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News Deutschland

 

 

Folgeerkrankungen durch frühe Diabetes-Diagnose verhindern

 

Das Risiko eines Menschen für Diabetes Typ 1 lässt sich durch verschiedene Untersuchungsmethoden schon vor Ausbruch der Krankheit feststellen. Im Erbgut sind beispielsweise 16 Stellen auf Genen bekannt, die mit der Zuckerkrankheit in Zusammenhang stehen. Bei Angehörigen von Betroffenen können die Ärzte durch genetische Tests deshalb erste Aussagen zur Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung treffen.

 

Auch eine Blutuntersuchung auf sogenannte Inselautoantikörper liefert Hinweise auf eine beginnende Erkrankung. Schon Jahre vor Ausbruch der Krankheit sind diese Antikörper im Blut nachweisbar. "Wenn wir die Arten verschiedener Antikörper und ihre Anzahl bestimmen, können wir bereits recht zuverlässige Aussagen über den weiteren Verlauf der Erkrankung treffen", erläutert Professor Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin des Instituts für Diabetesforschung in München.

 

Bisher werden solche Untersuchungen zur Einschätzung des Erkrankungsrisikos vor allem im Rahmen wissenschaftlicher Studien durchgeführt. Allerdings könnten sie auch in der täglichen Praxis von Nutzen sein: Wenn zukünftige Diabetes-Patienten frühzeitig identifiziert werden, kann schnell mit einer Therapie begonnen werden. So wird das Risiko von Folgeerkrankungen reduziert. Wann die Untersuchungen bei nichtdiabetischen Risiko-Patienten sinnvoll sind, diskutieren Experten deshalb Anfang Mai auf der 43. Jahrestagung der Deutschen-Diabetes-Gesellschaft (DDG).

 

17.04.2008, Quelle: Global Press


 

Frauen sind die besseren Mediziner

 

Bewiesen ist bereits, dass Frauen bei Diabetes schlechter behandelt werden als Männer. Nun fördert eine Studie weitere Überraschungen zu Tage: Die Qualität der Behandlung hängt auch maßgeblich vom Geschlecht der Ärzte ab – Diabetes-Patienten werden von weiblichen Medizinern wesentlich besser versorgt als von männlichen.

 

Über sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Typ 2 Diabetes, Tendenz steigend. Diabetiker haben ein stark erhöhtes Risiko an Herzinfarkten und anderen Komplikationen des Gefäßsystems zu sterben. Eine möglichst gute Behandlung der Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und erhöhten Blutzucker ist deshalb die wichtigste Maßnahme für die Prävention.


Doch eine aktuelle Studie an der Medizinischen Klinik II der Universität Köln an mehr als 50.000 Patientinnen und Patienten zeigt: Es macht einen deutlichen Unterschied, ob die

Diabetes-Patienten von einer Ärztin oder einem Arzt behandelt werden.

 

Ob Blutzucker, Blutfette oder Blutdruck – für die Behandlung der Volkskrankheit Diabetes gibt es Leitlinien, an denen sich Ärzte und Patienten orientieren sollen. Allerdings zeigt sich, dass diese Leitlinien von Ärztinnen konsequenter umgesetzt werden als von ihren männlichen Berufskollegen.

 

"Dass das Patientengeschlecht eine Rolle bei der Versorgungsqualität spielen kann, war in der Medizin bereits bekannt - wobei Frauen häufig schlechter behandelt werden", sagte die Kölner Internistin und Oberärztin der Medizinischen Klinik II, Ioanna Goubni-Berthold. "Wir waren aber überrascht, dass auch das Geschlecht der Ärzte einen Einfluss hat." Die Patienten von Ärztinnen, gleichgültig ob Männer oder Frauen, erreichen bei den Risikofaktoren Bluthochdruck und Cholesterin im Durchschnitt bessere Werte. Zudem erhalten sie häufiger Diabetikerschulungen und kommen mit weniger Medikamenten aus. Auch Selbstmessungen des Blutzuckers werden bei den Patienten von Ärztinnen seltener durchgeführt und dennoch ist ihr Blutzucker besser eingestellt.

