrieb aus Fulda hält für Diabetiker des Typs 1 und 2 ein großes Angebot an verschiedenen Blutzuckerteststreifen und Blutzucker-Messsystemen mit einer Vielzahl von Geräten von VG-RATIO, Accu-Chek und vielen weiteren Herstellern bereit. Aufgrund unserer fast 20-jährigen Erfahrung sind uns die Bedürfnisse von Diabetikern hinreichend bekannt. So sind wir der richtige Ansprechpartner, wenn beispielsweise ein Bluthochdruck-Messgerät oder ein Blutzuckermessgerät von Accu-Chek, VG-Ratio oder Beurer GL 40 benötigt wird. Medizinische Einrichtungen, Altenheime und Sozialstationen öffentlicher und privater Träger versorgen wir fachgerecht mit hochwertigen Blutzuckermessgeräten und Blutzuckerteststreifen von Accu-Chek sowie vielen weiteren Markenherstellern. Dabei legen wir größten Wert auf eine persönliche Betreuung.

 

Kontakt:
Alpha 1 Diagnostik Vertrieb UG (haftungsbeschränkt)
Franziska Hubrich
Kohlhäuser Straße 3-5
36043 Fulda
0661-9527172
kontakt@alpha1-diagnostik.de
http://www.diabetesdiscount.de

 

22.08.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesdiscount.de


Diabetiker-Füße im Blick

 

Wenn es um das Thema Hautpflege geht, denken die meisten zunächst ans Gesicht. Diabetiker sollten jedoch vor allem auf ihre Füße achten: Durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel kommt es oft zu Beeinträchtigungen der Durchblutung und der Nervenfunktion – mit fatalen Folgen, wie Podologin Karin Jung im Interview erklärt.

 

Diabetiker leiden häufig unter einer Nervenstörung (Neuropathie), die sich vor allem an den Füßen bemerkbar macht. Wie kommt es dazu?
Nervenstörungen bei Diabetikern stehen meist in direktem Zusammenhang mit einem über längere Zeit erhöhten bzw. schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel. Nerven haben wie Stromkabel eine Isolierung – und diese Isolierung wird durch den erhöhten Blutzucker angegriffen. Da die Nervenenden an den Zehen besonders empfindlich sind, macht sich eine Neuropathie zumeist dort als erstes bemerkbar.

 

Warum ist die Fußpflege gerade für Diabetiker so wichtig?
Wenn die Nerven durch eine Neuropathie geschädigt sind, hat der Patient entweder ein vermindertes oder gar kein Schmerzempfinden mehr: Kleine Verletzungen, Risse in der Haut oder unter der Hornhaut werden gar nicht oder erst sehr spät bemerkt. Keime oder Pilze, die in solche Wunden eindringen, können dann schwere Entzündungen verursachen. Die Fußpflege ist beim Diabetiker so wichtig, um Problemstellen an der Haut frühzeitig zu erkennen oder diese ganz zu vermeiden. Eine dauerhafte Schädigung der Füße kann so weitgehend ausgeschlossen werden.

 

Wie viel Zeit müssen Diabetiker für die tägliche Fußpflege investieren? Worauf müssen sie dabei besonders achten?
Es kommt ganz darauf an, wie alt der Patient ist. Ein älterer Patient braucht grundsätzlich etwas länger als die jüngeren. Aber meiner Erfahrung nach liegt der Aufwand bei höchstens 10-15 Minuten am Tag. Diabetiker sollten zunächst darauf achten, dass ihre Haut durch tägliches Eincremen geschmeidig bleibt. Das Entstehen von Hautrissen wird so vermieden. Die tägliche Kontrolle mit einem Spiegel ist auch sehr wichtig. Der Patient kann so kleinere Verletzungen frühzeitig erkennen und sie behandeln lassen.

 

Was sind die wichtigsten Diabetiker-Fußpflege-Utensilien für zu Hause?
Hier gilt zunächst einmal der Grundsatz: keine spitzen oder scharfen Gegenstände wie Scheren oder Hornhauthobel. Die Haut am Fuß bzw. die Nagelhaut ist sehr empfindlich und kann damit leicht verletzt werden. Zum Kürzen der Nägel empfehle ich eine Glasfeile, zum Entfernen der Hornhaut einen Bimsstein.

 

Wie viele ihrer Patienten haben schon eine beginnende Neuropathie?
Etwa ein Drittel meiner Patienten hat bereits eine Neuropathie. Bei der Hälfte dieser Patienten ist die Neuropathie sogar bereits stark ausgeprägt.

 

Wie können sich die Symptome einer Neuropathie äußern?
Viele Patienten kommen zu mir und berichten von kribbelnder oder brennender Haut, vor allem nachts. Man spricht hier auch von Plus-Symptomen, also einer allgemeinen Überreizung der Haut. Solche Symptome sind Hinweise auf eine beginnende Neuropathie. Im fortgeschrittenen Stadium spricht man dann von Minus-Symptomen, d. h. der Patient verliert zunehmend die Empfindung an den Füßen. Die Gefahr von Haut- und Nagelschäden steigt erheblich an, denn auch das Schmerzempfinden lässt nach.

 

Wie können Sie eine beginnende Neuropathie feststellen?
Wenn ein Patient zum ersten Mal zu uns in die Praxis kommt, erfassen wir zunächst einmal gründlich den Zustand der Füße. Neben einer allgemeinen Untersuchung nach vorhandenen Hornstellen, Blasen und Rissen in der Haut machen wir einige neurologische Tests, wie zum Beispiel den Stimmgabeltest. Bei diesem halte ich dem Patienten eine angeschlagene/schwingende Stimmgabel an verschiedene Punkte des Fußes und überprüfe so, inwieweit der Patient die Vibrationen spürt. Ein Patient mit stark ausgeprägter Neuropathie spürt bei diesem Test keinerlei Vibrationen mehr.

 

Was können Diabetiker tun, um eine Neuropathie im Vorfeld zu verhindern oder das Voranschreiten zu bremsen?
Das Wichtigste ist zunächst die Einstellung des Blutzuckerspiegels durch einen Diabetologen oder den Hausarzt. Wer dann noch regelmäßig seine Füße pflegt und gegebenenfalls einen Podologen aufsucht, kann das Risiko einer Fußschädigung erheblich reduzieren. Auch ausreichende Bewegung ist sehr wichtig. Der Diabetologe bei uns macht jedes Jahr mit der Diabetes-Selbsthilfegruppe einen kleinen Lauf am Rhein. Dabei wird zu Beginn und am Ende der Blutzuckerspiegel gemessen. Die Teilnehmer sind immer wieder überrascht, wie sich schon eine halbe Stunde Bewegung positiv auf ihren Zuckerspiegel auswirkt. Ein niedriger Blutzuckerspiegel senkt natürlich auch das Risiko einer Neuropathie. Darüber hinaus gibt es Benfotiamin-Präparate, die bereits im Diabetes-Anfangsstadium dem Entstehen von Nervenschäden und Durchblutungsstörungen entgegenwirken. Auch bestehende Beschwerden wie Missempfindungen in Füßen und Händen können wirksam gelindert werden.

 

Was berichten Betroffene, die ein Benfotiamin-Präparat (z.B. milgamma® protekt) einnehmen?
Eine meiner Patientinnen nimmt das Medikament seit über einem Jahr ein. Sie hat eine stark ausgeprägte Neuropathie. Bei ihr hat sich durch die Einnahme eine Verbesserung der Gefühlsempfindung in den Füßen eingestellt – und sie berichtet, dass sie seit einem halben Jahr keinerlei Krämpfe mehr in den Waden hat.

 

Was kann passieren, wenn eine Neuropathie nicht behandelt wird?
Die Spätfolgen einer unbehandelten Neuropathie können schwerwiegend sein: nicht mehr behebbare Deformierungen der Füße, Schwielen und nicht selten darunter liegende Geschwüre. Wenn dann noch ein Keim eindringt und eine Entzündung hinzukommt, kann sich daraus ein diabetischer Fuß entwickeln – im Extremfall müssen sogar der Fuß oder Teile des Fußes abgenommen werden.

 

Müssen Frauen anders auf ihre Füße achten als Männer? Gibt es da Unterschiede?
Frauen achten generell besser auf ihre Füße als Männer. Sie sind von Haus aus mehr auf Pflege und Schönheit bedacht. Ich mache aber immer wieder die Erfahrung, dass Männer - wenn sie erst einmal über die Risiken einer Neuropathie aufgeklärt wurden – ebenso engagiert mitarbeiten wie Frauen.

 

Special Sommer: Was sagt die Podologin?
Darf man als Diabetiker am Strand barfuß laufen?

Grundsätzlich darf man als Diabetiker barfuß am Strand laufen. Liegt allerdings bereits eine leichte Neuropathie vor, rate ich dringend davon ab. Die Gefahr einer Verletzung durch spitze oder scharfkantige Gegenstände wie kleine Steine, Muscheln oder Strandgut ist sehr hoch. Es können Blasen und Entzündungen entstehen, die nur schwer zu behandeln sind. Es wäre sehr schade, wenn man aufgrund eines halbstündigen Strandspaziergangs seine Füße dauerhaft schädigt.

 

Wie können Diabetiker ihre Füße an warmen Tagen entlasten? Häufig schwellen die Füße dann schneller an und es entstehen Druckstellen.
Solche Schwellungen und Druckstellen sind meist nur kleine, unbedenkliche Ödeme. Schnelle Abhilfe und Erfrischung schafft hier ein kühles Fußbad. Dieses sollte aber nicht länger als drei Minuten dauern. Die Haut wird sonst zu weich, das begünstigt das Eindringen von Keimen und Pilzen.

 

Im Sommer möchte man doch gerne schöne Schuhe tragen, gerade als Frau! Welche Möglichkeiten gibt es, wenn man schon eine beginnende Neuropathie/Nervenstörung hat?
Meiner Meinung nach sollte grundsätzlich immer die Gesundheit im Vordergrund stehen. Diabetiker mit einer Neuropathie sollten sich die Frage stellen: Möchte ich modische Schuhe tragen oder etwas für die Gesundheit meiner Füße tun?

 

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23.08.2012; Quelle: Pressemitteilung MW Office


Jeder zweite Schwangerschaftsdiabetes mündet in Typ-2-Diabetes

 

Wie eine junge Mutter erfolgreich gegen Diabetes Typ 2 kämpft

 

Bei nahezu vier von 100 werdenden Müttern wird ein Schwangerschaftsdiabetes, ein sogenannter Gestationsdiabetes, festgestellt. Es trifft auch schlanke, durchtrainierte Frauen, die auf eine ausgewogene Ernährung achten – wie Sandra S. aus München. Während der zweiten Schwangerschaft musste sie Insulin spritzen. Nach der Entbindung sind die Beschwerden zwar weg, aber es bleibt ein hohes Risiko, in wenigen Jahren Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Daher nimmt Sandra S. an der Präventionsstudie PINGUIN teil. In diesem Forschungsprojekt testet die Forschergruppe Diabetes der TU München, ob der Wirkstoff Vildagliptin einem Schwangerschaftsdiabetes oder Diabetes Typ 2 vorbeugen kann. „Wir gehen davon aus, dass in Deutschland bislang jeder zweite Gestationsdiabetes unentdeckt bleibt“, erklärt Professor Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin der Forschergruppe und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

 

Sandra S. macht jeden zweiten Tag Krafttraining mit dem Powerplate. Ansonsten ist die sportliche Münchnerin meist mit dem Rad unterwegs – am liebsten wäre sie wohl auch zur medizinischen Untersuchung ins Studienzentrum der Forschergruppe Diabetes geradelt. Aber wer sich bewegt, verbraucht Zucker. Radfahren hätte also Sandras Blutzuckerwerte beeinflusst, und heute steht ein oraler Glukosetoleranztest auf dem Programm. Als Teilnehmerin der PINGUIN-Studie (PINGUIN steht für: postpartale Intervention bei Gestationsdiabetikerinnen unter Insulintherapie) kommt Sandra seit dem Ende der Stillzeit halbjährlich ins Studienzentrum, um diesen zweistündigen Zuckerbelastungstest zu absolvieren.

 

Die Werte sind heute „normal“, also im Referenzbereich. Das war nicht immer so: Während ihrer zweiten Schwangerschaft bekam sie einen Schwangerschaftsdiabetes. Die erste Schwangerschaft war diesbezüglich unauffällig verlaufen. Auch dieses Mal hatte sie keine Heißhungerattacken, nahm auch nicht übermäßig zu, machte während der Schwangerschaft regelmäßig Muskeltraining nach Pilates – und trotzdem waren die Blutzuckerwerte erhöht. Weil sie auch mit einer Ernährungsumstellung nicht in den Griff zu bekommen waren, musste die werdende Mutter schließlich Insulin spritzen – wie jede fünfte Schwangere mit Gestationsdiabetes. „Spritzen, das war für mich ein großer Schreck! Jede Kugel Eis musste ich mir 20 Minuten vorher überlegen, dann noch mal den Blutzucker messen und dann erst essen“, erinnert sie sich. „Zuerst dachte ich, das mit der Ernährungsumstellung kriege ich hin. Ich trinke sowieso keine Säfte, esse auch nicht viel Süßes, aber Pasta essen wir eben gerne. Vieles habe ich gar nicht mehr gegessen, weil ich gedacht habe, das darf ich nicht mehr. Vielleicht habe ich es sogar übertrieben.“

 

Nach dem Spritzen eine Ruhepause einlegen
Auf Wunsch der Ärzte verzichtete Sandra weitgehend auf Kohlenhydrate, verzehrte mehr Fisch und Gemüse. Doch beim First-Trimester-Screening stellte sich heraus, dass der Fötus unterdurchschnittlich gewachsen war. Sie kam ins Krankenhaus, wo sie von einer Diabetologin betreut und erstmals umfassend aufgeklärt wurde. Dass sie zum Beispiel nach dem Spritzen eine Ruhepause einlegen musste, war ihr vorher nicht klar. „Ich dachte mir: Ich spritze daheim mein Insulin, dann radle ich 20 Minuten in den Biergarten und esse dann einen Steckerlfisch. So war die Planung“, erzählt sie. „Dann bin ich in den Unterzucker geraten und vom Radl gekugelt.“

 

Dank ihrer Schulung im Krankenhaus hatte sie ihren Gestationsdiabetes in den verbliebenen Schwangerschaftsmonaten im Griff. Während der Entbindung wurde der Blutzuckerspiegel in regelmäßigen Abständen überprüft, um eine Unterzuckerung beim Neugeborenen zu vermeiden. Sandra brachte schließlich eine gesunde Tochter mit einem Geburtsgewicht von 2.600 Gramm zur Welt. Noch im Kreißsaal wurde der Blutzucker auch bei dem Säugling gemessen. Bei Mutter und Tochter waren die Werte nach der Geburt unauffällig. Trotzdem entschied Sandra, sich für die PINGUIN-Studie zur Verfügung zu stellen.

 

Gestationsdiabetes als Vorstufe von Typ-2-Diabetes
Während ihres stationären Krankenhausaufenthaltes hatte die Patientin erfahren, dass Schwangerschaftsdiabetes eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes ist. Fast zwei Drittel aller insulinpflichtigen Gestationsdiabetikerinnen entwickeln innerhalb von drei Jahren nach der Entbindung einen Typ-2-Diabetes. Daran erkrankt innerhalb von zehn Jahren immerhin noch die Hälfte aller Frauen, die einen Gestationsdiabetes hatten, auch wenn sie nicht Insulin spritzen mussten. Dabei handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der verschiedene Störungen bei der Freisetzung des Hormons Insulin und eine verminderte Insulinempfindlichkeit eine Rolle spielen. Beides führt zu einem Insulinmangel. In manchen Fällen kann der Blutzuckerspiegel durch eine Änderung des Lebensstils oder durch Einnahme von Diabetes-Medikamenten gut eingestellt werden, in anderen muss jedoch Insulin zugeführt werden.

 

Dieses Wissen bewog Sandra, sich an der PINGUIN-Studie zu beteiligen. „Das gibt mir eine gewisse Sicherheit, weil die Studienärzte einen alle sechs Monate komplett auf den Kopf stellen, zig verschiedene Bluttests machen“, sagt sie. „Wenn irgendwas nicht in Ordnung wäre – die würden das schon sehen. So wie es mit dem Schwangerschaftsdiabetes war, will ich es nicht mehr haben, und wenn es dann auch noch anderen Frauen hilft – umso besser. Neun Monate lang hat mich Diabetes beeinflusst, das ist genug. Aber es ist etwas Schönes dabei herausgekommen!“

 

Insgesamt drei Jahre lang werden die Studienärzte die zweifache Mutter regelmäßig untersuchen. Sie weiß nicht, ob sie zu der Teilnehmergruppe gehört, die den Wirkstoff Vildagliptin einnimmt, das den Stoffwechsel verbessern soll und schon jahrelang in der Therapie von Typ-2-Diabetes erfolgreich eingesetzt wird. Dieses oral eingenommene Antidiabetikum ist ein DPP-4-Hemmer, der den Abbau des körpereigenen Hormons Glucagon-like-peptide 1 (GLP-1) hemmt und so nahrungsabhängig die körpereigene Insulinausschüttung verstärkt. Im Tierversuch hat sich außerdem gezeigt, dass Vildagliptin langfristig die verminderte Funktion der Insulin produzierenden Betazellen erhält oder sogar wiederherstellt, indem es die Anzahl der funktionierenden Betazellen vermehrt. „Auf diese Weise scheint das Studienmedikament einen vorbeugenden oder sogar anhaltenden Effekt zu haben“, sagt Anette-Gabriele Ziegler. „Von der zeitlich begrenzten Verabreichung erhoffen wir uns, das Risiko der Studienteilnehmerinnen zu senken, an Typ-2-Diabetes oder einem erneuten Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken.“ Aus Sicht der DDG wäre dies ein großer Erfolg. „Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der PINGUIN-Studie“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der DDG. Da es sich um eine Doppelblindstudie handelt, wissen weder die Studienärzte noch die Teilnehmerinnen, ob sie den Wirkstoff oder nur ein Placebo einnehmen.

 

Niedrigerer Body-Mass-Index dank PINGUIN-Studie
Von der intensiven und individuellen Lebensstil- und Ernährungsberatung sowie dem Bewegungsprogramm profitieren aber alle. So konnte nach ersten Auswertungen der Schrittzähler von den Teilnehmerinnen, welche die Studie bereits abgeschlossen haben, die durchschnittliche Schrittzahl durch die Interventionsmaßnahmen der PINGUIN-Studie auf über 10.000 Schritte pro Tag erhöht werden. Zu Anfang der Studie hatten nur 22 Prozent von ihnen diesen Wert erreicht. Außerdem konnte der durchschnittliche Body-Mass-Index, der ursprünglich bei mehr als 30 lag, in dieser Gruppe auf durchschnittlich 25,6 gesenkt werden.

 

Es werden zurzeit noch weitere Teilnehmerinnen aufgenommen. Teilnehmen können Frauen, die während ihrer letzten Schwangerschaft einen Insulin pflichtigen Schwangerschaftsdiabetes hatten, die ihr Baby abgestillt haben und deren Schwangerschaft nicht länger als neun

Monate zurückliegt.

 

Interessenten wenden sich bitte unverbindlich an:
Forschergruppe Diabetes der TU München
Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1, 80804 München
Tel.: 089 / 3068-2917
E-Mail: pinguin.@lrz.uni-muenchen.de

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.pinguin-studie.de

 

22.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und die Grünen fordern: Kein Verkauf zuckerhaltiger Getränke an Schulen!

 

Der Konsum von Limonade und Co. macht auf Dauer dick. Deswegen sollte gesundes Trinkverhalten von Kindern und Jugendlichen dort gefördert werden, wo sie viel Zeit verbringen: an der Schule. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe hat heute der Berliner Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Sandra Scheeres, eine Petition zugestellt mit rund 700 Unterschriften für ein Verkaufsverbot zuckerhaltiger Getränke an Schulen.

 

In einem symbolischen Akt kippte der Vorstandsvorsitzende Prof. Danne zusammen mit den beiden GRÜNEN-Politikern Renate Künast und Heiko Thomas Schubkarren mit genau der Menge an Zucker auf den Schulhof der Heinrich-Seidel-Grundschule in Berlin-Wedding, die Kinder und Jugendliche jährlich über Limonaden zu sich nehmen. Der Verkauf zuckerhaltiger Getränke an Schulen fördere die Entstehung ungesunder Trinkgewohnheiten, die Übergewicht und in der Folge auch Diabetes begünstigen können. Ein bundesweites Verkaufsverbot zuckerhaltiger Getränke an Schulen sei überfällig.

 

„Bereits 6-jährige Jungen nehmen in Deutschland nur über Limonaden schon 5 kg Zucker/Jahr zu sich; im Alter von 14-17 Jahren sind es dann bereits 30 kg/ Jahr“, argumentiert Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. „Das sind überflüssige Kalorien, die nicht satt machen und immer extra zu Buche schlagen“, so der Pädiater und Vater von vier Kindern. „Wir sollten es Kindern in allen Schulen leicht machen, sich gesundes Trinken anzugewöhnen“, so Danne. Deshalb sollte das Trinken von Leitungswasser gefördert werden, z. B. über Trinkwasseranlagen. „Trinkwasser hat jedoch in Konkurrenz zum ‚Blubber-Zuckerwasser‘ keine Chance - deswegen setzt die Förderung des Trinkwasserkonsums an Schulen ein gleichzeitiges Verkaufsverbot zuckerhaltiger Getränke voraus.“

 

„Berlin sollte hier mit gutem Beispiel für eine bundesweite Regelung vorangehen“, fordert die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast. „Gerade hat das Robert-Koch-Institut wieder bestätigt, dass Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland unverändert ein Problem darstellt, insbesondere junge Männer haben sogar weiter an Gewicht zugelegt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung verschließt vor diesem Problem die Augen.“ Im Jahr 2011 sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland auf den Rekordwert von 350 Milliarden Euro Krankheitsausgaben gestiegen, nur 4,5-5 Milliarden werden für Prävention ausgegeben. „Wir finanzieren Krankheit und leisten uns einen kostenintensiven Reparaturbetrieb. Wir sollten mehr in Gesundheit und Prävention investieren“, so Künast.

 

„Zuckerreiche Getränke und Lebensmittel sind nicht kindgerecht, auch wenn uns die Werbung das Gegenteil suggeriert“, so Heiko Thomas, gesundheitspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Schule erziehe immer mit - nicht nur im Unterricht, sondern auch durch gelebte Praxis in den Pausen. „Eltern sollten sich keine Sorgen machen müssen, was ihre Kinder den Tag über in der Schule essen und trinken“, so Thomas. Ebenso wie die Umsetzung von Qualitätskriterien für die Mittagsmahlzeit und die Erarbeitung des Themas Gesunder Lebensstil im Unterricht sollte auch das Getränkeangebot an Schulen in das Konzept eines gesunde Lebensstils passen.

 

„An unserer Schule gibt es bereits seit vielen Jahren eine Trinkwasseranlage, die bei Schülern und Lehrern recht beliebt ist. Wir freuen uns, dass wir als Positivbeispiel ausgesucht wurden und unterstützen diese Aktion sehr gerne“, freut sich Cornelia Flader, Schulleiterin der Heinrich-Seidel-Grundschule in Berlin-Wedding. Die Schule wurde bereits 2009 für ihr Engagement auch im Gesundheitswesen mit dem Deutschen Präventionspreis im Bereich „Gebundene Ganztagsschule“ ausgezeichnet. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft unterstützt die Aktion.

 

21.08.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Power-Shoppen gegen hohen Blutzucker


"Lauf den Zucker runter" lautete das Motto einer gemeinsamen Aktion der Initiative Diabetes Programm Deutschland, der Apotheken und Bayer HealthCare, die am Samstag, den 18. August im Kölner DuMont-Carré stattfand.


Trotz subtropischer Temperaturen kamen zahlreiche Passanten vergangenen Samstag zur Mitmach-Aktion in die Kölner Innenstadt. Unter dem Motto "Lauf den Zucker runter" konnten sich Interessierte an einem Infostand der Initiative Diabetes Programm Deutschland, Bayer HealthCare und der Apotheken vor und nach einer Bewegungseinheit den Blutzucker durch pharmazeutisches Fachpersonal messen lassen. Dabei blieb es den Teilnehmern überlassen, ob sie sich 10 Minuten auf dem Laufband bewegen oder lieber nach einer Stunde Power-Shopping mit Schrittzähler zur zweiten Blutzuckermessung zurückkommen wollten. Fast alle Teilnehmer waren von der enormen Wirkung von Bewegung auf den Blutzuckerspiegel überrascht. Im Anschluss an die Aktion stand den Frauen und Männern eine Diabetes Beraterin der Deutschen Diabetes-Hilfe für Fragen, weitere Auskünfte und in einigen Fällen auch für die Weitervermittlung an einen Diabetologen zur Verfügung.


Ziel der Aktion war es, die positiven Effekte von Bewegung auf den Blutzuckerspiegel zu veranschaulichen und somit für deren präventive Wirkung, besonders im Hinblick auf Diabetes, zu sensibilisieren.


Weitere Informationen zum Diabetes Programm Deutschland, Deutschlands größtem Laufprogramm für Diabetiker unter medizinischer und sportwissenschaftlicher Aufsicht, finden Sie unter: www.diabetes-programm-deutschland.de.

 

20.08.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetes programm deutschland


PatientenLeitlinie zu Nierenerkrankungen bei Diabetes

 

Die PatientenLeitlinie „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ steht unter http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-dm-nieren-patienten-konsultation.pdf bis zum 12. September 2012 zur öffentlichen Konsultation. Betroffene, Interessierte und Experten sind eingeladen, Kommentare an die Redaktion zurückzumelden.

 

Nierenerkrankungen sind eine der häufigsten und gefährlichsten Komplikationen bei Diabetes. Schätzungen zufolge entwickeln etwa 20 bis 40 von 100 Menschen im Verlauf ihrer Diabeteserkrankung Schäden an den Nieren. Werden sie rechtzeitig entdeckt und behandelt, kann ihr Fortschreiten jedoch gestoppt oder verlangsamt werden.

 

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ gibt auf der Grundlage der aktuellen Studien Empfehlungen zur Untersuchung und zur Behandlung von Nierenerkrankungen bei Diabetes. Jetzt ist die Patientenversion dieser Leitlinie erarbeitet worden. Patienten mit Diabetes erfahren, welche Ursachen Nierenerkrankungen haben können, wie man sie untersucht und am besten behandelt. Besonders ausführlich werden die Verfahren der Nierenersatztherapie beschrieben. Zudem erhalten Patienten Hinweise, wo sie weitere Informationen und Beratung finden.

 

Auf Grundlage der ausführlichen PatientenLeitlinie wurde zusätzlich eine Kurzinformation erarbeitet, die nun ebenfalls im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.

 

Die PatientenLeitlinie „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ wurde von Patientenvertretern erstellt. Betreuung und Redaktion erfolgten durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Die Konsultationsfassung des Ratgebers wurde jetzt im Internet veröffentlicht. Bis zum 12. September 2012 können Betroffene, Interessierte und Experten diese Fassung unter http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-dm-nieren-patienten-konsultation.pdf kommentieren, Verbesserungsvorschläge machen oder Ergänzungen vorschlagen. Im Namen der beteiligten Autoren sind alle Interessierten eingeladen, diese Möglichkeit zu nutzen. Die Vorschläge werden gesichtet, geprüft und nach Abstimmung in der Redaktionsgruppe in der Finalversion berücksichtigt.

 

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.

 

Mehr zum Thema: http://www.aezq.de/aezq/service/nachricht/news2012-08-14

 

14.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)


FDA erteilt Zulassung für Lucentis (Ranibizumab Injektionslösung) zur Behandlung des diabetischen Makulaödems

 

Erster grosser Therapiefortschritt seit über 25 Jahren bei die Sehkraft bedrohender Erkrankung

 

Roche gab heute bekannt, dass Lucentis (Ranibizumab Injektionslösung) von der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) für die Behandlung des diabetischen Makulaödems (DME) zugelassen wurde. Beim DME handelt es sich um eine Augenerkrankung bei Patienten mit Diabetes, die zu verschwommenem Sehen, schwerem Sehkraftverlust bis hin zur Erblindung führen kann. Diabetes ist heutzutage die häufigste Ursache neuer Fälle von Erblindung bei Erwachsenen in den USA,1 und ein diabetisches Makulaödem tritt bei schätzungsweise über 560'000 Amerikanern mit Diabetes auf.2

 

Lucentis ist das erste und einzige von der FDA zugelassene Medikament gegen das diabetische Makulaödem, dessen Standardbehandlung sich seit über 25 Jahren nicht wesentlich weiterentwickelt hat. Diese Standardtherapie des diabetischen Makulaödems ist in den USA bis heute die Laserchirurgie, die den zunehmenden Sehkraftverlust verlangsamt und das Sehvermögen stabilisiert, jedoch die bereits eingebüsste Sehschärfe nur begrenzt wiederherstellen kann.3

 

„Zum ersten Mal erhalten amerikanische Patienten mit diabetischem Makulaödem jetzt Zugang zu einem von der FDA zugelassenen Medikament, das nachweislich vielen Patienten hilft, einen beträchtlichen Teil ihrer verlorenen Sehkraft wiederherzustellen,“ so Dr. Hal Barron, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung. „Wir haben Lucentis entwickelt, um Augenerkrankungen zu behandeln, und freuen uns über diese dritte genehmigte Indikation in den USA für eine neue Gruppe von Patienten, deren Augenlicht durch Diabetes bedroht ist.“

 

„Diese Zulassung ist ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen Erblindung bei Patienten mit Diabetes,“ so Dr. David M. Brown, Netzhautspezialist am Methodist Hospital, Houston, Texas, und Prüfarzt der klinischen Studie. „Die jetzt verfügbare Therapie mit Lucentis kann eine spürbare Verbesserung im Leben unserer Patienten mit diabetischem Makulaödem bedeuten.“

 

Lucentis wurde 2006 von der FDA zuerst für die Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) und 2010 für das Makulaödem infolge eines Netzhautvenenverschlusses (in einer Dosis von 0,5 mg einmal monatlich) zugelassen. Für das diabetische Makulaödem wurde Lucentis in einer Dosis von 0,3 mg zugelassen, die von Ärzten ab sofort verordnet werden kann. Die Lieferungen beginnen voraussichtlich ab 15. August.


Wirksamkeit von Lucentis bei diabetischem Makulaödem

Die Zulassung von Lucentis für diabetisches Makulaödem stützte sich auf die von Genentech durchgeführten Phase-III-Studien RIDE und RISE, zwei identisch konzipierte, parallele, doppelt maskierte, mit Scheinbehandlung kontrollierte klinische Studien an insgesamt 759 Patienten, die nach dem Zufallsprinzip einer von drei Gruppen zugewiesen (randomisiert) wurden. Die Patienten erhielten einmal monatlich 0,3 mg Lucentis (250 Patienten), 0,5 mg Lucentis (252Patienten) oder eine Scheininjektion (Kontrollgruppe, 257 Patienten). Die primären Endpunkte wurden nach 24 Monaten beurteilt. Die Resultate wurden im Fachjournal Ophthalmology veröffentlicht.4

 

In den Studien führte die Behandlung mit Lucentis zu einer erheblichen Verbesserung der Sehkraft bei vielen Patienten mit diabetischem Makulaödem. Die Resultate zeigten, dass bei den Patienten unter der Therapie mit 0,3 mg Lucentis eine signifikante frühzeitige (Tag 7) und anhaltende (24 Monate) Verbesserung der Sehschärfe eintrat:

 

Unter Lucentis konnten nach 24 Monaten mehr Patienten mindestens drei zusätzliche Zeilen (15 Buchstaben) auf der Sehtafel lesen: RIDE: 34 Prozent für 0,3 Lucentis mg versus 12 Prozent für die Kontrolle; RISE: 45 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 18,1 Prozent für die Kontrolle (primärer Endpunkt).


Die Patienten, die Lucentis erhielten, hatten nach 24 Monaten eine durchschnittliche Verbesserung ihrer Sehschärfe von mehr als zwei Zeilen (10 Buchstaben) auf der Sehtafel: RIDE: 10,9 Buchstaben für 0,3 mg Lucentis versus 2,3 Buchstaben für die Kontrolle; RISE: 12,5 Buchstaben für 0,3 mg Lucentis versus 2,6 Buchstaben für die Kontrolle.


Eine signifikante Verbesserung der durchschnittlichen Sehschärfe wurde bereits 7 Tage nach der ersten Behandlung beobachtet.


Bei den mit Lucentis behandelten Patienten war die Wahrscheinlichkeit einer Erhaltung ihrer Sehkraft (Verlust von weniger als 15 Buchstaben auf der Sehtafel) signifikant höher: RIDE: 98 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 92 Prozent für die Kontrolle; RISE: 98 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 90 Prozent für die Kontrolle.

 

Der Vergleich zwischen 0,3 mg Lucentis und der Kontrolle war für alle Zeitpunkte bis zum Monat 24 signifikant (p < 0,01).

 

Die Verbesserungen der Sehschärfe, die in den Lucentis-Gruppen nach 24 Monaten beobachtet wurden, hielten bei fortgesetzter Behandlung mit Lucentis durchschnittlich über 36 Monate an.


Sicherheit von Lucentis bei diabetischem Makulaödem

In den klinischen Studien war das Nutzen-Risiko-Profil von Lucentis bei Patienten mit diabetischem Makulaödem über 36 Monate hinweg positiv. Die gepoolte Sicherheitsanalyse der Studien RIDE und RISE ergab nach 24 Monaten:

 

Die okuläre Sicherheit von Lucentis bei Patienten mit diabetischem Makulaödem entsprach im Allgemeinen der bei Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration und Netzhautvenenverschluss (nach 36 Monaten). Die häufigsten Nebenwirkungen am Auge, die bei Patienten unter 0,3 mg Lucentis häufiger auftraten als in den Kontrollgruppen, waren Bindehautblutungen (47 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 30 Prozent für die Kontrolle), Augenschmerzen (17 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 13 Prozent für die Kontrollen), Fremdkörpergefühl in den Augen (10 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 5 Prozent für die Kontrollen), Mouches volantes (10 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 4 Prozent für die Kontrollen) und erhöhter Augendruck (18 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 7 Prozent für die Kontrollen).

 

In früheren Studien mit Lucentis bei anderen Erkrankungen wurden, wenn auch selten, Tendenzen zu einer erhöhten Inzidenz von arteriellen thromboembolischen Ereignissen (ATE), wie z. B. Gefässtod, Tod durch unbekannte Ursache, nichttödlicher Herzinfarkt und nichttödlicher Schlaganfall, beobachtet.

 

Die Häufigkeit dieser Ereignisse war bei Patienten mit diabetischem Makulaödem unter 0,3 mg Lucentis und in den Kontrollgruppen nach 24 Monaten vergleichbar (5,6 Prozent für 0,3 mg Lucentis versus 5,2 Prozent für die Kontrollen).


Die Schlaganfallraten waren bei Patienten mit diabetischem Makulaödem 1,2 Prozent für 0,3 mg Lucentis, 1,6 Prozent für die Kontrollen. Die Raten der Gesamtsterblichkeit waren 2,8 Prozent für 0,3 mg Lucentis, 1,2 Prozent für die Kontrollen.

 

Zusammengefasste Analysen zeigten zudem, dass die Rate fataler Nebenwirkungen (Tod unabhängig der Ursache) bei Patienten in den Studien zu diabetischem Makulaödem niedrig war und viele Todesursachen waren für Patienten mit fortgeschrittenen Diabetes-Komplikationen nicht unüblich. Allerdings kann ein möglicher Zusammenhang zwischen den Ereignissen und den Einsatz von VEGF-Inhibtoren im Auge nicht ausgeschlossen werden. Die Todesrate nach 24 Monaten war 2.8 Prozent für 0,3 mg Lucentis und 1,2 Prozent für die Kontrollen, 4,4 Prozent für 0,3 mg Lucentis nach 36 Monaten.


Über diabetisches Makulaödem

Das diabetische Makulaödem (DME) ist eine Schwellung der Makula im Bereich der Netzhautmitte. In der auch als gelber Fleck bezeichneten Makula befindet sich die Stelle des schärfsten zentralen Sehens.5 Das diabetische Makulaödem entsteht, wenn bei Diabetes im Laufe der Zeit die Blutgefässe im Auge geschädigt werden. Der Patient leidet dann an der sogenannten diabetischen Retinopathie, der häufigsten diabetischen Augenerkrankung. Aus den geschädigten Blutgefässen kann Blut und Flüssigkeit austreten und zu Schwellungen und Verschwommensehen, schwerem Sehkraftverlust bis hin zur Erblindung führen.5

 

Laut National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) der Jahre 20052008 leiden über 4,2 Millionen Amerikaner ab 40 Jahren an diabetischer Retinopathie.6 Eine nachfolgende Analyse schätzt, dass 560'500 von ihnen ein diabetisches Makulaödem haben.2

 

Ausserdem erkranken Schätzungen zufolge bis zu 10 Prozent aller Patienten mit Diabetes irgendwann in ihrem Leben an einem diabetischen Makulaödem.7

 

Fast 26 Millionen Menschen in Amerika haben Diabetes, und diese Erkrankung ist mittlerweile die Hauptursache neuer Fälle von Erblindung bei Erwachsenen im Alter von 20-74 Jahren.1


Über Lucentis

Lucentis ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration, Makulaödem infolge Netzhautvenenverschluss und diabetischem Makulaödem.

 

Lucentis ist ein rekombinantes humanisiertes monoklonales Antikörperfragment (ohne eine Fc-Region). Lucentis ist der erste VEGF-Inhibitor, der spezifisch für die Anwendung am Auge entwickelt wurde, um den Wachstumsfaktor VEGF-A zu binden und dadurch zu hemmen.

 

Dem Protein VEGF-A wird eine entscheidende Rolle bei der Bildung neuer Blutgefässe (Angiogenese) und der übermässigen Durchlässigkeit (Hyperpermeabilität) der Gefässe zugeschrieben.

 

Bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration tritt aus den unter der Netzhaut wachsenden neuen Blutgefässen Blut und Flüssigkeit aus, was zu beschleunigter Schädigung der Makula führt. In den klinischen Studien bei feuchter AMD zeigte Lucentis einmal monatlich nach zwei Jahren bei bis zu 41 % der Patienten eine Verbesserung der Sehschärfe um mindestens drei Zeilen auf der in den Studien eingesetzten Sehtafel. Bei fast allen Patienten (90 %) konnte in diesen Studien die Sehkraft unter monatlicher Behandlung mit Lucentis zumindest erhalten werden (definiert als Verlust von weniger als 15 Buchstaben auf der Sehtafel).

 

Bei Netzhautvenenverschluss können Angiogenese und Hyperpermeabilität zum Makulaödem, einer Schwellung und Verdickung der Makula, führen. In klinischen Studien bei Netzhautvenenverschluss führte Lucentis 0,5 mg einmal monatlich zu den folgenden durchschnittlichen Verbesserungen der Sehkraft nach sechs Monaten: Patienten mit retinalem Venenastverschluss erreichten eine durchschnittliche Verbesserung von 18,3 Buchstaben auf der Sehtafel (verglichen mit 7,3 Buchstaben für die Kontrollgruppe), und Patienten mit zentralem Netzhautvenenverschluss erreichten eine durchschnittliche Verbesserung von 14,9 Buchstaben auf der Sehtafel (verglichen mit 0,8 Buchstaben für die Kontrollgruppe).

 

Lucentis wurde bisher in 27 klinischen Studien mit mehr als 10'500 Patienten weltweit bei verschiedenen Netzhauterkrankungen nach strengen Kriterien untersucht.

 

Ausserhalb der USA wurde Lucentis in über 70 Ländern für die Behandlung einer Sehverschlechterung infolge von diabetischem Makulaödem, in über 100 Ländern für die Behandlung von feuchter altersbedingter Makuladegeneration und in über 70 Ländern für die Behandlung von Netzhautvenenverschluss zugelassen.

 

Lucentis wurde von Genentech entdeckt und wird gemeinsam von Genentech und Novartis für die Therapie von Augenerkrankungen entwickelt. Genentech hält die Vertriebsrechte in den USA, und Novartis hat die Alleinvertriebsrechte für den Rest der Welt.


Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2011 beschäftigte Roche weltweit über 80’000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 42,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung.

 

Für weitere Informationen: www.roche.com.

 

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

Literatur:
1) [CDC] Centers for Disease Control and Prevention. National diabetes fact sheet: national estimates and general information on diabetes and prediabetes in the United States, 2011. Atlanta, GA: U.S. Department of Health and Human Services, Centers for Disease Sham

and Prevention [verfügbar im Internet, aktualisiert 2011, zitiert 25. Mai 2012]. Verfügbar unter: www.cdc.gov/diabetes/pubs/pdf/ndfs_2011.pdf
2) Bressler NM, Varma R, Doan Q, et al. Prevalence of Visual Impairment from Diabetic Macular Edema and Relationship to Eye Care from the 2005 − 2008 National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) [Abstract]. The Retina Society 45th Annual Scientific

Meetings, Washington, DC; 4−7. Oktober 2012 (zur Präsentation angenommen). NHANES-Datenbankrecherche durch Genentech, Data on file.
3) Early Treatment Diabetic Retinopathy Study (ETDRS) Research Group. Photocoagulation for diabetic macular edema: Early Treatment Diabetic Retinopathy Study report number 1. Arch Ophthalmol 1985;103:1796-806
4) Nguyen QD, Shah SM, Khwaja AA, et al. Two-year outcomes of the Ranibizumab for Edema of the Macula in Diabetes (READ-2) Study. Ophthalmology 2010; 117: 2146–51.
5) National Eye Institute. Facts about Diabetic Retinopathy [resource on the internet [updated 2012 Jun; cited 2012 Jun 11]. Available at:
http://www.nei.nih.gov/health/diabetic/retinopathy.asp#1b.
6) Zhang X, Saaddine JB, Chou CF, et al. Prevalence of diabetic retinopathy in the United States, 2005–2008. JAMA 2010; 304:649–56.
7) Ali, F.A. A review of diabetic macular edema. Digital Journal of Ophthalmology, vol. 3, no. 6, 1997. Verfügbar unter:
www.djo.harvard.edu/site.php?url=/physicians/oa/387

 

13.08.2012;Quelle: Pressemitteilung Roche AG


DDH-M will Selbsthilfe für Menschen mit chronischer Stoffwechselerkrankung fördern


In Gemeinschaft stark gegen Diabetes mellitus

 

Berlin – In Deutschland gibt es etwa 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen, davon aber nur etwa 800 bis 1.500 im Bereich Diabetes. Dabei leiden allein circa sechs Millionen Menschen hierzulande an der Stoffwechselerkrankung. Selbsthilfe und Selbstorganisation ist für viele Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 sowie für ihre Angehörigen zur Bewältigung von Krankheit, Behinderung und psychosozialen Problemen eine wichtige Stütze. Die Anfang Juni gegründete selbständige bundesweite Organisation „Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes“ (DDH-M) hat sich zum Ziel gesetzt, unter dem Dach der Gesamtorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe die Selbsthilfe gezielt zu stärken.

 

Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, bei der das aktive Mitwirken der Betroffenen den Verlauf entscheidend beeinflusst. Menschen mit Diabetes tragen eine hohe Verantwortung für ihre Versorgung: So müssen sie in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt und ihrem Diabetesberater lebenslang ihre Therapie gewissenhaft steuern und durchführen. Ernährungsumstellung, Blutzuckerkontrollen und regelmäßige Medikamenteneinnahme beziehungsweise Insulingaben stellen Betroffene gerade zu Beginn der Erkrankung vor große Herausforderungen. „Dieses Selbstmanagement zu erlernen und über viele Lebensjahrzehnte täglich durchzuhalten, ist nicht einfach“, sagt Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) und selbst Typ-1-Diabetiker.