 

Über die Gründe der besseren medizinischen Versorgung können die Autoren der Studie bisher nur spekulieren: Die Unterschiede liegen möglicherweise darin, dass die Behandlung von Diabetikern eine kooperative ärztliche Betreuung erfordert. Besondere Kenntnisse in der Gesprächsführung und Motivationstechnik sind wichtig, damit die Patienten in einem partnerschaftlichen Arzt-Patienten-Verhältnis eine aktive Rolle bei der Behandlung ihrer Zuckerkrankheit erreichen.

 

17.04.2008, Quelle: welt.de


 

Diabetes bei jedem Elften entdeckt

 

Im Jahr 2007 wurden bei der Aktion "Gesünder unter 7" 3244 Besucher von Einkaufszentren untersucht

 

HAMBURG (hbr). An den Ständen der Diabetesaktion "Gesünder unter 7" haben sich im vergangenen Jahr 2416 Passanten ohne bekannten Diabetes untersuchen lassen. Bei jedem Elften von ihnen wurde ein Diabetes festgestellt. Und von den Übrigen hatte jeder Zweite ein erhöhtes Risiko für die Krankheit.

 

Die Ergebnisse der Aktion "Gesünder unter 7" vom vergangenen Jahr bestätigen den hohen Aufklärungsbedarf, hat deshalb Dr. Richard Daikeler aus Sinsheim betont. Denn den Zahlen zufolge war nur jeder dritte Teilnehmer nicht Diabetes-gefährdet, wie der 2. Vorsitzende des Bundesverbands niedergelassener Diabetologen bei der Auftaktveranstaltung der diesjährigen Aktionen in Hamburg berichtet hat.

 

Die Aktionen haben schon 250 000 Menschen erreicht
Die Aktion tourt seit 2005 durch deutsche Einkaufszentren, um über Diabetes und die Bedeutung des HbA1c-Wertes aufzuklären. In drei Jahren haben über 250 000 Interessierte die Aktionsstände besucht. Passanten können dort einen Risikofragebogen zu Diabetes ausfüllen und Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang messen lassen. Bei Diabetikern wird zudem auf Wunsch der HbA1c-Wert ermittelt. Anhand der Ergebnisse werden die Teilnehmer dann von Diabetes-Beraterinnen und Diabetologen an den Ständen beraten. 3244 Passanten haben im vergangenen Jahr die Angebote wahrgenommen.

 

Das Ergebnis: 2416 der Teilnehmer hatten keinen Diabetes - jedenfalls keinen bisher bekannten. Bei 225 von ihnen - also neun Prozent - stellten die Experten dann aber doch die Diagnose Diabetes. Dazu kam eine hohe Zahl weiterer gefährdeter Menschen: 54 Prozent hatten ein leicht bis stark erhöhtes Risiko, Diabetes zu entwickeln. So bewegen sich 37 Prozent der Befragten zu wenig - eines der wichtigsten Verhaltensrisiken. Bei jedem Zweiten war der Taillenumfang zu hoch (über 88 cm bei Frauen, über 102 cm bei Männern) - ein Hinweis auf abdominelle Adipositas als Teil des Metabolischen Syndroms. Weiteren zwei Dritteln drohen vermehrt Folgen für Herz, Hirn und Nieren, weil ihr Blutdruck zu hoch ist.

 

Und auch bei den bereits bekannten Diabetikern lief nicht alles optimal. So lag der HbA1c-Wert bei 40 Prozent der Betroffenen über dem Zielwert von sieben Prozent, bei jedem achten sogar über acht Prozent, so Daikeler bei der Veranstaltung von Sanofi-Aventis.

 

Diabetiker wissen nur wenig über den HbA1c-Wert
An zu seltenen Messungen kann das nicht liegen. Denn bei 80 Prozent der Befragten wird der HbA1c-Wert mindestens alle drei Monate ermittelt. Das hat eine Umfrage bei 237 Typ-2-Diabetikern ergeben. Jeder Fünfte kannte seinen Wert aber nicht. Und jeder Zweite wusste nicht, dass damit die langfristige Qualität der Stoffwechselkontrolle ermittelt wird und dass sich anhand der Werte das Risiko für Folgeschäden einschätzen lässt. "Da besteht noch erheblicher Aufklärungsbedarf", ist das Fazit von Daikeler.

Weitere Informationen gibt es unter www.gesuender-unter-7.de

 

Nächste Aktion im April in Wolfsburg

Die nächste Aktion von "Gesünder unter 7" findet am 24. und 25. April in Wolfsburg (City Galerie) statt.

 

An "Gesünder unter 7" beteiligen sich außer Sanofi-Aventis weitere Partner aus der Industrie: Die Firma Progen führt die HbA1c-Messungen durch, das Unternehmen Omron ist für die Brutdruck-Checks zuständig. Außerdem nimmt mit der DAK erstmals eine gesetzliche Krankenkasse teil. Medienpartner der Aktion ist die "Ärzte Zeitung".


11.04.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Volkskrankheit Nr. 1: Neues in Sachen Diabetes

 

Diabetes ist Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Über 4 Millionen Menschen sind betroffen. Neue Erkenntnisse aus der Diabetesforschung zeigen Wege auf, wie Diabetes verhindert werden kann, zum Beispiel um Mutter und Kind während der Schwangerschaft zu schützen. Eine wichtige Rolle beim Diabetes spielt eine Funktion des Körpers, die lange Zeit übersehen wurde: das sogenannte "selbstsüchtige Gehirn". Außerdem haben Forscher das Diabetesrisiko bei "gestörtem Schlaf" untersucht.


Diabetesvorsorge für Mutter und Kind

Bereits Föten haben ein Diabetesrisiko. Das Kind ist besonders gefährdet, wenn die Mutter während der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt. Um jedes Risiko auszuschließen, lässt sich eine schwangere Diabetikerin am Münchner Institut für Diabetesforschung untersuchen. Sie möchte bereits im Vorfeld Alles getan haben, damit es später nicht zu Komplikationen kommt.


Für Forschungszwecke wird ihre Blutprobe im Labor untersucht. Die Ärzte wollen herausfinden, wie Hormone im Blut die Insulinaktivität beeinflussen. Auf diesem Wege könnte der Entstehung von Diabetes während der Schwangerschaft vorgebeugt werden.
Privatdozent Dr. Martin Füchtenbusch vom Institut für Diabetesforschung in München: "Das Milieu im Mutterleib, dass das Kind einem erhöhten Blutzucker für einige Wochen ausgesetzt hat, zeigt uns wahrscheinlich ein Risiko an, dass das Kind dauerhaft später, wenn es auf der Welt ist, Übergewicht oder Typ II-Diabetes bekommen kann."


Diabetes nach einer Schwangerschaft

Erst später im Leben an Diabetes zu erkranken - dieses Risiko besteht besonders für die werdende Mutter, so Füchtenbuschs Kollege am Institut für Diabetesforschung, Privatdozent Dr. Michael Hummel: "Circa die Hälfte der Frauen entwickelt zehn Jahre nach der Schwangerschaft einen Diabetes. Ein besonders hohes Risiko haben die Schwangeren, die während der Schwangerschaft Insulin spritzen müssen. Zweidrittel dieser Frauen können innerhalb von drei Jahren nach der Schwangerschaft selbst einen Diabetes entwickeln."


Präventionsstudie
Weltweit einmalig wird am Münchner Institut für Diabetesforschung ein Medikament zum Schutz vor Diabetes für Mutter und Kind getestet. Die Münchner Forscher erwarten sich von den Untersuchungsergebnissen Hinweise auf Diabetes und Informationen, die in den Mutterpass eingetragen werden könnten, so Dr. Füchtenbusch: "Das Problem in Deutschland ist noch immer, dass diese Untersuchung keine Leistung ist, die in den Mutterpass aufgenommen wurde. Durch einen Zuckerbelastungstest muss erst noch nach dem Diabetesriskio gesucht werden. Wir hoffen sehr, dass sich das in Kürze -  oder in den nächsten Jahren - ändern wird."


Ein neues Medikament und ein Eintrag in den Mutterpass - dies wären entscheidende Schritte, die Entstehung von Diabetes während der Schwangerschaft und später zu verhindern.