 

Ein schlecht eingestellter Diabetes kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, von Gefäß- und Herzkrankheiten bis zu Nierenversagen, Erblinden und Amputation. Typ-1- und Typ-2-Diabetiker müssen sich dadurch auch mit möglichen Folgen des Diabetes auf

Lebensbereiche wie Beruf und Karriere auseinandersetzen. So kann zum Beispiel im Laufe der Erkrankung eine Umschulung oder sogar eine Frühverrentung notwendig werden. „Gerade in solchen Lebensphasen ist die Selbsthilfe als Ergänzung zur medizinischen Betreuung ein wichtiger unterstützender Pfeiler für Betroffene”, betont Jan Twachtmann.

 

Laut Angaben der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) e.V. gibt es schätzungsweise 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland, davon etwa zwei Drittel im Gesundheitsbereich. Zirka drei Millionen Bürgerinnen und Bürger haben sich in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. „Bislang ist jedoch nur ein kleiner Teil der Menschen mit Diabetes in Selbsthilfegruppen organisiert“, bedauert Twachtmann. So gebe es nur etwa 800 bis 1.500 Diabetes-Selbsthilfegruppen. „Ein Grund hierfür ist, dass Diabetes häufig zunächst nur einen geringen Leidensdruck mit sich bringt, denn die Erkrankung tut nicht weh – bis die gefürchteten Folgekrankheiten auftreten. Der beste Schutz davor ist, sich aktiv mit der Krankheit auseinanderzusetzen, zum Beispiel durch Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe.“ Denn die Selbsthilfe bietet zielgerichtete Unterstützung zu selbstbewusstem Handeln, punktuelle Hilfe und erleichtert sowohl Betroffenen als auch Angehörigen den Informationsaustausch.

 

Selbsthilfeorganisationen und -gruppen geben darüber hinaus Hinweise auf Lücken und notwendige Verbesserungen der medizinischen Versorgung und tragen damit zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems bei. Diesen Aufgaben hat sich auch DDH-M unter dem Dach der Gesamtorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe verschrieben. Um Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen die Gründung von Selbsthilfegruppen zu erleichtern, bietet diabetesDE kostenlos einen speziell auf Diabetes zugeschnittenen Leitfaden Selbsthilfe auf der Internetseite www.diabetesde.org/leitfaden an.

 

Weitere Informationen im Internet:
DDH – Menschen mit Diabetes: http://menschen-mit-diabetes.de/
Selbsthilfe – ein Leitfaden für Diabetes-Selbsthilfegruppen:

www.diabetesde.org/leitfaden
www.diabetesde.org
www.deutsche-diabetes-hilfe.de

 

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, die Menschen mit Diabetes, Diabetesberater, Ärzte und Forscher vereint. Gemeinsam schaffen wir Öffentlichkeit für das Thema und vertreten die Interessen der Menschen mit Diabetes. Wir setzen uns für eine bessere Prävention, Versorgung und Forschung im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes ein. Die Krankheit breitet sich auch in Deutschland rasch aus. Fast 7 Millionen. Menschen sind in Behandlung, ca. 3 Millionen. wissen noch nichts von ihrer Erkrankung und jeden Tag kommen fast 1000 Neuerkrankte hinzu.


Gegründet wurde diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) www.ddg.info und dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) www.vdbd.info. Die Selbsthilfe ist innerhalb von diabetesDE durch die selbstständige Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) www.ddh-m.de vertreten.

 

09.08.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE - Deutsche Diabetes Hilfe


Portfolio der Accu-Chek® Infusionssets wieder vollständig


Eine Insulinpumpe ermöglicht Trägern eine flexible Lebensgestaltung durch die kontinuierliche Abgabe von Insulin an den Körper. Die Insulinpumpe ist der stetige Begleiter des Patienten im Alltag, etwa bei sportlichen Aktivitäten oder im Beruf. Deshalb ist die Auswahl der passenden Insulinpumpe wichtig für ein gutes Diabetes Management. Außerdem müssen die dazugehörigen Infusionssets sicher und einfach anzuwenden sein. Mit dem Accu-Chek® FlexLink Infusionsset ist ab sofort wieder ein bewährtes Hilfsmittel für die Insulinpumpen-Therapie verfügbar und das Portfolio der Accu-Chek® Infusionssets komplettiert.

 

Für jeden Patiententyp das passende Infusionsset
Das Portfolio von Accu-Chek® besteht aus verschiedenen Infusionssets: Der Rapid Serie, TenderLink und FlexLink. Patienten haben so die Möglichkeit, das für sie passende Set auszuwählen. Je nach Präferenz stehen verschiedene Materialien und Kanülensysteme, wie Teflon- oder Stahlkanülen zur Verfügung. Alle Infusionssets sind außerdem mit der Accu-Chek® Combo Insulinpumpe kompatibel.

 

Die Accu-Chek® Rapid Serie ist flach und dadurch diskret zu tragen und hat eine extrafeine Stahlkanüle, die sanft einzuführen ist. Das Set steht in zwei Ausführungen zur Verfügung: Accu-Chek® RapidLink ohne Kupplung und Accu-Chek® Rapid-D Link mit Kupplung, wodurch die Insulinpumpe für kurze Zeit abgekoppelt werden kann.

 

Für sportlich aktive Anwender wird das Accu-Chek® TenderLink Infusionsset empfohlen, das sich gut den Bewegungen des Körpers anpasst. Die besonders biegsame Teflonkanüle kann in einem variablen Winkel in den Körper eingeführt werden, ein Sichtfenster ermöglicht den Blick auf die Einstichstelle.

 

FlexLink für Ein- und Umsteiger
Eine Insulinpumpen-Therapie bietet viele Vorteile für Patienten, bedeutet aber auch eine Umstellung. Deshalb steht für Ein- und Umsteiger das Accu-Chek® FlexLink Infusionsset zur Verfügung. Die vielfältigen unterschiedlichen Schlauch- und Kanülenlängen sorgen für eine große Auswahl. Der Adaptergriff ermöglicht das einfache Einführen der Teflonkanüle im 90° Winkel in den Körper. Die Accu-Chek LinkAssist Setzhilfe macht das Legen des Accu-Chek FlexLink Infusionssets noch einfacher und komfortabler und unterstützt ein schmerzfreies Einführen, der schmalen Kanüle (0,5 mm).

 

Die bevorzugten Einstichstellen liegen an Bauch, auf der Hüfte oder am Oberschenkel. Die Kanüle wird mit der Insulinpumpe über einen doppelwandigen Schlauch verbunden, der in vier unterschiedlichen Längen zwischen 30-110 cm erhältlich ist. Somit ist das Tragen an Oberarm, BH oder sogar im Strumpf möglich. Das Accu-Chek® FlexLink Infusionsset verfügt außerdem über eine flache Kupplung, durch die der Schlauch von der Kanüle direkt am Gehäuse abgekoppelt werden kann. Ab Herbst dieses Jahres wird die Accu-Chek® FlexLink-Kanüle zudem mit einer Länge von 6 Millimetern erhältlich sein.

 

Ökonomisches Konzept
Die Kanülen sind jeweils separat und mit Schlauch erhältlich, so dass der Bedarf flexibel angepasst werden kann. Dadurch können Kanülen, die mindestens alle zwei bis drei Tage gewechselt werden, unabhängig vom Schlauch ausgetauscht werden. Ein häufiger

Schlauchwechsel erhöht auf Dauer den Insulinverbrauch, da Restbestände im Schlauch bleiben. Der Schlauch wird einfach zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise mit jedem Ampullenwechsel, spätestens jedoch alle sechs Tage, ausgetauscht.

 

Um den individuellen Verbrauch pro Quartal zu ermitteln, bietet Accu-Chek® eine Drehscheibe an, mit der sich der individuelle 3-Monatsbedarf an Infusionssets ausrechnen lässt. Insbesondere in der Urlaubs- und Reisezeit kann auf diese Weise sicher und ökonomisch geplant werden. Ärzte und Patienten können die für alle Accu-Chek® Infusionssets einsetzbare Drehscheibe unter www.accu-chek.de kostenfrei bestellen.

 

Downlaodcenter auf www.accu-chek.de
Direkter Link: http://bit.ly/Drehscheibe

 

Über Roche Diabetes Care
Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management Systeme und Services. Es Menschen mit Diabetes zu ermöglichen, ein fast normales und aktives Leben zu führen – dafür setzt sich die Marke Accu-Chek seit mehr als 35 Jahren engagiert ein. Zudem unterstützt sie Ärzte und andere medizinische Fachkräfte darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Accu-Chek bietet Menschen mit Diabetes und ihren Versorgern innovative Produkte und umfassende, wirk-same Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetes Management – von der Blutzuckermessung über die Dokumentation und Interpretation der Daten bis hin zur Insulingabe. Das Accu-Chek-Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen-Systeme, Stechhilfen sowie Lösungen im Bereich Informations-Management und Schulungsprogramme für Ärzte, Diabetesberaterinnen und Menschen mit Diabetes – die zu einem verbesserten Therapieergebnis beitragen können. Nähere Informationen finden Sie unter www.accu-chek.de.

 

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

09.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Roche Diabetes Care


Umfrage zu Gesundheits-Apps für Forschungsprojekt

 

Gesundheit, Fitness und Medizin sind mittlerweile bedeutende Themen im Markt für Smartphoneprogramme - den sogenannten Apps. Es gibt bereits mehr als 13.000 Gesundheits-Apps, deren Spektrum vom Nachschlagewerk für Heilpflanzen über virtuelle Fitnesstrainer bis zu Blutzuckermessgeräten reicht.


Trotzdem stellt sich die Frage: Sind Patienten bereit, Apps als ernsthaftes therapeutisches Medium zu akzeptieren? Vertrauen Smartphone-User Gesundheits-Apps, wenn Sie von Ärzten, Apothekern oder der Krankenkasse empfohlen werden? Und welche Einsatzbereiche für Gesundheits-Apps können Patienten sich vorstellen?

Dies herauszufinden ist Ziel des Forschungsprojektes eines Studenten im Studiengang Consumer Health Care an der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Um Meinungen und Nutzungsverhalten zu eruieren, hat er eine Online-Umfrage erstellt. Um eine ausreichend große Menge an Antworten zu erhalten benötigt er jedoch Unterstützung bei der Rekrutierung von Teilnehmern.

 

Die Umfrage ist über folgenden Link erreichbar:

http://www.surveygizmo.co.uk/s3/993521/b7e4422df9ac

 

08.08.2012; Quelle: Redaktion diabetes-germany.com


Trockener Mund lässt Pilze sprießen

 

Warum Diabetiker Zunge und Wangenschleimhäute im Blick halten sollten

 

Mundtrockenheit, die bei Diabetes besonders häufig ist, kann Pilzinfektionen fördern, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" unter Berufung auf Dr. Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

 

Bemerkt ein Diabetiker auf der Zunge oder den Innenseiten der Wangen starke Rötungen mit weißen Flecken, sollte er unverzüglich zum HNO-Arzt gehen. Wird ein Pilz im Mund nicht rechtzeitig behandelt, kann er sich bis in die Speiseröhre ausbreiten.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 8/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

07.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Deutscher Diabetiker Bund kritisiert DAK-Ausschreibung für Humaninsulin und Hilfsmittel

 

Vorsitzender Möhler verärgert über Vorstoß von großer Krankenkasse: "Therapiefreiheit der Ärzte eingeschränkt, Intransparenz für Patienten"

 

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) spricht sich deutlich gegen das Vorhaben der gesetzlichen Krankenkasse "DAK-Gesundheit" aus, Humaninsulin und Hilfsmittel wie beispielsweise Lanzetten oder Pens öffentlich auszuschreiben.

 

"Es kann nicht angehen, dass die interne Kostenreduzierung einer großen gesetzlichen Krankenkasse einhergeht mit einer schlechteren Diabetes-Therapie für Millionen Betroffene - das lehnen wir ab", sagt der Bundesvorsitzende des DDB, Dieter Möhler. Mehrere Fachmedien, darunter die Deutsche Apotheker Zeitung und Apotheke Adhoc hatten jüngst vermeldet, die DAK-Gesundheit wolle mit Rabattverträgen feste Partner ausfindig machen, um die Versorgung der bei der DAK versicherten Diabetiker wirtschaftlicher zu gestalten.

 

Sollte es dazu kommen, sieht DBB-Vorsitzender Möhler "die Therapiefreizeit der Ärzte massiv eingeschränkt" und befürchtet "infolge der Intransparenz einen Rückgang der Patientenbeteiligung". Dass im Vorfeld nicht einmal ansatzweise versucht worden sei, einen offenen Dialog mit Patienten, Ärzten und Verbänden anzustreben, spreche für sich. Möhler: "Wir missbilligen dieses Geschäftsgebaren und fordern die Politik auf, einzugreifen, denn die Freiheit der in der DAK-Gesundheit organisierten Diabetiker wäre bei einer praktischen Umsetzung extrem stark eingeschränkt."

 

Den Berichten zufolge, wolle sich die DAK auf diese Weise nicht nur das Insulin günstig beschaffen. Hersteller sollen – in Eigenregie oder innerhalb einer Bietergemeinschaft – auch Hilfsmittel wie etwa Lanzetten oder Pens anliefern können. "Es ist offensichtlich, dass es der Kasse nur darum geht, auf Insulin und Hilfsmittel einen Rabatt zu erhalten – die Diabetes-Therapie im Besonderen interessiert nicht. Der Begriff 'DAK-Gesundheit' wird geradezu ad absurdum geführt", ärgert sich Möhler. Der DDB-Vorsitzende fragt sich darüber hinaus, wie eine sinnvolle praktische Anwendung in der Diabetes-Therapie aussehen könnte: "Sollte es dazu kommen, ist davon auszugehen, dass Kasse und Hersteller Ein- oder Zweijahresverträge abschließen werden. Aber was geschieht danach? Ein neuer Vertrag mit einem anderen Hersteller? In dem Fall wären Diabetiker gezwungen, Insuline und Hilfsmittel zu wechseln wie die Unterwäsche – das machen wir nicht mit", stellt Möhler klar.

 

Der Deutsche Diabetiker Bund ist die größte deutsche Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Diabetes und setzt sich vor allem für die Interessen von an Diabetes erkrankten Menschen ein. Seit mehr als 60 Jahren fungiert der DDB als Wächter und Notar für Betroffene. Offizielles Publikations-Organ ist das bekannte Fachmagazin "Diabetes Journal". Mit einer Reihe von Landesverbänden gibt der DBB zudem die Zeitschrift "subkutan" heraus.

 

DBB-Vorsitzender Möhler: "Es versteht sich von selbst, dass wir derartige Einschnitte bei der Diabetesversorgung nicht akzeptieren können. Für uns ist es Pflicht und Berufung zugleich, die Lebenssituation von betroffenen Menschen und deren Angehörigen zu verbessern. Verordnungen müssen zwingend therapieorientierte und patientengerechte Einzelfallentscheidungen sein."

 

06.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutscher Diabetiker Bund


Sport als Therapie – Deutschlands größte Laufbewegung startet mit Laufgruppen für Diabetiker in den Städten Berlin, Hamburg und Frankfurt

 

Diabetes Programm Deutschland verbessert Gesundheitswerte und Lebensqualität insbesondere von Typ-2-Diabetikern nachhaltig

 

Im Juli 2012 starteten neben Köln und Düsseldorf auch in Berlin, Hamburg und Frankfurt Trainingsgruppen des größten Diabetes-Laufprogramms in Deutschland, unter sportwissenschaftlicher Federführung der Deutschen Sporthochschule Köln. Bis Mitte August können sich noch Diabetiker aller Altersklassen unter www.diabetes-programm-deutschland.de zu diesem fünfmonatigen Lauftraining unter medizinischer Betreuung anmelden. Ein großes Highlight ist die Teilnahme am Staffelmarathon (10km) des RheinEnergie Marathons am 14.10.2012 in Köln.

 

Idee und Motivation der offiziell anerkannten Patientenschulungsmaßnahme der Techniker Krankenkasse für Diabetiker war und ist es, Sport bewusst als Therapie gegen die Krankheit einzusetzen. Dabei wurden die Erwartungen aller Beteiligten bei der Erstauflage 2011 weit übertroffen. Insbesondere die Männer und Frauen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, haben in der Vorbereitungszeit deutlich an Gewicht verloren und den Spaß an der Bewegung (wieder) entdeckt. Viele der 120 Teilnehmer mit Diabetes Typ 2 konnten die Medikamente drastisch reduzieren und einige sogar ganz absetzen. Höhepunkt war der Köln Marathon im Oktober 2011, bei dem erstmals über 80 Typ-1- und Typ-2-Diabetiker an den Start gegangen sind.

 

Professionell unterstützt wird das Diabetes Programm von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bayer HealthCare Deutschland, der Techniker Krankenkasse, dem Biopharma-Unternehmen UCB sowie diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. Die Teilnehmer des Diabetes Programms erwartet ein zweimal wöchentliches Training mit ausgebildeten Lauftrainern in kleinen Gruppen, eine Leistungsdiagnostik, eine fachärztliche Begleitung, ein kostenloser Startplatz für eine Disziplin des Köln Marathon sowie eine umfangreiche medizinische Betreuung entlang der Strecke. Auch ein funktionelles Laufshirt und kostenlose Blutzuckermessgeräte von Bayer inklusive Teststreifen für die Trainingseinheiten sowie die Teilnahme an der After Run Party in einem Kölner Brauhaus gehören zum Paket dazu. Der Selbstkostenanteil pro Person beträgt 129 Euro (Versicherte der TK erhalten eine Erstattung i.H.v. 85%). Da die Teilnehmer-Sicherheit höchste Priorität hat, ist eine umfangreiche Sportbescheinigung durch den Hausarzt oder Diabetologen Pflicht. Darüber hinaus steht unser medizinisches Kompetenzteam bei allen Fragen zum Thema Sport und Diabetes zur Verfügung.

 

Alle Informationen rund um das Diabetes Programm Deutschland sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de.

 

27.07.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetes programm deutschland


Alles Ansichtssache - Umfrage: Männer haben im Vergleich zu Frauen ein deutlich positiveres Selbstbild in Bezug auf ihr Körpergewicht

 

Geht es um ihre Figur, sind Männer recht selbstbewusst. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ ergab, dass die männlichen Befragten das eigene Gewicht wesentlich positiver wahrnehmen als die zu ihren Pfunden befragten Frauen. So gab lediglich etwas mehr als jeder vierte Mann (28,5 %) an, er halte sich selbst für übergewichtig.

 

Laut Berechnung nach dem Body-Mass-Index (BMI) bringt der Erhebung zufolge aber jeder Zweite (50,3 %) tatsächlich zu viele Pfunde auf die Waage. Zwei Drittel der Männer (64,7 %) glauben auch, sie seien als „normalgewichtig“ einzustufen, ihrem BMI nach zu urteilen ist es hingegen aber noch nicht einmal jeder Zweite (47,8 %). Jeder 15. (6,8 %) hält sich gar für untergewichtig, dies ist nach dem Gewichts- und Körpergrößencheck allerdings nur bei 1,9 Prozent der Fall.

 

Frauen können sich dagegen der Umfrage zufolge deutlich besser einschätzen: So glauben 40,3 Prozent, sie seien übergewichtig, tatsächlich sind es gemäß BMI-Berechnung 43,3 Prozent. 52,5 Prozent halten sich selbst für normalgewichtig und so sind es auch tatsächlich 52,0 Prozent.

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.031 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.040 Frauen und 991 Männer.

 

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2012 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

02.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Blutzuckermessgerät CONTOUR® mit gutem Testergebnis bei Stiftung Warentest

 

Das im Markt bewährte Blutzuckermessgerät wurde in den Punkten Messgenauigkeit, Handhabung und Konstruktion getestet - Neue Bayer-Generation von Blutzuckermesssystem CONTOUR® XT und Contour® Next Sensoren vor kurzem vorgestellt

 

Das Blutzuckermessgerät CONTOUR® von Bayer HealthCare erhält von der Stiftung Warentest das Qualitätsurteil „gut (1,9)“ (1). Die sehr gute Konstruktion und die Option einer erweiterten Einstellung neben dem Basismodus wurden von den unabhängigen Prüfern besonders hervorgehoben. Positive Erwähnung fand auch die Ohne-Codieren®-Technologie – der Anwender muss das Gerät nicht codieren, wenn er eine neue Teststreifenpackung anbricht.

 

Die Verbraucherorganisation prüfte insgesamt 16 Geräte. Im Fokus standen Messgenauigkeit, Handhabung, Stabilität des Gerätes und Verhalten bei Batterieermüdung. Unter Aufsicht einer Fachkraft prüften Diabetiker die Inbetriebnahme, Messdurchführung und die Gebrauchsanleitung. Das bewährte Blutzuckermessgerät CONTOUR® erzielte eine positive Bewertung im Test. Das gute Ergebnis bestätigt ein bereits vorliegendes Studienergebnis, welches die Messgenauigkeit und einfache Handhabung von CONTOUR® belegt.(2)

 

„Wir freuen uns über die gute Bewertung, die bestätigt, dass Contour sich auf dem Markt bewährt. Wir arbeiten ständig an weiteren Verbesserungen – so hat Bayer erst im Frühjahr 2012 mit Contour XT und den zugehörigen Contour next Sensoren eine neue Bayer-Generation von Blutzuckermesssystem auf den Markt gebracht, die eine noch höhere Messgenauigkeit aufweist“ erklärt Sandra Blaß, Medical Communication und Scientific Support bei Bayer HealthCare Deutschland.

 

Durch das von Bayer entwickelte „Multi-Puls-Prinzip“ können die Messwerte mit CONTOUR® XT noch genauer erfasst werden – insbesondere im wichtigen Hypoglykämie-Bereich. Ein neuer Korrektur-Algorithmus reduziert zudem mögliche Messabweichungen auf ein Minimum – dies ist sehr wichtig für ein effektives und effizientes Diabetes-Management. Mehr Informationen über das neue CONTOUR® NEXT System erhalten Sie im Internet unter www.bayerdiabetes.de oder über den Bayer Diabetes Service unter der Telefonnummer 0800 5088822.

 

Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

 

Quellen:
(1) test Ausgabe 07/2012
(2) Klinische Evaluationsstudie zu CONTOUR® am Diabeteszentrum Quakenbrück, 2009


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

01.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Bayer AG


Datenbank Diabetisches Fußsyndrom macht entscheidende Fortschritte

 

Beim 4. Treffen der Expertengruppe "Diabetisches Fußsyndrom" (DFS) des Medical Data Institute (MDI), diesmal in Köln, haben sich Experten aus dem ganzen Bundesgebiet auf die für das geplante DFS-Register entscheidenden Erfassungsparameter geeinigt.

 

Ressortleiter Dr. Alexander Risse aus Dortmund zeigt sich zufrieden mit den Fortschritten: "Ziel dieser Sitzung war die Komplettierung der sogenannten Itemsliste, welche die Dokumentationsparameter enthält. Diese werde im nächsten Schritt noch mit ausgewählten Fachgremien abgestimmt." Der Erfassungsbogen soll möglichst die relevanten Parameter aus der Sicht der verschiedenen beteiligten Fachdisziplinen berücksichtigen, gleichzeitig aber noch in der täglichen Routine praktikabel sein. "Experten aus den Fachbereichen Diabetologie, Gefäßchirurgie, Angiologie und Dermatologie haben hierzu in konstruktiven Diskussionen einen interdisziplinären Konsens gefunden", freut sich auch Prof. Joachim Dissemond aus Essen, ebenfalls MDI-Ressortleiter.


Das Register soll Aufschluss über die Versorgungssituation von Patienten mit chronischen Wunden bei Diabetes mellitus geben. Daten hierzu fehlen in Deutschland. Auch 20 Jahre nach St. Vincente ist nicht klar, wie viele Menschen eigentlich betroffen sind und ob sich ihre Lage verbessert hat. Parallel, so Risse, sei seit dem letzten Treffen in Berlin die Entwicklung der zur Sammlung solcher Daten notwendigen Technologie vorangetrieben worden. Partner hierfür sind die CID GmbH in Köln und die Jalomed GmbH in München. "Wir wollen den Behandlern die Dokumentation so leicht wie möglich machen und setzen daher auf Technologiepartner mit einer langen Erfahrung auf diesem Gebiet".


Auch Vertreter von Krankenkassen nehmen an den Sitzungen teil. "Das Krankheitsbild DFS wird bei den Krankenkassen nicht optimal abgebildet, und oft erst durch Komplikationen sichtbar ", bemerkt Dr. Stephan Morbach aus Soest. "Wir haben aber bereits mit zahlreichen Krankenkassen über unsere neue Itemsliste gesprochen", ergänzt Dr. Dirk Hochlenert aus Köln. "Daten können auch den Beweis liefern, daß eine bessere Versorgung im Endeffekt günstiger ist", ergänzt Dr. Michael Jecht aus Berlin.

 

Die Verbesserung der Versorgung, beispielsweise über Netzwerke, ist das Hauptanliegen der Gruppe, da hierdurch die Zahl der Amputationen als Folge des DFS reduziert werden kann. Während der Tagung wurde daher ebenfalls die Gründung einer neuen Expertengruppe zum Thema Wundversorgung bekannt gegeben. "Die bisher größte Expertengruppe, in der neben Ärzten auch Gesundheitsökonomen, Juristen, Hygienespezialisten, Ingenieure und Pflegekräfte ihr Wissen und Ihre Erfahrung bündeln", sagen die Experten vom MDI aus Starnberg, "wir wollen damit der Komplexität des Themas Wundversorgung gerecht werden, denn die Versorgung chronischer Wunden erfordert ein abgestimmtes Vorgehen unterschiedlicher Fachleute."

 

Ein unmittelbares Handlungsfeld sei die Auseinandersetzung mit der unlängst erschienenen Leitlinie zur Wundversorgung. "Dies ist unumgänglich", erklärt Prof. Knut Kröger aus Krefeld. Ein weiterer Fokus sei die Bewertung neuer Therapiemethoden: "Da hat sich in den letzten Jahren einfach nicht genug getan." so Kröger weiter. Die wenigen neuen Methoden seien fast ausschließlich für hochspezialisierte Behandlungszentren geeignet, als Beispiel hierfür nennt Prof. Joachim Dissemond Plasma-Strahler und Stammzellentherapie.

 

"Dabei finden Sie nur etwa 5% der Patienten mit chronischen Wunden in solchen Zentren, die übrigen 95% sind aber im niedergelassenen Bereich". Hier gäbe es zu wenige Neuentwicklungen, meist würden nur altbewährte Materialien neu kombiniert und als Innovation angepriesen. Löbliche Ausnahme, so die Experten sei allerdings ein neuer Ansatz, die wundheilungshemmende Hypoxie chronischer Wunden mittels Hämoglobin zu überwinden. Auch die Qualität der Wundversorgung soll mit in das DFS-Register einfließen.

 

Kontakt:
Medical Data Institute
info@md-institute.com

 

01.08.2012; Quelle: Pressemitteilung Medical Data Institute


hexal.de im August: Mit HEXAL fit für die Zukunft

 

Biopharmazeutische Arzneimittel haben die Therapien schwerer Erkrankungen wie Krebs, Multipler Sklerose oder Diabetes verbessert, ja teilweise revolutioniert. Aber moderne Medizin hat ihren Preis: Nach Berechnungen des Berliner IGES-Institutes werden die Ausgaben der Krankenkassen für Biopharmazeutika in Deutschland bis 2020 von derzeit 4,9 Milliarden Euro auf 63,5 Milliarden Euro ansteigen. Einen Ausweg aus dieser Kostenfalle bieten Biosimilars, die Folgeprodukte patentfrei gewordener Biopharmazeutika.

 

Biosimilars sind die Hoffnungsträger für eine dauerhaft finanzierbare Versorgung mit hochwirksamen Arzneimitteln. Was sie leisten, was sie bieten und wie das deutsche Gesundheitswesen knapp 12 Milliarden Euro einsparen kann, steht jetzt auf www.hexal.de.

 

HEXAL ist in Deutschland führend in der Entwicklung und Vermarktung von Biosimilars. Die Stärken des im oberbayerischen Holzkirchen ansässigen Arzneimittelherstellers sind nicht nur Spezialprodukte, sondern darüber weit hinaus ein breites Sortiment an Präparaten gegen zahlreiche Erkrankungen. Beispiel: Schmerz. Was HEXAL hier bietet, darüber informiert www.hexal.de.

 

In der Ferienzeit gibt das Online-Gesundheitsmagazin von HEXAL auch Tipps für die Zusammenstellung der Reiseapotheke. Dabei sind vor allem Mittel gegen Durchfall wichtig. Denn dieser ist die wohl häufigste Erkrankung auf Reisen – besonders wenn es in südliche oder exotische Länder geht.

 

Einen Service ganz anderer Art bietet www.hexal.de im August für junge Menschen. Denn sie brauchen eine gute Ausbildung als Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben. HEXAL bietet als eines der größten Arzneimittelunternehmen in Deutschland an mehreren Standorten verschiedene Möglichkeiten für einen qualifizierten Karrierestart. So wird man fit für die Zukunft!

 

01.08.2012; Quelle: Pressemitteilung HEXAL AG


Gericht erleichtert Adipositas-OPs

 

Im Streit um die Kostenübernahme musste eine Krankenkasse zurückstecken

 

Für krankhaft Fettleibige ist eine Magenoperation oft der letzte Ausweg, um ihr Gewicht zu reduzieren. Oft verweigern aber gesetzliche Krankenkassen die Kostenübernahme. Betroffene klagen dagegen mit wachsendem Erfolg, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" unter Berufung auf den Frankfurter Anwalt Tim C. Werner. Das Sozialgericht Schleswig- Holstein habe entschieden, einer 40-Jährigen mit massivem Übergewicht müsse die OP bezahlt werden. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass bei Menschen mit einem Body-Mass-Index über 60 (ab 30 spricht man von Fettleibigkeit) kaum noch Hoffnung bestehe, dass sie auf andere Weise erfolgreich abnehmen.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 8/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

31.07.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Verreisen trotz chronischer Erkrankung

 

Auch mit Diabetes sind Urlaubsreisen möglich

 

Sommerzeit ist Ferienzeit. Besonders der in diesem Jahr eher nasskalte Sommer bewegt Viele zu einer Reise in wärmere Gefilde. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 zögern jedoch nicht selten, einen Urlaubsaufenthalt im Ausland zu buchen. Eine Flugreise, die Insulintherapie, ein eventuell notwendiger Bezug von Medikamenten oder eine ärztliche Notfallversorgung in einem anderen Land erscheinen ihnen häufig als zu schwierig und aufwändig. Doch auch Diabetiker können bei guter Vorbereitung und Organisation Urlaub im Ausland machen. Darauf macht diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe aufmerksam.

 

Darf ich Diabetesmedikamente und Insulin auf Flugreisen transportieren? Wie muss ich sie im Ausland lagern? Kann ich bei einem Notfall wie einer Hypoglykämie in einem anderen Land überhaupt dieselbe ärztliche Versorgung wie in Deutschland erhalten? Diese und andere Fragen verunsichern viele Menschen mit Diabetes bereits beim Gedanken an eine mögliche Reise ins Ausland. „Der Planungsaufwand einer Reise bei einer chronischen Erkrankung wie Diabetes ist zwar höher als bei stoffwechselgesunden Menschen. Trotzdem sind sogar Fernreisen grundsätzlich möglich“, sagt Dr. med. Christian Berg, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Essen und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und der Deutschen Diabetes-Hilfe –Menschen mit Diabetes (DDH-M).

 

„Von einem Land mit extrem heißem Klima sollten Menschen mit Diabetes jedoch absehen. Denn in den Tropen oder in der Wüste verschlechtert sich häufig die Glukosetoleranz“, so Dr. Berg. In extremer Kälte oder Höhe hingegen entgleist der Stoffwechsel leichter als zu Hause. Hier drohen Unterzuckerung und vollständiger Insulinmangel. Besser eignet sich deshalb gemäßigtes Klima. „Wer nicht weiß, ob das gewählte Reiseland für ihn geeignet ist, sollte seinen behandelnden Diabetologen um Rat fragen“, sagt der Experte.

 

Dies gelte auch für die Details der Reiseplanung. Dr. Berg erklärt: „Bei einem Langstreckenflug verursachen die Zeitverschiebung und die ungewohnte Umgebung Stress, der das Blutzuckerniveau steigern kann. Reisende mit Diabetes sollten ihren Stoffwechsel in Absprache mit ihrem Arzt daran anpassen. Sie erhöhen etwa die Zufuhr von Kohlenhydraten oder die Insulin- und Tablettenmenge.“ Stehen intensive Sportarten auf dem Programm wie etwa Bergsteigen, so reduziert sich die übliche Insulindosis um die Hälfte bis auf zwei Drittel. Daher müssen Menschen mit Diabetes ihre Blutzuckerwerte häufiger als zu Hause messen. Medikamente und Teststreifen gehören in zwei- bis dreifacher Menge des voraussichtlichen Bedarfs ins Reisegepäck.

 

Für den Transport von Insulin und anderen Diabetes-Medikamenten sollten sie bei Flugreisen eine Bescheinigung zum Mitführen etwa von Spritzen, Pens, Ampullen und Insulin dabei haben. Für den Notfall empfiehlt es sich, stets einen internationalen Diabetes-Pass oder ein Dokument in der Landessprache des Urlaubslandes bei sich zu tragen, das über die bestehende Diabetes-Erkrankung Auskunft gibt.

Weitere Informationen im Internet: www.diabetesDE.org

 

Für Menschen mit Diabetes, die in Deutschland Urlaub machen, gibt es inzwischen Hotels, die sich durch geschultes Personal rund um das Thema Diabetes besonders auszeichnen und u.a. speziellen Service wie Kühlmöglichkeiten für Insulin oder KHE-Austauschtabellen am Buffet bieten. http://www.diabetikerurlaub.de/

 

24.07.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Deutsche Diabetes Gesellschaft für Forschung bei Diabetes Typ 2: Die Hälfte der jugendlichen Patienten spricht nicht ausreichend auf Medikamente, Diät und Bewegung an

 

Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen nicht immer, einen Diabetes mellitus Typ 2 zu lindern oder zu verhindern. Insbesondere bei übergewichtigen Jugendlichen bessert ein anderer Lebensstil häufig nicht das Krankheitsbild, wie eine neue Studie im New England Journal of Medicine (NEJM) zeigt. gemäß einer im Lancet veröffentlichten Studie führten Lebensstilländerungen nur bei circa der Hälfte der Menschen mit Prädiabetes, den Blutzucker wieder zu normalisieren. Warum der Stoffwechsel bei manchen Menschen auf diese Maßnahmen nicht ausreichend reagiert, ist bislang unklar. „Wir sehen hier großen Forschungsbedarf“, erklärt DDG Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei. „Zumal Jugendliche offenbar unter einer besonders aggressiven Form des Typ-2-Diabetes leiden“, so der Experte.

 

An der jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie nahmen 699 übergewichtige Jugendliche teil, die bereits im Alter von zehn bis 17 Jahren an Diabetes Typ 2, dem „Alterszucker“, erkrankt waren. Ziel der sogenannten TODAY-Studie war es

herauszufinden, welche Therapie den Blutzucker bei heranwachsenden Menschen am zuverlässigsten normalisiert.

 

Hierfür verteilten die Forscher die jugendlichen Typ-2-Diabetiker nach dem Zufallsprinzip auf drei verschiedene Behandlungsgruppen: Die erste Gruppe erhielt die Blutzucker senkenden Tabletten Metformin, ein Präparat, das auch bei Erwachsenen häufig als erstes gegeben wird. Ein weiteres Drittel kombinierte Metformin mit einem in Deutschland nicht mehr zugelassenen Medikament (Rosiglitazon). Die dritte Gruppe änderte zusätzlich zur Metformintherapie auch ihren Lebensstil - Die Jugendlichen lernten an der Seite eines persönlichen Trainers, kalorienreiche Nahrungsmittel zu meiden, vermehrt ballaststoffreiche Kost zu essen und 200 Minuten Sport pro Woche zu treiben.

 

„Die Ergebnisse der Fünf-Jahres-Studie waren leider ernüchternd“, kommentiert Professor Matthaei die Ergebnisse. Nur die Hälfte der jungen Patienten erreichte mit dem Medikament Metformin einen akzeptablen Blutzucker. Und die Änderung des Lebensstils brachte keine zusätzliche Besserung. Auch die im Lancet veröffentliche Präventionsstudie „Diabetes Prevention Programm“, die ebenfalls mit Metformin und Lebensstilintervention arbeitete, zeigte bei den erwachsenen Prädiabetikern bei ungefähr 50 Prozent langfristig keine Normalisierung des Blutzuckers – also eine sogenannte non-response auf die Therapie.

 

„Diese unbefriedigenden Ergebnisse können nicht allein mit mangelhafter Disziplin erklärt werden“, betont DDG Pressesprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche aus Tübingen. „Leider wird die TODAY-Studie in der Öffentlichkeit oft anders interpretiert - im Sinne mangelhafter Therapietreue der Patienten. Der Ansicht, dass Patienten ausschließlich selbst schuld an ihrem Therapiemisserfolg seien, möchte die DDG entgegentreten, so Fritsche. Die Autoren der Studie selbst berichten nämlich, dass mehr als 80 Prozent der Patienten Metformin regelmäßig eingenommen haben – ein guter Wert. Gleiches gilt für die Lebensstilmaßnahmen: Die Patienten nahmen an 75 Prozent der Sitzungen in den ersten zwei Jahren der Studie teil - ebenfalls ein guter Wert.

 

„Möglicherweise sind vielmehr biologische und pathophysiologische Unterschiede dafür verantwortlich, dass Metformin und Lebensstiländerung bei manchen Prädiabetikern den Diabetes nicht verhindern können, und bei Jugendlichen keine Verbesserung des Stoffwechsels erreichen“, ergänzt Professor Fritsche. Menschen, die schon in ihrer Jugend an Diabetes erkranken, leiden offensichtlich an einer besonders aggressiven Form des Diabetes Typ 2. Über politische und gesetzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensstils hinaus seien daher verstärkte Forschungsanstrengungen nötig, um der Diabetes-Pandemie gezielter und wirkungsvoller begegnen zu können.

 

Literatur
TODAY Study Group, Zeitler P., Hirst K., Pyle L., Linder B., Copeland K., Arslanian S., Cuttler L., Nathan DM, Tollefsen S., Wilfley D., Kaufman F.: A clinical trial to maintain glycemic control in youth with type 2 diabetes. N Engl J Med 2012; 366 (24): 2247–56
Perreault L., Pan Q., Mather KJ, Watson KE, Hamman RF, Kahn SE: Diabetes Prevention Program Research Group. Effect of regression from prediabetes to normal glucose regulation on long-term reduction in diabetes risk: results from the Diabetes Prevention Program Outcomes Study. Lancet 2012; 379 (9833): 2243–51

 

23.07.2012; Quelle: Pressemitteilung DDG


Nieren in Gefahr - Diabetes und Bluthochdruck als "Nierenkiller"

 

Die Zuckerkrankheit greift die Blutgefäße an, besonders häufig die der Nieren. "Warum gerade Diabetes so gefährlich für die Nieren ist, ist noch nicht vollständig erforscht", sagt Professor Hermann Haller, Direktor der Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen an der Medizinischen Hochschule Hannover, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Bis zu 40 Prozent aller Diabetiker entwickeln früher oder später einen Nierenschaden, der ohne rechtzeitige Behandlung bis zum Nierenversagen führen kann. Bluthochdruck erhöht das Risiko zusätzlich.

 

Die beste Vorbeugung ist daher eine sorgfältige Therapie beider Erkrankungen. Ebenfalls wichtig: Nicht rauchen - denn bei Rauchern schreitet ein diabetischer Nierenschaden schneller fort. Diabetiker sollten einmal jährlich einen Urintest auf Eiweiß machen, um einen beginnenden Nierenschaden früh zu erkennen.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 7/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

23.07.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


DIABETES - Jetzt wirklich besser kontrollieren:

 

Diabetiker, die mehrfach täglich Ihren Blutzucker kontrollieren mussten, hatten bisher immer die großen und sperrigen Dosen mit 50 Teststreifen mit sich zu führen. Während die Blutzuckermessgeräte immer kleiner und flacher wurden, blieb die Größe der Dosen für die Teststreifen in der Regel unverändert.

 

Zu diesen Dosen kam als weiterer Nachteil hinzu, das von der ersten Entnahme des Teststreifens bis zum Verbrauch des letzten Testes die Dose 50 x geöffnet werden musste. Mit jeder Öffnung der Dose wurde jedes Mal feuchte Luft in die Dose hineingebracht. GeradeFeuchtigkeit ist jedoch für die empfindlichen Teststreifen immens schädlich und kann zu erheblichen Meßabweichungen führen.

 

Außerdem musste jeder Teststreifen bei der Entnahme mit den Fingern angefasst werden. Auch hierbei konnte unter Umständen zusätzlich Feuchtigkeit auf die Messzone gebracht werden und diese schädigen.

 

Diese Probleme gehören jetzt der Vergangenheit an, denn ab sofort können Sie die Teststreifen der MEDPRO GmbH einzeln geblistert erhalten. Damit werden bei der Entnahme weder die restlichen Teststreifen durch Feuchtigkeit geschädigt noch wird der Teststreifen direkt mit den Fingern berührt.

 

Der große Vorteil: statt der sperrigen Teststreifendose kann jetzt der Tagesbedarf an Teststreifen einfach in der flachen und platzsparenden Blister Packung mitgenommen werden.Weitere Informationen erhalten Sie gerne von der Firma MEDPRO GmbH D 23923 Lüdersdorf Hauptstraße 27 F.

 

Wichtig: Auch in der Blister Packung sind die Teststreifen noch in der kostengünstigen Gruppe B und können vom Arzt auch per Rezept verordnet werden.

 

17.07.2012; Quelle: Pressemitteilung MEDPRO GmbH


Dividende steigt um 40%

 

Der Weltmarktführer in Sachen Insulin, die dänische Novo Nordisk hat eine um 40% höhere Dividende gezahlt als im Vorjahr. Für 2011 wurden 14 DKK (ca. 1,88 Euro) Dividende je Aktie gezahlt werden, nachdem im Jahr zuvor noch 10 DKK ausgeschüttet wurden. Für 2009 zahlte Novo Nordisk noch 7,50 DKK. Diese Dividendenerhöhung um 40% ist die größte Dividendenerhöhung in der Geschichte des Erfolgsunternehmens!


Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr den Gewinn je Aktie überproportional um 22% auf 29,99 DKK (ca. 4,03 Euro) steigern konnte geht es in diesem Jahr genau so weiter. Der operative Gewinn von Novo Nordisk kletterte im 1. Quartal 2012 um 18% auf 6,385 Milliarden DKK (853,4 Millionen Euro), während der Nettogewinn um 15% auf 4,664 Milliarden DKK (627 Millionen Euro) stieg. Pro Aktie verdiente das Unternehmen nach 7,06 DKK im 1. Quartal 2011 mit 8,32 DKK (1,119 Euro) nun 18% mehr.

 

Die Experten von Diabetes & Geld, Deutschlands führendem Informationsdienst zum Thema Diabetes, Geld und Börse, haben die Aktie von Novo Nordisk bereits im Dezember 2003 zum Kurs von 15,50 Euro in ihr Diabetes-Strategie-Musterdepot aufgenommen.

 

600% Kursplus mit Novo Nordisk
Seither ist die Aktie um über 100 Euro auf aktuell 120,60 Euro gestiegen und brachte den Lesern von Diabetes & Geld bisher einen Kursgewinn von über 600%! Dazu kommen als schönes „Zubrot“ die fetten Dividenden, die Novo Nordisk Jahr für Jahr auszahlt.


Mehr Informationen zu Diabetes & Geld und ein kostenloses Probeexemplar erhalten Sie unter www.diabetesundgeld.de.

 

Über Diabetes & Geld
Diabetes & Geld ist Deutschlands führender Informationsdienst zum Thema Diabetes, Geld und Börse. Diabetes & Geld erscheint monatlich mit der Hauptausgabe sowie wöchentlichen Update-Ausgaben per eMail und berichtet über Topaktuelles aus dem Diabetesmarkt. Diabetes & Geld bietet topaktuelle Meldungen und Informationen aus den Unternehmen, die im Milliardenmarkt Diabetes erfolgreich tätig sind und damit ein Vermögen verdienen. Die Gewinn-Strategie von Diabetes & Geld ist ganz einfach. Die Experten kaufen nur "Diabetes-Aktien", die auf ihrem Spezialgebiet bereits Spitzenpositionen belegen oder mit Hilfe einer bahnbrechenden Entwicklung eine Goldader öffnen. Die Käufe und Verkäufe im Diabetes-Strategie-Musterdepot erfolgen jeweils einen Tag nach Veröffentlichung der Ausgabe. Somit ist gewährleistet, dass jeder Leser das Depot zu gleichen Konditionen selbst abbilden kann. Das bedeutet, dass das Musterdepot die Aktie nicht (wie manche andere Börsenbriefe) einen Tag früher zu tieferen Kursen in das Depot aufnimmt und der Leser zu höheren Kursen (nach-) kaufen muss. Das Diabetes-Strategie-Musterdepot weist aktuell einen Gewinn von über 370% auf.

 

17.07.2012; Quelle: Pressemitteilung Diabetes & Geld


Wellness tut nicht immer gut

 

Wer vor Wohlfühl-Anwendungen besser ärztlichen Rat einholen sollte

 

Mit einem Dampfbad, in der Sauna, im Thermalbad oder durch entspannende Massagen kann man sich etwas Gutes tun. Manchmal aber sollte man vorher mit seinem Arzt sprechen, ob bestimmte Wellness-Maßnahmen geeignet sind. Dampfbäder oder Sauna etwa können ein schwaches Herz zu sehr belasten, mahnt Professor Christoph Gutenbrunner, Rehabilitationsmediziner und Balneologe (Bäderarzt) an der Medizinischen Hochschule Hannover, in der „Apotheken Umschau“.

 

Auch wer blutgerinnungshemmende Medikamente zur Vorbeugung einer Thrombose einnimmt, muss mit Wärmeanwendungen vorsichtig sein. Im akuten Stadium einer Venenthrombose sind Sauna, Dampfbad, Thermalbad und Massagen gänzlich tabu. Wurden nach einer Krebsoperation Lymphknoten entfernt, darf laut Gutenbrunner der betroffene Bereich lebenslang nicht mehr mit anregenden Massagen und hohen Temperaturen behandelt werden. Gibt der Arzt grünes Licht für Wellness, sollte man auf jeden Fall darauf achten, sich nur in die Hände gut ausgebildeter Physiotherapeuten zu begeben.

 

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 7/2012 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

17.07.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Langzeitresultate abwarten: Diabetes kehrt nach Magen-OP bei jedem Fünften zurück

 

Operationen am Magen-Darmtrakt dämmen einen Diabetes mellitus offensichtlich doch nicht so wirksam ein, wie bislang angenommen: Wie eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt, tritt der Diabetes bei einem Fünftel der Operierten nach drei bis fünf Jahren wieder auf.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) weist darauf hin, dass angesichts dieser Ergebnisse nach wie vor sehr sorgfältig abzuwägen sei, ob ein chirurgischer Eingriff am Magen-Darm-Trakt bei Menschen mit Diabetes tatsächlich zu vertreten ist.


Immer häufiger setzen Ärzte Methoden der sogenannten Bariatrischen Chirurgie ein, um bei stark übergewichtigen Menschen die Kalorienaufnahme zu reduzieren und einen Typ-2-Diabetes zu verhindern oder in Remission zu bringen. Wurde anfangs vielfach ein Magenband verwendet, so ist es heute eine bestimmte Form des Magen-Bypasses oder die operative Verengung des Magens zum „Schlauchmagen“. Auch die Technik der „biliopankreatischen Diversion“ hat sich als äußerst wirksam, aber auch relativ komplikationsreich erwiesen. Bei dieser Technik wird ein großer Teil des Dünndarms ausgeschaltet. Mit diesen Verfahren soll einerseits die Kalorienaufnahme verringert werden, andererseits aber durch einen drastischen Eingriff in das Hormonsystem des Darmtraktes, das „Inkretin-System“, ein Typ-2-Diabetes zum Verschwinden gebracht werden. Wenn alle anderen Ansätze, das Gewicht zu reduzieren, nicht mehr greifen, werden diese Operationsmethoden auch bei übergewichtigen Menschen mit Diabetes eingesetzt - zunehmend aber auch schon bei nur geringer Ausprägung des Übergewichts.

 

Der positive Effekt: Diabetes-Remission – wie lange?
Die Bariatrische Chirurgie führt bei einem hohen Anteil von Patienten mit Typ-2-Diabetes dazu, dass sich ihre Blutzuckerwerte wieder normalisieren – auch ohne die vorher oft nötigen Tabletten oder Insulinspritzen. Dieses Verschwinden der Zuckerkrankheit hatte zwei neuen Studien zufolge ein bis zwei Jahre angehalten, wie die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie in einem Blog-Beitrag auf ihrer Homepage berichtet hatte (1). Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, DGE-Mediensprecher aus Bochum: „Die Bariatrische Chirurgie ist eine relativ neue Herangehensweise an die Probleme Fettleibigkeit und Diabetes. Geradezu verblüffend ist vor allem die Verbesserung der Glukosewerte, die viel früher einsetzt, als durch den Gewichtsverlauf erklärbar ist.“ Es fehlten jedoch bislang aussagekräftige Ergebnissen von Langzeitstudien, kommentiert Schatz.

 

Langzeitstudie: Erste Erkenntnisse
Eine am 23. Juni 2012 auf der 94. Jahrestagung der Endocrine Society in Houston/USA vorgestellte Studie der Forscherin Yessica Ramos und ihrer Mitarbeiter (2) ergab jetzt nach etwas längeren Zeiträumen eine Rückfallrate von 21 Prozent. In einer rückblickenden Analyse untersuchten die Forscher dafür Daten von Patienten, die sich im Zeitraum von 2000 bis 2007 in der Mayo Clinic Arizona/USA einer Magenbypassoperation unterzogen hatten. Von 138 Patienten mit Diabetes mellitus wurden 72 mindestens drei Jahre lang nachbeobachtet.

 

Der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI), der sich durch Gewicht (Körpermasse) geteilt durch Körpergröße zum Quadrat errechnet, betrug vor der Operation 45 kg/qm. Von 66 Patienten, deren Diabetes nach der Operation wieder verschwunden war, trat dieser bei 14 wieder auf: bei 5 nach zwei Jahren und bei jeweils 3 nach drei, vier und fünf Jahren. Je länger der Diabetes vor der Operation bestanden hatte, desto wahrscheinlicher war ein Wiederauftreten. Die Experten diskutierten deshalb unter anderem, früher zu operieren.

 

OP ja oder nein? Ein Abwägungsprozess
Professor Schatz mahnt an, zunächst die Ergebnisse an größeren Patientenzahlen nach längeren Zeiträumen abzuwarten. „Der Typ-2-Diabetes ist durch einen erblich bedingten, über die Jahre fortschreitenden Betazellverlust mit der Folge einer Verminderung der körpereigenen Insulinsekretion charakterisiert. Daher gilt es abzuwägen, welches für den einzelnen Patienten tatsächlich der bessere Weg ist.“ Denn einerseits könne sich der Diabetes zwar operativ bedingt rückbilden, zumindest aber mehr oder weniger lange bessern.

 

Dadurch könnten auch mögliche diabetische Folgekrankheiten wie Erblindungen, Nierenversagen, Herzinfarkte und Schlaganfälle vermindert oder sogar verhindert werden. Dies werden aber erst Langzeitstudien zeigen können, wobei das Überleben letztlich der härteste Parameter sein wird. Auf der anderen Seite stünden die nicht unerheblichen, kurz- und vor allem langfristigen Folgen einer nicht mehr rückgängig zu machenden Operation für den Diabetespatienten. Direkt nach der OP kann es zu einem Auseinanderweichen der Wundränder (Nahtinsuffizienz) im Operationsgebiet und zu Fisteln kommen. Als Folge der Gewichtsabnahme besteht ein erhöhtes Gallensteinrisiko. Zudem können Verwachsungen entstehen. Langfristig muss man auf Defizite im Vitamin- und Nährstoffhaushalt achten und diese ständig ausgleichen. Als wichtig hat sich auch ein stabiles soziales Umfeld erwiesen, und es bedarf einer psychischen Stabilität der operierten Patienten.

 

Literatur:

(1) Helmut Schatz: Bariatrische Chirurgie im Vergleich zu medikamentöser Therapie bei übergewichtigen Typ-2-Diabetespatienten. Blog-Beitrag vom 2. April 2012, http://blog.endokrinologie.net/bariatrische-chirurgie-medikamentoese-therapie-ty...
(2) Yessica Ramos et al.: Type 2 Diabetes Mellitus Re-Emergence Post Gastric Bypass Surgery.
http://www.abstracts2view.com/endo/view.php?nu=ENDO12L_SAT-161&terms=

 

Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach „außen“ ab.

 

12.07.2012; Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMD)


Neue Studie: die Deutschen werden immer kränker

 

Das Robert-Koch-Institut hat die neue DEGS-Studie vorgestellt und kommt zu alarmierenden Ergebnissen - doch mit den Angeboten im Fitnessstudio VITALIS Fitness- & Gesundheitszentrum im Westen von München kann jeder Münchner gegensteuern.

 

Die neue „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) enthüllt, wie krank die Deutschen wirklich sind. Innerhalb von drei Jahren wurden insgesamt 8152 Erwachsene zwischen 18 und 91 Jahren untersucht. Fettleibigkeit und Diabetes sowie psychische Probleme und Altersbeschwerden haben zugenommen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: immer mehr Menschen in Deutschland sind sportlich aktiv. Fitnessstudios wie das VITALIS Fitness & Gesundheitszentrum in München bieten hierfür die perfekten Rahmenbedingunen.

 

Es klingt alarmierend: so gut wie jeder Vierte Deutsche ist fettleibig. 53 Prozent der Frauen und 67,1 Prozent der Männer zwischen 18 und 79 Jahren haben einen Body-Mass-Index zwischen 25 und 29 und damit Übergewicht – einen BMI über 30 weisen sogar ca. 23 Prozent beider Geschlechter auf! Das Abnehmzentrum München West, das zum Fitness- und Gesundheitsstudio VITALIS gehört, hilft allen betroffenen Münchnern, wieder zu einem gesunden Gewicht zu gelangen. Neben umfassender Ernährungsberatung, die auf einer Stoffwechselanalyse beruht, gibt es die Möglichkeit zu modernstem Fitnesstraining, um den Stoffwechsel zu optimieren und den Körper langfristig zu verändern. Die Experten des VITALIS stehen den Abnehmwilligen zur Seite und die Kooperation mit einem Arzt stellt sicher, dass das Abnehmprogramm gesundheitlich unbedenklich einwandfrei geplant und durchgeführt wird.

 

Außerdem leiden immer mehr Menschen an Diabetes. 7,2 Prozent der 18- bis 79-jährigen leiden an der auch als „Zuckerkrankheit“ bekannten Stoffwechselstörung. Mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßige Bewegung und gezieltes Fitnesstraining nicht nur der Entstehung von Diabetes vorbeugen, sondern auch Begleiterscheinungen und Beschwerden von Diabetikern lindern kann. Das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum in München hat die Zertifizierung des TÜV Rheinland „Fitnesstraining für Diabetiker“ erhalten. Das heißt, die Mitarbeiter sind optimal geschult und verfügen über die nötige Kompetenz, um Diabetikertraining anzuleiten. Auch die Ausrüstung ist perfekt für das Training von Diabetikern geeignet.

 

Auch psychische Probleme nehmen zu und machen den Deutschen zu schaffen. Bei 4,2 Prozent wurde bereits ein Burnout diagnostiziert. Besonders Frauen sind verstärkt von Stress geplagt. 8,1 Prozent der Probanden litten unter Depressionen, die jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren waren davon am häufigsten betroffen. Auch hier kann das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum in München helfen: in Kursen wie Yoga oder Pilates kann man Körper und Geist entspannen. Das ansprechende Sauna-Paradies bietet eine Wellnesswelt mit verschiedenen Sauna-Arten und Entspannungsmöglichkeiten sowie umfassende Massageangebote für die Erholung vom Alltagsstress in München. Hier kann man einfach mal Abschalten und die Seele baumeln lassen, um neue Kraft zu tanken.

 

Zudem wurden bei der Studie ca. 2000 Teilnehmer zwischen 65 und 69 Jahren hinsichtlich Handgreifkraft, Mobilität, Gleichgewicht und geistiger Fitness getestet. Hier war es nicht überraschend, dass die Kraft im Alter nachlässt und Alltagshandlungen immer schwerer fallen und auch länger dauern. Jedoch kann man erfreulicherweise feststellen, dass bei 96 Prozent der Probanden eine völlig normale, dem Alter entsprechende Mobilität vorliegt. Im VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum in München finden auch „Best Ager“ über 50 alles was sie brauchen, um sich lange fit, gesund, leistungsfähig und beweglich zu halten.

 

Alle Infos zu den Angeboten des VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrums in München sowie dem Sauna-Paradies gibt es unter www.vitalis-muenchen.de


Über das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München

Das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum mit Sauna-Paradies in München Pasing hat die TÜV Fitness-Siegel für qualitätsgeprüfte Trainings-Einrichtungen und Fitnesstraining für Diabetiker vom TÜV Rheinland erhalten. Zum VITALIS gehören das Rückenzentrum München-West sowie das Abnehmzentrum München-West. Die ganzheitliche Philosophie des VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrums stellt eine ausgewogene Mischung aus Gesundheit, Fitness und Wellness in den Vordergrund.


Weitere Informationen gibt es unter www.vitalis-muenchen.de

 

06.07.2012; Quelle: Pressemitteilung VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München


Schlafhormon Melatonin bleibt im Fokus der Wissenschaft: Studien zeigen verschiedene Wirkungen von Melatonin


Natürliches Melatonin kann aus Nachtmilch gewonnen werden

 

Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass das Hormon Melatonin nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus beim Menschen maßgeblich steuert. Wie neuere Untersuchungen zeigen, könnte das Schlafhormon auch eine Rolle bei Depressionen, Diabetes, Demenz und sogar Brustkrebsvorbeugung spielen. "Das Hormon Melatonin ist für Wissenschaftler bei weitem mehr als ein Jetlag- oder Lifestyle-Mittel", sagt Tony Gnann, Geschäftsführer der Milchkristalle GmbH. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Melatonin aus Nachtmilch spezialisiert. Nachfolgend sind ausgewählte Forschungsergebnisse zum Thema Melatonin zusammengefasst.

 

Diabetes durch zu wenig Melatonin

Wissenschaftler des Imperial College in London haben erneut gezeigt, dass es eine Verbindung zwischen Schlafrhythmus und Diabetes gibt. Eine neue genetische Studie von über 7.600 Probanden belegt die Rolle des Melatonins. Danach erhöhen Störungen der inneren Uhr das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Bereits frühere Untersuchungen waren zu dem Schluss gekommen, dass jene Menschen ein erhöhtes Risiko Typ 2 Diabetes-Risiko tragen, die in Nachtschichten arbeiten. Selbst Menschen, deren Schlaf in drei Nächten wiederholt gestört wurde, bekamen vorübergehend Symptome von Diabetes. Die Wissenschaftler des Imperial College vermuten, dass Mutationen im Gen für den Melatonin-Rezeptor MT2 die Verbindung zwischen der inneren Uhr und der Freisetzung von Insulin stören. Das könne zu anormalen Blutzuckerwerten führen - und schließlich zu Diabetes.

 

Gedrosselte Melatoninproduktion kann zu Geschwüren führen

Weniger Sonnenlicht kann laut einer russischen Studie die Entstehung von Magengeschwüren beschleunigen. Warum? Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass vor allem Zwölffingerdarmgeschwüre unmittelbar mit dem Schlafhormon Melatonin zusammenhängen. Durch geringes Tageslicht werde nicht genug von dem Hormon produziert. Seit längerem gilt als erwiesen, dass der Magen-Darm-Trakt beispielsweise bei Schichtarbeitern besonders empfindlich gegenüber den Rhythmus-Umstellungen reagiert.

 

Melatonin bei Depressionen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 2020 die Depression nach Herz- und Kreislauferkrankungen die am meisten verbreitete Volkskrankheit sein wird. Auch hier spielt ein zu geringer nächtlicher Melatoninspiegel mitunter eine Rolle, wie eine aktuelle niederländische Dissertation zeigt, in deren Rahmen eine randomisierte klinische Doppel-Blind-Studie mit Personen im Alter von mindestens 60 Jahren durchgeführt wurde. Danach erwies sich bei den Patienten die Lichttherapie als wirksamer gegenüber einem Placebo. Hintergrund: Durch die Lichttherapie wurde bei den Patienten am Abend verstärkt Melatonin ausgeschüttet, wodurch der Schlaf verbessert werden konnte. Der Kortisol-Spiegel in den Morgenstunden konnte normalisiert werden. Hierdurch wachten die Patienten morgens frischer auf, fühlten sich besser und hatten genug Energie für den Tag. Die Veränderungen deuten auf eine durch das helle Licht hervorgerufene verbesserte Funktionsweise der vom Gehirn gesteuerten biologischen Uhr hin. Melatonin spielt eine zentrale Rolle im gesamten Organismus.

 

Melatonin und Demenz

Wissenschaftler aus Glasgow haben herausgefunden, dass Menschen, die unter Alzheimer leiden, einen niedrigeren Melatoninspiegel aufweisen als gesunde Menschen. Dieses Wissen wollen sich die Forscher nun für weitere Studien zu Nutze machen. Dabei soll untersucht werden, ob die Lebensqualität von den Patienten durch die Zugabe von Melatonin gesteigert werden kann. Erste Ergebnisse deuten bereits auf eine Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten hin - möglicherweise wegen des durch das Melatonin hervorgerufenen verbesserten Schlafmusters. Zu den häufigsten Ursachen für Demenz zählt Alzheimer, aber auch andere Umstände, die das Gehirn betreffen, können zu einer Demenz führen.

 

Nächtliches Licht kann Brustkrebsrisiko fördern

Die Nachttischlampe sollten vor allem Frauen zum Schlafen lieber ausknipsen. Denn wie israelische Wissenschaftler der Universität Haifa herausgefunden haben, erhöht sich durch die nächtliche Beleuchtung für Frauen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um bis zu 22 Prozent.

 

Grund dafür ist nach Annahme der Forscher die durch das Licht unterbrochene Melatoninproduktion. Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das den Schlafrhythmus steuert und somit auch einen großen Einfluss auf die nächtlichen Regenerationsprozesse von Körperzellen hat. Produziert wird es jedoch nur bei Dunkelheit. Bei einem Lichteinfall von rund 10 Minuten wird die Melatoninproduktion heruntergefahren und somit auch alle anderen Reparaturprozesse im Körper verlangsamt oder gehemmt. Geschädigte Körperzellen können auf diese Weise wohlmöglich nicht früh genug erkannt und entfernt werden. Auch andere Erkenntnisse aus den USA weisen darauf hin, dass Kunstlicht durchaus größere gesundheitliche Schäden verursachen kann als bisher angenommen. So beeinflusse das unnatürliche Licht die Schlafqualität. Das Lichtprinzip macht sich laut Tony Gnann auch die Milchkristalle GmbH bei der Herstellung von natürlichem Melatonin aus Nachtmilch zu nutze. Kühe erhalten einerseits tryptophanreiches Futter, da die Aminosäure Tryptophan ein wichtiger Baustein zur Melatoninproduktion ist. Zudem werden die Tiere vor Sonnenaufgang gemolken. Milchkristalle enthalten auf diese Weise mehr als 100 Mal so viel Melatonin wie herkömmliche Milch.

 

Erholsamer Schlaf durch Melatonin

Ein spezielles Nachtmilchprodukt kann zu einem erholsameren Schlaf führen. Das zeigt eine im Fachjournal "Der Lebensmittelbrief - ernährung aktuell" veröffentlichte placebokontrollierte Doppelblindstudie. Demnach konnte die Wirksamkeit eines Milchprodukts mit nativ erhöhtem Melatoningehalt signifikant nachgewiesen werden. Die Münchner Milchkristalle GmbH hat basierend auf den Ergebnissen erstmals Nacht-Milchkristalle entwickelt. Sie enthalten natürliches natives Melatonin und können rezeptfrei in der Apotheke erworben werden. In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie mit 40 Versuchspersonen konnte die Wirksamkeit eines so gewonnen Milchprodukts nachgewiesen werden. Das Milchprodukt führte bei 73 Prozent der Versuchspersonen in der Verumgruppe nach 10 Einnahmetagen zu einem erholsameren Schlaf. Der Vergleich zur Placebogruppe ergab unter Anwendung des U-Tests einen hoch signifikanten Unterschied (á = 1 %).

 

Ergänzend untersuchte Wirkungsfelder bestätigten die positive Wirkung des geprüften Milchprodukts im Hinblick auf die Tagesaktivität, das Wohlbefinden, die Schlafintensität, den Tag/Nachtrhythmus sowie die Einschlafgeschwindigkeit und das Durchschlafverhalten

 

Die Studienergebnisse sind im Fachjournal "Der Lebensmittelbrief - ernährung aktuell", 19. Jg., Heft 11/12 veröffentlicht / www.wirksamkeitsstudie.de.tf/

 

Mehr Informationen: www.nacht-milchkristalle.de

 

06.07.2012; Quelle: Pressemitteilung nacht-milchkristalle.de


Am 18. November 2012 in Berlin: Zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag

 

Informieren, Kochen, Diabetes-Krimis lesen und Zumba tanzen

 

Am 14. November ist Weltdiabetestag. Am und um den Aktionstag finden traditionell weltweit Informationsveranstaltungen rund um die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus statt. In diesem Jahr organisiert diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums zum vierten Mal die zentrale Veranstaltung in Deutschland unter dem Motto: „Mit Diabetes leben: Besser informiert – weniger Sorgen“ am Sonntag, dem 18. November 2012 von 10.00 bis 16.00 Uhr im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin. In vier Vortragssälen halten über 30 Fachexperten Vorträge zu den Themen „Diabetes Typ 1: Kinder, Jugend und Erwachsene“, „Neues aus der Diabetestherapie“ „Diabetes und Augenerkrankungen“ oder „Diabetischer Fuß – Amputationen verhindern“.

 

2011 kamen rund 5000 Besucher ins Internationale Congress Centrum (ICC) nach Berlin, um sich über Diabetes mellitus zu informieren. In diesem Jahr findet die zentrale Veranstaltung rund um den Weltdiabetestag erneut im ICC statt. Vorträge rund um die Erkrankung und Folgeerkrankungen selbst, ihre Therapie, Ernährung, Bewegung und Soziales stehen am 18. November 2012 im Mittelpunkt. Partner der Veranstaltung ist die Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), die mehrere Vorträge zur Selbsthilfe ergänzt.

 

Wieder haben verschiedene Prominente ihre aktive Teilnahme zugesagt. So leitet ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh die Diskussionsrunde „Arzt-Patienten-Beziehung, was wünscht sich der Betroffene, was sein Therapeut?“. Anja Renfordt, Kickbox-Weltmeisterin und an Typ 1 erkrankt, stellt ihren Diabetes-Spürhund Candy vor. Ernährungscoach und Bestsellerautor Patric Heizmann („Ich bin dann mal schlank“) präsentiert eine einstündige Ernährungs-Show mit viel Humor. Darüber hinaus stellt Erfolgsautorin Tania Krätschmar („Die Wellentänzerin“) im Rahmen der Veranstaltung die besten Geschichten des „Diabetes-Krimi-Wettbewerbs“ in einer Lesung vor. In einer Koch-Show stellen TV-Koch Armin Rossmeier und Hans Lauber schnelle und einfache Gerichte für Diabetiker vor.

 

Ein begleitendes Programm unterhält Kinder mit einer Bastelecke und Bewegungsparcours. Im Zumba GOLD-Einsteiger-Tanzkurs werden vor allem Senioren und Übergewichtige aufgefordert, zu südamerikanischen Rhythmen ihre Hüften zu bewegen. Die Trendsportart ist bekannt für gute Laune und eine gelöste Atmosphäre und geeignet für jedermann.

 

Ein großer Ausstellerbereich informiert die Besucher unter anderem über neueste Produkte zum Blutzuckermessen und Insulinspritzen, an vielen Ständen werden gratis Blutzucker-, Fett- und Body-Mass-Index (BMI) -Messungen angeboten.

 

Höhepunkt des Rahmenprogrammes ist ein von Novo Nordisk, Omron und der DAK unterstützter Walk um 12.00 Uhr für den guten Zweck. Nach dem Motto „Jeder Schritt zählt“ werden Euros für das diabetesDE-Spendenprojekt „Ferienfreizeiten für Kinder mit Typ 1 Diabetes“ gesammelt. Gleichzeitig tun die Teilnehmer etwas für das Senken ihres Blutzuckerspiegels. Die ersten 100 Teilnehmer erhalten einen Schrittzähler und ein blaues T-Shirt gratis. Der 30minütige Spaziergang im nahegelegenen Sommergarten unter dem Funkturm endet in einem geschlossenen Menschenkreis, welcher den „Blue circle“, das Zeichen der Diabetes-Community, symbolisieren soll.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung und zum Walk ist frei.

 

Weitere Informationen und das aktuelle Programm finden Sie unter http://weltdiabetestag.diabetesde.org/

 

05.07.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Deutsche Diabetes Gesellschaft: Insulingabe in frühen Diabetesstadien und Fischöl-Kapseln schützen nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

Eine frühe Therapie mit Langzeit-Insulin kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetes Typ 2 nicht effektiver vorbeugen als die Standardbehandlung mit blutzuckersenkenden Tabletten. Zu diesem Ergebnis kommt eine kontrollierte Studie an mehr als 12 500 Patienten, die im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist. Die frühe Insulintherapie reduzierte jedoch das Neuauftreten von Diabetes mellitus Typ 2. Die Studie ergab auch, dass die tägliche Einnahme von Fischöl-Kapseln Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit beginnendem Diabetes Typ 2 nicht verhindert.

 

In der Studie hat der Hersteller eines Langzeit-Insulins an 12 537 Patienten prüfen lassen, ob eine frühzeitige Insulintherapie Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser vorbeugt als die derzeitige Standardbehandlung mit blutzuckersenkenden Tabletten. Die Studienteilnehmer litten seit wenigen Jahren an Typ-2-Diabetes mellitus oder an der Vorstufe Prädiabetes, bei der der Blutzucker nach den Mahlzeiten zu stark ansteigt. Sie wurden der Insulin- oder Tablettengruppe nach dem Zufallsprinzip zugeteilt. Die Therapiedauer betrug im Schnitt 6,2 Jahre.

 

Die Ergebnisse im Überblick: Die meisten Patienten, die sich täglich Langzeit-Insulin spritzten, erzielten gute Blutzuckerwerte. Dies galt in gleicher Weise für Patienten, die Tabletten einnahmen – in der Mehrzahl den Wirkstoff Metformin. Bei einigen Patienten mit beginnendem Diabetes verhinderte das Langzeit-Insulin die Entwicklung der Erkrankung. Eine Pattsituation ergab sich für die Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bei der Insulingruppe entfielen insgesamt 2,94 Schlaganfälle oder Herzinfarkte auf 100 Personenjahre, bei der Tablettengruppe waren es 2,85.

 

Allerdings kam es bei der Insulingruppe zu Unterzuckerungen. Sie traten zwar sehr selten auf, aber doch häufiger als unter der Standardtherapie. Auch beim Körpergewicht schnitt die Insulingruppe schlechter ab. Während diese im Schnitt 1,6 Kilo zunahm, verlor die Tablettengruppe 0,5 Kilo. „Wir sehen damit bestätigt, dass Metformin das bevorzugte Medikament bei frühem Typ-2-Diabetes ist“, bilanziert Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Wenn im Verlauf einer

Diabeteserkrankung die Blutzuckerwerte ansteigen, ist es oft nötig, den Patienten zusätzlich mit Basalinsulin zu behandeln, um die Grundversorgung mit Insulin sicherzustellen. So empfehlen es auch die nationalen und internationalen Leitlinien. An diesem Vorgehen ändere die aktuelle Studie nichts, so Matthaei.

 

Zu einem klaren Ergebnis kam die Studie auch in der Frage, ob die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischöl-Kapseln vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Denn Menschen, die viel Fisch verzehren, erkranken seltener an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dies wird auf den hohen Gehalt des Fisches an Omega-3-Fettsäuren zurückgeführt. Fischöl-Kapseln sind als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich. Es lag deshalb nahe, deren Wirkung bei den Studienteilnehmern zu prüfen. Das Resultat: Die tägliche Einnahme von Kapseln mit 900 mg Omega-3-Fettsäuren hatte in der Studie keinerlei Einfluss auf die Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Vergleichsgruppe erhielt ein Scheinpräparat. „Omega-3-Fettsäuren in Kapselform sind kein Ersatz für eine gesunde Mischkost“, erklärt DDG-Sprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche aus Tübingen.

 

Literatur:
The ORIGIN Trial Investigators. Basal Insulin and Cardiovascular and Other Outcomes in Dysglycemia. N Engl J Med. 2012 (10.1056/NEJMoa1203858)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22686416
The ORIGIN Trial Investigators. n-3 Fatty Acids and Cardiovascular Outcomes in Patients with Dysglycemia. N Engl J Med. 2012 (10.1056/NEJMoa1203859)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22686415

 

28.06.2012; Quelle: Pressemitteilung DDG


Kooperation von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und dem Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber

 

Diabetes-Krimi-Wettbewerb ab 1. Juli 2012 ausgeschrieben: Tödlicher Zucker

 

Anlässlich des Weltdiabetestages 2012 in Berlin rufen diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und das Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber zu einem Krimi-Wettbewerb rund um das Thema „Diabetes“ auf.

 

Wie kommt das Gift des Pfeilgiftfrosches an die Insulinspritze? Warum schmecken die Lieblingspralinen der zuckerkranken Erbtante so bitter? Wieso liegt der Entdecker des Wundermittels gegen Diabetes morgens tot im Labor? Diese und andere kriminalistische Fragen warten auf die Feder talentierter Schreiber. „Wir freuen uns auf bitterböse, futuristische oder humorvolle – aber immer mörderisch spannende Kurzkrimis, in denen Diabetes eine entscheidende Rolle spielt“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Und ergänzt: „Egal, ob Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, Hauptsache der Tatort heißt: Tödlicher Zucker!“

 

Die besten Geschichten werden auf der Veranstaltung zum diesjährigen Weltdiabetestag am Sonntag, dem 18. November 2012, in Berlin in einer Lesung von Erfolgsautorin Tania Krätschmar („Die Wellentänzerin“) vorgestellt. „Außerdem ist geplant, die Gewinner-Geschichten im Diabetes Ratgeber abzudrucken“, sagt Dr. Andreas Baum, der Chefredakteur des mit mehr als 1,2 Millionen monatlich verkauften Exemplaren auflagenstärksten Magazins für Diabetiker und deren Angehörige in Deutschland. Eine Auswahl der eingereichten Geschichten wird auf www.diabetesde.org und auf www.diabetes-ratgeber.net veröffentlicht.

 

Der Gewinner erhält 1.500 Euro, der Zweitplatzierte 1.000 Euro und der Drittplatzierte 500 Euro. Unter allen Einsendern werden außerdem fünfmal 500 Euro verlost sowie fünf Buchpakete des Knaur Verlages. Zur Jury zählen neben der Schriftstellerin Tania Krätschmar (Typ-1-Diabetikerin) der Star-Coiffeur Udo Walz (Typ-2-Diabetiker), der Chefredakteur des Diabetes Ratgeber Dr. Andreas Baum sowie Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

 

Der Kurzkrimi hat als Bedingung, dass „Diabetes“ eine Rolle spielen muss und der Text nicht länger als 10.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein darf. Er darf nicht veröffentlicht und muss frei von Rechten Dritter sein. Die Gewinner müssen damit einverstanden sein, dass ihr Text vor dem Abdruck im Diabetes Ratgeber – soweit erforderlich – lektoriert und redaktionell bearbeitet wird. Alle Beiträge müssen mit Name, Geburtsdatum, Anschrift und Telefonnummer per E-Mail oder auf dem Postweg mit dem Stichwort „Krimi“ eingereicht werden. Per E-Mail an: DR@wortundbildverlag.de oder per Post an: Wort & Bild Verlag, Diabetes Ratgeber, Stichwort „Krimi“, 82065 Baierbrunn. Einsendeschluss ist der 1. September 2012 (Poststempel entscheidet).

 

28.06.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Vorbeugen mit Frühstück / Regelmäßige Mahlzeiten schützen offenbar vor Diabetes

 

Wer frühstückt, erkrankt seltener an Typ-2-Diabetes. Wer nur ein- bis zweimal pro Tag isst oder zusätzlich zu den drei Hauptmahlzeiten einen Imbiss verzehrt, wird öfter zuckerkrank. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf eine in den USA veröffentlichte Studie mit 29000 Männern über einen Zeitraum von 16 Jahren. Das Erkrankungsrisiko der Frühstücksmuffel war um 21 Prozent erhöht.

 

Alles über den Diabetes können Sie nachlesen unter www.apotheken-umschau.de/Diabetes

 

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 6/2012 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

27.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Intelligente Software: SAM hilft Ärzten heilen

 

Mit der Entwicklung der SAM Technologie (Software Assisted Medicine) präsentiert die CompuGroup Medical AG das erste proaktive Assistenzsystem zur Ergänzung der Praxissoftware. Die Technologie unterstützt behandelnde Ärzte interaktiv bei der leitliniengerechten und ganzheitlichen Patientenversorgung. Ein erfolgreich laufendes Pilotprojekt zur Anwendung von SAM Diabetes mit der Knappschaft Bahn See wird ab 01. Juli 2012 ausgeweitet.

 

SAM strukturiert und analysiert indikationsrelevante Patientendaten aus dem Arztinformationssystem (AIS). Der gesamte Behandlungsablauf wird umfassend begleitet von der Anamnese über die Behandlung bis zur nachhaltigen Compliance des Patienten. Mithilfe medizinischer Algorithmen liefert SAM Hinweise zu Diagnose und Therapie, Informationen für die Medikation und Überweisungsempfehlungen zu einem Facharzt. Das aktuelle medizinische Wissen wird dem Arzt genau dann angezeigt, wenn er es braucht.

Eng verzahnte Prozessführung und rechtzeitige Indikation von Diagnose und Therapieschritten zahlen sich langfristig aus: So zeigen Projektevaluationen für SAM Diabetes einem Programm zur Diabetes Versorgung, dass Behandlungskosten in der stationären Therapie sinken und sich die Patientenversorgung verbessert. Hans Adolf Müller, Leiter Gesundheitsmanagement bei der Knappschaft Bahn See weiß: „Wir setzen SAM Diabetes von CGM bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein: Bei geringeren Kosten sind Patienten nachgewiesen gesünder. Das bedeutet nicht nur eine höhere Lebensqualität für sie, sondern einen Gewinn für uns alle.“

 

Wichtiger Baustein der proaktiven Assistenzlösung SAM ist die systematische, softwaregestützte Vernetzung von Beteiligten im Gesundheitswesen. Alle indikationsbezogenen Patientendaten und Befunde stehen behandelnden Ärzten webbasiert im AIS bereit. Dies verbessert die interdisziplinäre Zusammenarbeit ohne Informationsverluste entscheidend. „Hohe Qualität der intersektoralen Kommunikation zwischen Apothekern, Ärzten und Kassen unter dem Dach höchster Datensicherheitsstandards ist ein wichtiger Schritt hin zur Gestaltung eines zukunftsfähigen, intelligent vernetzten Gesundheitswesens“, unterstreicht Frank Gotthardt, Vorsitzender des Vorstands der CompuGroup Medical AG.

 

Auch an das Thema Sicherheit hat das Expertenteam bei CompuGroup Medical gedacht: Zum Schutze der Patienten und Arztdaten bei der elektronischen Speicherung und Verarbeitung hat das Unternehmen die mehrfach patentierte vita X technology eingeführt. Diese übertrifft sowohl die Richtlinien der Ärzte kammern als auch die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen in Deutschland bei weitem. „Mit SAM entsprechen wir dem Wunsch der Ärzte, mit anderen beteiligten Fachpartnern sicher, effizient und ressourcenschonend zu kommunizieren“, so Gotthardt.

 

Die Knappschaft Bahn See hat dies erkannt und weitet SAM Diabetes ab Juli 2012 auf die prosper Netze im Saarland und in Gelsenkirchen/Gladbeck aus. Insgesamt können an dem Programm mehr als 8.000 Diabetes Patienten teilnehmen.

 

27.06.2012; Quelle: Pressemitteilung CompuGroup AG


Dunkle Schokolade auf Krankenschein?

 

Zartbitter schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

 

Menschen mit erhöhtem Blutdruck und erhöhten Cholesterinwerten können durch den täglichen Verzehr von Zartbitterschokolade Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Dies legen Berechnungen im Rahmen einer aktuellen Studie australischer Forscher nahe. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) rät angesichts dieser Ergebnisse Genussmenschen mit Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten zu mehr Bewegung und zur gesünderen, dunklen Schokolade.

 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Jährlich sterben daran etwa 17,5 Millionen Menschen, das sind nahezu ein Drittel aller Todesfälle. Besonders gefährdet sind Menschen, die unter dem sogenannten Metabolischen Syndrom leiden: Blutdruck, Blutfette und Gewicht sind zu hoch, der Zuckerstoffwechsel gestört. Australische Forscher haben jetzt anhand der Daten von 2013 Patienten mit Metabolischem Syndrom am Computer modelliert, was der Verzehr einer Tafel dunkler Schokolade täglich bewirken könnte: Bei 10 000 Personen ließen sich in einem Zeitraum von zehn Jahren 85 Schlaganfälle oder Herzinfarkte verhindern, von denen 15 tödlich geendet hätten.

 

„Der Kakao in dunkler Schokolade ist besonders reich an Flavonoiden, die für ihre Schutzwirkung auf Herz und Kreislauf bekannt sind“, erläutert DGIM-Generalsekretär Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch aus Kiel. Forscher erklären sich das so: Flavonoide wirken im Körper als Antioxidans, indem sie freie Sauerstoffradikale auffangen, die als zellschädigend gelten.

 

In den letzten Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass der Verzehr von dunkler Schokolade einen erhöhten Blutdruck senken kann. Mehr noch: Trotz des hohen Fettgehalts wirkt dunkle Schokolade auch günstig auf den Cholesterinwert. Die Effekte sind zwar gering, so Professor Fölsch: „Der Blutdruck sinkt um wenige Millimeter Hg und die Cholesterinwerte werden durch Schokolade allein nicht normalisiert“. Doch auf die Dauer könne der Verzehr einen Beitrag zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen leisten. Am stärksten profitieren Menschen mit einem Metabolischen Syndrom. „Sie sind zwar noch nicht spürbar krank, gehen aber auf Dauer ein erhöhtes Risiko ein, an Diabetes zu erkranken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“, sagt der Internist.

 

Dunkle Schokolade könnte einen Beitrag dazu leisten, diesen Erkrankungen vorzubeugen. Die Forscher haben deshalb auch berechnet, wie viel die Krankenkassen dadurch einsparen würden: Pro Person und Jahr könnten sie umgerechnet 31 Euro für Werbung, Erziehung oder die Subventionierung von dunkler Schokolade ausgeben. Trotzdem sparten sie Geld, weil die Folgekosten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sänken.

 

„Dies mag nicht nach einem allzu ernst zu nehmendem Ansatz klingen“, sagt Professor Fölsch, „doch es wäre durchaus wünschenswert, wenn die tägliche Schokolade Menschen mit Metabolischem Syndrom motivieren würde, insgesamt weniger Kalorien zu sich zu nehmen und sich mehr zu bewegen.“ Davon abgesehen warnt Professor Fölsch vor Missverständnissen: Die von den meisten Menschen favorisierte Milchschokolade oder weiße Schokolade enthalten kaum oder gar keinen Kakao. Voraussetzung für eine schützende Wirkung ist ein Anteil von mindestens 60 Prozent. Der Kakaogehalt steht auf der Verpackung.

 

Literatur:
Zomer E, Owen A, Magliano DJ, Liew D, Reid CM. The effectiveness and cost effectiveness of dark chocolate consumption (…)
BMJ 2012; 344: e3657; http://www.bmj.com/content/344/bmj.e3657?etoc=

 

27.06.2012; Quelle: Presemitteilung Deutsche Gesellschaft für innere Medizin


Neues Online-Tool zur Insulinpumpentherapie für Patienten

 

Insulinpflichtige Menschen mit Diabetes können jetzt online die Möglichkeiten und Vorteile der Insulinpumpentherapie entdecken. Auf der Website www.accu-chek.de wird erläutert, wie die Insulinpumpentherapie im Vergleich zu mehrfachen täglichen Insulininjektionen funktioniert und wie diese dazu beitragen kann, das Wohlbefinden zu verbessern und den Alltag zu erleichtern. Ärzte können interessierte Patienten ab sofort auf das neue Online-Modul auf www.accu-chek.de verweisen. Diese haben die Möglichkeit anhand unterschiedlicher Themenbereiche herauszufinden, ob eine Insulinpumpe für sie geeignet ist.

 

Die Insulinpumpentherapie kann für Menschen mit Diabetes eine bequeme Alternative zu den mehrfachen täglichen Injektionen sein. Dennoch sind viele Patienten unsicher, ob eine Insulinpumpe eine geeignete Therapieoption darstellt. Häufig sind ihnen die Verbesserungen hinsichtlich des individuellen Diabetes Managements nicht ausreichend bekannt.


„Mit dem neuen Online-Modul 'Bereit für die Pumpe' wollen wir das Bewusstsein für die Vorteile der Insulinpumpentherapie stärken und detaillierte Informationen zur Verfügung stellen“, so Barbara Woll, Leiterin Insulinpumpen Marketing, Diabetes Care Roche Diagnostics Deutschland. „Auf unserer Accu-Chek® Website www.accu-chek.de können Patienten zum Beispiel einen fiktiven Tag gestalten, um zu erfahren, wie diese im Alltag unterstützt. Des Weiteren kann ein interaktiver Fragebogen bearbeitet werden, um den Nutzen einer Insulinpumpe zu ermitteln.“

 

Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und Komfort
Mit einer Insulinpumpe ist es komfortabel und einfach, die jeweilige Insulindosis an individuelle Ernährung, körperliche Aktivität sowie Schlafrhythmus anzupassen. Die natürlichen Funktionen der Bauchspeicheldrüse werden durch eine optimierte Insulindosis imitiert. Der Blutzuckerspiegel kann besser durch die Kombination aus regelmäßigen Blutzuckerselbstkontrollen und dem Einsatz eines Bolusrechners bei der Insulinpumpe Accu-Chek® Combo stabil gehalten werden, wodurch das Risiko für langfristige Komplikationen minimiert wird.

 

Auf der interaktiven Plattform „Bereit für die Pumpe“ wird detailliert erläutert, wie die Pumpe die individuell benötigte Insulinmenge präzise und kontinuierlich an den Körper weitergibt. Die Accu-Chek® Insulinpumpen-Systeme sind kleine Geräte, die diskret und bequem zum Beispiel an Oberarm, Bein oder Hüfte, in einem BH-Beutel oder in der Hosentasche getragen werden können. Diese sind mit dem Körper über ein kleines Infusionsset verbunden. Träger der Insulinpumpe schätzen daran besonders, dass das Infusionsset nur einmal alle drei Tage ausgetauscht werden muss, wohingegen Insulin mit einem Pen mehrmals am Tag injiziert wird.