Wie entscheidend steuert das Gehirn die Entstehung von Diabetes?
Es ist besonders Stress, der die Insulinaktivität im Körper negativ verändert und die Zuckerkrankheit mit verursacht. Typisch für viele Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ist Stress – weil sie sich überfordern. Zu hohe Erwartungen, sich ständig selbst unter Druck setzen - wer so lebt, kann schlecht abschalten. Er fühlt sich ständig getrieben. Auch noch am Abend, wenn er eigentlich abschalten möchte. Kein Ende der Anspannung.


Auch die Ernährung verläuft häufig chaotisch: Es wird zu viel, zu spät und das Falsche gegessen. Für Diabetiker ist das aber ein Unding: Damit wird der Blutzuckerhaushalt durcheinander gewirbelt. Besonders der Hirnstoffwechsel ist betroffen. Das Gehirn spielt dabei eine wesentliche Rolle. Denn der Körper ist darauf eingerichtet, dass das Gehirn genügend Energie bekommt. Bei Diabetikern wird dem Gehirn nur ungenügend Energie aus dem Körper bereit gestellt. Wissenschaftler haben jetzt einen neuen Ansatz entdeckt.
Prof. Dr. med. Achim Peters, Diabetesforscher an der Universität Lübeck: "Bisher ging man davon aus, dass das Gehirn so mitversorgt wird. Wenn der Blutzucker stimmt, wird es einfach so mitversorgt. Dabei hat man allerdings vorausgesetzt, dass das Gehirn passiv mitversorgt wird. Heute wissen wir, dass das Gehirn nicht einfach so vom Blutstrom mitversorgt wird, sondern dass es sehr aktiv aus dem Blut Energie zieht. Es bestellt bei Bedarf."


Das Gehirn ist selbstsüchtig
Das Gehirn bestellt bei Bedarf, und dabei ist es besonders "selbstsüchtig" - glauben die Forscher herausgefunden zu haben. Ständig sendet es neue Signale für noch mehr Nahrung und verändert so die Insulinaktivität.


Der Drang nach übermäßigen Mahlzeiten - dieses Verhalten kann verändert werden, wenn das Gehirn trainiert und das falsche Gefühl – noch mehr essen zu wollen – korrigiert wird. Das ist das neue Erfolgsrezept, das auf der Grundlage der Erforschung des Gehirns basiert, meint Prof. Achim Peters: "Es gibt ein psychologisch-internistisches Programm 'Train the brain'. Dieses zielt darauf ab, dass der Mensch diese falschen Gefühlen wieder wahrnimmt und interpretiert und sich dann entsprechend verhält. Er sollte mit Essen nicht ständig negative Gefühle abdämpfen wollen, die hier und da entstehen."


Eine Therapie könnte dann der richtige Weg sein. Dann könnten sich neben falschen Essgewohnheiten auch alte eingefahrene Verhaltensmuster wie zu spät ins Bett zu gehen auflösen lassen.


Schlaf als Risikofaktor für Diabetiker
Dass ständiger Schlafmangel zu Problemen für die Gesundheit werden kann, ist bekannt. Dass aber "gestörter" Schlaf zum Auslöser für Diabetes werden kann, bestätigen jetzt erstmals aktuelle Studien aus Amerika. Im Schlaflabor wurden Probanten daran gehindert, in die Tiefschlafphase zu fallen. Das Ergebnis der Studie: Der Blutzuckerhaushalt ist stark gestört. Bei Schlafmangel besteht also ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken.


Die neuesten Studien des Chicago Medical Centers besagen: Ein chronisches Schlafdefizit hat schwerwiegende Folgen für den Körper und den Insulinstoffwechsel - vergleichbar mit einer Gewichtszunahme von mehreren Kilogramm. Dadurch wird der Körper für Insulin unempfindlich. Die Blutzuckerwerte steigen an. Menschen, die glauben, mit einer Schlafdauer von fünf oder weniger Stunden auszukommen, erkranken deshalb fast 50 Prozent häufiger an Diabetes - bestätigt Dr. med. Michael Hummel.