 

Auf der Website können Interessierte die zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten der Insulinpumpe entdecken und so eine bessere Vorstellung davon erhalten, wie sich das Tragen einer Pumpe anfühlen könnte. "Das Leben mit Diabetes kann einfach und unbeschwert sein, wenn die Therapie den individuellen Bedürfnissen angepasst ist", erklärt Woll. "Eine intensive Auseinandersetzung mit der Insulinpumpentherapie lohnt sich, da der Alltag des Patienten möglicherweise positiv und wunschgemäß beeinflusst werden kann.“

 

Über Roche Diabetes Care
Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management Systeme und Services. Es Menschen mit Diabetes zu ermöglichen, ein fast normales und aktives Leben zu führen – dafür setzt sich die Marke Accu-Chek seit mehr als 35 Jahren engagiert ein. Zudem unterstützt sie Ärzte und andere medizinische Fachkräfte darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Accu-Chek bietet Menschen mit Diabetes und ihren Versorgern innovative Produkte und umfassende, wirk-same Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetes Management – von der Blutzuckermessung über die Dokumentation und Interpretation der Daten bis hin zur Insulingabe. Das Accu-Chek-Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen-Systeme, Stechhilfen sowie Lösungen im Bereich Informations-Management und Schulungsprogramme für Ärzte, Diabetesberaterinnen und Menschen mit Diabetes – die zu einem verbesserten Therapieergebnis beitragen können. Nähere Informationen finden Sie unter www.accu-chek.de.

 

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

26.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Roche AG


Tag des Fußes/Multidisziplinäre Teams senken das Amputationsrisiko


Fußverletzungen bei Menschen mit Diabetes verhindern

 

Menschen mit Diabetes haben bundesweit ein bis zu 50-fach höheres Amputationsrisiko gegenüber Nichtdiabetikern. Ursache sind Nerven- und Durchblutungsstörungen der Beinarterien. Fachübergreifend arbeitende Ärzteteams könnten die Häufigkeit von Amputationen um mehr als die Hälfte senken. Das zeigen auch aktuelle Erfolge von Netzwerken in Leverkusen, Köln und Hamburg. Welche Warnzeichen Menschen mit Diabetes übersehen und wie sie vorbeugen können, erklärt Dr. med. Matthias Kaltheuner anlässlich des Tags des Fußes (27. Juni 2012) im nächsten Experten-Chat auf www.diabetesde.org. Ab sofort können Interessierte Fragen an den Diabetologen aus Leverkusen schicken. Diese beantwortet er live im Chat am Donnerstag, dem 28. Juni 2012 zwischen 17 und 19 Uhr.

 

Bundesweit führen Ärzte mehr als 60 000 Amputationen pro Jahr durch. Damit liegt die Amputationshäufigkeit in Deutschland europaweit im oberen Drittel. In der Hälfte der Fälle ist die diabetische Stoffwechsellage die Hauptursache. In einigen Regionen Deutschlands ist es gelungen die Amputationsrate bei Menschen mit und ohne Diabetes deutlich zu senken. „Die Integration von Fußambulanzen und Gefäß- und Diabeteskliniken in Netzwerke spielte hierbei eine entscheidende Rolle“, so Kaltheuner.

Anfänglich treten scheinbar harmlose Wunden an den Füßen von Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 auf. Besonders gefährlich ist dies bei fast jedem Dritten, der an Nervenschäden und Durchblutungsstörungen gleichzeitig leidet. Denn Betroffene spüren den Schmerz aufgrund der Neuropathie nicht und suchen zu spät einen Arzt auf. Amputationen sind in diesen Fällen besonders häufig.

 

Eine Untersuchung der Füße pro Quartal trägt entscheidend dazu bei, Fußgeschwüre und Amputationen zu verhindern. „Dabei sollten Arzt und Patient vor allem auch kleine Verletzungen ernst nehmen“, so Kaltheuner. Welche Untersuchungen unerlässlich für eine ausreichende Vorsorge sind und wann Betroffene eine Amputation nicht mehr abwenden können, erklärt der Experte in der nächsten Online-Sprechstunde von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe am 28. Juni 2012. Der Experte ist als Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie in einer Gemeinschaftspraxis in Leverkusen tätig.

 

Der Diabetes-Chat steht allen Internetnutzern kostenfrei zur Verfügung. Protokolle der letzten Sprechstunden können Sie hier abrufen.

 

Quelle: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2012

 

Terminhinweis:
Experten-Chat auf www.diabetesde.org
Fragen an den Experten können ab sofort online gesendet werden.

Unser Kontaktformular finden Sie hier: http://www.diabetesde.org/experten_chat/kontaktformular/
Experte: Dr. med. Matthias Kaltheuner
Thema: Folgen des Diabetes Typ 1 und 2: Das Diabetische Fußsyndrom
Die Fragen werden live beantwortet am 28. Juni 2012 von 17.00 bis 19.00 Uhr.

 

25.06.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Beim Essen ans Ungeborene denken

 

Welche Lebensmittel Schwangere meiden sollten

 

Darf ich das essen, fragen sich Schwangere bei vielen Lebensmitteln. Ein paar Tabus gibt es tatsächlich: Fleisch, Fisch und Käse sollen nicht roh gegessen werden, weil sie gefährliche Keime enthalten können, rät das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Also Finger weg von Tee- und Mettwurst, Carpaccio und Tatar. Sushi und kalt geräucherter Fisch sind nun ebenfalls tabu. Gleiches gilt für verschiedene Weichkäsesorten aus roher und nicht pasteurisierter Milch. Vorsicht ist mit den Vitaminen A, D und E geboten, die auf keinen Fall überdosiert genommen werden dürfen. Also bitte keine Leber, die sehr reich an Vitamin A ist. Zu „alkoholfreiem“ Bier muss man wissen, dass manche immer noch 0,5 Prozent Alkohol haben. Also lieber zurückhalten.

 

Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

22.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Kraftquelle Natur

 

Warum ältere Menschen so oft wie möglich ins Grüne sollten

 

Zum Glück zieht es ja viele Menschen ohnehin regelmäßig hinaus in die Natur – sie ist ein Kraftquelle, die gesund hält und Krankheiten besser überstehen lässt. Wer sie bisher vernachlässigt hat, mag sich vielleicht von einigen wissenschaftlichen Ergebnissen überzeugen lassen, die das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ zusammengetragen hat: So fanden japanische Wissenschaftler heraus, dass betagte Menschen länger leben, die in der Nähe eines Parks oder von Bäumen gesäumter Straßen wohnen. Umgekehrt sagen Studien, dass man häufiger krank ist, je weniger grün die Nachbarschaft ist. Im Park bringt Bewegung mehr als auf dem Ergometer zuhause, so das Ergebnis einer anderen Studie.

 

Selbst im Krankenhaus wird man schneller gesund, wenn es vor den Fenstern grünt. Der Körper bildet weniger Stresshormone, baut Anspannungen leichter ab, der Blutdruck sinkt, die Aufmerksamkeit steigt. Auch der eigene Garten, zur Not auch der begrünte Balkon, können Gesundbrunnen sein: Wer sich um Pflanzen kümmert, ist täglich aktiv und darf sich auf die Früchte seiner Arbeit freuen.

 

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

20.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


BodyTel Mitglied der Continua Health Alliance

 

  • GlucoTel zukünftig mit Continua-zertifizierten Geräten kompatibel
  • Aufwand für die Integration von GlucoTel in andere Telemedizin-Systeme sinkt
  • Konsortium arbeitet an einheitlichen Kommunikationsstandards für Telemedizin-Anwendungen

Der Telemedizinanbieter BodyTel Europe GmbH ist der „Continua Health Alliance“ beigetreten. Die Industrievereinigung etabliert u.a. einen eigenen Übertragungsstandard für medizinische Parameter über Bluetooth basierend auf dem Health Device Protocol (HDP).


BodyTel hebt nun in einem ersten Schritt sein Blutzuckermessgerät GlucoTel auf den Kompatibilitätsstandard des Konsortiums. Dieses ist dann ebenfalls mit Continua-zertifizierten Produkten anderer Anbieter kompatibel. Zu dem Konsortium gehören über 240 Unternehmen aus der Gesundheits- und Technologiebranche. Die Continua Health Alliance ist ein nicht auf Gewinn ausgerichteter Industriezusammenschluss mit dem Ziel, ein System vollständig kompatibler persönlicher Gesundheitssysteme zu schaffen.

 

„Mit dem Continua-Standard wird das GlucoTel auf einen Schlag mit einer sehr großen Anzahl telemedizinischer Systeme namhafter Hersteller kompatibel sein. Gerade Unternehmen, die mit BodyTel eine telemedizinische Kommunikationslösung aufbauen wollen, setzen somit auf einen sicheren Standard und sparen Entwicklungszeit sowie -kosten“, sagte Stefan Schraps, Geschäftsführer der BodyTel Europe GmbH. „Zudem wirken wir im Konsortium an der Gestaltung zukünftiger Standards mit und stehen in direktem Kontakt mit anderen Unternehmen aus unserer Branche.“

 

BodyTel baut für Unternehmen, z. B. aus der Pharma- und Medizintechnikbranche, telemedizinische Kommunikationslösungen auf. Als Basis kommt das von BodyTel entwickelte, medizinisch zertifizierte System zum Einsatz: Das digitale Oberarm-Blutdruckmessgerät PressureTel, die Körperwaage WeightTel und das Blutzuckermessgerät GlucoTel übertragen Messwerte sofort und automatisch an ein kompatibles Mobiltelefon oder Home-Gateway. Die Daten werden anschließend per Internetverbindung an die webbasierte Datenbank BodyTel Center übertragen. Für den Zugriff auf das Portal reichen ein Standard-Internetzugang sowie ein üblicher Internet-Browser aus. BodyTel passt nun einzelne Elemente an oder unterstützt Unternehmen beim Aufbau von Gesamtsystemen. Alle Komponenten des BodyTel-Systems sind als Medizinprodukte zertifiziert und können daher sofort, ohne weitere Zulassungsprozesse, in der Therapie von Patienten eingesetzt werden.

 

Über BodyTel
BodyTel Europe GmbH ist ein deutscher Telemedizinanbieter mit Sitz in Bad Wildungen. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung innovativer, medizinischer Kommunikationsplattformen und Geräte, beispielsweise zur Überwachung chronischer Krankheiten, spezialisiert. Das Unternehmen kombiniert dazu Know-how aus der Telekommunikationsbranche, Internet- und Medizintechnik. Auf Basis seiner medizinisch zertifizierten Kommunikationsplattform baut BodyTel für andere Unternehmen entsprechende Gesamtsysteme auf oder erweitert bestehende Systeme um telemedizinische Funktionen. Zudem bietet BodyTel Produkte und Dienste für chronisch kranke Patienten, mit denen sich Vitalwerte wie Blutzucker, Blutdruck und Gewicht überwachen lassen. Dazu gehören das Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-System GlucoTel, die digitale Waage WeightTel und das Oberarm-Blutdruckmessgerät PressureTel.

 

Weitere Informationen unter http://www.bodytel.com.

 

19.06.2012; Quelle: Pressemitteilung BodyTel


Erste Ergebnisse der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" veröffentlicht

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

 

Das Robert Koch-Institut hat erste Ergebnisse des neuen großen Erwachsenen-Gesundheitssurveys vorgestellt, mit Daten zu Übergewicht, Diabetes, körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und Funktionseinschränkungen im Alter. Das Erhebungsprogramm der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS) bestand nicht nur aus mehreren Befragungen, sondern auch aus körperlichen Untersuchungen und Tests sowie Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben. "Die gewonnenen Daten zu Gesundheitsstatus, Versorgung, Gesundheitsverhalten und Lebensbedingungen sind eine solide Basis für die bedarfsgerechte gesundheitspolitische Planung und die Weiterentwicklung der Präventionsmaßnahmen in Deutschland", betont Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.

 

"DEGS ist Teil des Gesundheitsmonitorings, neben dem Infektionsschutz das zweite große Aufgabengebiet des Robert Koch-Instituts", erläutert Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts. Das Gesundheitsmonitoring, die kontinuierliche Erfassung und Analyse des Gesundheitszustands der Bevölkerung, wird vom Bundesministerium für Gesundheit und vom Robert Koch-Institut finanziert. Zuletzt war ein solcher Survey Ende der Neunzigerjahre durchgeführt worden ("BGS98"). Die Datenerhebung bei DEGS fand von November 2008 bis Januar 2012 statt.

 

Beim Anteil der Übergewichtigen (67,1 % bei Männern, 53,0 % bei Frauen) gab es keine großen Veränderungen gegenüber 1998. Bei Adipositas ist dagegen ein deutlicher Anstieg zu beobachten, vor allem bei Männern (von 18,9 % auf 23,3 %), bei Frauen ist der Anteil nur leicht gestiegen (von 22,5 % auf 23,9 %). „Besorgniserregend ist, dass sich die Gruppe der Adipösen insbesondere im jungen Erwachsenenalter weiter vergrößert hat“, meint Bärbel-Maria Kurth, im RKI Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung.

 

Daten zur psychischen Gesundheit wurden mit einem Fragebogen und einem computergestützten ärztlichen Interview erhoben. 8,1 % der DEGS-Teilnehmenden berichteten von aktuellen Symptomen einer Depression (depressives Syndrom in den 14 Tagen vor dem Interview, erhoben mit dem standardisierten Fragebogen „PHQ-9“). 1,5 % der Teilnehmenden gaben an, dass ein Arzt oder Psychotherapeut bei ihnen in den letzten zwölf Monaten ein Burn-out-Syndrom festgestellt hat. Das Thema psychische Gesundheit wurde in einem Zusatzmodul bei 5.318 Teilnehmenden vertieft. An diesem Modul waren ein Team um Hans-Ulrich Wittchen von der TU Dresden, das RKI und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), die das Modul auch mitfinanziert hat, beteiligt. Die Auswertungen werden nach Einschätzung des Modul-Leiters Wittchen auch "im internationalen Vergleich einmalig differenzierte und umfassende Daten" liefern.

 

In DEGS wurde sowohl die Häufigkeit (Prävalenz) eines bekannten Diabetes mellitus als auch die Häufigkeit bislang nicht erkannter Diabetes-Fälle untersucht. Die Definition eines bekannten Diabetes beruht auf Selbstangaben der Befragten zu einem jemals ärztlich diagnostizierten Diabetes oder der Einnahme von entsprechenden Medikamenten in den letzten sieben Tagen, die zu diesem Zweck ins Studienzentrum mitgebracht und über ein computergestütztes Verfahren genau erfasst wurden. Die Prävalenz eines bekannten Diabetes beträgt insgesamt 7,2 % und hat damit seit dem BGS98 um 2 Prozentpunkte zugenommen. Zur Einschätzung eines bislang unerkannten Diabetes wurden der Blutzucker (Nüchtern- oder Gelegenheitsglukose im Serum) sowie der Anteil des an Zucker gebundenen Hämoglobins (glykiertes Hämoglobin, HbA1c, das bei länger erhöhten Blutzuckerspiegeln ansteigt) bestimmt. Erhöhte Messwerte wurden auf der Grundlage aktueller Empfehlungen definiert Die Prävalenz des bislang unerkannten Diabetes liegt bei 0,7 - 2,1 %, je nachdem ob Blutzucker und HbA1c getrennt oder in Kombination betrachtet werden. Übereinstimmend mit Ergebnissen aus vergleichbaren internationalen Studien liegen diese Einschätzungen niedriger als bisherige Einschätzungen durch den "oralen Glukosetoleranztest".

 

Regelmäßige körperliche Aktivität kann in jedem Alter einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. Die DEGS-Ergebnisse zeigen, dass 51,7 % der Männer und 49,5 % der Frauen regelmäßig mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv sind. Der Anteil der sportlich Aktiven ist seit dem BGS98 deutlich gestiegen (um 14,1 Prozentpunkte bei Männern, um 16,0 Prozentpunkte bei Frauen). Allerdings erreichen nur 25,4 % der Männer und 15,5 % der Frauen die von der WHO empfohlene körperliche Mindestaktivitätszeit von 2,5 Stunden pro Woche.

 

Gesundheit im Alter wird mit der Zunahme der Lebenserwartung in Deutschland ein immer wichtigeres Thema für die Gesundheit der Bevölkerung (Public Health). Angaben über Art und Ausmaß von Funktionseinschränkungen bei der zuhause lebenden älteren Bevölkerung haben unabhängig von Erkrankungen prognostische Bedeutung für altersassoziierte Gesundheitsprobleme (zum Beispiel Stürze oder Demenz), für die Fähigkeit zur unabhängigen Lebensführung und die Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems. Damit leisten diese Daten auch einen Beitrag zur Umsetzung des Ende März 2012 im Bundesgesundheitsministerium vorgestellten nationalen Gesundheitsziels "Gesund älter werden". Bei DEGS wurden bei über 1.800 Personen im Alter von 65 bis 79 international etablierte Tests zur Erfassung alltagsrelevanter Funktionsfähigkeiten eingesetzt, etwa zu Greifkraft, Mobilität, Gleichgewicht (Balancetest) und kognitiven Leistungen.

 

Insgesamt absolvierten bei DEGS 7.328 Personen in einem der 180 Studienorte das Untersuchungs- und Befragungsprogramm, weitere 914 absolvierten ausschließlich das Befragungsprogramm. Für Querschnitt- und Trendanalysen werden generell Teilnehmende im Alter von 18 bis 79 Jahren berücksichtigt. Knapp die Hälfte (3.959) war bereits beim Bundesgesundheitssurvey dabei, dies ermöglicht über die Jahre "Längsschnitt-Analysen", die für die Ursachenanalyse von Erkrankungen wichtig sind. Eine ausführliche und alle Themen umfassende Basispublikation zu DEGS-Ergebnissen erfolgt 2013 im Bundesgesundheitsblatt.

 

Weitere Informationen, insbesondere Vortragsabstracts zu den Ergebnissen: www.rki.de/degs

 

14.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Robert Koch Institut


DOG: Augenleiden stehen Kinderwunsch nicht im Weg

 

"Bis in die 1970er Jahre hinein wurde Frauen mit Diabetes mellitus zu einem Abbruch der Schwangerschaft geraten, wenn der Augenarzt eine Retinopathie festgestellt hatte", sagt Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Pressesprecher der DOG aus Frankfurt. Ärzte

befürchteten, dass während der Schwangerschaft die Schäden an der Netzhaut fortschreiten und die Presswehen bei der Geburt Blutungen in den Augen auslösen. "Die Risiken sind unter regelmäßiger augenärztlichen Betreuung gering und der Kinderwunsch der Frauen kann in aller Regel respektiert werden", sagt Professor Ohrloff. Auch ein Kaiserschnitt sei diesen Patientinnen heute nicht mehr vorgeschrieben.

 

Verbreitet sei auch die Ansicht, dass starke Kurzsichtigkeit gegen eine vaginale Entbindung spricht. „Der bei starker Kurzsichtigkeit verlängerte Augapfel erhöht zwar allgemein das Risiko, dass sich in der Netzhaut Risse bilden“, sagt Dr. Friederike Mackensen, augenärztliche Leiterin des Interdisziplinären Uveitiszentrums in Heidelberg. Die Gefahr bestehe aber nicht nur während der Presswehen sondern auch unabhängig von Schwangerschaft und Geburt. Für Kreißende, die sich Sorgen machen, empfiehlt Dr. Mackensen die spontane oder „physiologische“ Presstechnik.

 

Erhöhter Augeninnendruck als Risiko für grünen Star, das sogenannte Glaukom, schließt eine Schwangerschaft ebenfalls nicht aus. „Stattdessen sinkt der Augeninnendruck in der Regel in dieser Zeit, und bei Frauen mit hohen Werten finden sich Mittel und Wege, die Augen während der Geburt vor Schäden zu bewahren“, erläutert Dr. Mackensen. Auch eine Uveitis, eine schmerzhafte Entzündung der mittleren Augenhaut, bessert sich häufig während der Schwangerschaft. Dieses Phänomen sei vergleichbar mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multiple Sklerose.

 

Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch mit Augenleiden empfiehlt die DOG, sich augenärztlich beraten lassen. Zudem sollten sie den Kinderwunsch nicht hinausschieben, da mit dem Alter auch die Risiken für Augenleiden steigen. „Schwangere brauchen sich bei der augenärztlichen Kontrolle keine Sorgen zu machen, dass die zur Untersuchung eingesetzten Augentropfen ihrem Kind schaden“, beruhigt DOG-Pressesprecher Ohrloff. Die meisten Wirkstoffe gelangten nur in sehr geringer Menge in den Kreislauf. Bei Schwangeren würden zudem Mittel verwendet, die sich als unbedenklich für das Ungeborene erwiesen haben.

 

Literatur:
F. Mackensen. Augenärztliche Behandlung in der Schwangerschaft
Gesundes Gleichgewicht zwischen Behandlung und Sicherheit. Der Ophthalmologe 2012; 109: 219-220

 

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 6000 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, lehren und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg, ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.

 

13.06.2012; Quelle: Pressemitteilung DOG


Positive Ergebnisse der ersten klinischen Studien an Menschen zu einem neuartigen System für künstliche Bauchspeicheldrüsen stellen bedeutenden Fortschritt für Diabetes-Typ-1-Patienten dar

 

In der Entwicklung befindliche Systeme der Animas-JDRF-Partnerschaft in klinischer Studie erfolgreich auf Fähigkeit getestet, ein Fallen und Steigen des Blutzuckerspiegels zu erkennen und die Insulinabgabe sicher anzupassen.

 

Die Ergebnisse der ersten Durchführbarkeitsstudie eines neuartigen, fortschrittlichen Systems für künstliche Bauchspeicheldrüsen wurden heute anlässlich der 72. Jahrestagung der American Diabetes Association in Philadelphia präsentiert. Die Studie ergab, dass das System zur Hyperglykämie- und Hypoglykämie-Senkung (HHM) automatisch ein Fallen und Steigen des Blutzuckerspiegels vorhersagt und dementsprechend die Insulinabgabe sicher anpasst. Das HHM-System enthält eine kontinuierliche, subkutane Insulin-Pumpe, einen kontinuierlichen Glukose-Monitor (CGM) und eine spezielle Software, die Veränderungen im Blutzuckerspiegel vorhersagt. Die Studie wurde von der Animas Corporation in Zusammenarbeit mit der JDRF als Teil einer langfristigen Partnerschaft zur Förderung der Entwicklung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse mit einem geschlossenen Kreislauf für Patienten mit Typ-1-Diabetes durchgeführt.

 

Der erfolgreiche Abschluss dieser Studie mit dem HHM-System in einer klinischen Studien am Menschen stellt für die Entwicklung eines neuartigen, modernen Systems für die künstliche Bauchspeicheldrüse einen bedeutenden Schritt nach vorn dar", erklärte Dr. Henry Anhalt, Chief Medical Officer bei Animas und ärztlicher Leiter des Programms für die künstliche Bauchspeicheldrüse. ?Dies legt den Grundstein für spätere klinische Studien und bringt uns einen Schritt näher an den Traum, die künstliche Bauchspeicheldrüse Millionen von Menschen mit Typ-1-Diabetes zugänglich zu machen."

 

Im Juni 2011 erhielt Animas die Ausnahmegenehmigung (Investigational Device Exemption - IDE) von der amerikanischen Bundesgesundheitsbehörde (U.S. Food and Drug Administration - FDA) für die klinische Durchführbarkeitsstudie zur Entwicklung eines künstlichen Bauchspeicheldrüsen-Systems mit geschlossenem Kreislauf. Das Unternehmen arbeitet seit Januar 2010 gemeinsam mit der JDRF an der Entwicklung eines solchen automatisierten Systems, das Patienten mit Typ-1-Diabetes eine bessere Kontrolle über ihre Krankheit verschaffen soll.

 

Wir freuen uns sehr über die Ergebnisse der ersten Studien am Menschen im Rahmen dieser Partnerschaft mit Animas", erläuterte Aaron Kowalski, Ph.D., Assistant Vice President of Research bei der JDRF. Ein künstliches Pankreas-System, das hohe und niedrige Blutzuckerwerte nicht nur erkennt, sondern auch vorhersagen kann und die Insulinabgabe automatisch anpasst, würde für Menschen mit Diabetes-Typ-1 einen großen Fortschritt bedeuten. Das Leben der Patienten mit der Krankheit würde damit deutlich entlastet werden."

 

Informationen zu den Studien

Bei der Studie handelt es sich um eine nicht-randomisierte, unkontrollierte Durchführbarkeitsstudie mit 13 Typ-1-Diabetes-Patienten, die in einem Prüfzentrum in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde. Das Prüfpräparat Hypoglykämie Hyperglykämie-Minimizer (HHM) wurde an jedem Studienteilnehmer ungefähr 24 Stunden lang in einem offenen und geschlossenen Kreislauf mittels eines Algorithmus für die modellprädiktive Regelung mit einem Sicherheits-Modul, das von einer Laptop-Plattform aus gesteuert wird, untersucht. Um das System möglichst umfangreich zu testen, wurden die Insulin- und Nahrungs-Variablen während des Studienverlaufs verändert.

 

Primärer Endpunkt war die Überprüfung der Fähigkeit des Algorithmus', das Fallen und Steigen des Blutzuckerspiegels über oder unter die Schwellenwerte vorherzusagen und automatisch die entsprechenden Befehle zur Erhöhung, Verminderung oder Unterbrechung der Insulin-Abgabe an die Pumpe weiterzuleiten. Sekundärer Endpunkt war die Überprüfung der Fähigkeit des HHM-Systems, den Blutzuckerspiegel sicher innerhalb der Zielwerte zu halten und Erkenntnisse für die zukünftige Systementwicklung zu gewinnen. Außerdem wurde in der Studie auch die Beziehung zwischen CGM-Trends und dem Algorithmus des Kontroll-Modells zur Insulinabgabe untersucht.

 

Informationen zur Animas Corporation

Animas hat sich als Teil der Johnson & Johnson Unternehmensgruppe das Ziel gesetzt, Menschen mit Diabetes mithilfe einer breiten Produktpalette, wie z.B. dem OneTouch® Ping® zum Glukose-Management und der Animas® 2020 Insulinpumpe eine Welt ohne Grenzen zu schaffen. Animas, lateinisch für ?Wahres inneres Ich oder Seele" widmet sich seit 1996 individuellen Patientenbedürfnissen mit der Entwicklung einer lebensleistenden Technologie und einem Kundenservice, der den Patienten 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche und 365 Tage pro Jahr zur Verfügung steht. Weitere Informationen zu Animas finden Sie auf http://www.animas.com/ .

 

12.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Animas Corporation


Langfristig gesund leben: Forschungsprogramm "Fit Heute - Fit Morgen" legt den Grundstein für eine aktive und gesunde Zukunft

 

Gemeinsam mit der Schwenninger Krankenkasse und weiteren Partnern hat das Fraunhofer IAO mit "Fit Heute - Fit Morgen" ein Programm zur nachhaltigen Lebensstiländerung entwickelt.

 

Mit "Fit Heute - Fit Morgen" hat die Schwenninger Krankenkasse zusammen mit dem Fraunhofer IAO sowie weiteren Partnern aus Wissenschaft und Praxis ein Programm zur nachhaltigen Lebensstiländerung entwickelt. Mehr als 180 Teilnehmer haben das Programm ein Jahr lang erfolgreich getestet. Ziel der Forschungspartner ist es, mit Hilfe neuester Technologie, telemedizinischer Betreuung und aktuellsten Erkenntnissen aus der Medizin dem Metabolischen Syndrom entgegen zu treten. Hierunter fassen Experten eine Stoffwechselsituation zusammen, die wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 beinhaltet. Diese Risikofaktoren sind ein bauchbetontes Übergewicht, Bluthochdruck (Hypertonie) und Fettstoffwechselstörungen.

 

"Bei allen Teilnehmern hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren der Gesundheitszustand im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich verbessert. Das lässt darauf schließen, dass es möglich ist, den Lebensstil auch langfristig umzustellen und nachhaltig gesünder zu leben", sagt Thorsten Bröske, Vorstand der Schwenninger Krankenkasse. Die Teilnehmer konnten ihr Gewicht im Schnitt um rund neun Kilogramm reduzieren. Damit einhergehend verbesserten sich auch die Blutwerte, so dass am Ende bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmer von "Fit Heute - Fit Morgen" das Metabolische Syndrom nicht mehr nachweisbar war. Derzeit laufen noch Untersuchungen zur Nachhaltigkeit des Programms. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Aus der vom Fraunhofer IAO ausgewerteten Teilnehmerbefragung geht hervor, dass mehr als 85 Prozent der Teilnehmer das Programm uneingeschränkt weiterempfehlen würden.

 

Das Metabolische Syndrom manifestiert sich in einem erhöhten Bauchumfang (bei Männern = 94cm, bei Frauen = 80cm), auffälligen Blutfettwerten sowie erhöhtem Blutdruck (>130/85 mm Hg) und erhöhtem Nüchternblutzucker. Mediziner sprechen vom "tödlichen Quartett", weil betroffene Personen ein deutlich erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (KHK), einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall aufweisen.

 

"Fit Heute - Fit Morgen" wurde anlässlich des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhabens "lifescience.biz" realisiert. Weitere Informationen sind im Internet unter www.lifesciencebiz.de zu finden.

 

11.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer Institut


Deutsche Diabetes Gesellschaft erforscht Ursachen

 

Eiweiße im Muskel bei Übergewicht und Diabetes verändert

 

Dass bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Hormon Insulin den Blutzucker nicht ausreichend senkt, könnte an veränderten Eiweißen (Proteinen) der Muskulatur liegen. Proteine bestimmen maßgeblich Struktur, Stoffwechsel und Funktion von Zellen. Neue Einsichten über deren Veränderungen bei Übergewicht und Diabetes erbrachte jetzt eine jüngst veröffentlichte Studie an der Ruhr-Univer­sität Bochum in Kooperation mit der Universität Odense, Dänemark. Professor Dr. med. Harald Klein, Direktor der Medizinischen Klinik I am Berufsgenossenschaft­lichen Universitätsklinikum Bergmannsheil, und seine Forscherkollegen führten eine sogenannte „Proteomanalyse“ durch, bei der nicht einzelne Eiweiße, sondern der gesamte zelluläre Bestand auf einmal untersucht wird.

 

Ein wichtiger Mechanismus der Blutzuckersenkung besteht darin, dass Insulin die Aufnahme des Zuckers in den Muskeln steigert und so dem Blut entzieht. Dieser Mecha­nismus ist bei Übergewicht, und noch mehr bei Typ-2-Diabetes, gestört. Übergewichtige gleichen dies durch höhere Insulinspiegel aus. Können die Insulinspiegel nicht entsprech­end gesteigert werden, steigt der Blutzucker, und es entsteht ein Typ-2-Diabetes. In den vergangenen Jahren wurden zwar zahlreiche Aspekte der verminderten Wirksamkeit des Insulins (Insulinresistenz) geklärt etwa wie der Transport des Zuckers durch die Zellmem­bran in die Muskelzelle hinein funktioniert. „Das Verfahren der Proteomanalyse bietet jedoch erstmals die Möglichkeit, die gesamte Komplexität der Proteinveränderungen auf einmal zu erfassen und Schlussfolgerungen für ganz verschiedene Stoffwechselwege zu ziehen“, so Professor Klein, der auch Vorsitzender des Ausschusses Pharmakotherapie des Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist.

 

Die Forschergruppe um Professor Klein hat das „Proteom“ im Muskel von zehn Menschen mit Typ-2-Diabetes mit dem von elf Übergewichtigen und zehn schlanken Menschen verglichen. Dabei stellten die Forscher Unterschiede fest: Etwas überraschend kamen im Muskel der Patienten mit Diabetes und der Übergewichtigen vermehrt Enzyme vor, die den Zucker in Zwischenprodukte abbauen. Es fehlte aber an Enzymen, die in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Muskelzellen, aus diesen Zwischenprodukten Energie für die Zellen gewinnen. Dies könnte zu einer Anhäufung der Zwischenprodukte beitragen, die dann vermehrt zu Fett umgebaut werden. Fetteinlagerungen im Muskel und in anderen Organen wie der Leber werden bei Patienten mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes gefunden und sind in hohem Maße mit der gestörten Insulinwirkung korreliert.

 

Auch die Verteilung der Myosin-Eiweiße war verändert. Diese bewegen unter Einsatz des „Kraftstoffs“ ATP die Muskeln. Der Anteil der langsam reagierenden Myosine hatte sich hin zu den schnell reagierenden verschoben. Schließlich wurden auch Veränderungen bei Proteinen gefunden, bei denen man bisher überhaupt keinen Zusammenhang mit Über­gewicht oder Diabetes kannte. „Es ist einer der Vorteile der Methode, dass ohne Voreinge­nommenheit alle Eiweiße der Zelle untersucht werden und so auch die Entdeckung völlig neuer Zusammenhänge möglich ist“, sagt Klein. „Einige dieser Hypothesen müssen nun mit anderen Methoden bestätigt oder verworfen werden.“

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft engagiert sich als Fachgesellschaft besonders für die Diabetes-Forschung. Neben zahlreichen Forschungspreisen unterstützt die DDG durch Einzelprojektförderungen wissenschaftliche Arbeiten in der Diabetologie.

 

Literatur
Giebelstein J., Poschmann G., Højlund K., Schechinger W., Dietrich JW., Levin K., Beck-Nielsen H., Podwojski K., Stühler K., Meyer HE., Klein HH. The proteomic signature of insulin-resistant human skeletal muscle reveals increased glycolytic and decreased mitochondrial enzymes. Diabetologia 2012; 55: 1114–1127

 

13.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Neue Medizin-App für Diabetiker: Diabetes mellitus relevante Laborwerte dokumentieren.

 

Die Medizin-App Neuheit “Laborwerte Diabetes” gibt Patienten mit Zuckerkrankheit erstmals die Möglichkeit, auf ihrem Smartphone eine ganzheitliche Übersicht über ihre relevanten Laborwerte zu erlangen.

 

Zusammen mit einem interdisziplinären Ärzteteam hat die Conzappt GbR die Medizin-App Laborwerte Diabetes entwickelt. Die App unterstützt den Diabetes-Patienten dabei, seine relevanten Blutwerte übersichtlich und langfristig zu protokollieren. Es lässt sich sowohl der Zuckerspiegel im Verlauf protokollieren als auch viele andere relevante Blutwerte wie u.a. HbA1c, Kreatinin, Blutdruck und Cholesterin erfassen. So kann der zeitliche Verlauf aller Blutwerte über Tage, Monate und Jahre verfolgt werden, um typische Langzeitkomplikationen des Diabetes mellitus frühzeitig zu erkennen. Die im iTunes Store angebotene Medizin-App wird für iPhone und iPod angeboten.

 

“Diabetiker müssen ihr Leben aktiv hinsichtlich Ernährung, Sport und Gesundheitsvorsorge gestalten, um das Risiko von Folgeerkrankungen zu minimieren. Dazu ist es absolut notwendig, ein gutes Verständnis über alle Facetten des Diabetes mellitus zu bekommen, inklusive Laborwerte.”, erklärt Arzt Konrad Buscher, selbst auch Gründer der Conzappt GbR. Hier setzt die Medizin-App Laborwerte Diabetes an: Ein integriertes Lexikon informiert über eine Vielzahl von Blutwerten, die bei Diabetes mellitus eine Rolle spielen. Ursachen und Folgen von erhöhten bzw. erniedrigten Blutwerten werden verständlich und medizinisch fundiert erklärt. Hauptfunktion der App Laborwerte Diabetes ist die langfristige Dokumentation der persönlichen Laborwerte mit graphischem Verlauf. Befindet sich ein Blutwert außerhalb des Normalbereichs, so wird dies dem Nutzer farblich dargestellt. Kontinuierliche Anstiege z.B. des Blutdrucks, Langzeitblutzuckers HbA1c oder der Nierenwerte werden auf diese Weise früh verdeutlicht.

 

Arzt Buscher erklärt: “Einige Laborwerte geben frühzeitig Hinweise auf Komplikationen an Herz und Nieren. Eine gute Zuckereinstellung sowie sorgfältige Kontrolle der Risikoparameter Blutdruck, Körpergewicht und Cholesterin hilft, Nerven- und Augenschäden sowie Herzinfarkt und Nierenversagen vorzubeugen”. Speziell bei Diabetes mellitus ist der zeitliche Verlauf der Blutwerte oft ein Hinweis auf die Güte des eingestellten Blutzuckers und damit die Prognose des Krankheitsverlaufs. Mit der Medizin-App Laborwerte Diabetes wird Patienten ein Hilfsmittel angeboten, jederzeit einen langfristigen, ganzheitlichen Überblick über die erhobenen Laborwerte zu bekommen.

 

Laborwerte Diabetes ist im App Store unter folgendem Link zu finden: Laborwerte Diabetes

 

Weitere Informationen über die App Laborwerte Diabetes stehen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.laborwerte-app.de

 

Die Conzappt GbR ist ein junges Unternehmen, welches in enger Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Ärzteteam die Medizin-App Laborwerte Diabetes für das iPhone und iPod entwickelt hat.

 

Kontakt:
Conzappt Gbr
Konrad Buscher
Fichtenstr. 2
65527 Niedernhausen
01715392299
pressekontakt@laborwerte-app.de
http://www.laborwerte-app.de

 

11.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Conzappt GbR


Erfolgreiches Schulungskonzept für Diabetiker

 

Diabetes vom Typ-2 ist in Deutschland zu einer Volkskrankheit geworden. 1960 gab es etwa 800.000 Zuckerkranke, heute sind es rund 8 Mio. - hinzu kommt eine Dunkelziffer von 2 bis 4 Mio. Menschen. Rund 90 Prozent der Diabetiker sind übergewichtig oder fettleibig. Deshalb kommt der Gewichtsreduktion bei der Therapie ein besonderer Stellenwert zu.

 

Eine Studie, bei der 85 Diabetiker zwölf Wochen lang das Bodymed-Schulungskonzept realisierten, zeigt beeindruckende Erfolge. Dieses von Ärzten begleitete Konzept, das bundesweit von über 500 Gesundheitsinstituten (www.bodymed.com) in Deutschland angeboten wird, setzt auf einen zeitweisen Mahlzeitenersatz durch Eiweiß-Nährstoffdrinks sowie auf Ernährungs- und Bewegungsschulung. “Entsprechend den neuen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft raten wir zu einer eiweißoptimierten, fettmodifizierten und moderat kohlenhydratreduzierten Ernährung”, erklärt der Gründer des Konzeptes, Dr. Hardy Walle.

 

Die Resultate: Die Studienteilnehmer hatten nach zwölf Wochen im Schnitt 7,7 Kilo abgenommen, das entsprach einem Gewichtsverlust von 7,5 Prozent. Auch die Werte des Langzeit-Blutzuckers (HbA1C) sanken von 7,3 auf 6,7 Prozent. Dadurch konnte die diabetesspezifische Medikation verringert werden. Positiv veränderten sich außerdem der Blutdruck und die Cholesterinwerte. Und ganz entscheidend: Die Gewichtsreduktion war nachhaltig und hatte auch nach zwölf Monaten noch Bestand. “Das Bodymed-Schulungskonzept eignet sich für alle Menschen, die ihren Stoffwechsel und ihr Gewicht optimieren wollen. Diabetiker profitieren aufgrund ihrer schlechten Ausgangslage aber in besonderem Maße von der Lebensstilumstellung”, so Dr. Walle. Die Kosten für das ärztlich betreute Programm werden auf Anfrage von einigen Krankenkassen erstattet.

 

11.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Supress


Lungenentzündung bei Diabetikern häufig tödlich

 

Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert Expertise in Kliniken

 

Erkranken Menschen mit erhöhtem Blutzucker oder Diabetes mellitus an einer Lungenentzündung, ist ihr Sterberisiko deutlich höher als bei Menschen mit normalen Blutzuckerspiegeln. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten des deutschen Kompetenznetzes für ambulant erworbene Pneumonien (CAPNETZ), die jetzt im British Medical Journal (BMJ) erschienen ist. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist darauf hin, dass qualifizierte Diabetologen im Krankenhaus diese Zusammenhänge frühzeitig erkennen und die Patienten durch angemessene Therapie retten könnten. Es sei deshalb wichtig, das große und auch kleine Krankenhäuser die nötige diabetologische Expertise bieten.

 

Die Studie basiert auf Daten von 6891 Patienten. Sie hatten zwischen 2003 und 2009 wegen akuter Lungenentzündung Kliniken und Praxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgesucht. Dabei zeigte sich, dass bei Patienten mit hohen Blutzuckerspiegeln das Risiko steigt, 28 beziehungsweise 90 Tage nach Aufnahme ins Krankenhaus an der Pneumonie verstorben zu sein. Schon ein leicht erhöhter Blutzucker ging mit einem erhöhten Sterberisiko einher. Bei Patienten mit einem Blutzuckerspiegel von mehr als 14 Millimol pro Liter Blut war das Risiko sogar 2,37-fach erhöht.

 

„Unabhängig davon, ob ein Diabetes zuvor bekannt ist, stellt ein hoher Blutzuckerwert einen eindeutigen Risikomarker für Komplikationen und Tod bei schwerer Lungenentzündung dar“, sagt DDG-Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei. Patienten, die bereits vor der Aufnahme ins Krankenhaus an Diabetes litten, hatten insgesamt eine 2,47-fach erhöhte Sterberate. „Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass eine differenzierte Behandlung des Blutzuckerstoffwechsels bei Patienten mit schwerer Lungenentzündung Leben rettet“, fügt Matthaei hinzu, der Leiter des Diabetes-Zentrums am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück ist.

 

Die DDG fordert deshalb, Menschen mit Diabetes stationär möglichst in zertifizierten Fachabteilungen zu behandeln. Dies gelte auch für jene Diabetespatienten, die zusätzlich schwer erkrankt sind und etwa an einer Lungenentzündung, Herz-Kreislauf-, Gefäß- oder Nierenerkrankungen leiden. „Diese Patienten gehören in die Hände von Diabetologen und Ärzten in diabetologischen Fachabteilungen“, betont DDG-Pressesprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen.

 

Wie stark der Blutzucker bei Pneumonie-Patienten gesenkt werden muss, um die Sterblichkeit zu vermindern, ist noch nicht ausreichend untersucht. Eine aggressive Senkung des Blutzuckers führt mitunter zu Unterzucker und den damit verbundenen Komplikationen, bis hin zum Verlust des Bewusstseins. Stattdessen sei es hier besonders wichtig, so die Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft, den Blutzucker mit viel Fingerspitzengefühl zu regulieren: „Hier kann nur ein Experte – also ein Diabetologe – gegensteuern, der alle Risiken einzuschätzen vermag“, erläutert Professor Fritsche. Deshalb sei es wichtig, dass Universitätskliniken und große Allgemeinkrankenhäusern diabetologische Fachabteilungen vorhalten. Kleinere Krankenhäuser sollten in jedem Fall zertifizierte Diabetologen beschäftigen.

 

Literatur: BMJ 2012; 344:e3397 doi: 10.1136/bmj.e3397 (Published 29 May 2012)

 

11.06.2012; Quelle: Pressemitteilung DDG


Aging Science Expedition - Eine Ausstellung von CECAD, dem Exzellenzcluster für Alternsforschung

 

Vom 13. bis zum 15. Juni hat die Öffentlichkeit erstmalig die Chance, tiefere Einblicke in die kompetitive Forschung des Kölner Exzellenzclusters zu erhalten: Warum altert der Mensch? Warum nehmen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer im Alter zu? Wie kann der Mensch auch im Alter gesund bleiben? Die interaktive Ausstellung über vier Etagen in der IHK zeigt spannend und allgemeinverständlich, welche Forschungsfragen CECAD stellt, mit welchen Methoden das Cluster nach den entscheidenden Antworten sucht und wie die Erkenntnisse der Grundlagenforscher/innen in Form von neuen Therapien in die Klinik gelangen. CECAD nimmt international eine Spitzenposition im Bereich der Alternsforschung ein. Ziel der Ausstellung in der IHK Köln ist, die Leistungen des Clusters auch in Köln und dem regionalen Umfeld entsprechend zu positionieren. Die Ausstellung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, die Hauptzielgruppen dieses Projekts sind jedoch Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Administration. Um hier den Kontakt zu intensivieren ist die IHK Köln ein idealer Kooperationspartner.

 

Besucherinformationen:
Aging Science Expedition CECAD live ist eine öffentliche Ausstellung, der Eintritt ist kostenfrei.


Ausstellungszeit: 13.6. bis 15.6, Mittwoch & Donnerstag von 8:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr.


Ausstellungsort: Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln.

 

In einer alternden Gesellschaft erforscht das Kölner Exzellenzcluster CECAD die Ursachen des Alterungsprozesses und altersassoziierter Erkrankungen wie z.B. neurodegenerative Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson), Diabetes, Schlaganfall, Nierenversagen oder Krebs. Ziel des Clusters ist es, gemeinsame, neue therapeutische Ansätze zur Behandlung dieser Erkrankungen zu entwickeln. Mit der sogenannten Translationalen Forschung, dem Alleinstellungsmerkmal des Clusters, geht CECAD wichtige Schritte, um diesem Ziel näher zu kommen: Systematisch überführt CECAD die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. In CECAD forschen über 400 internationale Wissenschaftler aus Universität, Uniklinik, den Max-Planck-Instituten für die Biologie des Alterns und für neurologische Forschung sowie dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) eng vernetzt und interdisziplinär. Wissenschaftlicher Koordinator des Clusters ist der Leibnizpreisträger Prof. Jens C. Brüning.

 

CECAD wird getragen von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und seit dem 1. November 2007 gefördert durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern. Am 15. Juni 2012 wird die Entscheidung bezüglich einer zweiten Förderperiode seitens der DFG verkündet. Fällt diese positiv aus, ist der Beginn der zweiten Förderperiode der 1. November diesen Jahres. Hier möchte CECAD den Fokus auf die Translation noch weiter verstärken und die in der ersten Förderperiode erzielten Kenntnisse und Erfolge durch weitere klinische Studien ausbauen.

 

Dafür differenziert CECAD seine Forschungsbereiche weiter aus, um so in künftig sechs Bereichen die molekularen Fragestellungen des Alterungsprozesses vertieft erforschen zu können.

 

Rückfragen bitte an:
CECAD Exzellenzcluster der Universität zu Köln
PR & Marketing . Astrid Bergmeister / Andrea Pfennig
Telefon: 0221 470-5287 / -1603
E-Mail: communication-cecad@uni-koeln.de

 

07.06.2012; Quelle: Pressemitteilung CECAD - Cluster of Excellence at the University of Cologne


Eltern essen gesünder

 

Umfrage: Fast jeder Zweite achtet mit Kindern viel bewusster auf seine Ernährung als vorher

Fast zwei Drittel der Eltern minderjähriger Kinder (64,4 %) achten auch bei sich selbst auf gesunde Ernährung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins „Baby und Familie“. Fast die Hälfte der Väter und Mütter (44,1 %) berichten, sie achteten seit sie Kinder hätten viel bewusster auf ihre Ernährung und würden so insgesamt gesünder essen als früher, ein Fünftel der Eltern (20,3 %) ernährte sich schon vor der Geburt des Nachwuchses gesund. Besonders bei Eltern im Alter zwischen 20 und 29 Jahren kommt wesentlich gesünderes Essen auf den Tisch als vor der Geburt des Nachwuchses (59,3 %).

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 524 Müttern und Vätern mit minderjährigen Kindern.

 

Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden

abgegeben.

06.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Länger leben ohne Steak

 

Fleisch von Rind, Schwein und Lamm fördert Infarkt, Krebs und Diabetes

 

Ob Hotdog, Schnitzel oder Steak: Der häufige Verzehr von rotem Fleisch treibt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Typ-2-Diabetes deutlich in die Höhe, berichtet der „Diabetes Ratgeber“. Das Apothekenmagazin beruft sich auf eine große US-Studie, die auf Daten von mehr als 120000 Teilnehmern zurückgreifen konnte. „Rotes“ Fleisch stammt von Rindern, Schweinen und Lamm.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden

abgegeben.

 

05.06.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


HealthCare Journal von B. Braun nun auch als App für das iPad erhältlich

 

Ab sofort steht die medizinische Zeitschrift HealthCare Journal der B. Braun Melsungen AG auch als kostenlose App zur Verfügung. Damit gibt es das Journal neben der bereits bekannten Printversion jetzt auch in elektronischer Form und steht so jederzeit mobil zur Verfügung. Die HealthCare Journal-App findet sich im AppStore unter der Kategorie: Medizin > Aktuelle Apps > HealthCare Journal. Die aktuelle Ausgabe zur ambulanten Ernährungstherapie ist bereits als App verfügbar. Ausgaben zu den Themen Hygiene, Palliativ-Versorgung, Wundversorgung, Inkontinenz und Stomaversorgung sowie Diabetes sind ebenfalls im App-Store erhältlich.

 

Das HealthCare Journal bietet seinen Lesern zweimal im Jahr kostenlos aktuelle und interessante Berichte zu unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Themenschwerpunkten wie Hygiene, Palliativ-Versorgung, Wundversorgung, Inkontinenz- und Stomaversorgung oder Diabetes. Dabei wird über neue Standards und Therapien informiert, Experten der einzelnen Berufsgruppen, wie zum Beispiel Ärzte und Krankenschwestern, kommen zu Wort und es werden praxisrelevante Pflegetechniken und Produkte vorgestellt. Es werden Anregungen und Praxistipps für Betroffene, Helfer und Mediziner gegeben.

 

Weitere Informationen zum HealthCare Journal finden Sie unter: www.healthcare-journal.bbraun.de

 

05.06.2012; Quelle: Pressemitteilung B. Braun AG


"Wie finde ich einen Diabetesspezialisten?"

 

Der neue Internetauftritt der Diabetologen in Nordrhein – www.bdsn.de

 

Der Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) hat seine Webseite komplett überarbeitet. “Wir haben in den vergangenen zehn Jahren ein leistungsfähiges Behandlungsangebot in der Region Nordrhein etabliert. Daher war es auch für unsere Website an der Zeit, sie in einem moderneren Layout zu gestalten. Außerdem haben wir das Informationsangebot online wesentlich ausgebaut”, erklärt Dr. Matthias Kaltheuner aus dem Vorstand des BdSN den Schritt. Auf der neuen Webseite finden sich nun neben einer verbesserten Praxissuche und Terminübersicht auch aktuelle Nachrichten und ein Überblick über diverse diabetologische Projekte, an denen der BdSN beteiligt ist.

 

Die Webseite erzielte bereits positive Resonanzen. Elmar Grünstätter ist selbst Diabetiker und hat über die Praxissuche zur diabetologischen Schwerpunktpraxis gefunden: “Mein Hausarzt hatte mir gesagt, ich solle einen Diabetologen aufsuchen. Ich habe dann auf der Webseite des BdSN nachgeschaut und über die Praxissuche sofort die nächstgelegene diabetologische Schwerpunktpraxis gefunden. Dort war ich dann auch sehr zufrieden.” Auch die Hausärzte selber können die Praxissuche auf der neuen BdSN-Webseite nutzen, um für ihre Patienten schnell und unkompliziert den nächsten Diabetologen zu finden. Bei Bedarf können sie dann auch direkt Adresse und Telefonnummer ausdrucken. “Gerade für ältere Menschen ohne Internetanschluss wäre das sicher eine tolle Sache”, ist der 58-jährige Elmar Grünstätter überzeugt.

 

Im neu eingerichteten “Service”-Bereich werden den Praxen Hilfen wie Anamnesefragebögen und Leitlinien zur Verfügung gestellt. Zudem finden sich dort Links, die speziell für Menschen mit Diabetes interessant sind. In einem passwortgeschützten Mitgliederbereich können sich die Praxen auf der neuen BdSN-Webseite untereinander austauschen und miteinander diskutieren. “Natürlich haben wir auch unsere Mitgliederversammlungen und einen internen E-Mail-Verteiler. In einem Online-Forum läuft der Austausch jedoch flüssiger, schneller und vor allem aktueller ab. Daher hoffen wir, dass möglichst viele Mitglieder von dem Forum Gebrauch machen werden – im Interesse des BdSN, aber auch im Interesse unserer Patienten, die schließlich auch davon profitieren, wenn ihre Ärzte immer gut vernetzt sind”, fährt Dr. Kaltheuner fort. “Unser Ziel war und ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der sich sowohl unsere Mitglieder als auch die Patienten, Kostenträger und die Presse umfassend informieren können. Da diese vielfältigen Gruppen natürlich ganz unterschiedliche Ansprüche haben, ist unser Angebot entsprechend breit aufgestellt. Wir hoffen, dass alle bei uns fündig werden, sind aber selbstverständlich auch immer für konstruktive Kritik und Ergänzungen offen.”

 

Hintergrund: Der BdSN
Im Berufsverband der diabetologischen Schwerpunktpraxen in Nordrhein (BdSN) haben sich über 120 niedergelassene Diabetologen organisiert und die bisherige positive Entwicklung in der Betreuung von Diabetes-Patienten mitgestaltet. Ziel ist es, die ambulante Versorgung von Menschen mit Diabetes weiter zu verbessern.

 

Kontakt:
BdSN-Pressebüro
Regina Hamacher
Vogelsanger Weg 39
50858 Köln
0221/50294645
r.hamacher@zkm-koeln.de
http://www.bdsn.de

 

04.06.2012; Quelle: Pressemitteilung BdSN


Studien belegen: Mandeln sind gut fürs Herz

 

Mandeln sind ein wahres Allroundtalent. Seit langem gelten diese als eine nahr- und schmackhafte Zwischenmahlzeit und die neuesten Forschungsergebnisse liefern noch mehr Grund, Mandeln in eine gesunde Ernährung, auch für Menschen mit Diabetes mellitus oder dessen Vorstufe, Prädiabetes, aufzunehmen. Zum einen verbessern sie die Blutzuckerkontrolle entscheidend, zum anderen wirken sie sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Wer Mandeln bereits zum Frühstück verzehrt, hat einen geringeren Blutzuckerspiegel und fühlt sich langanhaltender gesättigt.

 

Mandeln sorgen für einen gesunden Blutzuckerspiegel

Dr. Richard Mattes, Professor für Nahrungsmittel und Ernährung an der amerikanischen Purdue Universität Lafayette, untersuchte in seiner Studie die unmittelbaren Auswirkungen und Second-Meal-Effekte (sprich die Wirkung auf die nachfolgende Mahlzeit) von Mandeln bei Erwachsenen mit verminderter Glukosetoleranz. Eine verminderte Glukosetoleranz hat zur Folge, dass die Fähigkeit des Stoffwechsels, nach der Aufnahme von Glukose, den Blutzuckerspiegel ohne eine zeitlich begrenzte inakzeptable Blutzuckererhöhung im Normbereich zu halten, vermindert ist. Dabei kam er zu folgendem Ergebnis: Mandeln enthalten verschiedene Bestandteile wie ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe, die verhindern, dass der Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten zu stark ansteigt. Wer ein kohlenhydratreiches Frühstück um Mandeln ergänzt, kann so die Blutzuckerkonzentration nach dem Frühstück und sogar nach dem Mittagessen verringern. In der Untersuchung analysierten die Forscher, wie sich verschiedene Mandelformen auf die Insulinempfindlichkeit und das Sättigungsgefühl bei Testpersonen mit einer Vorstufe von Diabetes mellitus (= Prädiabetes oder pathologische Glukosetoleranz) auswirken. Die Studienteilnehmer, die ein Frühstück mit ganzen Mandeln verzehrten, fühlten sich länger gesättigt und wiesen einen geringeren Blutzuckerspiegel nach dem Frühstück und der zweiten Mahlzeit auf als die Testpersonen, die ein Frühstück ohne Mandeln zu sich nahmen.

 

Mit Mandeln den Cholesterinspiegel senken

Wer 20 Prozent seines täglichen Kalorienbedarfs durch Mandeln deckt, kann sein Körperfett, die Nüchtern-Insulin- und Blutzucker-Werte sowie andere wichtige Körperwerte wesentlich verbessern. Forscher in Taiwan testeten in einer Studie mit 22 Patienten, die alle an Typ 2 Diabetes mellitus erkrankt waren, zwei unterschiedliche Diätformen. Zum einen unterzog sich ein Teil der Patienten einer NCEP (US National Cholesterol Education Programm) Step II Diät, bei der weniger als 7% der täglichen Kalorienzufuhr durch gesättigte Fettsäuren und weniger als 200 mg Cholesterin zu sich genommen wurden. Der zweite Teil der Patienten hielt eine Mandel-Diät, bei der 20% der täglichen Kalorien von Mandeln gedeckt wurden, darunter geröstete, ungesalzene, ganze Mandeln in Hauptgerichten, Desserts oder Snacks. Im Durchschnitt nahm jeder Teilnehmer 56 Gramm Mandeln am Tag zu sich.

 

Im Vergleich zur NCEP Step II Diät verringerten die Patienten der Mandel-Diät signifikant Körperfett, Nüchtern-Insulin- und Blutzucker-Werte, den Gesamtcholesterinspiegel, die Werte des LDL-Cholesterins ("schlechtes" Cholesterin) und das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin ("gutes" Cholesterin).

 

Wichtiger Nährstofflieferant

Sven-David Müller, Ernährungsexperte und Medizinjournalist, Weimar an der Lahn, weiß um das natürlich Gute von Mandeln: "Mandeln sollten Bestandteil einer ausgewogenen Ernährungsweise sein. Im Vergleich mit anderen Nüssen sind Mandeln Gramm für Gramm diejenigen mit dem höchsten Gehalt an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitamin E, Kalzium, Riboflavin und Niacin. Deshalb ist meine Empfehlung: Der Verzehr einer Handvoll Mandeln am Tag, die in diesem Umfang nicht dick machen, sondern sogar bei der Gewichtsreduktion helfen, hält den Heißhunger in Schach und das Energielevel hoch. Mandeln liefern wichtige und wertvolle Nährstoffe wie z.B. Kalzium, das unseren Knochenbau unterstützt. Durch ihre cholesterinsenkende Wirkkraft und ihre positive Beeinflussung des Blutzuckerspiegels, sind sie außerdem ideal für die Ernährung von Diabetikern."

 

Weitere Informationen zum Almond Board of California und zu Mandeln finden Sie online unter CaliforniaAlmonds.de.

 

Über das Almond Board of California

Verbraucher auf der ganzen Welt genießen kalifornische Mandeln als natürliches, vollwertiges und hochwertiges Lebensmittel und machen Mandeln damit zu Kaliforniens führendem Exportprodukt, gemessen am Wert. Das Almond Board of California fördert Mandeln durch seinen forschungsbasierten Ansatz in sämtlichen Aspekten der Vermarktung, des Anbaus und der Produktion im Auftrag von mehr als 6.000 kalifornischen Mandelanbauern und verarbeitenden Unternehmen, von denen ein großer Teil Familienbetriebe sind, die seit mehreren Generationen bestehen. Das 1950 gegründete Almond Board of California mit Sitz in Modesto, Kalifornien, ist eine gemeinnützige Organisation, die die von den Anbauern beschlossene Federal Marketing Order unter der Aufsicht des United States Department of Agriculture (USDA) verwaltet.

 

31.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Almond Board of California


Insulin aus Darmzellen?


Gentechnisch veränderte Darmzellen sollen Diabetes heilen

 

Forscher der New Yorker Columbia-Universität sind auf der Suche nach Möglichkeiten, Typ-1-Diabetes zu heilen, ein Stück weiter gekommen. Durch Ausschaltung eines einzigen Gens verwandelten sie bei Mäusen Stammzellen aus der Darmwand in insulinproduzierende Zellen, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

 

Das Hormon Insulin wird normalerweise von der Bauchspeicheldrüse bereitgestellt. Bei Typ-1-Diabetes produziert das Organ kein Insulin mehr. Jetzt hoffen die Forscher ein Medikament entwickeln zu können, das bei Menschen Darm-Stammzellen gezielt in Insulinproduzenten verwandelt.

 

Alles über den Diabetes und das wichtige Medikament Insulin finden Sie unter www.diabetes-ratgeber.net/Insulin

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

31.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Heilen mit Pilzen - Das große Handbuch der Mykotherapie Standardwerk zur Pilzheilkunde von Heilpilzexperte Franz Schmaus

 

Die Mykotherapie - zu deutsch Pilzheilkunde - gehört zu den ältesten und wirksamsten Naturheilverfahren der Welt. Das Wissen um ihre gesundheitsfördernden Kräfte ist bei uns aber seit dem Mittelalter so gut wie verloren gegangen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dagegen spielen Heilpilze wie der Reishi, der Shiitake oder der Maitake schon seit tausenden von Jahren eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung und der Behandlung vieler Beschwerden und Krankheiten. Mittlerweile gewinnt die Pilzheilkunde auch in Europa wieder zunehmend an Bedeutung. Zusätzlich zu den positiven Erfahrungen aus der TCM und der Naturheilkunde belegen heute zudem viele wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernden Wirkungen der Heilpilze.

 

Mit der soeben erschienenen Erstausgabe von "Heilen mit Pilzen - Das große Handbuch der Mykotherapie" hat Franz Schmaus als Herausgeber jetzt ein Buch vorgelegt, das von Kritikern zu den Standardwerken der Pilzheilkunde gezählt wird.

 

Es gibt auf über 300 Seiten so umfassend wie vielleicht sonst nirgendwo einen sehr anschaulichen Einblick in die mehr als 4.000 Jahre alte Geschichte der Pilzheilkunde, stellt Portraits der elf wichtigsten Heilpilze und ihrer Inhaltsstoffe vor und informiert anhand von ausführlichen Studien über ihr Anwendungsspektrum in der Gesundheitsvorsorge sowie der Behandlung einzelner Krankheiten. Darunter unter anderem Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2, Allergien, Alzheimer und Demenzstörungen, Arteriosklerose, Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Krebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Osteoporose, Fibromyalgie, Prostataerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma, Hauterkrankungen, Verstopfung, Hormonstörungen, Stresserkrankungen oder Störungen des Immunsystems. Ebenso beschäftigt sich das Buch mit weiteren Anwendungsgebieten der Mykotherapie. So zum Beispiel mit dem wichtigen Thema der Entgiftung, Sport und Ausdauer, nachhaltige Gewichtsreduzierung, Leberstörungen oder wie uns die Heilpilze bei der Rauchentwöhnung unterstützen.

 

"Heilen mit Pilzen - Das große Handbuch der Mykotherapie" berücksichtigt dabei die Erfahrungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und der Naturheilkunde ebenso wie die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur Pilzheilkunde. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Therapeuten wie an gesundheitsinteressierte Laien. Das Nachwort stammt von Prof. Dr. med Ivo Bianchi.

 

Über den Herausgeber:

Franz Schmaus beschäftigt sich bereits seit mehr als 30 Jahren mit der Wirkung und der Anwendung von Heilpilzen. Heute gehört er in Europa zu den renommiertesten Experten auf diesem Gebiet. 2003 gründete er das MykoTroph Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde mit Sitz in Limeshain. Ziel des Instituts ist es, das Wissen um die vorbeugende und heilende Wirkung von Pilzen zu erforschen und in Deutschland sowie in Europa einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu sind auf der Website des Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de umfassende Informationen und Studien eingestellt.

 

Franz Schmaus, Herausgeber:

Heilen mit Pilzen - Das große Handbuch der Mykotherapie

Gesundheit aus der Natur

1. Auflage , April 2012, Gebunden, 314 Seiten; 19,90 Euro

ISBN: 978-3-00-037517-0

 

Bezugsquellen:

Internet: http://www.HeilenmitPilzen.de

Per Mail: info@mykotroph.de

Telefonisch: 06047-988530, Ausland: +49-6047-988530

 

Gut zu wissen:

Ausführliche Informationen zur Pilzheilkunde finden Interessierte auf der Website des MykoTroph Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de. Bei persönlichen Fragen steht das Team von MykoTroph montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefon-Nr. 06047-988530 für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Über diese Rufnummer können Interessierte auch ein persönliches Beratungsgespräch im Institut vereinbaren. Alle Beratungen sind selbstverständlich kostenlos. Umfassendes Informationsmaterial und DVDs zur Anwendung der Heilpilze können ebenfalls kostenlos angefordert werden.

 

29.05.2012; Quelle: Pressemitteilung MykoTroph AG


Diabetes Kongress im Stuttgarter ICS: Deutsche Diabetes Gesellschaft zieht positives Fazit

 

Im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart ging am Samstag, dem 19. Mai 2012, der Diabetes Kongress 2012 zu Ende. Über 6.000 Teilnehmer tauschten sich in mehr als 100 Workshops und Symposien zu aktuellen Entwicklungen in der Forschung und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes aus. Begleitet wurde der Kongress von einer Ausstellung, die auf 10.000 m² neben 65 Unternehmen auch einen Mitmach-Parcours zum Thema Diabetes präsentierte. Der Diabetes Kongress fand nach 2010 bereits zum zweiten Mal im ICS statt. Mit der Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Baden-Württemberg (ADBW), die die mitgliederstärkste Regionalgesellschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft ist, sowie der Universität Tübingen, die Verbundpartner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung ist, gehört Baden-Württemberg zu den Vorreiterregionen bei der Erforschung, Prävention und Behandlung von Diabetes.

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), die zu der Veranstaltung geladen hatte, zeigte sich zufrieden. "Das ICS Internationales Congresscenter Stuttgart war auch in diesem Jahr der perfekte Veranstaltungsort für den Diabetes Kongress", erklärte Prof. Dr. med. Thomas Haak, Präsident des Diabetes Kongresses 2012 und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim. "Die Räumlichkeiten entsprachen genau unseren Bedürfnissen. Und das Team der Landesmesse hat alles getan, uns jeden Wunsch zu erfüllen." Insgesamt standen für die Symposien und Workshops etwa 20 Räume mit Kapazitäten von 12 bis 1.700 Teilnehmern zur Verfügung. Hinzu kamen Räumlichkeiten für eine begleitende Posterausstellung, für die Pressebetreuung und das Kongresspräsidium sowie für Kleingespräche.

 

Stuttgart beliebter Austragungsort für Medizinkongresse

Das ICS auf dem Gelände der Landesmesse Stuttgart entwickelt sich zunehmend zu einer deutschlandweit gefragten Adresse im medizinischen Bereich. Seit der Eröffnung des Kongress- und Tagungszentrums im Jahr 2007 machten bereits zahlreiche Veranstaltungen auf den Fildern Station. So war hier die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) von 2009 bis 2011 drei Jahre in Folge zu Gast, die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie kommt nach 2008 schon zum zweiten Mal nach Stuttgart.

 

Bis Jahresende stehen zudem noch die 85. Wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie, die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie sowie der Deutsche Wirbelsäulenkongress im Veranstaltungskalender des ICS.

 

ICS Internationales Congresscenter Stuttgart

Das ICS Internationales Congresscenter Stuttgart ist eines der größten und modernsten Kongresszentren Deutschlands und befindet sich direkt neben dem Flughafen Stuttgart. Das flexible Aufteilungskonzept der Flächen und Räume ermöglicht eine äußerst variable Nutzung für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. So kann der Kongress-Saal mit insgesamt 2.669 Quadratmetern in bis zu vier Räume unterteilt werden. Die multifunktionale Kongress- und Ausstellungshalle bietet auf 4.933 Quadratmetern Platz für bis zu 5.000 Plätze und kann ebenfalls mit einer Trennwand in zwei Segmente geteilt werden. Im Tagungs- und Konferenzbereich des Obergeschosses steht nochmals Platz für bis zu 2.000 Personen zur Verfügung.

 

29.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Landesmesse Stuttgart GmbH


Gute Idee oder Schritt zum gläsernen Patienten?

 

Umfrage: Die künftige Speicherung von Gesundheitsdaten auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte beurteilen die Deutschen unterschiedlich

 

Ein gutes Instrument zur besseren gesundheitlichen Versorgung oder Einladung zum Datenmissbrauch – zwischen diesen beiden Extremen bewegt sich laut einer repräsentativen Umfrage der „Apotheken Umschau“ die Haltung der Deutschen zur neuen elektronischen Gesundheitskarte. Diese wird seit dem 1. Oktober 2011 von den gesetzlichen Krankenkassen ausgegeben und soll in Zukunft neben Verwaltungs- auch Gesundheitsdaten der Versicherten speichern.


Der Untersuchung zufolge hält eine große Mehrheit (81,1 Prozent) die neue Karte mit zusätzlichen persönlichen Gesundheitsinformationen für eine sehr gute Idee, weil sich zum Beispiel bei einem Unfall der Notarzt und das Krankenhaus sehr schnell über die wichtigsten Dinge informieren können. Fast genauso viele (78,9 Prozent) meinen, dass die Karte dem Arzt die richtige Diagnose und Therapie erleichtern werde, wenn auf ihr künftig umfassend und übersichtlich abgespeichert ist, unter welchen Beschwerden der Patient gelitten hat oder leidet.


Doch es gibt auch andere Stimmen: Mehr als jeder Zweite (54,9 Prozent) hat große Sorgen, dass bei einer zukünftigen Abspeicherung persönlicher Gesundheitsdaten auf seiner Karte möglicherweise der Datenschutz nicht gewährleistet sein könnte. Ähnlich viele (50,2 Prozent) erklären, in der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte die Vorbereitung zum „gläsernen Patienten“ zu sehen, was für sie eine sehr bedrohliche Vorstellung sei. Wenig zuversichtlich sind viele Befragte außerdem, was die Handhabung ihrer Daten angeht, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Nur 45,1 Prozent haben derzeit volles Vertrauen, dass die Bundesregierung und die zuständigen Institutionen den Umgang mit der elektronischen Gesundheitskarte so verlässlich gestalten, dass es keine Probleme mit der Datensicherheit gibt.

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.214 Personen ab 14 Jahren.

 

29.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Einfacher Risiko-Check für Diabetes / Wie in vielen Fällen der Ausbruch von Diabetes aufgehalten werden kann

 

Ein paar Pfunde zu viel, hoher Blutdruck, Blutfette nicht in Ordnung? Wer damit zu kämpfen hat, sollte sicher gehen, dass nicht auch noch ein Diabetes hinzukommt, rät das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Für einen ersten Check reichen ein Maßband, um den Bauchumfang zu messen, und ein kleiner Blutstropfen vor dem Frühstück, der auf die Höhe des Blutzuckers untersucht wird. Die Durchführung und Bewertung bieten auch viele Apotheken an. Dabei kann vor allem das Vorstadium erkannt werden. "In dieser Phase können Sie sehr viel mit einer Lebensstil-Änderung bewirken", sagt Prof. Markolf Hanefeld, Diabetologe und Hormonexperte aus Dresden. Die Krankheit lasse sich bei jedem zweiten noch verhindern.

 

Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 5/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

23.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Urteil zugunsten von zuckerkrankem Kind rechtskräftig geworden

 

Bei einem unter Diabetes mellitus Typ I leidenden Kind ist ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 und damit eine Schwerbehinderung nach § 2 Abs. 1 - SGB IX festzustellen, wenn eine instabile Stoffwechsellage gegeben und ein hoher Therapieaufwand erforderlich ist.

 

Der beklagte Landkreis Zwickau legte gegen das Urteil zunächst Berufung ein, nahm diese aber am 24.4.2012 wieder zurück. Damit ist die Entscheidung des Sozialgerichts rechtskräftig.

 

Der Sachverhalt

Das Amt für Familie und Soziales Chemnitz hatte beim 2006 geborenen Kläger 2008 einen Grad der Behinderung von 40 festgestellt und ihm das Merkzeichen "H" (Hilflosigkeit) zuerkannt. Man war der Auffassung, dass die körperlichen Einschränkungen und die Hilfebedürftigkeit des Kindes damit zutreffend erfasst seien. Der Therapieaufwand sei bei einem Kind unbeachtlich. Der Betroffene müsse die Therapie selbst im Sinne eines aktiven Tuns durchführen. Dies sei einem Kind im Alter des Klägers nicht möglich. Vielmehr werde der Therapieaufwand von Dritten - hier der Eltern - betrieben.

 

Wegen der stark schwankenden Blutzuckerwerte und des hohen Betreuungs- und Therapieaufwand hielten die Eltern des aus dem Landkreis Zwickau stammenden Kindes einen GdB von 50 für richtig. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren klagten sie im Juli 2009 vor dem Sozialgericht Chemnitz, das ihnen Recht gab.

 

Die Entscheidung

Das Urteil stützt sich auf die im Verfahren hinzugezogenen ärztlichen Unterlagen und medizinischen Dokumentationen. Diese beschreiben eine schlechte Stoffwechsellage, die mit einer Insulinpumpe therapiert wird. Es treten schwere Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auf, die schnelle Hilfe erfordern. Der zur Herstellung eines stabilen Blutzuckerwertes und zur Vermeidung von Hypoglykämien notwendige Therapieaufwand ist beträchtlich. Für die Höhe des GdB kommt es nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts aus dem Jahre 2009 auch auf den Therapieaufwand an. Damit wird dem Zweck des SGB IX Rechnung getragen, Nachteile des Behinderten bei der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft auszugleichen. Ein hoher Therapieaufwand schränkt die Teilhabe zusätzlich ein. Von wem der Therapieaufwand betrieben wird, ist nicht entscheidend. Zu bewerten sind die Einschnitte in die Lebensführung. So wird das Kind immer wieder aus seinem Tagesablauf herausgerissen. Es darf nur in einem gewissen Umkreis zu seinen Betreuungspersonen spielen. Sein natürlicher Spiel- und Entdeckungsdrang wie auch seine Persönlichkeitsentwicklung und Verselbstständigung werden durch die notwendige engmaschige Überwachung eingeengt.

 

Landkreis legte Berufung ein

Der Landkreis Zwickau legte im Oktober 2010 gegen das Urteil des Sozialgerichts Chemnitz Berufung zum Sächsischen Landessozialgericht ein. Er hielt auch an der Berufung fest, nachdem die Entscheidung des Sozialgerichts Chemnitz in die vom Kommunalen Sozialverband herausgegebenen Anwendungshinweise vom 25.11.2010 zur Beachtung für die Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat Sachsen Aufnahme gefunden hatte.

 

Landkreis nimmt Berufung zurück

Im laufenden Berufungsverfahren befürwortete die Versorgungsärztin des Beklagten im Juni 2011 die Feststellung eines GdB von 50 beim Kläger. Dieser Meinung schloss sich die Prozessvertretung des Landkreises ebenfalls nicht an, so dass das Landessozialgericht ein Sachverständigen-Gutachten in Auftrag gab. Der Sachverständige, ein Kinderarzt des Dresdener Universitätsklinikums, kam in seinem Gutachten vom 2.4.2012 mit deutlichen Formulierungen zu dem Ergebnis, dass alle Voraussetzungen für die Zuerkennung eines GdB von 50 vorlägen. Erst daraufhin nahm der beklagte Landkreis die Berufung zurück. Jetzt sei vertretbar, eine außergewöhnlich schwer regulierbare Stoffwechsellage und damit einen GdB von 50 anzunehmen.

 

Rechtsgrundlagen:
§ 69 Abs. 1 SGB IX

 

Gericht:
Sozialgericht Chemnitz, Urteil vom 07.09.2010 - S 34 SB 333/09

 

23.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Sozialgericht Chemnitz


Honigsüß - und doch so gefährlich


Diabeteserkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln

 

Deutschland zählt zu den am höchsten entwickelten Staaten weltweit. Ein Umstand, der sich zunehmend auch am Gesundheitszustand der Bevölkerung ablesen lässt – allerdings nicht nur in positiver Hinsicht. Zwar steigt die Lebenserwartung hierzulande seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Doch nehmen auch die so genannten “Zivilisations- und Wohlstandskrankheiten” in gleichem Maße bedrohlich zu.

 

Ein Beispiel: Über neun Prozent aller Frauen und knappe acht Prozent der deutschen Männer leiden mittlerweile an einer Diabeteserkrankung. Die meisten davon (über 90 Prozent) erkranken an dem früher als “Altersdiabetes” bezeichneten Diabetes mellitus Typ II. Dabei ist “Zucker haben” schon längst keine reine Alterserscheinung mehr: Immer jüngere, oft übergewichtige Menschen müssen heute lernen, mit einem krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel zurechtzukommen. Ein Los, das sich meist nur mit eiserner Disziplin und großer Opferbereitschaft tragen lässt. Dr. Stephan de la Motte von Harrison Clinical Research Deutschland erklärt, wie es zu einer Diabetes mellitus Erkrankung kommen kann, wie man sie rechtzeitig erkennt und was man dagegen unternehmen kann.

 

Was ist Diabetes und wie kommt es dazu?
Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, die entweder in einem Insulinmangel oder einer verminderten Insulinwirkung begründet liegt. Seinen Namen hat der Diabetes mellitus dem Forscherdrang antiker Mediziner zu verdanken: Ist Insulin nämlich nicht ausreichend vorhanden, wird es nicht richtig verarbeitet oder fehlt es gar komplett im Blut, kann unser Körper den mit der Nahrung aufgenommen Zucker nur schlecht verarbeiten. Eine der Folgen: Der Urin eines Diabetikers wird “süß” – und Schmecken war schon im Altertum ein probates Mittel medizinischer Diagnostik. Diabetes mellitus bedeutet demnach nichts anderes als “honigsüßer Durchfluss”.

 

Wie kann ich eine Zuckererkrankung frühzeitig erkennen?
Gerade beim weit verbreiteten Typ II merken viele Betroffene oft jahrelang überhaupt nichts von ihrer Erkrankung – oder können die allgemeinen Beschwerden wie Müdigkeitszustände, Schwächegefühl, Sehstörungen, häufige Blasenentzündungen oder gesteigerte Infektionsneigung nicht richtig zuordnen. Im fortgeschrittenen Zustand kommt es zu Schädigungen von Herz, Nieren, Augen, Blutgefäßen oder Nervensystem – oder sogar dem so genannten “diabetischen Fuß”, der bis zur Amputation führen kann. Zudem tritt die Zuckerkrankheit häufig im Rahmen des metabolischen Syndroms auf. Dieses “Wohlstandssyndrom” geht in der Regel mit Warnzeichen wie Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck einher. Die Betroffenen sind eher älter – doch auch die Zahl an übergewichtigen Kindern mit Diabetes mellitus Typ II nimmt immer weiter zu.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Während bei einem Diabetes mellitus Typ I das fehlende Insulin im Blut mit Hilfe von Medikamenten ersetzt werden muss, können Diabetiker Typ II schon mit einem veränderten Lebensstil viel bewirken. So sollten sie unbedingt auf eine gesunde Ernährung achten und sich ausreichend bewegen. Auch eine Gewichtsabnahme ist gerade bei übergewichtigen Patienten sehr zu empfehlen. Reichen diese Maßnahmen allerdings nicht aus, kann auch hier nicht auf Medikamente verzichtet werden.

 

Was kann ich tun, um die Diabetes-Forschung zu unterstützen?
Forschungsinstitute wie Harrison Clinical Research Deutschland bemühen sich, Therapien bei und Medikamente gegen zu hohen Blutzucker weiter zu verbessern - aktuell zum Beispiel im Rahmen einer klinischen Studie mit Diabetikern Typ II.

 

Über den Harrison Experten
Dr. Stephan de la Motte, Jahrgang 1957, ist seit über 20 Jahren in der medizinischen Forschung tätig. Als Chief Medical Officer bei Harrison Clinical Research in München betreut und verantwortet er bereits in der zweiten Dekade erfolgreich eine Vielzahl klinischer Studien zu Themen wie Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Sein Erfahrungsschatz aus über 160 Einzel-Studien der Phasen I, II, III macht den Autor zahlreicher Fachbeiträge damit zu einem Ansprechpartner für viele medizinische Alltagsfragen.

 

Über die Harrison Clinical Research Deutschland GmbH

Die Harrison Clinical Research Deutschland GmbH ist Teil der Harrison Gruppe mit Hauptsitz in München und weiteren zwölf Büros in zwölf Ländern weltweit. Mit seinen über 400 Mitarbeitern bietet das international tätige Unternehmen seit über 20 Jahren Dienstleistungen im Zusammenhang mit klinischen Prüfungen von Arzneimitteln der Phasen I bis IV an. Darüber hinaus werden auch mögliche Einflüsse von Nahrungsergänzungsmitteln auf den menschlichen Körper untersucht. Die Harrison Clinical Research Deutschland GmbH ist ISO 9001 zertifiziert. Mehr Informationen auch unter www.harrison.de.


Kontakt:
Harrison Clinical Research Deutschland GmbH
Björn Berensmann
Albrechtstr. 14
80636 München
089 998 461-0
http://www.harrison.de
harrison@hartzkom.de

 

22.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Harrison Clinical Research Deutschland GmbH


DZD Symposium "Insulin, Adipokine und Gehirn" auf dem Diabetes Kongress 2012

 

Das Gehirn spielt für unser Körpergewicht eine entscheidende Rolle indem es unser Essverhalten steuert. Die nötigen Informationen über den aktuellen Energiestatus des Körpers erhalten die grauen Zellen vom Insulin, von Hormonen aus dem Fettgewebe und vielen weiteren Botenstoffen. Im Symposium "Insulin, Adipokine und Gehirn" des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) auf der Frühjahrstagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) stand die Funktion des Gehirns und seiner Botenstoffe bei der Entstehung von Übergewicht und in Folge Diabetes im Mittelpunkt. Unter der Leitung der DZD Vorstände Prof. Martin Hrabé de Angelis, Helmholtz Zentrum München, und Prof. Hans-Ulrich Häring, Universität Tübingen, wurden neueste Forschungsergebnisse am 18. Mai 2012 in Stuttgart präsentiert.

 

Beginnt Übergewicht im Kopf?

Dieser Frage gingen führende Köpfe der Diabetesforschung und Neurowissenschaften auf den Grund. Mehr als 450 Zuhörer verfolgten mit großem Interesse die neuen Erkenntnisse zur Rolle des Gehirns im Stoffwechsel auf dem Symposium des DZD.


Prof. Häring unterstrich die Bedeutung des neuen Ansatzes in der Diabetesforschung: „Der Typ-2-Diabetes hat seinen Ursprung auch im Kopf. Das Gehirn spielt für unser Essverhalten und damit verbundene Krankheiten wie den Typ-2-Diabetes eine entscheidende Rolle.“

 

Hormone und andere Botenstoffe sowie das Nervensystem benachrichtigen die „grauen Zellen“ laufend über die aktuellen Energiereserven und deren Verteilung im Körper. Diesen Informationen entsprechend steuert das Gehirn die Nahrungsaufnahme und den

Energieverbrauch. Eine Fehlregulation in diesem komplexen Zusammenspiel kann zu übermäßigen Essen führen. Das daraus resultierende Übergewicht ist eine der Ursachen für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes.


„Im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung herrschen großartige Bedingungen, diese vielschichtigen Forschungsfragen interdisziplinär anzugehen. Es eröffnen sich völlig neue Therapieoptionen für eine personalisierte Behandlung des Patienten.“ betonte Prof. Hrabé de Angelis.

 

Aktives Fettgewebe
Entgegen jahrzehntelanger Annahme dient weißes Fettgewebe dem Körper nicht nur als Energiespeicher, sondern es ist auch aktiv an der Regulation des Stoffwechsels beteiligt. Dies erfolgt durch die Freisetzung einer Vielzahl von Hormonen, die das Gehirn beeinflussen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Botenstoffe, den sogenannten Adipokinen, zählt Leptin, das das Hungergefühl hemmt. Neben Leptin stellte Prof. Hendrik Lehnert von der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, Campus Lübeck in seinem Symposiumsbeitrag Nesfatin-1 und FGF-1 als weitere Adipokine vor, die das Sättigungsgefühl beeinflussen.

 

Stättigungsfaktor Insulin

Insulin wirkt nicht nur in Muskel, Leber und Fett, sondern auch im Gehirn. Prof. Andreas Fritsche, vom DZD-Partnerinstitut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen, erklärte in seinem Vortrag „Insulin senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, es beeinflusst über direkte Effekte auf bestimmte Hirnregionen die Steuerung des Stoffwechsels und auch das menschliche Verhalten.“ Nach dem Essen sendet die erhöhte Konzentration von Insulin dem Körper Gehirn das Signal „satt“ und die Kalorienzufuhr soll so beendet werden. Bei älteren Personen bzw. bei Menschen mit Übergewicht kann das Insulin im Gehirn nicht mehr so gut wirken, man spricht von einer Insulinresistenz. Ursache können genetische Faktoren, aber auch erhöhte Blutfettwerte sein.

 

Wie unsere Ernährung das Gehirn beeinflusst

Eine fettreiche Ernährung führt zu Modifikationen in Gehirnregionen, die den Energiehaushalt des Körpers steuern. Bei Mäusen traten in Folge von einer mehrtägigen Fütterung von einem hohen Anteil an Fett entzündliche Prozesse im Hypothalamus auf, die zu einer Veränderung des Nervengewebes in diesen Hirnregionen führten. Körperliche Bewegung führte zu einer Verbesserung. Prof. Tschöp vom DZD-Partnerinstitut Helmholtz Zentrum München meint „Unsere Entdeckungen werfen ein neues Licht auf den Einfluss unserer Ernährung auf das Gehirn.“

 

Essverhalten neu erlernt

Ein neuartiges Therapiekonzept für übergewichtige Personen stellte auch der Neurowissenschaftler Prof. Niels Birbaumer von der Universität Tübingen vor. Er zeigte in einem spannenden Vortrag, dass man Hirnareale, die für die Nahrungsaufnahme verantwortlich sind, selbst steuern kann: Man zeigt den Personen Bilder über den Grad des Blutflusses in bestimmten Gehirnregionen und belohnt sie für Änderungen. So kann fast jeder lernen, die Durchblutung aktiv zu beeinflussen. Interessanterweise können Übergewichtige ihre Hirnregionen, die Lust auf Essen und ähnliches steuern, besser regulieren als Personen mit normalem Gewicht. Aber sie verbinden (assoziieren) dies nicht mit anderen Hirnregionen, die am Essverhalten beteiligt sind und dadurch haben sie keinen Verhaltenserfolg.

 

Die intensive Diskussion nach den Vorträgen machte deutlich, wie wichtig und zukunftsweisend dieses Thema für die Diabetesforschung ist.

 

22.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e. V.


Alarmierende Zahl: Jeder 3. Bundesbürger hat zu hohe Blutfettwerte

 

Neben Alkohol, Rauchen und Stress liegen die Ursachen eines zu hohen Cholesterinspiegels meist in einer falschen Ernährung mit zu viel tierischen Fetten, Bewegungsmangel und dem meist daraus resultierenden Übergewicht. Fatal wird es für die Gesundheit der Blutgefäße, wenn auch noch eine Belastung durch Diabetes hinzukommt.


Als Endresultat können die Arterien durch die Fettablagerungen “verkalken”, was auf Dauer, wie bei einem verkalkten Abflussrohr, zu Verschlüssen und somit Blockaden der Blut- und Sauerstoffversorgung führen kann. Die fatalen Folgen: Herzinfarkt oder Schlaganfall!

 

Wie kann das Herz und Gehirn geschützt werden?
Wenn eine Umstellung auf eine gesündere Lebensweise nicht gelingt - und das ist leider meist der Fall - scheint es nur die Wahl zwischen zwei Übeln zu geben: Entweder mit der tickenden Zeitbombe “Herz-Kreislauf-Risiko” weiterleben, oder für den Rest des Lebens ein Cholesterin-senkendes, chemisch hergestelltes Arzneimittel einnehmen.