"Bei Schlaf unter fünf Stunden sind die Stresshormone erhöht, die Stressachse arbeitet verstärkt. Das Kortisol im Blut ist erhöht. Kortisol ist ein Hormon, dass den Blutzucker steigen lässt. Über diesen Mechanismus kann man verstehen, dass die Blutzuckerwerte bei Patienten mit Schlafstörung höher sind."


Aber nicht nur ein zu kurzer Schlaf - auch ein zu langer Schlaf von über neun Stunden kann ein Risiko für Diabetes sein, wurde in Studien festgestellt.

 

07.04.2008, Quelle: br-online.de


 

Frauen werden bei Diabetes schlechter behandelt als Männer


Studie mit fast 45.000 Patientinnen und Patienten

 

Die Behandlung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen ist bei Frauen mit Diabetes deutlich schlechter als bei Männern. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Uniklinik Köln an fast 45.000 Patientinnen und Patienten aus einem deutschen Register. Über sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Typ 2 Diabetes und ihre Zahl steigt ständig. Diabetiker haben ein stark erhöhtes Risiko an Herzinfarkten und anderen Komplikationen des Gefäßsystems zu erkranken und zu sterben. Davon sind Frauen ebenso betroffen wie Männer. Eine möglichst gute Behandlung der Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und erhöhten Blutzucker ist deshalb die wichtigste Maßnahme für die Prävention. Doch diese Maßnahmen werden bei Frauen mit Diabetes schlechter umgesetzt als bei Männern.


"Die größten Unterschiede zwischen Frauen und Männern bestehen bei Patienten, die bereits herzkrank sind" sagte die Kölner Internistin und Oberärztin der Medizinischen Klinik II, Professor Ioanna Gouni-Berthold. "Beim Cholesterin haben Diabetikerinnen eine über 40% höhere Wahrscheinlichkeit als Männer, nicht die empfohlenen Zielwerte zu erreichen. Aber auch das Erreichen von Behandlungszielen beim Blutdruck und Blutzucker ist bei ihnen schlechter als bei männlichen Diabetikern." Frauen bekommen auch seltener Arzneimittel zur Cholesterinsenkung verschrieben, die sie eigentlich benötigen. Denn gerade in der sogenannten Sekundärprävention, wenn bereits eine Herzkrankheit besteht, muss möglichst intensiv behandelt werden, um weitere Herzinfarkte zu verhindern. Gouni-Berthold: "Über die Gründe für die Unterschiede ist noch nicht viel bekannt. Wir wissen, dass ein bestehendes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen häufig nicht so ernst genommen wird wie bei Männern, und zwar gleichermaßen von Ärzten wie von Patienten."


Die Studie wurde am 28.03.2008 in dem renommierten Fachblatt "Diabetes Care" der US-amerikanischen Diabetes-Gesellschaft veröffentlicht.

Verantwortlich: Sina Vogt, Dr. Patrick Honecker

 

04.04.2008, Quelle: idw-online.de (Gabriele Rutzen, Presse und Kommunikation
Universität zu Köln)


 

"Die größte Volkskrankheit in Deutschland"

 

Die Zahl der Diabetes-Patienten steigt weiter an. Vor drei Jahren wurde die Zahl der Zuckerkranken in Deutschland noch auf etwa sechs Millionen geschätzt - nun sind es etwa acht Millionen. Die Zahl der an Diabetes vom Typ 2 Erkrankten ist bundesweit in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Wurde vor drei Jahren die Zahl der Zuckerkranken in der Bevölkerung in Deutschland noch auf etwa sechs Millionen geschätzt, so sind es nun etwa acht Millionen.

 

"Die Dunkelziffer derer, die Diabetes haben, aber es nicht wissen, ist wahrscheinlich genauso groß“, sagte Diethelm Tschöpe, Leiter des Schwerpunkts Diabetes im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen. "Diabetes ist die größte Volkskrankheit, die wir haben.“ Die Krankheit werde oft nicht bemerkt, weil sie zunächst keine Schmerzen oder wenig Beeinträchtigung auslöse.

 

Der Vorsitzende der Stiftung "Der herzkranke Diabetiker“ wies auf den vielfach unterschätzten Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Zuckerkrankheit hin. Diabetes ist von Beginn an eine Gefäßerkrankung. Die Veränderungen im Organismus des Diabetikers bergen die Gefahr, dass Arterien verstopfen und das Blut schlechter fließt, mit der Folge von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Tschöpe sagte, der Herz-Kreislauf-Tod sei weiter Todesursache Nummer eins in Deutschland. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sei bei Diabetikern zwei bis vier Mal höher als in der Normalbevölkerung; bei Frauen mit Diabetes sei die Todesrate in den vergangenen Jahren sogar um 23 Prozent gestiegen.

 

Zwar gebe es große Erfolge in der Behandlung von Herzkrankheiten, "wenn nicht der heimtückische Diabetes immer eine Flut neuer Patienten schicken würde". Herzerkrankungen bei Diabetikern würden oft zu spät entdeckt. Umgekehrt sei ein erlittener Herzinfarkt oft der Anlass für die Diagnose einer Zuckererkrankung.

 

Der Leiter des Diabeteszentrums sagte, es gebe Fortschritte in der Kooperation zwischen Diabetologen und Gefäßspezialisten. Im vergangenen Jahr hätten auf europäischer Ebene die Fachverbände der Kardiologen und Diabetologen Leitlinien für die Zusammenarbeit beschlossen.

 

Danach sollen Zuckerkranke regelmäßig den Kardiologen vorgestellt sowie Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch von Fachärzten für Diabetes untersucht werden. Dadurch sollen Erkrankungen früher entdeckt und die Versorgung verbessert werden.

 

Diabetes vom Typ 2 - früher als Altersdiabetes bezeichnet - entwickelt sich bei Erwachsenen vor allem infolge eines ungesunden Lebensstils. Eine genetische Vorbelastung kann das Auftreten begünstigen. Im Unterschied dazu erkranken an Diabetes vom Typ 1 vor allem Kinder und Jugendliche (Jugenddiabetes). Diese Autoimmunkrankheit hat offenbar genetische Ursachen.

 

03.04.2008, Quelle: sueddeutsche.de (dpa/mcs)


 

Zwei-Klassen-Medizin: Kassenpatienten warten dreimal länger

 

Ein Termin beim Facharzt? Zeitnah? Als Kassenpatient? So geht das nicht. Wir sind schließlich nicht bei "Wünsch dir was" und das Gesundheitssystem ist kein Konstrukt guter Feen. Eine Studie hat die Ungleichbehandlung jetzt aus dem Gefühlt-Status geholt und bewiesen: Kassenpatienten warten dreimal länger auf einen Termin beim Facharzt als Privatpatienten.

 

KÖLN -  Lange vermutet und von Ärzteseite schulterzuckend verneint: Kassenpatienten müssen im Durchschnitt dreimal so lange auf einen Termin beim Facharzt warten wie privat Krankenversicherte. Doch genau das ergab jetzt eine Studie der Universität Köln, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. "Wir können mit der Studie erstmals wissenschaftlich fundiert zeigen, was bisher nur vermutet werden konnte, von Ärzteseite aber abgestritten wird: dass Kassenpatienten sich bei der Terminvergabe in Facharztpraxen hinten anstellen müssen", sagte der kommissarische Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie, Markus Lüngen. So manchem Patienten ohne Privatbonus dürfte Genugtuung und erleichternde Bestätigung im Gesicht stehen angesichts dieser Ergebnisse. Die Ungleichbehandlung ist damit nicht mehr nur ein Phantom.

 

Für die Untersuchung hatten wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts, dessen Direktor der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ist, im Frühjahr 2006 insgesamt 189 niedergelassene Facharztpraxen im Raum Köln/ Bonn/Leverkusen kontaktiert. Telefonisch gaben sich die Tester entweder als Kassen- oder als Privatpatienten zu erkennen und baten um eine von fünf ausgewählten Untersuchungen: einen Allergie- und Lungenfunktionstest, eine Augenuntersuchung (Pupillenerweiterung), eine Magenspiegelung, einen Hörtest oder eine Magnetresonanztomographie des Knies. Gezählt wurden die Werktage, die zwischen dem Anruf und dem vergebenen Termin lagen.