 

Was viele Betroffene noch nicht wissen: die Natur, die in einem gesunden Körper die Balance zwischen dem “schlechten” gefäßschädigendem LDL-Cholesterin und dem “guten” gefäßschützenden HDL-Cholesterin herstellt, hält oftmals eine Hilfe aus der Natur parat. Eine davon hat sich für die Herzgesundheit besonders bewährt: Rotes Reismehl.

 

Wie entsteht rotes Reismehl?
Bereits im alten China war roter Reis als Nahrungsmittel gegen Herzbeschwerden bekannt und ist seither ein wichtiges Rezept der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Rotes Reismehl ist das Endprodukt eines 7 Tage dauernden Fermentierungsprozesses. Dabei wird weißer Reis mit dem Hefepilz Monascus purpureus verbunden und färbt sich dabei rot. Bei diesem Vorgang entstehen zwei wertvolle Substanzen, die regulierend auf den Fettstoffwechsel einwirken: Monacoline und Mevinolinsäure.


Besonders die Monacoline besitzen die Fähigkeit, die Blutfette, vor allem das “böse” LDL-Cholesterin günstig zu beeinflussen.

 

Um den fermentierten roten Reis als Nahrungsergänzungsmittel anbieten zu können, wird der rote Reis getrocknet und zu feinem roten Reismehl gemahlen. Dabei bleiben die wertvollen Monacoline erhalten. Dieses Reismehl-Pulver gibt es in Gelatine-Kapseln eingebettet unter dem Namen Monachol direkt beim Hersteller Monasan GmbH oder rezeptfrei in Apotheken zu kaufen.


Die Effektivität von rotem Reismehl bei der Regulation erhöhter Blutfette wurde in zahlreichen Vergleichsstudien belegt. Rotes Reismehl zeigte ebenso gute Ergebnisse, wie die pharmazeutisch hergestellten Arzneimittel zur Cholesterinsenkung.


Der wichtige Vorteil des natürlichen Monachol liegt in seiner besonders guten Verträglichkeit. Während für die Cholesterin-senkenden Arzneimittel, sog. Statine, gravierende Nebenwirkungen, wie z.B. Veränderungen an der Skelettmuskulatur, Schlafstörungen und sogar sexuelle Störungen bekannt sind, zeigte der regelmäßige Verzehr von Monachol-Kapseln keine dieser Begleiterscheinungen. Schon allein deshalb ist Monachol zu empfehlen.

 

Die Monasan GmbH (Rosenheim, 12 Mitarbeiter) ist auf Nahrungsergänzung spezialisiert und setzt sich dafür ein, die in vielen Jahrhunderten gesammelten Erfahrungen der chinesischen Medizin mit den modernen Erkenntnissen der westlichen Schulmedizin sinnvoll und wirksam zu kombinieren. Hierbei arbeitet Monasan insbesondere mit Ärzten sowie unabhängigen Instituten und Forschungseinrichtungen zusammen. Monasan produziert und vertreibt in Deutschland und Österreich Rotes Reismehl. Außerdem im Sortiment sind Nahrungsergänzungsmittel wie Kanovenol Kapseln/Öl und Monasien Creme mit 8% Glucosamin.

 

16.05.2012; Quelle: Pressemitteilung monasan GmbH


Warum essen manche Menschen zu viel und bewegen sich zu wenig?

 

Wie Insulin auf das menschliche Gehirn wirkt

 

Insulin wirkt nicht nur auf Muskeln, Leber und Fettgewebe, sondern beeinflusst auch das Gehirn. Über das Gehirn als zentrale Stoffwechselinstanz ist Insulin an der Gewichtsregulation beteiligt. Studien  zufolge reagieren die Gehirnzellen von schlanken und übergewichtigen Menschen verschieden auf Insulin. Menschen mit einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) sprechen weniger auf das Hormon an. Sie nehmen dadurch weiter zu und können in der Folge an Diabetes Typ 2 erkranken. Wie Insulin auf das menschliche Gehirn wirkt und welche Ansätze sich daraus für zukünftige Diabetestherapien ergeben könnten, diskutieren Experten beim Diabetes Kongress 2012, der 47. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, vom 16. bis 19. Mai 2012 in Stuttgart im Symposium „Insulin, Adipokine und Gehirn“ des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung unter der Leitung von Professor Dr. med. Hans-Ulrich Häring, Universität Tübingen und Prof. Hrabé de Angelis, Helmholtz Zentrum München. Prof. Häring stellt das Thema im Rahmen der Kongress-Pressekonferenz am 18. Mai näher vor.

 

Immer mehr Menschen sind übergewichtig. Zahlen der WHO sprechen von weltweit 1,5 MilliardenBetroffenen. Die Ursachen liegen in einem Zusammenspiel aus Überernährung, Bewegungsmangel und genetischer Veranlagung. Doch warum essen Menschen zu viel und bewegen sich zu wenig? „Das Gehirn spielt für unser Essverhalten und damit verbundene Erkrankungen eine entscheidende Rolle“ sagt Professor. Hans-Ulrich Häring, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) und Direktor des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums Münchens an der Universität Tübingen Auch Insulin sei an diesem Zusammenspiel beteiligt. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Hormon im Gehirn des Menschen nicht nur direkte Hirnfunktionen, sondern auch den Energiestoffwechsel und das Verhalten beeinflusst. So ist es mit dem Sättigungsgefühl, der Lust auf Bewegung und dem Gedächtnis verbunden. Auch das Belohnungszentrum gehört dazu. Über diese Mechanismen, so wird vermutet, reguliert es bei gesunden Menschen das Essverhalten und den Lebensstil mit.

 

„Insulin bewirkt nicht nur die Aufnahme von Glukose in die Körperzellen. Es ist auch dazu da, dem Körper nach dem Essen das Signal 'satt' zuzusenden und so die Kalorienzufuhr zu beenden“ erläutert Professor Hans-Ulrich Häring. Insbesondere bei Übergewichtigen und Älteren gäbe es jedoch häufig eine sogenannte Insulinresistenz des Gehirns. „Sie kann auch durch genetische Faktoren hervorgerufen sein. Oder durch mit gesättigten Fettsäuren erhöhte Blutspiegel, wie sie vor allem nach dem Verzehr tierischer Fette vorkommen“ so Professor Häring. Hohe Blutspiegel mit gesättigten Fettsäuren führen zu negativen Effekten auf die Zentren, die für das Sättigungsgefühl, das Gedächtnis und das Bewegungsverhalten zuständig sind. Die nahrungsabhängige Rückkoppelung mit dem Gehirn ist gestört. Die Betroffenen essen zu viel und haben keine Lust auf Bewegung. „Diese oft nur graduellen Unterschiede in der Feedbackschleife können langfristig den Unterschied zwischen dick oder dünn und vielleicht auch Diabetes oder nicht machen“ sagt Professor Häring. Er erläutert auf der Kongress-Pressekonferenz am 18. Mai 2012 im Internationalen Congresscenter Stuttgart, wie das Zuckerhormon unser Gehirn beeinflusst. Im Rahmen des Symposiums "Insulin, Adipokine und Gehirn"  mit den renommierten Experten Prof. Matthias Tschöp, Helmholtz Zentrum München, Prof. Lehnert, Universität Lübeck, Prof. Andreas Fritsche und Prof. Nils Birbaumer von der Universität Tübingen werden neueste Forschungsergebnisse zur Rolle des Gehirns bei der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie dem Diabetes vorgestellt.

 

15.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Pressestelle Diabetes Kongress 2012


Aufklärung, die bewegt: Aktiver Lebensstil kann Diabetesrisiko reduzieren und ein Leben mit Diabetes verbessern / "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" setzt Zeichen beim "RheinRadeln"

 

Diabetes ist in der Bevölkerung ein wichtiges Thema geworden, das zeigte sich beim diesjährigen "RheinRadeln". Bei der größten Veranstaltung in Rheinhessen war das Interesse am Aktionsstand der von Sanofi initiierten bundesweiten Diabetesaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" riesig: Mehr als 800 Besucher stellten ihr Fahrrad ab und machten den Diabetes-Risikocheck.

 

Gemeinsam mit den Partnern der Diabetesaktion sieht sich Sanofi in der Verantwortung über Prävention und Früherkennung sowie bestmögliche Versorgung der Diabetiker aufzuklären. Als einziger Rundum-Partner für Menschen mit Diabetes ist das Ziel von Sanofi ein Komplettangebot - von der Blutzuckerkontrolle mit intelligenten Geräten über die Therapie mit modernen Insulinen und innovativen Pens bis hin zu Service und Aufklärung. Der Stadtbürgermeister von Oppenheim Marcus Held zeigte sich begeistert: "Wir freuen uns, dass wir beim Rheinradeln für so ein wichtiges Thema wie die Volkskrankheit Diabetes sensibilisieren konnten. Gesundheitsaufklärung bei einer Veranstaltung, die für Freude an der Bewegung steht, macht für uns Sinn."

 

Messen und radeln: Bewegung hat positiven Einfluss auf Blutzuckerwerte

Mit ausreichend Bewegung können das Diabetesrisiko gesenkt und Blutzuckerwerte bei bereits bestehender Erkrankung verbessert werden. Darauf macht "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" aufmerksam. Gemeinsam mit der IDAA, der Vereinigung diabetischer Sportler, rief die Aktion dazu auf, ein besonderes Zeichen zu setzen: Unter dem Motto "messen und radeln" fanden sich 22 Menschen mit Diabetes ein, die insgesamt 352 Kilometer radelten und 14.000 Kalorien verbrannten. Angeführt von Daniel Schnelting, dem dreifachen Deutschen Meister im 200m-Sprint, selbst Diabetiker und Botschafter von "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7", fiel die Radlergruppe in leuchtend orangefarbenen T-Shirts auf der Strecke auf. Bei der Messung der Blutzuckerwerte konnte direkt gezeigt werden, dass sich die Bewegung positiv ausgewirkt hat: Bei den Teilnehmern war der Blutzucker nach der sportlichen Betätigung niedriger als zuvor.

 

Zur Erhöhung der Lebensqualität und Vermeidung von Folgeerkrankungen sollten Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel nicht nur beim Sport immer im Blick haben. Wichtig sind Blutzuckermessgeräte, die sich an den Bedürfnissen der Diabetiker orientieren. Die

Blutzuckermessgeräte BGStar® und iBGStar® von Sanofi wurden nach den Wünschen von Menschen mit Diabetes entwickelt. Mit ihnen kann das Blutzuckermessen flexibel in den Alltag eingebunden werden. Der iBGStar® ist das erste Blutzuckermessgerät für mobile Menschen, das direkt mit dem iPhone und iPod touch verbunden werden kann.

 

"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7": Zusammen erreichen wir mehr
"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" steht für bundesweite, nachhaltige Aufklärung. Mehr als 480.000 Besucher an 38 Standorten und über 25.000 ausgewertete Risikocheck-Bogen liefern fundierte Daten. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung in

Deutschland und die Ergebnisse des Risikochecks sind zentrale Bestandteile der Aktion die Themen Ernährung und Bewegung. Sanofi initiierte die Aktion 2005 und konnte bis heute 24 Kooperationspartner gewinnen, darunter Krankenkassen, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften und regionale Netzwerke. "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" wird weiter unermüdlich zusammen mit seinen Partnern informieren. Termine und Standorte für 2012 finden sich unter www.gesuender-unter-7.de

 

iPhone und iPod touch sind eingetragene Marken von Apple Inc. in den USA und anderen Ländern.

 

14.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Sanofi-Aventis Deutschland GmbH


Häufig sind Stoffwechsel und Atemwege chronisch krank

 

Diabetes erhöht Risiko für Asthma und umgekehrt

 

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die Begleit- und Folgeerkrankungen hervorrufen und dadurch verschiedene Organfunktionen beeinträchtigen kann. Dies betrifft auch die Lunge. Durch Studien ist belegt: Wer an Diabetes Typ 2 leidet, hat ein doppelt so hohes Risiko, zusätzlich Asthma zu entwickeln und umgekehrt. Auch zwischen Diabetes Typ 1 und Asthma bestehen Zusammenhänge. Diabetiker sollten auf ihr Asthmarisiko achten und Asthma-Patienten sich auf Diabetes untersuchen lassen. Darauf weist die gemeinnützige Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe hin.

 

Unter Kindern mit Diabetes Typ 1 ist die Rate von Asthmaerkrankungen höher als bei stoffwechselgesunden Kindern: Eine 2011 vorgestellte amerikanische Studie ergab, dass von 2000 Kindern und jungen Erwachsenen zwischen drei und 21 Jahren mit Diabetes Typ 1 elf Prozent auch an Asthma litten. Dies enspricht einer höheren Rate als unter gesunden Menschen derselben Altersgruppe. Diejenigen Typ-1-Diabetiker, die asthmakrank waren, hatten außerdem mehr Schwierigkeiten, eine gute Blutzuckereinstellung anzustreben als Diabetes-Patienten ohne Asthma. Nachgewiesen ist darüber hinaus, wer an Diabetes Typ 2 leidet, hat ein doppelt so hohes Risiko als Stoffwechselgesunde, zusätzlich Asthma zu entwickeln. Umgekehrt haben aber auch Menschen mit Asthma ein ebenso erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2.

 

„Als eine gemeinsame Ursache für den Zusammenhang zwischen den beiden Erkrankungen gilt Übergewicht“, sagt Dr. med. Christian Berg, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Essen und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Es ist ein hoher Risikofaktor sowohl für Diabetes Typ 2 als auch für Asthma.“ Bei der Lungenerkrankung werden aufgrund der chronischen Entzündung der Atemwege vermehrt Entzündungsstoffe ins Blut abgegeben. Möglicherweise tragen sie zur Entstehung von Diabetes Typ 2 bei. Außerdem müssen Menschen mit Asthma häufig Kortikosteroide gegen die Entzündungsprozesse inhalieren. Kortisonhaltige Inhalationssprays können, insbesondere wenn sie hoch dosiert werden, den Blutzuckerspiegel erhöhen.

 

Menschen mit Diabetes wiederum haben aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte ein beeinträchtigtes Immunsystem. Überschüssige Zuckermoleküle blockieren Rezeptoren von Immunzellen, die infolge dessen keine Krankheitserreger mehr aufspüren können. Dadurch sind Diabetiker anfälliger für Infektionen, unter anderem auch in der Lunge.

 

„Mögliche Anzeichen für eine Asthmaerkrankung können Husten oder Atemprobleme sein, die nicht auf eine aktue Erkältung zurückzuführen sind“, so Dr. Berg, Eltern von Kindern mit Diabetes Typ 1 oder Menschen mit Diabetes Typ 2, denen derartige Symptome auffallen, sollten daher ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen. Menschen mit Asthma sollten sich auf eine möglicherweise auch bestehende Diabetes-Erkrankung untersuchen lassen.

 

Mehr Informationen zu Begleit- und Folgeerkrankungen unter www.diabetesDE.org

 

09.05.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Der Bundesrat setzt weiter auf Gesundheitsförderung

 

Ein gesunder Lebensstil hilft, die Häufigkeit nicht übertragbarer Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegerkrankungen oder Diabetes zu verringern. Zu den Risikofaktoren gehören Tabakkonsum, unausgewogene Ernährung, Alkoholmissbrauch und mangelnde Bewegung. Nicht übertragbare Krankheiten stellen die Hauptursache für frühzeitige Todesfälle dar und verursachen hohe Gesundheitskosten. Der Bundesrat hat deshalb die laufenden Nationalen Programme Alkohol, Tabak sowie Ernährung und Bewegung bis Ende 2016 verlängert.

 

Die drei Nationalen Programme, die seit 2008 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesämtern, Kantonen und Nichtregierungsorganisationen umgesetzt werden, haben sich bewährt und im Bereich der Prävention nicht übertragbarer Krankheiten Fortschritte gebracht, so zum Beispiel:

 

  • Verbesserung des Jugendschutzes im Bereich Alkohol
  • Rückgang der Passivrauchexposition,
  • Verbesserung der Datenlage mit dem Monitoring-System Ernährung und Bewegung (MOSEB),
  • Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Kantonen.

 

Prävention wirkt, schnelle Erfolge jedoch können nicht erwartet werden, denn die Massnahmen wirken mittel- bis langfristig. Eine externe Evaluation der Programme hat ihren Nutzen und ihre gesundheitspolitische Bedeutung bestätigt und empfiehlt, sie mit einigen Anpassungen weiterzuführen. Mit der Verlängerung der Nationalen Programme stellt der Bundesrat die Kontinuität seiner Bemühungen zur Förderung eines gesunden Lebensstils sicher.

 

Der Bundesrat beauftragt das Eidgenössische Departement des Innern die Präventionsprogramme in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen und diversen Partnern aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Bildung umzusetzen. Zum Auftrag gehören die Beschaffung von wissenschaftlichen Grundlagen, die Information und Kommunikation in der Öffentlichkeit, die gezielte Koordination unter allen Akteuren und die Schaffung von Verhältnissen, die einen gesunden Lebensstil erleichtern. Damit setzt der Bundesrat ein Zeichen für eine zukunftsgerichtete Gesundheitspolitik, die bei der Gesundheitsförderung ansetzt.

 

09.05.2012; Quelle: Der Bundesrat der Schweiz (http://www.bundesrat.admin.ch/)


Diabetes durch Depression - depressiv wegen Diabetes


Wenn Seele und Stoffwechsel gemeinsam leiden

 

Die Zahlen sind alarmierend: Jeder achte Mensch mit Diabetes leidet an einer Depression, bei jedem fünften Patienten liegt eine erhöhte Depressivität vor. Depressionen sind nicht nur für Patienten belastend. Sie stellen eine wesentliche Barriere für eine gute Diabeteseinstellung dar, erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen und verkürzen die Lebenserwartung. Umgekehrt haben stoffwechselgesunde Menschen mit einer Depression auch ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2. Beide Erkrankungen werden jedoch häufig erst spät erkannt. Dies kann den Erfolg einer Diabetestherapie gefährden. Eine rechtzeitige Diagnose und Therapie kann die Prognose hingegen verbessern. Über neueste Erkenntnisse zu Diabetes und Depressionen diskutieren Diabetologen und Psychologen im Rahmen des Diabetes Kongresses 2012 vom 16. bis 19. Mai 2012 im Internationalen Congresscenter Stuttgart. Privatdozent Dr. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer erläutert auf der Vorab-Pressekonferenz am 10. Mai 2012 Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Depressionen.

 

Etwa sechs Prozent der Allgemeinbevölkerung sind aktuell an einer Depression erkrankt, etwa 18 Prozent erkranken im Laufe ihres Lebens. Menschen mit Diabetes, sowohl junge mit Diabetes Typ 1 als auch ältere mit Diabetes Typ 2, leiden etwa doppelt so häufig darunter. Umgekehrt haben Menschen mit einer Depression ein deutlich erhöhtes Risiko, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken, der bei vielen Betroffenen ebenfalls lange unentdeckt bleibt. Forscher versuchen, die Ursache für diese Beziehung herauszufinden und Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Aus Studien wird deutlich, dass das Leben mit Diabetes für viele Menschen doch eine ernstzunehmende Belastung, einen Stressfaktor darstellt. Wie eine neue, bevölkerungsbasierte Studie in Deutschland zeigt, die auf dem Diabetes Kongress 2012 vorgestellt wird, ist die Lebensqualität von Diabetikern im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich reduziert. Psychischer Stress führt bei Menschen mit Diabetes durch eine ständige Aktivierung der Stressachse unter anderem zu Entzündungsprozessen an den kleinen wie großen Gefäßen, welche bei Diabetikern besonders gefährdet sind. Dies ist eine wesentliche Ursache für das erhöhte Risiko von depressiven Menschen mit Diabetes, Folgeerkrankungen des Diabetes zu entwickeln. Prognostisch ungünstig ist ebenfalls, dass durch psychischen Stress die Wirkung des Insulins beeinträchtigt wird.

 

„Eine erhöhte Depressivität wie auch klinische Depressionen sind sowohl ein körperliches als auch ein seelisches Problem“, sagt Privatdozent Dr. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft und Geschäftsführer des Forschungsinstituts der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM). Das zeige sich auch an der Symptomatik: Depressionen können sich auf eine sehr unterschiedliche Art und Weise äußern. Neben tiefer Niedergeschlagenheit, Mut- und Hoffnungslosigkeit leiden Betroffene häufig auch unter Angstgefühlen sowie Schlafstörungen oder körperlichen Schmerzen. „Um bei Menschen mit Diabetes schlechte Blutzuckerwerte und Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, sowohl eine erhöhte Depressivität als auch eine Depression früh zu erkennen und zu behandeln”, betont Dr. Kulzer. Denn Depressionen im Zusammenhang mit Diabetes stellen nicht nur ein körperliches Risiko dar, sondern sind zudem eine häufige Ursache für Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Berentung. „Rechtzeitig diagnostiziert, sind Depressionen gut therapierbar, entweder mit Antidepressiva, Verhaltenstherapie oder einer Kombination aus beidem“, so der Psychologe.

 

08.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Neuer Zuckersenker entdeckt / Hoffnung auf bessere Werte und weniger Unterzuckerungen

 

Menschen mit Typ-2-Diabetes nehmen häufig Tabletten, die die Insulinproduktion anregen. Dadurch steigt aber auch das Risiko für Unterzuckerungen - vor allem, wenn man versehentlich eine Tablette zuviel geschluckt hat oder eine Mahlzeit vergisst.

 

Jetzt haben US-Forscher einen Wirkstoff entdeckt, der die Insulinproduktion im Gegensatz zu herkömmlichen Diabetes-Tabletten nur anregt, wenn man etwas gegessen hat, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Das Unterzuckerrisiko könnte dadurch deutlich sinken. Der Wirkstoff mit dem vorläufigen Namen TAK-875 soll jetzt in Studien erprobt werden.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 5/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

08.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


ZDFneo-Programmhinweis: Mach mich gesund! - Der Ernährungscoach (1)

 

Diagnosen wie chronische Erschöpfung, Fischgeruch-Syndrom, Diabetes oder Brustkrebs verändern das Leben eines Menschen schlagartig. Kann man bestimmte Krankheiten durch die Umstellung der Ernährung besiegen?

 

“Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach” lüftet in acht Folgen das Geheimnis hinter der heilenden Wirkung von Lebensmitteln. Patienten mit den unterschiedlichsten Symptomen werden zur Teilnahme an streng überwachten Experimenten eingeladen, um herauszufinden, ob ein ganz bestimmter Ernährungsplan ihre Probleme lösen kann. Das professionelle Team um Ernährungsberaterin Lucy Jones steht den Patienten Biss für Biss zur Seite und entscheidet, welche Zutaten gegessen werden dürfen und welche nicht.

 

“Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach” dokumentiert die Fortschritte der Kranken, räumt alte Ernährungsmythen aus der Welt und enthüllt die Wahrheit hinter Vitamintabletten, Energydrinks, Allergietests und Co..

 

In der ersten Folge macht das Ärzteteam um Lucy Jones Bekanntschaft mit der 24-Jährigen Lauren, die seit ihrem 15. Lebensjahr unter dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leidet. Die Symptome Fettleibigkeit und Gesichtsbehaarung sind bei ihr derart stark ausgeprägt, dass sie sich kaum noch aus dem Haus traut.

 

Seit er sieben Jahre alt ist, wird Harvey von starken Migräne-Attacken geplagt, weshalb seine Mutter alles dafür tun würde, um ihrem Sohn zu helfen.

 

Während die 25-jährigen Zwillinge Kristen und Maren Lebensmittel als Waffe gegen Brustkrebs einsetzen, versucht der 44 Jahre alte Chris durch spezielle Ernährung, den Krebs zu besiegen.

 

Acht Folgen “Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach” werden donnerstags und freitags, 16.10 Uhr, ausgestrahlt.

 

Freitag, 15. Juni 2012, 16.10 Uhr

Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach (2)

 

Diagnosen wie chronische Erschöpfung, Fischgeruch-Syndrom, Diabetes oder Brustkrebs verändern das Leben eines Menschen schlagartig. Kann man bestimmte Krankheiten durch die Umstellung der Ernährung besiegen?

 

“Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach” lüftet in acht Folgen das Geheimnis hinter der heilenden Wirkung von Lebensmitteln. Patienten mit den unterschiedlichsten Symptomen werden zur Teilnahme an streng überwachten Experimenten eingeladen, um herauszufinden, ob ein ganz bestimmter Ernährungsplan ihre Probleme lösen kann. Das professionelle Team um Ernährungsberaterin Lucy Jones steht den Patienten Biss für Biss zur Seite und entscheidet, welche Zutaten gegessen werden dürfen und welche nicht.

 

“Mach mich gesund! – Der Ernährungscoach” dokumentiert die Fortschritte der Kranken, räumt alte Ernährungsmythen aus der Welt und enthüllt die Wahrheit hinter Vitamintabletten, Energydrinks, Allergietests und Co..

 

Ernährungsberaterin Lucy Jones und ihr Team treffen auf Karen und ihren sechsjährigen Sohn Callum. Diagnose: starke Schuppenflechte. Vor allem Karen macht sich große Sorgen, dass ihr Sohn deswegen in der Schulklasse zum Mobbingopfer werden könnte. Nachdem bisher sämtliche Arzneimittel versagt haben, versuchen es die beiden nun mit alternativer Ernährung.

 

Bei Profisängerin Sophie ist es eine extreme Form chronischen Sodbrennens, das ihre Gesangskarriere bedroht und im Extremfall sogar Krebs verursachen kann.

 

Die 16-jährige Rianna ist auf der verzweifelten Suche nach einem Mittel gegen ihren Haarausfall, und Ian muss dringend seine Leber abspecken, wenn er ein langes Leben haben möchte.

 

07.05.2012; Quelle: Pressemitteilung ZDF-Pressestelle


Ran an den Speck - Gesund und natürlich abnehmen mit Heilpilzen


Natürliche Hilfe beim Kampf gegen zu viele Pfunde: Der Maitake

 

Als so genannte "Umstimmungsjahreszeit" ist das Frühjahr eine besonders gute Zeit, um überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen. Nach dem langen Winter mit den vielen kleinen und größeren Ernährungs-Sünden und meist viel zu wenig Bewegung, haben das auch viele von uns nötig.


Besonders am Bauch, gerne aber auch an Po, Hüften und Oberschenkeln, haben sich unschöne Fettpölsterchen angesammelt. Doch immer mehr Menschen haben nicht nur ein paar Kilos zu viel, sondern schleppen dauerhaft belastende Kilos mit sich herum. Rund 66 Prozent der deutschen Männer und 51 Prozent der Frauen sind laut der Nationalen Verzehrsstudie II übergewichtig; Tendenz weiter steigend. Besonders besorgniserregend: Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Prozentzahl der Übergewichtigen mittlerweile bereits bei 15 Prozent.

 

Gesundheitsrisiko Übergewicht
Eine alarmierende Bilanz, da Übergewicht ein hohes Gesundheitsrisiko darstellt und unter anderem zu Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Krebserkrankungen, Thrombosen oder gar zum Herzinfarkt führen kann. Somit ist die Entscheidung, überflüssige Pfunde loszuwerden nicht nur aus ästhetischer Sicht sinnvoll. Statt einer Crash-Diät empfiehlt sich aber unbedingt die bewusste Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine ausgewogene, leichte, vitalstoffreiche und gesunde Kost. Heilpilze in Kapselform eingenommen, können die Gewichtsabnahme effektiv unterstützen, so dass das individuelle und gesunde "Wohlfühlgewicht" nicht nur erreicht, sondern auch dauerhaft gehalten werden kann.


Auch während der Schlankheitskur auf eine ausgewogene Ernährung achten

Eine effektive Diät sollte den Körper ausgewogen mit Eiweiß, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und gesunden Fetten versorgen, dabei schmackhaft und vielseitig sein. Dazu gehört in jedem Fall auch möglichst viel Bewegung. Ideal ist natürlich auch die regelmäßige Ausübung eines Ausdauersportes wie z.B. Laufen, Walking, Schwimmen oder Radfahren. Um langfristig Gewicht zu verlieren, ist es wichtig, das Überangebot an Zucker, Stärke und Fett zu reduzieren. Durch einen zu hohen Fettanteil im Körper kann die Leber - unser zentrales Stoffwechselorgan - verfetten und geschädigt werden.

 

Heilpilze unterstützen uns wirksam und ganz natürlich beim Abnehmen
Heilpilze dienen auf dem Weg zum Wohlfühlgewicht als idealer Nährstoff-Lieferant (sie enthalten reichlich Vitamine der B-Gruppe, Enzyme, Ergosterin, Magnesium, Kalium, Kalzium, Proteine, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren), fungieren zudem aber auch bei der Ausleitung von Giften über die Ausscheidungsorgane als kraftvolle Helfer.

 

Der Allround-Pilz zur Unterstützung bei der Gewichtsabnahme ist der Klapperschwamm oder Maitake. Durch seine Inhaltsstoffe werden die Fetteinlagerungen in der Leber reduziert, der Gesamtcholesterin- und der Blutzuckerspiegel gesenkt sowie auch der Insulinspiegel reguliert. Mit dem Cordyceps wird die Nierentätigkeit unterstützt, damit im Rahmen der Diät die gelösten Schlackenstoffe ausgeschieden werden können. Die durch diesen Pilz ausgelöste Aktivierung des Energieflusses trägt auch zu gesteigerter Vitalität und körperlicher Aktivität bei, was sich wiederum positiv auf den Kalorienverbrauch auswirkt.

 

Speziell "Apfeltypen" - also Personen mit Fettkonzentration im Bauchbereich - können von der Einnahme des Coprinus comatus (Schopftintling) profitieren. Dieser Heilpilz enthält Vanadium, das insulinartig wirkt und somit die Bauchspeicheldrüse entlastet. Seine bioaktiven Polysaccharide haben darüber hinaus eine deutlich blutzuckersenkende Wirkung, was den Coprinus besonders auch für übergewichtige Diabetiker oder Menschen mit diabetischer Neigung interessant macht. Die "Birnentypen" - hier ist das Fett überwiegend an Po und Oberschenkeln verteilt - sind mit dem Polyporus (Eichhase) gut beraten: Er enthält viele Enzyme, welche die Fettverbrennung ankurbeln, und zudem noch Triterpene, die zu einer vermehrten Ausscheidung von Flüssigkeit, Natrium und Chlorid beitragen.

 

Gut zu wissen:
Ausführliche Informationen zur Pilzheilkunde finden Interessierte auf der Website des MykoTroph Instituts unter http://www.HeilenmitPilzen.de . Bei persönlichen Fragen steht das Team von MykoTroph montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefon-Nr. 06047-988530 für eine individuelle Beratung zur Verfügung. Über diese Rufnummer können Interessierte auch ein persönliches Beratungsgespräch im Institut vereinbaren. Alle Beratungen sind selbstverständlich kostenlos. Umfassendes Informationsmaterial und DVDs zur Anwendung der Heilpilze können ebenfalls kostenlos angefordert werden.

 

Über MykoTroph:
Die MykoTroph AG, Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde mit Sitz in Limeshain, wurde 2003 von Franz Schmaus gegründet. Der Dipl. Agraringenieur beschäftigt sich bereits seit mehr als 30 Jahren mit der Wirkung und Anwendung von Heilpilzen und gehört zu den renommiertesten Experten auf diesem Gebiet. Ziel des Instituts ist es, das Wissen um die vorbeugende und heilende Wirkung von Pilzen in Deutschland und in Europa einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

03.05.2012; Quelle: Pressemitteilung MykoTroph AG


Erst Zucker messen, dann cremen

 

Handcreme kann bei Diabetes den Messwert verfälschen

 

Viele Diabetiker messen regelmäßig ihren Zuckerspiegel. Dazu benutzen sie einen Blutstropfen, den sie mit einer Stechhilfe aus der Fingerbeere gewinnen. Allerdings können schon kleine Zuckerreste auf der Haut, zum Beispiel nach dem Schälen einer Orange, den Zuckerwert verfälschen. Daher ist es wichtig, vor dem Zuckertest die Hände zu waschen.

 

Aber auch Spuren von Handcreme können sich störend auf das Messergebnis auswirken, erklärt Apotheker Dr. Martin Allwang im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Er empfiehlt, die Hände erst nach dem Zuckertest einzucremen. Außerdem solle man zum Abtrocknen kein balsamiertes Taschentuch verwenden, da auch dadurch der Messwert verfälscht werden könnte.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 5/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

03.05.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Den privaten Krankenversicherern fehlen jährlich 24 Milliarden Euro

 

Die private Krankenversicherung (PKV) hat in ihren Prämienkalkulationen die künftigen finanziellen Belastungen nur ungenügend berücksichtigt. Das ist das Ergebnis der Studie

eines Unternehmensberaters im Auftrag des AOK-Bundesverbandes, über die die Illustrierte Stern in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Danach fehlen den Privatversicherern jährlich 24 Milliarden Euro, um in den nächsten 40 Jahren die Kosten durch demografischen Wandel, medizinischen Fortschritt und die Entwicklung des Kapitalmarkts aufzufangen.

 

Basis der Modellrechnungen ist, dass sich die Einnahmen und Ausgaben der PKV wie bisher entwickeln und die Zahl der Versicherten stabil bleibt. So wird der Studie zufolge die weiter steigende Lebenserwartung unterschätzt, was rund 200 Euro pro Jahr ausmache. Der Anstieg der Ausgaben für Ärzte und Medikamente sei zu niedrig angesetzt; hierfür seien zusätzliche 1.670 Euro notwendig. Hinzu kämen die sinkenden Renditen am Kapitalmarkt, die mit mindestens 830 Euro zusätzlich im Jahr zu veranschlagen seien. Um all diese Kosten aufzufangen, müsste die Prämie für jeden der neun Millionen Privatversicherten um 2.700 Euro pro Jahr steigen.

 

"Wir wollten die Frage ehrlich beantworten, welches System die Menschen künftig unabhängig von Alter, Einkommen und gesundheitlicher Verfassung am besten versorgen kann", erklärt Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, das Motiv für die Studie. "Und die Kassen stehen in diesem Wettbewerb nicht schlecht da." Hierbei gehe es nicht nur um das privatwirtschaftliche Geschäftsmodell der PKV, so Graalmann, "das geht uns nichts an." Wenn jedoch immer mehr Privatversicherte ihre Prämien nicht zahlen könnten, "dann ist das auch ein sozialpolitisches Problem".

 

Der Stern-Bericht verweist auf Aussagen von Politikern der Regierungsparteien, die Veränderungen in der PKV anmahnen. Auch in der Branche selbst werde der Ruf nach grundlegenden Reformen lauter. Für AOK-Chef Graalmann steht dabei fest: "Was wir auf keinen Fall zulassen werden, ist, dass diese Probleme am Ende der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten aufgebürdet werden."

 

03.05.2012; Quelle: Pressemitteilung AOK


Zeckentest unnötig

 

Eine Behandlung nach Zeckenbiss ist erst sinnvoll, wenn sich Krankheitszeichen zeigen

 

Zecken sind die Angsttiere der Deutschen, die Begriffe FSME und Borreliose in die Alltagssprache eingedrungen. Aber es ist weder nötig, jede Zecke, die jemanden gebissen hat, auf die Erreger untersuchen zu lassen, noch gleich eine Antibiotikum-Therapie zu beginnen, erklärt Dr. Rainer Oehme vom Referat für Infektiologie des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg im Patientenmagazin „HausArzt“. Auch wenn die Zecke selbst infiziert war, bedeute das nicht, dass der Erreger auch auf den Menschen übergegangen sein müsse. Man solle sich die Bissstelle merken und bei Auffälligkeiten den Arzt auf die Zecken-Attacke hinweisen. Viel zu oft würden unnötige Antibiotikatherapien verordnet.

 

Das PatientenMagazin „HausArzt“ gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 2/2012 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

 

30.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Starke Entwicklung im 1. Quartal 2012 unter Einbezug des Genzyme-Geschäfts

 

1. Quartal 2012

Veränderung auf

Basis der veröffentlichten Daten

Veränderung bei

konstanten Wechselkursen

Nettoumsatz

8.511 Mio. Euro

+9,4%

+7,0%

Business Net Income [1]

2.442 Mio. Euro

+12,4%

+8,4%

Ergebnis je Aktie Business EPS [1]

1,85 Euro

+11,4%

+7,2%

 

Um ein besseres Verständnis für die operative Leistung des Konzerns zu ermöglichen, bezieht sich unsere Kommentierung auf die Darstellung des Business Net Income[1]. Das Business Net Income1 ist eine in den Rechnungslegungsnormen nicht definierte Finanzkennzahl. Das konsolidierte Nettoergebnis des Konzerns im ersten Quartal 2012 beläuft sich auf 1.827 Mio. Euro gegenüber 1.218 Mio. Euro im ersten Quartal 2011. Das konsolidierte Nettoergebnis je Aktie im ersten Quartal 2012 beträgt 1,38 Euro gegenüber 0,93 Euro im ersten Quartal 2011.

 

Die vollständigen Ergebnisse finden sich im Internet (in englischer Sprache) unter:
www.sanofi.com. Es gilt das englische Original.

 

„Im ersten Quartal verbesserten wir unser Ergebnis je Aktie um 7,2 %[2]", kommentierte Christopher A. Viehbacher, Chief Executive Officer von Sanofi, die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten Quartal 2012. „Diese starke Entwicklung verdanken wir Genzyme, unseren Wachstumsplattformen[3] und Kosteneinsparungen. Dieses Quartal berücksichtigt auch die Wiederaufnahme der Produktion von Fabrazyme® durch Genzyme mit einer ersten Belieferung aus dem Produktionsstandort in Framingham im März. Außerdem haben wir drei neue Produkte bei den Zulassungsbehörden eingereicht und konnten auf den jüngsten medizinischen Kongressen beeindruckende Ergebnisse klinischer Studien für unseren Anti-PCSK9-Wirkstoff und für LemtradaTM vorlegen. Auch wenn das Patent für Plavix®, wie erwartet, im Mai diesen Jahres in den USA ausläuft, entspricht die starke, zugrunde liegende Geschäftsentwicklung unseren mittelfristigen Wachstumserwartungen."

 

Entwicklung im 1. Quartal 2012

 

- Der Gesamtumsatz[4] erreichte 8.511 Mio. Euro, einschließlich der konsolidierten Umsätze von Genzyme (841 Mio. Euro), und lag damit 7,0 % über dem ersten Quartal 2011.


- Die Umsätze der Wachstumsplattformen (inklusive „New Genzyme[5]") lagen bei 5.381 Mio. Euro und trugen 63,2 % zum Gesamtumsatz bei, gegenüber 59,2 % im ersten Quartal 2011.


- Die Umsätze in den Schwellenländern[6] lagen bei 2.624 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 9,9 % entsprach.


- Das Geschäftsfeld Diabetes verzeichnete in diesem Quartal erneut ein starkes zweistelliges Wachstum von 14,4 %, was vor allem auf die Entwicklung von Lantus® mit einem Anstieg um 17,2 % auf 1.118 Mio. Euro zurückzuführen ist.


- Consumer Healthcare wuchs um 11,4 % und erzielte mit 805 Mio. Euro Rekordumsätze.


- Der Umsatz von „New Genzyme" erhöhte sich um 13,7 %[7] auf 400 Mio. Euro. Im März begann Genzyme mit der Belieferung von Fabrazyme® aus der kürzlich genehmigten Anlage in Framingham.


- Aufgrund einer späteren Belieferung der Länder der Südhalbkugel mit Grippeimpfstoffen gingen die Impfstoffumsätze um 0,2 % auf 617 Mio. Euro zurück.


- Das Ergebnis je Aktie[1] verbesserte sich um 7,2 % bei konstanten Wechselkursen auf 1,85 Euro

 

Ausblick

- Im ersten Quartal 2012 wurden drei neue Produkte zur Zulassung eingereicht: AubagioTM in der EU, KynamroTM und Zaltrap® in den USA.


- Die Entwicklung im ersten Quartal entspricht unseren Prognosen vom 8. Februar 2012 für das Gesamtjahr. Angesichts der in den USA auslaufenden Patente von Plavix® und

Avapro®, der Entwicklung unserer Wachstumsplattformen, dem Beitrag von Genzyme und der Kosteneinsparungen neben weiterem generischen Wettbewerb dürfte das Ergebnis je Aktie[1] im Geschäftsjahr 2012 bei konstanten Wechselkursen um 12 % bis 15 % unter dem Ergebnis des Vorjahres[8] liegen, sofern keine unvorhergesehenen nachteiligen Ereignisse eintreten.

 

Finanzkalender

4. Mai 2012: Jahreshauptversammlung der Aktionäre
26. Juli 2012: Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das 2. Quartal 2012
25. Oktober 2012: Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das 3. Quartal 2012

 

[1] Business Net Income: Im Hinblick auf die Anwendung von IFRS 8 veröffentlicht Sanofi eine in den Rechnungslegungsnormen nicht definierte Kennzahl. Die Kennzahl „Business Net Income“ ersetzte „Bereinigtes Nettoergebnis ohne Sondereffekte“. Business Net Income bezeichnet den den Aktionären des Unternehmens zustehenden Gewinn nach Steuern, korrigiert um Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, die Zeitwertbewertung von Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen, sonstige Effekte im Zusammenhang mit Akquisitionen (einschließlich der Effekte aus der Akquisition von Beteiligungen), Restrukturierungskosten, sonstige Gewinne und Verluste (einschließlich Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen), Kosten oder Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, steuerliche Effekte im Zusammenhang mit den oben genannten Faktoren sowie Effekte aus bedeutenden Steuerstreitigkeiten.

[2] auf Basis konstanter Wechselkurs
[3] Schwellenmärkte, Diabetes, Impfstoffe, Consumer Health Care (CHC), Tiergesundheit, „New Genzyme“, Neue Produkte (Multaq®, Jevtana® und Mozobil®).
[4] Das Nettoumsatzwachstum wird auf Basis konstanter Wechselkurse angegeben, wenn nicht anders vermerkt.
[5] „New Genzyme" besteht aus Medikamenten für seltene Erkrankungen und zukünftigen Medikamenten zur Behandlung von multipler Sklerose.
[6] Welt ohne USA, Kanada, Westeuropa, Japan, Australien und Neuseeland
[7] mit „New Genzyme" auf Basis konstanter Wechselkurse
[8] 6,65 Euro.


Über Sanofi
Sanofi ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen, das, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. Sanofi setzt im Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, seltene Erkrankungen, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte und Tiergesundheit. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY)

gehandelt.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen von Sanofi:
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie enthalten finanzielle Prognosen und Schätzungen und deren zugrunde gelegte Annahmen, Aussagen im Hinblick auf Pläne, Ziele, Absichten und Erwartungen mit Blick auf zukünftige Ereignisse, Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen sowie Aussagen mit Blick auf zukünftige Leistungen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grundsätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Information und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, der zukünftigen klinischen Daten und Analysen einschließlich Postmarketing, Entscheidungen durch Zulassungsbehörden wie die FDA oder die EMEA, ob und wann ein Medikament, ein Medizingeräte oder eine biologische Anwendung die Zulassung erhält, die für ein solches Entwicklungsprodukt beantragt wird, ebenso wie deren Entscheidungen hinsichtlich der Kennzeichnung und anderer Aspekte, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial solcher Produkte beeinträchtigen könnte, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg eines zugelassenen Produkts nicht garantiert werden kann, die zukünftige Zulassung und der kommerzielle Erfolg therapeutischer Alternativen genau wie die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffentlichungen von Sanofi angegebenen oder erörterten Risiken und Unsicherheiten, einschließlich der in den Abschnitten „Zukunftsorientierte Aussagen“ und „Risikofaktoren“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2011 angegebenen Risiken und Unsicherheiten. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.