Das Ergebnis: Der größte Unterschied in absoluten Zahlen ergab sich für die Magenspiegelung, auf die Privatpatienten im Durchschnitt 11,9 Werktage, Kassenpatienten aber 36,7 Werktage warten mussten. Am geringsten fiel der Unterschied bei den Hörtests aus, die bei Kassenpatienten nach 6,8 Tagen durchgeführt wurden, während Privatversicherte bereits 2,2 Tage nach dem Telefonanruf in die Praxen gebeten wurden.

 

Institutsleiter: "Der Fehlanreiz liegt im System"

Die Wartezeiten sind ein Ärgernis und machen die bereits gefühlte Zwei-Klassen-Medizin offiziell. Aber während sich viele betroffene Patienten über die Mediziner beschweren, betont Gesundheitsökonom Lüngen: "Nicht der einzelne Arzt ist der Bösewicht." Denn: Durch die Behandlung eines Privatpatienten verdienen niedergelassene Mediziner nach

Angaben der Kölner Wissenschaftler zwischen 20 und 35 Prozent mehr als bei Kassenpatienten. Manche Arztpraxis kann mittlerweile nur durch die Zusatzeinnahmen der Privatpatientenbehandlung überleben.

 

Daraus ergibt sich aus Sicht des Wissenschaftlers die Notwendigkeit, die Honorare unabhängig zu machen von gesetzlicher oder privater Versicherung. Eine schöne Idee, aber eine solche Reform noch nicht einmal schemenhaft am Horizont in Sicht. Zwar wird das Arzthonorarsystem derzeit neu geordnet, einschließlich einer Aufstockung des Gesamtvolumens um rund 2,5 Milliarden Euro. Bei den unterschiedlichen Sätzen für Privat- und Kassenpatienten wird es aber im Grundsatz bleiben - und damit bis auf weiteres auch bei der Ungleichbehandlung.

 

01.04.2008, Quelle: zeit.de (saw/dpa)

 


 

 

Diabetesaktion geht in die vierte Runde

 

Bundesweite Aufklärung zum HbA1c startet am 3. April in Hamburg / Im Angebot: Informationen und Risikotests


NEU-ISENBURG (eis). "Gesünder unter 7": Die bundesweite Aufklärung zu Diabetes und HbA1c wird in diesem Jahr fortgeführt. Ab dem 3. April haben Passanten in mehreren Einkaufszentren in Deutschland wieder die Gelegenheit, ihr Diabetesrisiko oder - bei Erkrankung - die Qualität ihrer Blutzuckereinstellung kostenlos überprüfen zu lassen. Gestartet wird in Hamburg.

 

Der HbA1c ist die entscheidende Kenngröße für die langfristige Qualität der Blutzuckereinstellung und sollte einmal im Quartal bestimmt werden. Liegt der Wert bei einem Patienten über sieben Prozent, dann drohen schwere Folgekrankheiten, und die Therapie ist zu intensivieren.

 

Viele Diabetiker in Deutschland sind noch nicht optimal versorgt, die HbA1c-Zielwerte werden von zwei Drittel aller Patienten nicht erreicht. In einer Umfrage bei 200 Typ-2-Diabetikern in Deutschland wussten zudem mehr als die Hälfte der Patienten nicht, dass eine optimale langfristige Blutzuckereinstellung entscheidend dafür ist, Spätfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen zu vermeiden.

 

Die Bevölkerung darüber aufzuklären, ist Ziel von "Gesünder unter 7". Getragen wird die Aktion vom Unternehmen Sanofi-Aventis. Partner sind unter anderen die Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte, der Berufsverband deutscher Diabetologen und die "Ärzte Zeitung".

 

In sechs Städten finden dieses Jahr Aktionstage statt: in Hamburg, Wolfsburg, Essen, München, Dresden und in Bayreuth. Dort informieren in großen Einkaufszentren Ärzte und Diabetesberater über Diabetes mellitus und geben Fragebögen aus, um das individuelle Diabetes-Risiko zu bestimmen.

 

Neues Thema: Diabetes und Herzerkrankungen
Es werden außerdem Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang gemessen. Bei Menschen mit einem bekanntem Diabetes mellitus oder starkem Verdacht darauf wird zudem der HbA1c-Wert bestimmt. Ein zusätzliches Thema wird dieses Jahr die Information über die kardiometabolischen Risikofaktoren sein: Bauchumfang, Blutzucker, Blutfettwerte und Blutdruck sein. Diese "4 Bs" steigern gemeinsam die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall um ein Vielfaches.