 

27.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Sanofi Deutschland GmbH


Diabetiker können Organe spenden

 

Außer der Bauchspeicheldrüse gibt es im Prinzip keine Einschränkungen

 

Demnächst sollen alle Bürger befragt werden, ob sie bereit sind, Organe zu spenden. Diabetiker sind dabei nicht ausgeschlossen, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

 

Nur ihre Bauchspeicheldrüse kann nicht übertragen werden. Denn deren Funktion ist bei Diabetes oft gestört. Andere Organe werden individuell auf ihre Eignung untersucht. Professor Günter Kirste von der Deutschen Stiftung Organtransplantation rät dazu, die Zuckerkrankheit in Organspende-Ausweis anzugeben.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 4/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

24.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe kündigt erste Ergebnisse von DIVE an

 

20.000 Patienten durch Register rekrutiert

 

Das DIVE-Projekt (Diabetes Versorgungs-Evaluation) ist eine nationale Initiative zur Qualitätssicherung in der diabetologischen Versorgung. Projektträger ist diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe als nationale Interessenvertretung für Menschen mit Diabetes, Ärzte und Diabetesberater.

 

Ziel ist die zentrale Dokumentation der Behandlungsdaten von Patienten mit Diabetes mellitus, um daraus Ansätze der Verbesserung der Versorgungsqualität abzuleiten. Das DIVE-Projekt wurde im September 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem haben sich 175 diabetologische Schwerpunktpraxen für die Initiative interessiert und gemeinsam bereits mehr als 20.000 Patienten dokumentiert.

 

„Mit DIVE ist diabetesDE dem Ziel der Etablierung eines Nationalen Diabetesregisters einen deutlichen Schritt näher gekommen“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Dieses Ergebnis stellt einen großen Erfolg in kurzer Zeit dar und hat uns gezeigt, dass die Dokumentation mittels spezifischer Praxissoftware effizient ist und die Strukturierung der Dokumentation unterstützt.“

 

In seinen Zielen wird DIVE von Vertretern des Forums Qualitätssicherung in der Diabetologie (FQSD), dem Kompetenznetzwerk Diabetes, der Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte (AND), dem Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), dem Bundesverband der Diabetologen in Kliniken e.V. (BVDK), dem Wissenschaftlichen Institut der niedergelassenen Diabetologen (winDiab) und einer allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) unterstützt. Diese beraten Projektträger diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe im Rahmen eines wissenschaftlichen Beirats, der alle drei Monate über die weitere Ausgestaltung des Projektes berät. Am Samstag, dem 19. Mai 2012, werden im Rahmen der Sitzung „Diabetestherapie – ohne Register kein Durchblick“ auf dem Diabetes Kongress 2012 der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Stuttgart durch Professor Thomas Danne im Vortrag „DIVE – Der Weg zum nationalen Versorgungsregister“ die wesentlichen Zielsetzungen und erste Ergebnisse des Registers präsentiert.

 

Nähere Informationen zum DIVE-Register finden Sie unter http://www.dive-register.de

 

24.04.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Gesundheitstourismus: Rostocker wollen Diabetiker nach MV locken

 

Innovative Ideen für die Gesundheit sind ein besonderes Aushängeschild des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Wirtschaftsminister Harry Glawe konnte heute ein weiteres

Projekt im Gesundheitstourismus auf den Weg bringen. Er hat dem Rostocker Verein LiNK & VIRTUS e.V. als einem der acht Gewinner des Landesideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2011 einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro übergeben. Der Verein hatte im vergangenen Jahr mit dem Projekt "Urlaub vom Diabetes in MV" erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das gesamte Projektvolumen beläuft sich auf 200.000

Euro. Ziel ist es, den Diabetikern Mecklenburg-Vorpommern als Urlaubs- und Erholungsort näher zu bringen und sie bewusst mit maßgeschneiderten Angeboten in den Nordosten zu locken. "Qualität und Spezialisierung spielen gerade im Gesundheitstourismus eine herausragende Rolle", betonte Harry Glawe. "Die Leute kommen nicht nur wegen unserer schönen Landschaften, sondern auch, weil sie das individuelle Serviceangebot überzeugt. Dieser Ruf kommt nicht von ungefähr und ich freue mich, dass der Verein LiNK & VIRTUS e.V. ein weiteres erfolgversprechendes Vorhaben umsetzen kann", so der Wirtschaftsminister. Der Verein mit Sitz in Warnemünde ist seit zehn Jahren im Bereich Beratung, Bildung und E-Learning aktiv.

Diabetes ist eine Volkskrankheit. Deutschlandweit gibt es ca. sechs Millionen Diabetiker, europaweit sogar 50 Millionen. Sie leiden nicht nur körperlich, sondern oft auch seelisch unter den Folgen der chronischen Stoffwechselerkrankung.

Menschen mit Diabetes haben ganz spezielle Ansprüche an ihren Urlaubsort und die medizinische Infrastruktur in der Region. Die Rostocker Projektträger wollen sich darauf einstellen und ganzjährig eine intensive Betreuung durch Diabetologen, Heilpratiker und Kosmetiker bis hin zur diabetikergerechten Vollversorgung im Restaurant offerieren. Mit Hilfe einer gezielten Vermarktung soll eine Netzwerkbildung innerhalb der Hotel-, Ernährungs- und Fitnessbranche erreicht werden. Eine Notfallversorgung soll ebenso wie die benötigten Medikamente bereitstehen. Ein weiterer Ansatz verfolgt den präventiven Gedanken, der auf eine Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten ausgerichtet ist und auch nach dem Urlaub mit E-Learning-Programmen fortgesetzt werden soll. Gerade Übergewicht und ungesunde Ernährung gelten als Hauptursachen der Krankheit. Durch ein interaktives Web-Portal können die Angebote zukünftig regulär im Netz oder von unterwegs per App abgerufen werden.

"Das Land verfügt zwar über etablierte Strukturen. Wir brauchen aber genau solche frischen Ideen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Zielgruppen im Tourismus anzusprechen", so Glawe abschließend.

 

23.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern


Ypsomed lanciert neues Handelsprodukt mylife™ DailyDose™

 

Ypsomed erweitert diesen Sommer ihre mylife™-Produktpalette mit dem innovativen Selbstinjektionssystem mylife™ DailyDose™, das in sechs europäischen Ländern auf den Markt kommt. Das mylife™-Angebot wird mit diesem schwedischen Produkt ideal ergänzt und bietet dem Diabetes-Patienten eine umfassende Auswahl an Produkten, welche einen aktiven und unabhängigen Lebensstil fördern.


Das Selbstinjektionssystem im Kreditkartenformat besteht aus drei kleinen Spritzen, welche mit dem täglichen Insulinbedarf vorgefüllt werden. Bequem und diskret kann mylife™ DailyDose™ verstaut und bei Bedarf eingesetzt werden. Durch die transparente Hülle lässt sich mit einem Blick erkennen, welche Dosis bereits verabreicht wurde.


„Egal ob beim Sport, beim Reisen oder beim Ausgehen – für Diabetiker ist es nicht immer praktisch, die herkömmlichen Injektionssysteme oder Infusionssets bei sich zu tragen. Mit mylife™ DailyDose™ hat man immer eine sichere Lösung zur Hand, die punkto Praktikabilität und Kosten bestehende Alternativen übertrifft. Wir sind hocherfreut, mylife™ DailyDose™ in unserem mylife™-Sortiment zu haben.“, erläutert Simon Michel, Geschäftsleitungsmitglied der Ypsomed Gruppe.


Der Distributionsvertrag mit dem schwedischen Hersteller Insulution AB wurde vergangene Woche besiegelt. Ypsomed wird mylife™ DailyDose™ in der Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Österreich und in den Niederlanden auf den Markt bringen. Weitere Märkte werden in naher Zukunft folgen.

 

23.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Ypsomed AG


Individualisierte Medizin: Paradigmenwechsel bei Leitlinie 2012 zur Behandlung des Typ-2-Diabetes

 

Am 19. April 2012 erschien online (1) die neue, gemeinsame Leitlinie der Amerikanischen (ADA) und der Europäischen Diabetesgesellschaft (EASD) zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. „Im Unterschied zur bisherigen Leitlinie der beiden Gesellschaften und auch zu vielen anderen Leitlinien von Fachgesellschaften macht diese deutlich weniger genaue Vorschriften und Empfehlungen zu den Therapiezielen und Medikamenten in Form von Algorhythmen. Vielmehr rückt die neue Leitlinie den individuellen Patienten in den Mittelpunkt“, kommentiert Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, Bochum, Mediensprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).


Das Therapieziel, definiert als Zielwert des „Langzeit-Blutzuckers“ HbA1c, legt die Leitlinie nicht mehr mit einer starren Zahl, zum Beispiel 6,5 Prozent oder 7 Prozent, fest. Stattdessen soll es für jeden einzelnen Patienten individuell bestimmt werden: Ein älterer Mensch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa und lange bestehendem Diabetes wird weniger streng einzustellen sein als ein junger Diabetespatient. Als erste Therapiemaßnahme nach der Diagnose eines Typ-2-Diabetes empfiehlt die Leitlinie erneut allein Lebensstiländerungen wie Ernährungsumstellung und Bewegung, verbunden mit intensiver Schulung. Eine sofortige Gabe von Tabletten sieht sie dagegen nicht vor. Erst wenn sich die „nicht-pharmakologische“ Therapie als unwirksam erweise, seien Tabletten indiziert. Hier stehe an erster Stelle nach wie vor möglichst Metformin, sagt Professor Schatz: „Was im nächsten Schritt gegeben werden soll, ist derzeit schwer zu entscheiden, da es für die Kombinationstherapien kaum „Outcome-Studien“, also Langzeituntersuchungen, gibt“.

 

Denn nur diese könnten etwas darüber aussagen, unter welcher Arzneimittel-Kombination etwa weniger Herzinfarkte auftreten oder der Patient länger lebt. Die Leitlinie empfiehlt deshalb, die Wahl des zweiten Medikaments entsprechend den individuellen Merkmalen des Patienten zu treffen – etwa seinem Gewicht – und dies gemeinsam mit ihm festzulegen. Dies kann ein zweites Präparat in Tablettenform sein, aber auch die Injektion der neueren „GLP-1-Analoga“ oder Insulin. Wolle ein Patient keine Injektionen, sollte der Arzt davon möglichst absehen. „Freilich wird nach längerer Krankheitsdauer Insulin unumgänglich sein“, fügt Professor Schatz hinzu.

 

Betrachte man diesen Paradigmenwechsel bei den Leitlinien medizinhistorisch, so Schatz, entspreche dieser den unterschiedlichen Auffassungen, die schon vor 2500 Jahren zwischen den griechischen Medizinschulen bestanden: Im Gegensatz zu der Schule von Knidos stellte Hippokrates auf der Insel Kos das individuelle Krankheitsgeschehen in den Mittelpunkt und hob die Wichtigkeit der Einzelbeobachtung am Krankenbett und die Berücksichtigung von Umwelteinflüssen hervor. „Hier kann man durchaus Parallelen ziehen zu den heutigen Konzepten einer – wie leider oft – nur verkürzt verstandenen evidenzbasierten Medizin und einer individualisierten, personalisierten Medizin“, so Schatz. Denn die statistischen Durchschnittsergebnisse der prospektiven, randomisierten und plazebo-kontrollierten Studien mit ihren Ein- und Ausschlusskriterien träfen immer nur auf einen Teil der Patienten in der täglichen Praxis zu. Die Therapieentscheidung habe stets der Arzt gemeinsam mit dem Patienten individuell zu treffen – jeweils unter Berücksichtigung aller Begleitumstände und Wünsche (2).

 

Literatur:

1. ADA/EASD Issue New Hyperglycemia Management Guidelines:
Diabetes Care, Published online April 19, 2012
Diabetologia, Published online April 19, 2012-04-22

2. H. Schatz: Von David Sacketts “Evidence-based Medicine” zu einer “Evidence-biased Medicine”?
Diabetes, Stoffwechsel und Herz. 2007; 16: 115–116

 

23.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften


Diabetes und die Folgeerkrankungen

 

Das für den Nerven- und Gefäßschutz eingesetzte Benfotiamin ist eine Vorstufe von Vitamin B1. Über die Nahrung alleine kann der Körper nicht ausreichend damit versorgt werden.

 

Diabetes alleine ist schon eine sehr ernst zu nehmende Krankheit, noch gefährlicher wird sie aber, wenn schwere Folgeerkrankungen auftreten. Schäden können das Herz-Kreislaufsystem, die Blutgefäße und auch die Nerven nehmen. 75 Prozent der Herzinfarktpatienten leiden unter einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Zum Problem wird dabei sehr oft der sogenannte stumme Herzinfarkt. Da dieser schmerzlos verläuft, wird er oft gar nicht erkannt. Zuckerkranke, die bislang keine bekannten Herzprobleme haben, sind davon mehr als doppelt so häufig von einem stummen Herzinfarkt betroffen, wie beschwerdefreie Patienten ohne Diabetes, das haben Wissenschaftler um Wilbert S. Aronow vom New York Medical College in einer Studie herausgefunden. Ebenfalls können durch Diabetes Nieren- und Augenerkrankungen auftreten, ebenso ist das Schlaganfallrisiko besonders hoch.

 

Auch die Nerven leiden unter der Stoffwechsel-Entgleisung, wodurch sich eine Neuropathie entwickeln kann. Die Folgen unter anderem: Kribbeln in den Händen, Taubheitsgefühle und in der Folge kann der gefürchtete diabetische Fuß mit offenen Geschwüren auftreten.

 

Senkung des Blutzuckerspiegels

Da überschüssiger Zucker in aggressive Abbauprodukte umgewandelt wird und dadurch der Blutzuckerspiegel steigt, können Gefäße und Nerven geschädigt werden und die Folgeerkrankungen auftreten. Um dies zu vermeiden, muss im ersten Schritt der Blutzucker auf einen normalen Wert gebracht werden. Dies erreicht man durch ein spezielles Bewegungsprogramm und durch eine Ernährungsumstellung. Außerdem durch Medikamente. Eine effektive Möglichkeit, um die aggressiven Zucker-Eiweißverbindungen (AGES) gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Nerven und Gefäße mit Benfotiamin schützen

Durch den vitaminähnlichen Wirkstoff Benfotiamin kann die Bildung der Zucker-Abbauprodukte gehemmt werden, wodurch Schäden an Nerven und Gefäßen entgegengewirkt werden kann. Benfotiamin ist eine fettlösliche Vorstufe des Vitamins B1. Das Medikament, das es zum Beispiel als “milgamma protekt”http://www.woerwagpharma.de/ru/produkte/biofaktoren/details/produkt/milgamma-protekt-77.html#infos gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Dieses Provitamin kann dank seiner Struktur deutlich besser aufgenommen werden, als das herkömmliche Vitamin B1.

 

Durch die Einnahme werden die Neuropathie-Beschwerden wie Brennen, Schmerzen, Kribbeln und Taubheit gelindert und Blutgefäße und Nerven vor der zerstörerischen Wirkung des erhöhten Blutzuckers geschützt. Dabei sollte die Therapie so früh wie möglich begonnen werden, damit man rechtzeitig vorbeugen kann, wie Professor Dr. Burkhard Herrmann, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologe und Diabetologe aus Bochum erklärt: “Neben der medikamentösen Behandlung, etwa mit Insulin, kann man den Körper mit dem Wirkstoff Benfotiamin gegen die Folgen der Zuckerkrankheit unterstützen, denn er wirkt den Störungen ursächlich entgegen.”

 

Mehr Informationen zum Thema “Stummer Herzinfarkt” auch auf den Seiten der RatGeberZentrale: http://www.ratgeberzentrale.de/gesundheit-und-wellness/stummer-herzinfarkt.html

 

Die RatGeberZentrale bietet Rat im Internet mit viel persönlichem Service komplett kostenlos. In der RatGeberZentrale werden Texte, Checklisten, Podcasts und Videos veröffentlicht, die nur nützliche Informationen enthalten. Ein Team aus Fachjournalisten überprüft Tag für Tag laufende Suchanfragen, sichtet Tausende von Meldungen und Artikeln, und stellt nur die ins Redaktionssystem, die Antworten auf häufig gestellte Fragen liefern.

 

Kontakt:
RatGeberZentrale
Richard Lamers
Kölner Str. 72
97234 Reichenberg
Tel. 0931 60099-0
http://www.ratgeberzentrale.de
lamers@ratgeberzentrale.de

 

19.04.2012; Quelle: Pressemitteilung RatGeberZentrale


Mit Diabetes leben - eine wahre Geschichte

 

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an...“, erinnern Sie sich noch an den Schlager von Udo Jürgens? Man könnte meinen, dieses Lied ist für Hermann Penker geschrieben. Der Pensionär leidet seit mittlerweile 30 Jahren an Diabetes mellitus, wohl ausgelöst durch eine Entzündung in der Bauchspeicheldrüse, die seine Insulin produzierenden Zellen geschädigt hat. Vieles hat der pensionierte Lehrer im Laufe dieser Zeit probiert, sowohl aus der klassischen wie auch aus der Erfahrungsmedizin, aber nichts davon hat ihn wirklich überzeugt.

 

Das Internet half weiter

Und dann fand er zufällig im Internet, als er mal wieder durch die Diabetes-Foren im Netz surfte, einen Hinweis auf eine Pflanze, die wahre Wunder versprach. Dort heißt es, mit dem Extrakt dieser Pflanze soll man auf natürlichem Wege seinen Blutzuckerhaushalt regulieren können. „Sollte dies möglich sein“, fragte er sich und suchte im Internet weiter nach einem Mittel, das den Wirkstoff dieser Pflanze enthält.

 

Und er wurde fündig

Denn es gibt seit Jahren ein Präparat auf dem Markt, das Asclepiadacaesäure, der Wirkstoff dieser Pflanze, in reinster Form beinhaltet. Asclepiadacaesäure wird aus der Gymna, eine in Indien im Bundesstaat Tamilnadu vorkommenden Pflanze, gewonnen und bereits seit Jahrtausenden bei der Behandlung von Diabetes von ayurvedischen Ärzten geschätzt und angewandt.

 

Das besondere der Gymnapflanze

Was aber macht diese Pflanze so besonders, dass internationale Studien belegen, dass die Asclepiadacaesäure in der Gymna wohl die einzigartige Fähigkeit besitzt, zerstörte Insulin erzeugende Zellen wieder zu beleben bzw. zu erneuern? Wie kann es sein, dass sie den Blutzuckerspiegel regulieren und die Insulinproduktion anregen kann? Die Antworten auf diese Fragen finden sich in Jahrtausende alte Schriften der alten Inder, der Sinhalese Materia Medica, denn dort wird das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele beschrieben. Nur wenn alle Elemente des Menschen sich im Einklang befinden, ist der Mensch gesund. Wenn eines dieser Elemente, in der Ayurveda-Medizin werden sie „Doshas“ genannt, nicht in Balance zu den anderen steht, kommt es zu Unwohlsein, Unzufriedenheit und schlimmstenfalls zu einer Krankheit. Die alten Lateiner, die von der ayurvedischen Lehre, um die es hier geht, genauso beeinflusst wurden, wie die mitteleuropäischen Pflanzenkundler, formulierten die Erkenntnis in dem allseits bekannten Satz: „Mens sana in corpore sano“, was übersetzt heißt: Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. So ist es nur verständlich, dass in der heutigen Wissenschaft und Medizin immer mehr auf die Erkenntnisse der teilweise Jahrtausende alten Erfahrungsmedizin zurückgegriffen wird. Ist es doch viel mehr, als nur das „Zusammenmischen“ von Kräutern und Tees, die das Wohlbefinden steigern sollen. Jeder Diabetiker weiß, dass wenn er sich viel körperlich betätigt, Stress vermeidet und auf eine ausgewogene Ernährung achtet, er mit seiner Erkrankung wesentlich besser leben kann. Nichts anderes wird schon vor 5000 Jahren in der ayurvedischen Lehre empfohlen.

 

„Meine Blutzuckerwerte befinden sich immer „im grünen Bereich“, wenn ich vor den Mahlzeiten mein Naturprodukt einnehme und mein Fitnessprogramm mit spazieren gehen und Rad fahren einhalte“, berichtet Hermann Penker freudestrahlend. Doch lässt er es sich nicht nehmen, noch eine persönliche Erfahrung zu berichten. Wegen einer Operation musste er ins Krankenhaus und durfte einige Tage keine Medikamente oder sonstige Mittel zu sich nehmen. Nachdem er soweit genesen war, dass er wieder regelmäßig essen konnte, so erzählt er, schnellten seine Blutzuckerwerte sofort auf einen Wert jenseits der 170 mg/dl. Daraufhin sagte man ihm im Krankenhaus, er sollte doch wieder anfangen seine Präparate einzunehmen. Schon nach der nächsten Mahlzeit waren dank der Wirkung der Asclepiadacaesäure seine Blutzuckerwerte wieder im Bereich von 100 mg/dl - 120 mg/dl. Als ihn der behandelnde Arzt fragte, welche Mittel er denn einnehmen würde, zeigte er stolz sein Naturprodukt.

 

...dann sind Sie wohl kein Diabetiker!

Der Arzt antwortete nur: „Wenn Sie mit dem Mittel Ihren Blutzuckerspiegel regulieren können, dann können Sie kein Diabetiker sein“.

 

„Tja, so sind sie manchmal, unsere Ärzte“, sagt Penker lächelnd, denn bekanntlich gilt „mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran“ und Hermann Penker, der nun mit seinen zwei Enkeln spielen geht, ist wohl auch dank der Gymna der lebende Beweis dafür.

 

Die Heilpflanze Gymna (Asclepiadacae) enthält als aktiven antidiabetisch wirksamen Bestandteil die Gymnasäure (Asclepiadacaesäure), die sowohl die endogene Insulinwirkung als auch die exogene Wirkung injizierten Insulins zu verstärken scheint. Die Einnahme dieses Pflanzenwirkstoffes führt zu einer Senkung der Nüchternglucose und zu einem verringerten Insulinbedarf, zu einer signifikanten Reduzierung des HbA1c und des Plasmaproteingehaltes. Weder bei gesunden noch bei Diabetes Patienten wurde ein zu Hypoglykämien führender Effekt festgestellt. (Quelle: Bailey 1989;Baskaran 1990, Ivorra 1989, Nadkarni 1976, Bone 1996, Prakash 1986, Chattopadhya 1993 und viele andere). Der antidiabetisch wirksame Inhaltsstoff kann also die körpereigene Insulinproduktion bei Diabetes mellitus-Typ 2 unterstützend fördern. Untersuchungen scheinen außerdem zu bestätigen, dass die Asclepiadacaesäure die außerordentliche Fähigkeit besitzt, die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bei Diabetes mellitus-Typ 2 regenerieren zu können.

 

Klinische Studien

In klinischen Tests hat die Verabreichung von Asclepiadacaesäure aus den Blättern der Gymnapflanze bei einer Gruppe kontrollierter "Diabetes mellitus Typ 2 - Patienten" mit einem HabA1c Wert von 10 und höher eine Reduzierung der gemessenen Blutzuckerwerte (Plasma-Glukosekonzentration) von 216 mg/dl auf 178 mg/dl nach kurzer Zeit ergeben. Die Blutzuckerwerte, die 2 Stunden nach dem Essen (2-Stunden postprandiale Plasmaglukosekonzentrationen) gemessen wurden, waren um 28 Prozent minimiert (Reduzierung von 295 mg/dl auf 212 mg/dl). Die Verabreichung der Heilpflanze verringerte den HabA1c bei Patienten aus dieser Gruppe von 11,1 auf 9,9 bereits nach 90 Tagen. (Quelle: "Effect of Extended Release Gymna Leaf Extract Alone or In Combination With Oral Hypoglycemics or Insulin Regimens for Type 1 and Type 2 Diabetes", Author: Joffe, DJ and Freed, SH).

 

18.04.2012; Quelle: Pressemitteilung apimanu MedJournal


Gegen Trockene Haut hilft Eucerin Urea aus der Versandapotheke mediherz.de

 

Juckende, schuppige und trockene Haut wird mit Eucerin Urea aus der Versandapotheke mediherz.de wieder optimal mit Fett und Feuchtigkeit versorgt.


Trockene Haut ist der am häufigsten auftretende Hauttyp. Nicht nur Frauen, sondern vor allem Kinder und Senioren leiden unter einer zu trockenen Haut verbunden mit rauen oder schuppenden Stellen, Brennen und starkem Juckreiz.

 

Wie kommt es zu trockener Haut?

Grundsätzlich verfügt die Haut als größtes Organ des Menschen über zahlreiche Regulierungsfunktionen, um ihre Aufgabe als Schutzhülle des Körpers erfüllen zu können. Dazu stimmt sie ihren Fett- und Feuchtigkeitsgehalt optimal auf die Umgebung ab. Bei zu trockene Haut ist diese Regulierung jedoch gestört, sodass sie nicht mehr optimal mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden kann und infolge dessen spannt, brennt oder mit Juckreiz reagiert.

 

Was löst trockene Haut aus?

Die Trockenheit der Haut hängt sowohl von inneren als auch von äußeren Faktoren ab. Als Auslöser gelten neben Veranlagung, hormonellen Einflüssen und dem Alter auch Umgebungseinflüsse, die Ernährung und die Pflege der Haut. "Zusätzlich beeinflussen auch Krankheiten wie Neurodermitis oder Diabetes sowie verschiedene Medikamente das Erscheinungsbild der Haut", erklärt Dr. Ursula Jonas, Apothekerin bei der Versandapotheke mediherz.de.

 

Was hilft bei trockener Haut?

Um die Haut zu glätten und den Juckreiz zu lindern, muss trockene Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden. Hier haben sich Pflegeprodukte wie Eucerin Urea bewährt, die die Haut beruhigen und nachhaltig pflegen. "Insbesondere zur Pflege bei Diabetes oder altersbedingter Hauttrockenheit wird Eucerin Urea 10% sogar von Dermatologen empfohlen", so Dr. Ursula Jonas von der Versandapotheke mediherz.de.

 

Aus der Pflege Serie Eucerin Trockene Haut mit dem Urea Wirkstoff gibt es Eucerin Urea Th 10% Lotion und Fußcreme. Für das Gesicht gibt es Eucerin Urea Th 5% Gesichtscreme und die Pflege für die Nacht sowie das Eucerin Urea Th 5% Shampoo.

 

Weitere Informationen über die Versandapotheke mediherz.de sowie alle Eucerin Urea Trockene Haut Produkte sind im Internet unter www.mediherz.de abrufbar oder über die kostenlose Beratungshotline (0800) 22 30 300 erhältlich.

 

18.04.2012; Quelle: Pressemitteilung mediherz Versandapotheke


Diabetes: Operation statt Insulin auch bei Normalgewichtigen?


Magenbypass kann Typ-2-Diabetes kurieren

 

Ein Magenbypass, der bei extremer Fettleibigkeit einen Gewichtsverlust erzwingt, kann Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus in drei Viertel der Fälle von ihrer Stoffwechselstörung befreien. Dieser Effekt hält einer aktuellen Studie zufolge zwei Jahre nach dem Eingriff an. Ob eine Operation auch weniger übergewichtigen Diabetikern hilft, auf Insulingaben zu verzichten, untersuchen derzeit Mediziner am Universitätsklinikum Heidelberg in einer klinischen Studie. Die Forscher interessiert dabei auch, ob die Operation außerdem die schädlichen Folgen des erhöhten Blutzuckers an Gefäßen oder Nerven verhindern kann. Über erste Ergebnisse und die Risiken und Chancen der Diabeteschirurgie berichtet Kongresspräsident Professor Markus W. Büchler im Vorfeld des 129. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) auf einer Vorab-Pressekonferenz am 23. April 2012 in Berlin.

 

Bei einem Magenbypass wird die Nahrung anders als beim Magenband aus einem verkleinerten Magen direkt in den Dünndarm geleitet. Die Nahrung umgeht damit dauerhaft den Zwölffingerdarm. Das Risiko, an der Operation zu versterben, liegt trotz der Hochrisikopatienten bei geringen 0,35 Prozent. Die Patienten können nach wenigen Tagen die Klinik verlassen.

 

Neu ist der Einsatz bei Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus, die in der Regel übergewichtig mit einem BMI ab 25, aber nicht unbedingt extrem fettleibig sind. In Heidelberg untersucht das Team um Büchler deshalb, bei welchen Patienten die Operation auch zur Kurierung des Typ-2-Diabetes mellitus angeboten werden kann.

 

Über aktuelle Entwicklungen der Adipositaschirurgie und erste Ergebnisse zur DiaSurg-Studie berichtet Professor Büchler auf der Pressekonferenz am 23.4.2012 in Berlin im Vorfeld des 129. Chirurgenkongresses.

 

Literatur:
Geltrude Mingrone, M.D et al: Bariatric Surgery versus Conventional Medical Therapy for Type 2 Diabetes, N Engl J Med 2012, online first 26. März 2012, DOI: 10.1056/NEJMoa1200111
E. Shang: Bariatrische Chirurgie: pro, Dtsch Med Wochenschr 2012; 137: 28 DOI 10.1055/s-0031-1298874

 

Hintergrund zur DiaSurg-Studie der Universität Heidelberg
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Diabeteschirurgie.120580.0.html

 

Terminhinweise:

Vorab-Pressekonferenz 129. Chirurgenkongress
Montag, 23. April 2012, 11.30-12.30 Uhr
Grand Hyatt Berlin, Salon Richard Rogers, Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin

„Chirurgie in Partnerschaft“ – Highlights des 129. Chirurgenkongresses in Berlin

 

Ihre vorläufigen Themen und Referenten

Operieren statt fasten und Insulin spritzen?
Chancen und Grenzen der Diabetes- und Adipositaschirurgie
Prof. Dr. med. Markus W. Büchler
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH);
Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie, Universität Heidelberg

 

Fortschritt mit Risiken?
Notwendiger Regulierungsbedarf für sichere Medizinprodukte und innovative Techniken
Professor Dr. med. Hartwig Bauer
Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Berlin

 

Live-Operationen auf dem Chirurgenkongress:
Laproskopische Eingriffe an Galle, Blinddarm, Magen
Professor Dr. med. Ferdinand Köckerling
Chefarzt der Klinik für Chirurgie- Viszeral- und Gefäßchirurgie am Vivantes Klinikum Spandau

 

17.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Chirurgie


Freie Fahrt für Kinder mit Diabetes

 

Schwerbehindertenausweis kann sich auch für junge Diabetiker lohnen

 

Kinder mit Diabetes können einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen und dadurch mehrere Vorteile in Anspruch nehmen: freie Fahrt mit der Bahn und im öffentlichen Nahverkehr, jährliche Steuerfreibeträge und einen Pflege-Pauschbetrag, erklärt der Fachanwalt für Sozialrecht, Tim C. Werner, aus Frankfurt im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Die Kinder müssen auf Insulin angewiesen sein und im Antrag ihren Therapie-Aufwand nachweisen, etwa durch ein Tagebuch. Für jüngere Kinder gilt der Ausweis zunächst bis zum Ende des 10. Lebensjahres, danach muss er bis zum 20. Lebensjahr alle fünf Jahre verlängert werden.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 4/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

12.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


"Containisierte" Kinder / Experten kritisieren Erziehung zu Bewegungsmangel

 

Bewegung spielt eine immer geringere Rolle im Alltag von Kindern. Sie sitzen zu viel herum, werden hin und her gefahren, müssen sich kaum selbst bewegen. Containisierung nennen das manche Experten.

 

"Wir sperren schon Babys und Kleinkinder buchstäblich ein", sagt Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck vom Lehrstuhl für Sportpädagogik der Universität Augsburg im Apothekenmagazin "Baby und Familie".

 

Auch Eltern, die wohl überzeugt sind, das Richtige zu tun, mahnt er: "Ein Judokurs oder eine Ballettstunde einmal die Woche ersetzt nicht die Bewegung Tag für Tag." Studien belegen: Wer als Kind keinen aktiven Lebensstil lernt, hat als Erwachsener überdurchschnittlich häufig mit Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes zu kämpfen.

 

Das Apothekenmagazin "Baby und Familie" 4/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

11.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert Verordnungsquoten für Medikamente und warnt vor Schäden für Menschen mit Diabetes

 

Seit 2008 setzen Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen jedes Jahr Verordnungsraten für bestimmte Arzneimittelgruppen fest, auch für wichtige Diabetesmedikamente.

 

In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) diese Zielvorgaben als unwissenschaftlich und warnt vor Gesundheitsrisiken für Menschen mit Diabetes. „Ärzte, die sich konsequent an den Vorgaben orientieren, müssen zwangsläufig Gegenanzeigen missachten oder Unverträglichkeiten riskieren“, gibt DDG-Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei aus Quakenbrück zu bedenken.

 

Kritik übt die DDG an der intransparenten methodischen Vorgehensweise zur Festsetzung der Verordnungsquoten für Metformin und Sulfonylharnstoffe sowie GLP-1-Rezeptoragonisten. „Die Entstehung der Zielvorgaben ist unklar und wird in den zugänglichen Dokumenten hierzu nicht erläutert“, kritisiert Professor Dr. med. Michael Nauck.

 

„Inwieweit sie sich also aus Ist-Zahlen ableiten lassen und welche Überlegungen hinter den vereinbarten Quoten stecken, bleibt unklar“, führt der Experte des Diabetes-Zentrums Bad Lauterberg weiter aus. Besonders auffällig sei, dass für verschiedene Bundesländer unterschiedliche Zielvorgaben formuliert sind. „Worin diese landestypischen Unterschiede begründet liegen, wird nicht erläutert“, bemerkt Professor Nauck.

 

Hauptkritikpunkt der Deutschen Diabetes Gesellschaft sind jedoch die gesundheitlichen Risiken, die sich aus der starren Quotierung der Präparate ergeben. Denn zwischen 15 und 35 Prozent der Diabetespatienten vertragen Metformin und Sulfonylharnstoffe nicht, wie Studien belegen. Die Betroffenen leiden unter Magen-Darm-Nebenwirkungen (Metformin) oder sind aufgrund einer eingeschränkten Nierenfunktion dem Risiko schwerer Unterzuckerungen ausgesetzt (Sulfonylharnstoffe), sobald sie die Tabletten einnehmen. In der Bundesrepublik sind etwa sechs Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt. Knapp die Hälfte von ihnen nimmt Metformin oder Sulfonylharnstoffe in Form von Blutzucker senkenden Tabletten.

 

„Wenn Ärzte sich in ihrem Verordnungsverhalten konsequent an den Vergabequoten orientieren, müssen sie zwangsläufig gegen Kontraindikationen verstoßen oder Unverträglichkeiten riskieren“, warnt Diabetologe Stephan Matthaei. „Eine Missachtung dieser Gegenanzeigen oder Inkaufnahme von Intoleranzen kann unter Umständen einem

Kunstfehler gleichkommen, für den Ärzte zur Verantwortung gezogen werden können.“

 

Die DDG fordert die Kassenärztlichen Vereinigungen daher auf, als Verhandlungspartner der Krankenkassen darauf zu drängen, die Zielvorgaben auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen. „Damit würde die Ärzteschaft der Patientensicherheit den Vorrang vor Sparmaßnahmen geben, die unter Umständen einer großen Zahl von Patienten mit der Volkskrankheit Typ-2-Diabetes Risiken und gegebenenfalls Schäden aufbürden“, betont Stephan Matthaei. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft sei gerne bereit, fachlich-wissenschaftlich an der Erarbeitung solcher Zielvorgaben mitzuwirken.

 

Die vollständige „Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft zu Leitsubstanzquoten für die Verordnung von Antidiabetika“ finden Sie unter:

 

Aktuelle Stellungnahme DDG

 

11.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe übernimmt Schirmherrschaft

 

Bewerbungsstart für das Fußball-Qualifikationsturnier für Kinder mit Typ-1-Diabetes

 

Einmal in der deutschen Nationalmannschaft zu spielen, ist der Traum von vielen fußballbegeisterten Jungen und Mädchen. Kinder mit Diabetes Typ 1 im Alter von acht bis zwölf Jahren sind aufgerufen, sich für das Fußball-Qualifikationsturnier "Junior Cup Diabetes" am 11. und 12. Mai 2012 in Bad Soden (Taunus) zu bewerben.

 

Aus bis zu 100 Kindern werden bei dem Sichtungsturnier elf Kinder ausgewählt, die dann als Mannschaft "Deutschland" bei der "6. WM für diabetische Kinder" am 24./25. August 2012 in Lausanne (Schweiz) antreten werden. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe hat die Schirmherrschaft des von Medtronic veranstalteten Turniers übernommen. Ex-Bundesliga-Profi Dimo Wache (Torwart Mainz 05), selbst Typ-1-Diabetiker, wird die Kinder vor Ort motivieren.

 

"Auch Kinder, die täglich ihren Blutzucker messen, "messen" sich gerne mit anderen Kindern bei Spiel und Sport. Da geht es den Diabetes-Kids nicht anders als gesunden Kindern. Deswegen finden wir dieses Turnier so unterstützungswürdig", begründet Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe die Entscheidung für die Übernahme der Schirmherrschaft. "Auch unter unseren Mitgliedern gibt es sicher Mädchen und Jungen, die gerne an diesem Sichtungsturnier teilnehmen möchten."

 

Die Veranstalter betonen, dass Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen werden, möchten mit dem Turnier aber auch unter Beweis stellen, dass Kinder mit Typ-1-Diabetes genauso wie gesunde Kinder aktiv Sport treiben können. Gespielt wird in 12er-Mannschaften, von denen jeweils sechs Kinder pro Halbzeit pro Spiel auf dem Platz stehen. Ausgetragen werden die Spiele auf zwei Feldern à voraussichtlich zweimal zehn Minuten. Für ärztliche Betreuung vor Ort durch Kinderdiabetologen und Diabetesberater ist gesorgt. Ein attraktives Rahmenprogramm mit Unterhaltung, Informationsständen, Torwandschießen und vielem mehr bietet auch für Eltern und Angehörigen mehr als nur Fußball der Talente von morgen.

 

Weitere Partner des Turniers sind der Deutsche Diabetiker Bund und diabetes-Kids.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesen Links:

 

http://www.medtronic-diabetes.de/de-junior-cup-2012/qualifikationsturnier.html

www.Juniorcup-diabetes.eu

 

11.04.2012; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE


Gesund essen heißt Krankheiten vermeiden oder bekämpfen

 

Die Ernährungsberatung oder Bewegungsberatung ist ein sehr fester Bestandteil der Therapie, denn jeder sollte mit Genuss essen und dabei nicht die Qualität außer Acht lassen. Ein dauerhaft verändertes Essverhalten und Bewegungsverhalten trägt zu einem sehr viel besseren Gesundheitszustand bei. Auch bei der Vorbeugung der Volkskrankheiten Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder starkem Übergewicht hilft die gesunde Ernährung. Am Studienzentrum Professor Hanefeld erhält jeder eine sehr individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmte Einzelberatung. Informationen hierzu sind unter Telefon 0351-44005995 oder unter www.ZKSonline.de erhältlich.


Mit dem Frühlingsbeginn verspürt so mancher den Wunsch etwas abzunehmen, denn der nächste Badeurlaub soll ja mit einer guten Figur gekrönt werden. Eine Diät wird begonnen und die Kilos purzeln. Jedoch ist die Enttäuschung groß, wenn nach einer bestimmten Zeit die Waage mehr Gewicht anzeigt als vor der Diät. Dies resultiert daraus, dass der Körper sich auf die Mangelernährung einstellt und er mit weniger Fett auskommt.


Die Diplom-Oecotrophologin Susanne Bilz, die am Studienzentrum Professor Hanefeld der GWT-TUD GmbH für die Ernährungsberatung der Patienten mit oft schweren Stoffwechselstörungen verantwortlich ist, hilft selbstverständlich auch dem gesunden Menschen, sein Verhalten beim Essen nachhaltig zu verändern.

 

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Krankheiten hinauszuzögern oder sie zu vermeiden, in einem Zusammenspiel von Ess-, Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Das Bewegungs- und Essverhalten wird mit Hilfe von Beobachtungskontrollen festgehalten. Die Selbstbeobachtung ist sehr wichtig, denn hier werden zum einen die Essgewohnheiten verzeichnet und zum anderen auch die Häufigkeit des ausgeübten Sports pro Tag und vieles mehr. Auch kann das Essen bewusster stattfinden. Es sollte beispielsweise die Qualität des Brotes verbessert werden, also Vollkorn statt Weißmehl, Kohlenhydratmengen sollten reduziert und kohlenhydratarmes Obst und Gemüse bevorzugt werden.

 

Für alle, die mehr für ihre Gesundheit tun wollen, bietet Susanne Bilz neben individuellen Einzelberatungen auch mehrwöchige Kurse an. Von den meisten Krankenkassen werden die Kosten anteilig übernommen.

 

06.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Studienzentrum Professor Hanefeld der GWT-TUD GmbH


Hungrig unter Zeitdruck - Umfrage: Ein Drittel der Männer achtet kaum auf gesunde Ernährung und sagt: "Hauptsache schnell satt" - Vielen fehlt schlicht die Zeit

 

Lange am Herd stehen, womöglich vorher noch Gemüse schnipseln, Kartoffeln schälen oder Fleisch marinieren- für viele Männer steht solch ein Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

 

Ein Drittel der männlichen Befragten (32,7 %) gab jetzt bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber" zu, eine langwierige Essenszubereitung sei nichts für sie. Für sie müsse es hingegen "schnell gehen" und "satt machen", alles andere sei ihnen egal. Die meisten Frauen können darüber nur den Kopf schütteln. Allerdings räumt immerhin auch jede Sechste (15,9 %) ein, schnell satt werden zu wollen - ausgewogene Ernährung hin oder her.

 

Jeder dritte Deutsche (28,9 %) entschuldigt seine Essgewohnheiten damit, ihm fehle einfach die Zeit für gesunde Ernährung - dabei sind es auch wieder die Männer, die es beim Essen eiliger haben als die Frauen (Männer: 34,6 %; Frauen: 23,6 %). Es wundert daher kaum, dass deutlich mehr Männer als Frauen zugeben, sie achteten bei sich "weniger" (Männer: 35,2 %; Frauen: 15,2 %) oder sogar "gar nicht" (Männer: 8,9 %; Frauen: 2,3 %) auf gesunde Ernährung.

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber" durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.956 Personen ab 14 Jahren, darunter 953 Männer und 1.003 Frauen.

 

05.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Erfolgreiche Diabetestherapie bei Kindern / Junge Patienten haben bessere Blutzuckerwerte als früher

 

Die Blutzuckerwerte von Kindern mit Diabetes sind in den vergangenen 15 Jahren deutlich besser geworden, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Das ergab die Auswertung der Daten von mehr als 30.000 jungen Patienten in Deutschland und Österreich. Auch die Zahl schwerer Unterzuckerungen ging stark zurück. Forscher führen das nicht nur auf Änderungen in der Insulinbehandlung, sondern auch auf bessere Schulungen zurück.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 4/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

04.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Deutsche Diabetes Gesellschaft zur Therapie des Typ-2-Diabetes mit Tabletten: Bewährtes Medikament Metformin bleibt Standard

 

Wenn eine Änderung des Lebensstils den Blutzucker nicht senkt, benötigen Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus Medikamente. Dabei bleibt der „Klassiker“ Metformin allein die erste Wahl. Dies stellt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich der Publikation einer neuen US-Leitlinie fest. Falls weitere Medikamente nötig werden, um das Therapieziel zu erreichen, dürfe bei der Verordnung nicht allein der Preis entscheiden, sondern die Sicherheit müsse im Vordergrund stehen, so die DDG. Während Disease Management Programme (DMP) hierzulande als Kombination mit Metformin oder bei Metformin-Unverträglichkeit grundsätzlich Glibenclamid empfehlen, ist die Fachgesellschaft der Ansicht, dass - abhängig von den individuellen Risiken des Patienten – häufig andere Medikamente geeigneter sind.

 

„Gesunde Ernährung, Sport und eine Gewichtsreduktion sind das beste Rezept, um einen Typ-2-Diabetes zu vermeiden“, sagt DDG-Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei.

 

Auch wenn es bereits zu einem Typ-2-Diabetes mellitus gekommen ist, sei nach Ansicht des Leiters des Diabetes-Zentrums am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück zunächst eine Änderung des Lebensstils anzustreben. Erst wenn es damit nicht gelinge, den Blutzucker dauerhaft zu senken, kämen Medikamente zum Einsatz. Den Ärzten steht dafür heute eine Auswahl von gut einem Dutzend Wirkstoffen zur Verfügung.

 

Eine jetzt in den Annals of Internal Medicine veröffentlichte Leitlinie, die „Clinical Practice Guideline from the American College of Physicians“, hat die Ergebnisse von mehr als hundert Studien zusammengefasst, in denen die Wirkung der einzelnen Medikamente direkt miteinander verglichen wurde. Mit interessantem Ergebnis: „Metformin zeigte sich als Mono- oder Kombinationstherapie effektiver als andere Medikamente, was die Senkung des HbA1c-Wertes angeht“, erläutert Professor Matthaei. Als Ziel-HbA1c-Wert wird in der US-Leitlinie ein Wert unter sieben Prozent angesehen. Dieser Zielwert ist auch aus Sicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft individuell abgestimmt für die meisten Patienten sinnvoll. „Die Senkung des Blutzuckers ist jedoch nicht das einzige Ziel der Diabetestherapie“, sagt Matthaei: „Die eigentliche Aufgabe ist es, die langfristigen Diabetesfolgen für Herz und Nieren, Augen und Nerven zu vermindern.“

 

Deshalb sei es wichtig, dass die Medikamente, die den Blutzucker senken, nicht an anderer Stelle das Risiko erhöhen. Eine Reihe von Antidiabetika führt zu Gewichtszunahme und beeinträchtigt den Fettstoffwechsel. Der Studienvergleich ergab hier für Metformin – einem Medikament, das seit über 50 Jahren eingesetzt wird – die günstigste Wirkung. „Metformin kann das Körpergewicht reduzieren und bei vielen Patienten bessern sich Cholesterin- und Triglyzeridwerte“, berichtet Professor Matthaei. Für Diabetologen sei das ein starkes Argument, Metformin anderen Wirkstoffen vorzuziehen. Hinzu komme, dass für Metformin günstige Wirkungen auf die Langzeitkomplikationen des Diabetes gut belegt sind.

 

Metformin gehöre auch zu den sichersten Medikamenten, so die DDG: „Die Gefahr von Unterzuckerungen ist wesentlich geringer als beispielsweise bei Sulfonylharnstoffen“, fügt Professor Dr. med. Andreas Fritsche von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen hinzu. Der Sicherheitsaspekt ist vor allem bei Kombinationstherapien wichtig: „Die Praxis zeigt, dass viele Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus nicht mit einem Wirkstoff auskommen“, so der DDG-Pressesprecher. Die US-Leitlinie hat deshalb auch die Wirkung verschiedener Kombinationen verglichen. Dabei zeigte sich, dass Sulfonylharnstoffe wie Glibenclamid in Kombinationen das Risiko von Unterzuckerungen deutlich erhöhen.

 

„Sulfonylharnstoffe werden in Deutschland häufig aus Kostengründen als Monotherapie oder in Kombinationen bevorzugt“, berichtet Professor Fritsche. Sie seien aber aus den genannten Gründen kein Mittel der ersten Wahl. Mit Rücksicht auf den Patienten dürfe bei der Verordnung von Antidiabetika nicht allein der Preis ausschlaggebend sein.

 

Literatur: Amir Qaseem, Linda L. Humphrey, Donna E. Sweet, Melissa Starkey, Paul Shekelle for the Clinical Guidelines Committee of the American College of Physicians. Oral Pharmacologic Treatment of Type 2 Diabetes Mellitus: A Clinical Practice Guideline From the American College of Physicians. Annals of Internal Medicine 2012; 156: 218–231

 

02.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


DDB: Kassen-Milliarden an die Patienten weitergeben

 

Leistungskürzungen der Kassen, private Zusatzversicherungen, die extra kosten und die chronisch Kranke zum Teil gar nicht aufnehmen, Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die von den Patienten selbst gezahlt werden müssen. So sieht die Versorgungsrealität vieler Diabetiker aus. Von ihrer Rotstift-Politik profitieren jetzt die gesetzlichen Krankenkassen, die Milliardenüberschüsse angehäuft haben. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) fordert, die Extra-Milliarden an die Patienten weiterzugeben.

 

„Der Leistungskatalog wurde in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt, vor allem im Diabetesbereich“, sagt der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler. „Warum gibt es keine Auszahlung an die Patienten?“ Die gesetzlichen Kassen haben sich ein stattliches Polster von fast 20 Milliarden Euro zugelegt. Sie verfügen zum einen über Finanzreserven von rund 10 Milliarden Euro. Zum anderen befinden sich etwa 9,5 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds. Im vergangenen Jahr erzielten sie einen Überschuss von vier Milliarden Euro.

 

Nach BMG-Angaben sanken 2011 die Ausgaben für Arzneimittel in der GKV auf knapp 31 Milliarden Euro, was einen Ausgabenrückgang pro Versicherten um vier Prozent bedeutet.

 

Hierfür sind nach Meinung des DDB nicht nur die Einsparungen bei den Medikamenten, sondern auch die Leistungskürzungen beim Patienten direkt verantwortlich. „Wir haben den Eindruck, dass die Versorgung des Patienten mittlerweile den nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gebotenen Mindeststandard unterschreitet“, so Möhler.

 

Geld für die Versorgung vorhanden

„Es geht um maßvollen Gesetzesvollzug. Die derzeitige rigide Verweigerungshaltung der Kassen gewährleistet die Lebensqualität chronisch Kranker nicht mehr“, mahnt er an. Die Überschüsse könnten an dieser Stelle sinnvoll an die Patienten zurückgeführt werden. „Das Geld für die Versorgung der Patienten ist vorhanden.“ Viele Anspruchsberechtigte kämen inzwischen nur noch über den Klageweg an die notwendigen Therapien heran. Möhler: „Die Kassen scheffeln Milliarden ohne Zweckbestimmung, die es aber in der Versorgung dringend geben muss, um chronisch Kranken möglichst weitgehend dem notwendigen Behinderungsausgleich zuzuführen. Der gesetzliche Anspruch auf moderne Hilfsmittel wird schon zu lange erschwert.“

 

In diesem Zusammenhang kritisiert er auch das heutige IGeL-Marketing. „Viele solcher Leistungen sichern die Qualität der gesamten Therapie. Klammert man sie als IGeL aus,

provoziert es Schaden beim Patienten, weil durch diese Leistungen die Therapie erst vollständig wird.“ Als Beispiel nennt er die Nachkontrollen beim Makulaödem, die im Leistungskatalog der Kassen fehlen. Eine solche Nachkontrolle kostet 40 Euro. Viele Patienten könnten sich es nicht leisten, diese Untersuchung aus eigener Tasche zu bezahlen, gibt Möhler zu bedenken.

 

02.04.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutscher Diabetiker Bund


Diabetes Kongress 2012 in Stuttgart: Menschen mit Diabetes behandeln und begleiten

 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung, Vorbeugung und Therapie des Diabetes mellitus sowie bewährte Therapiestandards sind die Themen des Diabetes Kongress 2012, der 47. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Unter dem Motto „MITmachen – Motivieren, Integrieren, Therapieren“ findet die führende Jahresveranstaltung zur Stoffwechselerkrankung Diabetes im deutschsprachigen Raum vom 16. bis 19. Mai 2012 im Congresscenter Stuttgart statt. Jedes Jahr bilden sich mehrere tausend Ärzte, Diabetesberater und weitere in der Diabetologie Tätige auf dem Kongress fort, Wissenschaftler diskutieren neueste Erkenntnisse. Vorträge aus der Diabetes-Forschung, zu Vorbeugung und Therapie, Bewegung und Ernährung stehen beim Diabetes Kongress 2012 ebenso im Fokus wie Herzerkrankungen bei Diabetes oder die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1.

 

Das Motto „MITmachen – Motivieren, Integrieren, Therapieren“ steht für die Kernthemen des Diabetes Kongress 2012, der 47. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): „Jede Diabetes-Therapie kann nur optimal gelingen, wenn alle am Behandlungsprozess Beteiligten mitmachen“ sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Thomas Haak, Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim, Bad Mergentheim. Ärzte, Diabetesberater, Psychologen und der Patient seien gefordert. „Somit stellen wir mit diesem Motto den aktiven und informierten Menschen in den Mittelpunkt, dies entspricht unserer Haltung in der Diabetologie und dem Leitbild unseres Handelns“, ergänzt Diabetes-Experte Haak.

 

Entsprechend dem Kongressmotto sind Vorträge, Symposien und Kurse auf dem Kongress jeweils einem der Hauptthemen „Motivieren“, „Integrieren“, „Therapieren“ und „Mitmachen“ zugeordnet. Der Schwerpunkt „Motivieren“ umfasst beispielsweise Vorträge zu Themen wie Psychologie, Schulung, Diabetes und Gehirn. „Hier geht es um psychische Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes, ihre Ziele, Bedürfnisse und Probleme“, erläutert Professor Haak. Der Kongresspräsident greift zudem die entscheidende Frage auf, wie sich eine dauerhaft stabile Lebensstiländerung erreichen lässt. Unter dem Schwerpunkt „Integrieren“ erörtern die Referenten in den Veranstaltungen Themen aus Grundlagenforschung, Genetik, Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung. Im Schwerpunkt „Therapieren“ informieren Experten außerdem über die Vorbeugung von Diabetes, neue Technologien oder chirurgische Behandlungsmöglichkeiten. „Mitmachen ist dabei die alles umfassende Klammer“, sagt Professor Haak: Pro- und Contra-Diskussionen, TED-Sessions, Kontroversen und Workshops laden die Teilnehmer dazu ein, den Kongress aktiv mitzugestalten.

 

Das wissenschaftliche Programm des Kongresses beginnt am 17. Mai 2012. Industrieveranstaltungen und eine Ausstellung mit Firmen und Verbänden ergänzen die Fachtagung. Die Teilnahmegebühren betragen – je nach Anmeldedatum – zwischen 115 und 320 Euro. Mitglieder der DDG und assoziierter Gesellschaften erhalten Ermäßigungen. Für Studenten und Doktoranden beträgt die Tagungsgebühr unabhängig vom Anmeldezeitpunkt 35 Euro. Kontakt für Anmeldungen: K.I.T. GmbH, Association & Conference Management Group, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel.: 01803 470002, Fax: 030 24603200. Alle Informationen zum Diabetes Kongress 2012 sind im Internet unter www.ddg2012.de erhältlich.

 

29.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Interesse an der Volkskrankheit Diabetes nimmt in der Bevölkerung zu

 

In Deutschland bleibt das Diabetesrisiko unverändert hoch, die Erkrankungen nehmen weiter zu.* Trotz dieser alarmierenden Zahlen ist eine positive Entwicklung zu beobachten: Bei der diesjährigen Auftakt-Veranstaltung der von Sanofi initiierten bundesweiten Aktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" in Wolfsburg zeugten lange Besucherschlangen vor dem Diabetes-Risikocheck von einem steigenden Interesse der Bevölkerung, sich über ihr persönliches Risiko aufklären zu lassen.

 

Menschen mit Diabetes informierten sich über ihre Werte und über Strategien zur Vermeidung von Folgeerkrankungen. Insgesamt wurden fast 1.000 Risikochecks durchgeführt. "Dies ist für uns ein wichtiges Signal, unsere Bestrebungen zur Vorbeugung der Erkrankung und bestmöglichen Versorgung der Menschen mit Diabetes unermüdlich fortzusetzen", so Dr. Oliver Sadlek, Leiter der Diabetes Division, Sanofi. Vor Ort wurden viele Besucher von ihrem Diabetesrisiko überrascht. Nur wer sein eigenes Risiko kennt und weiß, dass ein aktiver Lebensstil mit mehr Bewegung und gesunder Ernährung Diabetes und seinen Folgeschäden vorbeugt, kann etwas ändern. Als Rundum-Partner für Menschen mit Diabetes engagiert sich Sanofi, neben der Entwicklung personalisierter Lösungen im Diabetesmanagement aus den Bereichen Diagnostik, Therapie und Blutzuckerkontrolle, deshalb zusätzlich für Aufklärung und Prävention.

 

Regelmäßiges Blutzuckermessen zur Diabeteskontrolle
Zur Erhöhung der Lebensqualität und Vermeidung von Folgeerkrankungen sollten Menschen mit Diabetes ihren Blutzuckerspiegel stets im Auge behalten. Im Rahmen des Risikochecks hatten viele bereits diagnostizierte Diabetiker zu hohe Blutzuckerwerte und einen zu hohen Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Der HbA1c-Wert wird zwei- bis viermal jährlich beim Arzt gemessen. Er sollte immer unter 7 Prozent liegen, um Spätfolgen zu vermeiden. Der normale Blutzuckerwert wird sehr viel häufiger ermittelt, in der Regel messen Patienten, die mit Insulin behandelt mehrmals täglich ihren Blutzucker. Am Aktionsstand von "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" erfuhren die Besucher, wie einfach Blutzuckermessen mit BGStar® und iBGStar® sein kann. Bei der Entwicklung der Geräte wurden die Wünsche von Menschen mit Diabetes berücksichtigt. Herausgekommen sind intelligente Lösungen, die im Alltag flexibel eingesetzt werden können. Der iBGStar® ist zum Beispiel das erste Blutzuckermessgerät, das direkt mit dem iPhone verbunden werden kann. Tagebuchführen erfolgt durch die kostenlose App direkt mit einem Klick.

 

Mit aktivem Beispiel durchstarten
Nur wer selbstverantwortlich mit seiner Erkrankung umgeht, kann auf Dauer gut damit leben und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Schäden an der Niere und den Augen vermeiden. Das weiß Daniel Schnelting: "Mein Diabetes begleitet mich immer, jedes Jahr, jede Woche, 24 Stunden am Tag", so der dreifache Deutsche Meister im 200m-Sprint. Für mich ist es selbstverständlich, meine Werte im Blick zu haben, regelmäßig meinen Blutzucker zu kontrollieren und auf einen gesunden Lebensstil zu achten." Als Botschafter von "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" will er das Bewusstsein für die Volkskrankheit schärfen und Menschen mit Diabetes zu einem aktiven Lebensstil motivieren.

 

"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7": Zusammen erreichen wir mehr
"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" steht für bundesweite, nachhaltige Aufklärung. Mehr als 480.000 Besucher an 37 Standorten und 25.000 ausgewertete Risikocheck-Bogen liefern fundierte Daten. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland und die Ergebnisse des Risikochecks sind zentrale Bestandteile der Aktion die Themen Ernährung und Bewegung. Sanofi initiierte die Aktion 2005 und konnte bis heute 24 Kooperationspartner gewinnen, darunter Krankenkassen, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften und regionale Netzwerke. "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" wird weiter unermüdlich zusammen mit seinen Partnern informieren. Termine und Standorte für 2012 finden sich unter www.gesuender-unter-7.de

 

Quellen:
* Dr. Richard Daikeler: Ergebnisse des Diabetes-Risikochecks von "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" 2011, Pressekonferenz am 15. März 2012 in Wolfsburg / Sanofi Pressemitteilung vom 15. März 2012: "Aktuelle Auswertung zeigt steigende Erkrankungszahlen und hohes Diabetesrisiko in der deutschen Bevölkerung"

 

iPhone und iPod touch sind eingetragene Marken von Apple Inc. in den USA und anderen Ländern.

 

28.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Ogilvy Healthworld GmbH


VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München erhält TÜV-Siegel "Fitnesstraining für Diabetiker"

 

Als Diabetiker ist man im VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum mit Sauna-Paradies in München-Pasing bestens aufgehoben. Dies hat jetzt der TÜV Rheinland offiziell bestätigt und dem Fitnessstudio als erstem in Bayern das Prüfzeichen "Fitnesstraining für Diabetiker" ausgestellt. Die Qualitätskriterien wurden sowohl in personeller Hinsicht, als auch bei der apparativen Ausstattung voll erfüllt. Jährliche Qualitätskontrollen sichern den hohen Standard.

 

Es gibt in Deutschland ca. 8 Millionen Menschen, die an Diabetes leiden. Von ihnen haben mehr als 95% Diabetes mellitus Typ-2 und die Tendenz steigt leider weiter. Dass jeder Einzelne diesem Trend mit viel Bewegung und einer gesunden Ernährung entgegen wirken kann, ist bekannt. Mehrere Studien haben bisher auch die positiven Effekte von sportlicher Betätigung auf die Erkrankung nachgewiesen. Bewegung ist also nicht nur sinnvoll zur Prävention, sondern auch, wenn man bereits erkrankt ist.

 

Matthias Lompa, Fitnessstudioexperte bei TÜV Rheinland, bringt es auf den Punkt: „Daher sind gerade für Diabetiker Fitnessstudios eine gute Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen und gleichzeitig gegen die Krankheit anzukämpfen. Doch viele Diabetiker sind unsicher, wenn es um die Wahl des richtigen Fitnessstudios für sie geht. Der Sicherheits- und Betreuungsaspekt spielt für Diabetiker eine wichtige Rolle. Neben dem sportlichen Angebot fallen auch medizinische Aspekte bei der Auswahl des Fitnessstudios ins Gewicht“, so der Experte. Doch bisher sei die Suche nach einem Fitnessstudio, das sich auf die Bedürfnisse von Diabetikern eingestellt hat, schwierig.

 

Das TÜV-Prüfzeichen „Fitnesstraining für Diabetiker“ schließt bereits seit Mitte 2011 diese Orientierungslücke. Im Gegensatz zu einer normalen TÜV-Zertifizierung für ein Fitnessstudio wurden die Prüfkriterien verschärft: das Fitnessstudio muss zusätzliche Qualifikationen im Bereich Rehabilitationssport sowie zum Themengebiet "Diabetes und Sport" nachweisen können. Die vom VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München jedes Jahr aufs Neue zu erreichenden Qualitätskriterien für das Prüfzeichen wurden in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Sport der Deutschen Diabetes-Gesellschaft ermittelt. Diabetiker sind also im VITALS Fitness- und Gesundheitszentrum bestens aufgehoben und können sich sicher und gut betreut wissen.

 

Wer Diabetiker ist und sich beim VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum beraten lassen möchte, kann unter 089 / 883616 einen Termin vereinbaren. Alle Infos zum VITALIS in München gibt es unter www.vitalis-muenchen.de

 

Über das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München

Das VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum mit Sauna-Paradies in München Pasing hat die TÜV Fitness-Siegel für qualitätsgeprüfte Trainings-Einrichtungen und Fitnesstraining für Diabetiker vom TÜV Rheinland erhalten. Stiftung Warentest urteilte bei einem Test gesundheitsorientierter Fitnessstudios mit GUT (2,4). Das VITALIS Gesundheitszentrum ist laut diesem Test eines der beiden besten Fitnessstudios in München.


Zum VITALIS gehören das Rückenzentrum München-West sowie das Abnehmzentrum München-West. Die ganzheitliche Philosophie des VITALIS stellt eine ausgewogene Mischung aus Gesundheit, Fitness und Wellness in den Vordergrund.


Weitere Informationen gibt es unter www.vitalis-muenchen.de

 

26.03.2012; Quelle: Pressemitteilung VITALIS Fitness- und Gesundheitszentrum München


Gefahr aus dem Erdreich

 

Mit dem Beginn der Gartensaison sollte der Tetanusschutz überprüft werden

 

Erfolg kann sorglos machen. Weil der Impfschutz gegen Tetanus in Deutschland recht gut ist, sind tödliche Infektionen selten geworden. Die meisten Menschen werden im Kindesalter geimpft. Der Schutz muss aber im Erwachsenenalter alle 10 Jahre erneuert werden. Daran erinnert Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, auf dem Gesundheitsportal www.apotheken-umschau.de. Das Tetanus-Bakterium kommt vor allem in der Erde vor.

 

Der Beginn der Gartensaison lässt viele Hobbygärtner wieder lustvoll im Blumenbeet wühlen. Schnell kommt es dabei zu kleinen Verletzungen – etwa durch einen dreckigen Nagel, eine Dorne oder die Gartenschere. Auf diese Weise können die Erreger in die Wunde gelangen und eine Infektion auslösen. Deshalb ist nun ein guter Zeitpunkt für einen Blick in den Impfpass. Liegt die letzte Impfung mehr als 10 Jahre zurück, ist eine Auffrischung nötig. Viele Informationen zum Thema gibt es unter http://www.apotheken-umschau.de/tetanus .

 

26.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Erste Stellungnahme zum BUND-Bericht über den Einfluss hormoneller Stoffe auf Fettleibigkeit

 

In einer Pressemitteilung vom 20. März 2012 berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) über "dickmachende Weichmacher". Die Belastung des Menschen durch synthetisch hergestellte Chemikalien wie Bisphenol A, Weichmacher oder Flammschutzmittel könnte laut der deutschen Kurzfassung der ChemTrust-Literaturstudie "Review of the Science Linking Chemical Exposures to the Human Risk of Obesity and Diabetes" bei der Entstehung von Fettleibigkeit eine Rolle spielen. Die genannten Chemikalien seien in Alltagsprodukten wie beispielsweise Plastikspielzeug und PVC-Böden zu finden und würden über die Atemluft, die Haut oder durch Nahrung in den Körper gelangen.

 

Wir als Experten aus der PVC-Branche wollen auf Folgendes hinweisen:

 

1. Es ist festzustellen, dass es sich bei dem Einfluss von hormonell wirksamen Stoffen auf Fettleibigkeit und Diabetes auch laut Aussage der Autoren der ChemTrust-Studie lediglich um eine Vermutung handelt. So heißt es in dem Hintergrundpapier des BUND "Dickmachende Weichmacher": "Der Anstieg der Vorkommens von Fettleibigkeit fällt mit dem Anstieg der Verwendung und Verbreitung von Industriechemikalien zusammen, die eine Rolle bei der Entstehung von Fettleibigkeit spielen könnten. […]".

 

2. Es ist schade, dass bei der BUND-Pressemitteilung wieder einmal diverse chemische Stoffe mit Weichmachern in einen Topf geworfen werden. Wichtig ist es festzustellen, dass Bisphenol A kein Weichmacher ist.

 

Heute werden in Europa und Deutschland als Weichmacher in PVC-Produkten fast ausschließlich hochmolekulare Phthalate sowie andere Weichmacher verwendet, die nicht in Verdacht stehen, hormonelle Wirkungen zu haben. Dank jahrelanger Forschung und verbesserter Rezepturen hat die Industrie in Europa Weich-PVC in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Studien und die amtlichen Risikobewertungen durch die dafür bestellten Sachverständigen aus allen EU-Ländern belegen, dass die heute eingesetzten Weichmacher in den bestimmungsgemäßen Anwendungen sicher und ohne Bedenken verwendet werden können.

 

3. Der Hauptzufuhrpfad für Weichmacher ist beim Menschen die Aufnahme durch Nahrung. Ein erhöhtes Körpergewicht basiert im Allgemeinen darauf, dass die kalorische Nahrungsaufnahme zu hoch ist bei gleichzeitig zu wenig Bewegung. Jemand, der viel Nahrung zu sich nimmt, nimmt damit auch gegenüber dem Durchschnitt eine erhöhte Weichmacher-Menge auf. Es überrascht daher nicht, dass in diesem Fall erhöhte Gehalte von deren Abbauprodukten im Urin nachgewiesen werden.

 

4. Zu einer ähnlichen Vermutung kommt auch Marike Kolossa-Gehring, Leiterin des Fachgebiets Toxikologie und gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung am Umweltbundesamt (UBA) in einem Bericht von STERN ONLINE vom 20. März 2012. Ob Chemikalien wie Weichmacher oder Bisphenol A die Ursache für Übergewicht und Diabetes sind, müsse noch untersucht werden, so die Expertin. Schuld könne auch sein, dass Menschen viel und ungesund essen und daher dicker werden.

 

22.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V.


Hat die Diabetesaufklärung versagt?

 

Trotz intensiver Aufklärungsarbeit steigt die Zahl der Diabetiker weiter an. Zahlreichen Menschen sind die Ursachen bekannt, aber das eigene Risiko ist vielen nicht bewusst. Müssen wir strategisch umdenken?

 

Jeder zweite Deutsche ist diabetesgefährdet. So lautet das ernüchternde Ergebnis des Diabetes-Risikochecks eines internationalen Pharmakonzerns. Mit Fragebögen zu Anamnese, Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsumfang sowie grundlegenden Diagnostikverfahren wie Blutdruck- und Blutzuckermessung bewaffnet, tourten die Initiatoren quer durch Deutschland. Allein die Auswertungen des letzten Jahres lassen die Diabetesprävention in keinem guten Licht stehen. Fast jeder vierte Befragte war bereits diagnostiziert zuckerkrank. Von den bislang nicht Erkrankten wies die Hälfte ein deutliches Risiko auf, später Diabetes zu bekommen (1). Haben die Aufklärungsbemühungen der letzten Jahrzehnte versagt?

 

Seit einem halben Jahrhundert widmen sich nationale und internationale Organisationen der Bekämpfung der Zuckerkrankheit. Insbesondere am Weltdiabetestag, der seit 20 Jahren stattfindet, versuchen weltweite Kampagnen die Bevölkerung für die Ursachen und Folgen der Krankheit zu sensibilisieren. Doch der Erfolg lässt auf sich warten. Seit die Diabeteshäufigkeit 1960 erstmals erhoben wurde, ist die Anzahl an Betroffenen kontinuierlich gestiegen. Eine Stagnation oder gar ein Rückwärtstrend sind nicht zu erwarten. Die Krankheit selbst kennen die meisten. Auf die Frage nach den Ursachen nennen viele richtigerweise eine zuckerreiche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung. Herzinfarkt und Schlaganfall als Folgen des chronisch erhöhten Blutzuckerspiegels sind die Gründe für das Image als bedrohliche Erkrankung. Warum nehmen viele trotz guter Kenntnisse das Risiko auf die leichte Schulter?

 

„Was ich nicht merke, das ist nicht da.“ Diabetes verursacht viele Jahre keine Schmerzen. Die meisten Betroffenen wissen nichts von ihrer Erkrankung, bis ein Arzt bei einer Routineuntersuchung die Diagnose stellt. Dabei ist langjähriges starkes Übergewicht ein unübersehbares Vorzeichen. Besonders in Familien, in denen Diabetes bereits auftrat, ist das Risiko hoch. Denn Eltern legen ihrem Nachwuchs neben Veranlagungen vor allem ihre Lebensgewohnheiten in die Wiege. Anstatt nur dem Betroffenen zu helfen, wäre eine

familienumfassende Beratung erfolgsversprechender. Verhaltensänderungen sind leichter umsetzbar, wenn alle an einem Strang ziehen. Partner und Kinder würden der Gefahr vorbeugen, selbst zu erkranken. Doch Familienschulungen sind in der Diabetesprävention bislang noch viel zu selten.

 

Wie hoch das persönliche Risiko ist, lässt sich mit dem Risikoscore für Prädiabetes abschätzen, der als Beratungsunterlage im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.

 

Weiterhin finden Fachkräfte, Betroffene und Interessierte Fachinformationen, Verbraucherbroschüren sowie weitere Beratungsunterlagen rund um das Thema Diabetes und Ernährung.

 

Redaktion: Dipl.troph. Christine Langer

Quelle: 1) Ergebnisse des Diabetes-Risikochecks „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

 

22.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.


Dickmachende Weichmacher


Hormonelle Schadstoffe können zu Fettleibigkeit und Diabetes führen

 

Die Belastung des Menschen durch synthetisch hergestellte Chemikalien wie Bisphenol A, Weichmacher oder Flammschutzmittel kann zu Fettleibigkeit und Diabetes führen. Das ist das Ergebnis einer Studie der englischen Umweltorganisation ChemTrust, die der BUND in Berlin zeitgleich mit einer Veröffentlichung in London und Brüssel vorstellte. In Alltagsprodukten wie Plastikspielzeug, Elektrogeräten, PVC-Böden und Konservendosen sind die genannten Chemikalien enthalten. Sie gelangen über die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in den Körper. Bisher wurden diese Chemikalien vor allem mit Störungen der Sexualfunktionen in Verbindung gebracht.

 

Die jetzt vorgelegte Literaturstudie, die fast 240 Untersuchungen zusammenfasst, zeige deutlich, dass zu den Ursachen von Übergewicht und Diabetes auch hormonelle Schadstoffe gehören, sagte Sarah Häuser, Chemie-Expertin beim BUND.

 

"Die Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im Mutterleib hat bei Versuchstieren zu einer späteren Gewichtszunahme und einer erhöhten Insulinresistenz geführt. Damit besteht die Gefahr, dass beim Menschen Diabetes ausgelöst wird. Angesichts dieser Erkenntnis muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Chemikalien-Belastung vor allem für empfindliche Gruppen wie schwangere Frauen und Kinder minimiert wird. Weichmacher und Bisphenol A müssen durch sichere Alternativen ersetzt werden", sagte Häuser. Eine bessere Regulierung ieser Chemikalien würde sich in einer besseren Lebensqualität für die Betroffenen und in massiven finanziellen Einsparungen im Gesundheitssystem auszahlen.

 

Die Zahl der unter Diabetes und Fettleibigkeit leidenden Menschen habe in den letzten Jahrzehnten weltweit massiv zugenommen, so Häuser.

 

Während sich der Trend zu Übergewicht und Fettleibigkeit in den Industrieländern in den letzten Jahren auf einem - viel zu hohen Niveau - eingependelt habe, werde für Diabetes eine weitere Steigerung der Erkrankungen prognostiziert. Deutschland gehöre mit einer Diabetes-Rate von neun Prozent zu den am stärksten betroffenen Ländern in Europa.

 

Professor Gilbert Schönfelder, Toxikologe am Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité Berlin: "Die Diabetes- und Fettleibigkeitsraten haben weltweit epidemische Ausmaße angenommen. Als Ursachen dafür werden bisher in erster Linie falsche Ernährung und Bewegungsmangel gesehen. Neue Studien zeigen aber, dass die Belastung mit hormonellen Schadstoffen einen wichtigen und bisher unterschätzten Anteil daran haben könnte. Deshalb müssen die Vorsorgemaßnahmen ausgebaut werden. Hormonell wirksame Chemikalien dürfen vor allem nicht in die Körper von Kindern, aber auch nicht in die von Erwachsenen gelangen."

 

22.03.2012; Quelle: Pressemitteilung CHEMIE.DE


Augenärzte blicken über die Grenzen des Fachs / Augenärztliche Akademie Deutschland 2012

 

Eine Routineuntersuchung beim Augenarzt gibt nicht nur Aufschluss über die Gesundheit des Sehorgans; beim diagnostischen Blick ins Auge können auch Bluthochdruck, Diabetes oder eine rheumatische Krankheit auffallen. Die komplexen Zusammenhänge zwischen den Augen und dem gesamten Organismus des Menschen stehen im Mittelpunkt der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) 2012. Etwa 5000 Teilnehmer werden an der Fortbildungstagung, die bis zum kommenden Samstag in Düsseldorf stattfindet, teilnehmen.

 

"Augenheilkunde interdisziplinär" lautet das Leitthema der AAD in diesem Jahr. Prof. Dr. med. Nicole Eter, Münster, machte heute beim Pressegespräch zum Auftakt der Tagung die Vorteile der Augendiagnostik deutlich: "Mit der wenig belastenden Früherkennung kann beispielsweise ein Diabetes entdeckt werden, bevor ernsthafte Beschwerden auftreten. Dann lässt sich gegensteuern, sei es durch eine Veränderung des Lebensstils, sei es durch eine wirksame Behandlung." Auch zahlreiche andere Krankheiten lassen sie schon frühzeitig anhand von Veränderungen am Auge feststellen. So wirken sich rheumatische Erkrankungen oft auf die Augen aus und verursachen dort Entzündungen, die das Augenlicht bedrohen. Prof. Dr. med. Uwe Pleyer, Berlin, schilderte, welche Behandlungsmöglichkeiten es heute gibt, um den Angriff des eigenen Immunsystems auf das Auge abzuwehren.


Refraktion - Basis augenärztlicher Diagnostik

In den meisten Fällen kommen die Patienten allerdings in der Annahme zum Augenarzt, sie bräuchten eine neue Brille. Die Suche nach dem Grund für Sehverschlechterungen beginnt stets mit der Refraktion, der Bestimmung der Brechkraft des Auges. Prof. Dr. med. Dieter Friedburg, Krefeld, erläuterte, weshalb die Refraktion für die augenärztliche Diagnostik so wichtig ist. Wenn eine Augenkrankheit die Sehkraft mindert, hilft auch die beste Brille dem Betroffenen nicht, bevor die Krankheit nicht behandelt wurde. Prof. Friedburg machte andererseits deutlich, dass auch Menschen mit gesunden Augen und normaler Sehkraft von einer Feinkorrektion mit Brille oder Kontaktlinsen profitieren können.


Netzhaut-Chips und Gentherapie

Degenerativen Netzhauterkrankungen wie der Retinitis Pigmentosa standen Augenärzte bislang machtlos gegenüber. In jüngster Zeit wecken zwei innovative Behandlungsprinzipien Hoffnungen: Netzhaut-Implantate und Gentherapie. Prof. Dr. med. Peter Walter, Aachen, berichtete, dass Netzhaut-Implantate in Deutschland unmittelbar an der Schwelle stehen, Bestandteil der allgemeinen Patientenversorgung zu werden. Auch bei gentherapeutischen Methoden sind erste Erfolge zu verzeichnen, wenn auch eine Zulassung entsprechender Behandlungen noch nicht absehbar ist.


Der Stellenwert des Augenarztes in einer alternden Gesellschaft

In unserer alternden Gesellschaft wird der Einsatz des Augenarztes für den Erhalt des Sehvermögens immer wichtiger. Vier Augenkrankheiten sind für die meisten Erblindungen und Sehbehinderungen verantwortlich - und sie alle treten mit zunehmendem Alter häufiger auf: Katarakt (Grauer Star), Glaukom (Grüner Star), Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und Diabetische Netzhauterkrankung. Sie alle sind mit modernen Methoden gut diagnostizierbar und in den meisten Fällen auch gut behandelbar. Doch damit alle Menschen in Deutschland von den Erfolgen der modernen Augenheilkunde profitieren können, muss für die augenmedizinische Versorgung genug Geld zu Verfügung stehen. Das betonte Prof. Dr. med. Bernd Bertram, der 1. Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. Nach Angaben der gesetzlichen Krankenversicherungen wurden 2010 1,75 Milliarden Euro für augenmedizinische Leistungen bezahlt. "Das ist nicht einmal ein Prozent der GKV-Gesamtausgaben", kritisiert Prof. Bertram. Insbesondere für die augenärztliche Grundversorgung bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung nur rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Davon müssen mehr als 20 Millionen Menschen - rund ein Viertel aller Bundesbürger - jedes Jahr augenärztlich versorgt werden. "Um eine moderne nicht-operative Augenheilkunde flächendeckend zu erhalten, muss unsere Gesellschaft deutlich mehr Geld aufbringen", forderte Prof. Bertram. Nur dann wird es gelingen, eine moderne Augenheilkunde flächendeckend zu bewahren, damit allen Bürgern im Alter ein möglichst gutes Sehen erhalten bleibt.

 

Den Medienpreis 2012 des BVA erhielten heute die Autoren des Buches "Augen-Sprechstunde", Dr. Birgit Küllenberg und Dr. Wolfram Goertz.

 

21.03.2012; Quelle: Pressemitteilung Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)


Experten begleiten Fettleibige ein Jahr lang

 

Bereits über 16 Millionen Deutsche leiden an Fettleibigkeit – häufig in Verbindung mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes. Adipositas ist kein vorrangig kosmetisches Problem, sondern eine ernst zu nehmende chronische Erkrankung.

 

Der gemeinnützige Verein „Mobilis“ bietet eine langfristige Therapie in Bochum an, in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Sporttherapeuten, Ernährungsfachkraft, Psychologen/Pädagogen und Medizinern. Teilnehmer werden langfristig, mindestens über einen Zeitraum von zwölf Monaten, betreut. Das Angebot wird wissenschaftlich begleitet. Die Behandlung wird nicht mit einem Verkauf von Abnehmprodukten verknüpft.


Vier-Säulen-Konzept

Mit seinem Vier-Säulen-Konzept setzt das Mobilis-Jahresprogramm mit viel Bewegung, einem praktischen Leitfaden zur gesunden Ernährung, gezieltem Verhaltenstraining und medizinischer Begleitung (insgesamt 60 Treffen und drei Untersuchungen) auf langfristige Lebensstiländerung. Unter Leitung von Dipl.-Sportwissenschaftlerin Ulla Stahl ist jetzt der Start einer neuen Gruppe im Rehazentrum „Wirbelwind“, Universitätsstraße 142, geplant.

 

Die bundesweite Initiative wird über Mobilis e.V. mit Sitz in Freiburg organisiert. Sie wurde vor zehn Jahren u.a. von Professoren und Wissenschaftlern der Deutschen Sporthochschule Köln ins Leben gerufen.

 

Interessenten für die Bochumer Gruppe mit Start am 16. April können sich unter 0761/503910 oder im Internet unter www.mobilis-programm.de informieren und anmelden.

 

21.03.2012; Quelle: Pressemitteilung derwesten.de


Wie die Lebensmittelindustrie aus Kindern Junkfood-Junkies macht und Fehlernährung verursacht – foodwatch-Report und Marktcheck mit 1500 Kinderprodukten vorgestellt

 

Unausgewogene Produkte, perfides Marketing und überbordende Lobbyarbeit: Die Lebensmittelindustrie leistet keinen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern, sondern trägt massiv zur grassierenden Fehlernährung bei. Das belegt der Report „Kinder kaufen“, den die Verbraucherorganisation foodwatch heute in Berlin vorstellte.

 

In einem aktuellen Marktcheck hat foodwatch 1.514 Kinderlebensmittel unter die Lupe genommen und mit den Kategorien der aid-Ernährungspyramide bewertet. Das Ergebnis: Fast drei Viertel der Produkte (73,3 Prozent) fallen in die „rote“ Kategorie an der Spitze der Pyramide. Es handelt sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten „aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ nur „sparsam“ verzehrt werden sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können der grünen Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden – solche Lebensmittel sollten Kinder eigentlich „reichlich“ verzehrt werden. Fazit: Mit dem industriellen Angebot an Kinderlebensmitteln ist eine ausgewogene Ernährung praktisch unmöglich, denn es besteht fast ausschließlich aus Süßigkeiten und ungesunden Snacks. Die Hersteller stellen die Ernährungspyramide auf den Kopf: Ihre Produktpalette im Kinder-Segment entspricht ziemlich genau dem Gegenteil der ernährungsphysiologischen Empfehlungen.

 

„Die Industrie will Kinder so früh wie möglich auf ungesundes Junkfood programmieren“, sagt Anne Markwardt von foodwatch. „Dafür gibt es einen logischen Grund: Mit Obst und

Gemüse lässt sich nur wenig Profit machen – mit Junkfood und Softdrinks schon mehr. Es lohnt sich ganz einfach nicht, gesunde Produkte ans Kind zu bringen.“ Während die Hersteller mit Obst und Gemüse Margen von weniger als 5 Prozent erzielen, erreichen sie bei Süßwaren, Softdrinks und Snacks Umsatzrenditen von 15 Prozent und mehr. Entgegen dem von vielen Unternehmen formulierten Anspruch, einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern zu leisten, haben sie betriebswirtschaftlich größtes Interesse daran, möglichst viele unausgewogene Produkte zu verkaufen.

 

„Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die grassierende Fehlernährung von Kindern“, sagt Anne Markwardt von foodwatch. „Die Lebensmittelindustrie ist nicht Teil der Lösung, sondern Kern des Problems, weil sie Kindern massenhaft Junkfood aufdrängt und sie zur falschen Ernährung verführt.“ Dass sich Kinder in Deutschland nicht gesund und ausgewogen ernähren, ist wissenschaftlich belegt:

  • Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an Süßwaren, Snacks und Softdrinks
  • Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös).

Folgen sind erhöhte Risiken für Diabetes, Herzkreislauf- und andere schwerwiegende Krankheiten. Ein Prozent der Kinder leidet heute bereits an Altersdiabetes.

 

Mit perfiden Strategien versuchen die Unternehmen, Kinder so früh wie möglich an die eigene Marke zu binden und in jungen Jahren Geschmacksprägung möglichst für ein ganzes Leben zu erreichen. Gleichzeitig treten Vertreter der Süßwaren-Konzerne auf Kongressen als Experten für gesunde Kinderernährung auf und dienen sich dem Staat, Sportverbänden, Schulen und sogar Kindergärten als Partner für Anti-Übergewichtsprogramme und Bewegungsinitiativen an (siehe Hintergrundpapier „Marketing- und Lobbystrategien für Kinderlebensmittel“).

 

 

„Der Bock macht sich selbst zum Kindergärtner“, so Anne Markwardt von foodwatch. „Wir dürfen nicht mehr darauf hereinfallen, wenn sich Unternehmen, deren Ziel gar nicht anders lauten kann als immer mehr Süßwaren und Junkfood zu verkaufen, zum Ratgeber in Sachen gesunder Ernährung aufschwingen: Das sind scheinheilige Alibi- und Ablenkungsmaßnahmen, die nicht viel kosten. Jedenfalls weniger, als die omnipräsenten Junkfood-Produkte derselben Hersteller einspielen, die selbst in Schulen ‚Kauf mich‘ schreien. Es ist doch kein Zufall, dass die ganzen Comicfiguren und Gimmicks nicht zum Verzehr von ungezuckerten Haferflocken, sondern von pappsüßen Crispy-Pops verführen

sollen.“

 

Auch der Staat versagt beim Thema gesunde Kinderernährung. Anstelle klarer Vorgaben für die Hersteller bindet die Bundesregierung die Junkfood-Industrie in ihre Initiativen und Aktionspläne gegen Übergewicht ein. So hat das Bundesernährungsministerium die „Plattform Ernährung und Bewegung“ (peb) initiiert, die sich dadurch auszeichnet, vor allem den angeblichen Bewegungsmangel und nicht die schlechte Ernährung von Kindern als Ursache für Übergewicht zu benennen. Prominente Mitglieder von peb: Coca Cola, Ferrero, der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, McDonald’s, die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, PepsiCo, Mars – Firmen, die kein Interesse an gesunder Ernährung, sondern am Verkauf von Snacks, Junkfood und Soft Drinks haben.

 

foodwatch fordert:

  • Die Lebensmittelindustrie muss dort Verantwortung übernehmen, wo ihre Verantwortung tatsächlich liegt: Nicht in PR-trächtigen Alibi-Maßnahmen wie Bewegungsinitiativen und Ernährungstipps für den Schulunterricht, sondern in der Produktion ausgewogener Kinderlebensmittel. Die Verantwortung für die Fehlernährung von Kindern kann nicht allein auf Eltern abgewälzt werden.
  • Produkte, die nicht ausgewogen sein können (wie Süßigkeiten) dürfen nicht länger als Kinderprodukte beworben und mit Comicfiguren, Spielzeugbeigaben, Gewinnspielen oder Idolen direkt an Kinder vermarktet werden.
  • Schulen und Kindergärten müssen werbe- und PR-freie Räume werden.
  • Die Junkfood-Industrie ist kein geeigneter Partner für den Staat, für Schulen und Sportverbände wie den Deutschen Fußballbund (DFB). Sponsoring-Partnerschaften und gemeinsame Programme zur Bewegungsförderung oder Übergewichts-Bekämpfung dienen den Unternehmen als Ablasshandel und müssen beendet werden.

Links:

Mehr Informationen unter: www.foodwatch.de/kinder
foodwatch-Marktcheck: www.foodwatch.de/marktcheck
Report „Kinder kaufen“: www.foodwatch.de/kinderreport

 

13.03.2012; Quelle: Pressemitteilung foodwatch.de

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