 

Jeder zweite Nicht-Diabetiker hatte 2007 Krankheitsrisiken
Seit 2005 haben sich an den Ständen der Aktion bereits etwa 250 000 Menschen informiert. Im vergangenen Jahr füllten etwa 3300 Besucher den Risiko-Fragebogen aus. Etwa 60 Prozent der Untersuchten hatten Bluthochdruck und 48 Prozent einen vergrößerten Taillenumfang mit Diabetesrisiko. 37 Prozent gaben an, sich nicht regelmäßig zu bewegen. Bei jedem zweiten der etwa 2400 Nicht-Diabetiker stellten die Berater ein erhöhtes Diabetes-Risiko fest. Bei den Diabetikern war die Stoffwechseleinstellung oft unbefriedigend: 461 Patienten ließen 2007 bei der Aktion ihren HbA1c-Wert messen. Bei 40 Prozent lag der Wert über sieben Prozent.

 

Sechs Aktionen und ein Info-Paket

An sechs Terminen gibt es 2008 Aktionstage in Einkaufszentren (jeweils von 9.30 bis 20 Uhr). Die Aktion macht dabei Station am:

 

  • 3. und 4. April in Hamburg: Alstertal-Einkaufszentrum. Thema: Ernährung bei Diabetes. Showkochen mit Johann Lafer.

  • Weitere Termine gibt es in Wolfsburg (24. und 25. April), Essen (29. und 30. Mai), München (26. und 27. Juni) Dresden (18. und 19. September) und Berlin (23. und 24. Oktober).


Wer in seiner Praxis auf die Aktionen hinweisen möchte, dem stellt Sanofi-Aventis eine Broschüre, ein Flyer und ein Praxisposter zur Information von Patienten zur Verfügung. Bezug unter: "Stichwort Gesünder unter 7", Postfach 19 00 24, 40110 Düsseldorf oder unter Fax 02 11 / 13 28 07. Unter "Stichwort 4Bs" gibt es unter derselben Adresse und Faxnummer auch eine Broschüre zu kardiometabolischen Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten.

 

23.03.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

"Ich hoffe, dass der Diabetes nicht kommt"
 
Interview mit einer Teilnehmerin der PINGUIN Studie

 

Teilnehmerinnen der PINGUIN Studie haben bereits Erfahrungen damit gemacht, was es bedeutet, an Diabetes zu erkranken. Sie haben einen Schwangerschaftsdiabetes hinter sich und mussten täglich Insulin spritzen, bis sich ihre Stoffwechsellage nach der Geburt wieder normalisiert hatte. Das Institut für Diabetesforschung fragte eine der ersten Teilnehmerinnen, warum sie bei PINGUIN mitmacht. Frau Müller (Name vom Institut für Diabetesforschung aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert) suchte das Klinikum Schwabing auf, um Hilfe mit ihrem Schwangerschaftsdiabetes zu finden und stieß auf die PINGUIN Studie, die genau für diese Risikogruppe entworfen wurde. Sie erzählt in einem

kurzen Interview, was sie für einen ersten Eindruck von der Studie gewann und was sie sich erwartet.

 

Institut für Diabetesforschung: Frau Müller, wie finden Sie es, dass das Institut für Diabetesforschung eine Studie für Insulin pflichtige Schwangerschafsdiabetikerinnen entworfen hat, die einen darauf folgenden Typ 2 Diabetes verhindern möchte?

Frau Müller: Das finde ich gut, da ich Angst davor habe, dass ich zu den Frauen zähle, die einen Typ 2 Diabetes entwickeln. Ich glaube, die Teilnahme an der PINGUIN Studie kann das verhindern.

 

Institut für Diabetesforschung: Frau Müller, Sie haben bereits an der ersten Untersuchung von PINGUIN teilgenommen. Wie haben Sie die Betreuung wahrgenommen?

Frau Müller: Die Betreuung war gut, alle waren nett. Außerdem ist eine ausführliche Information über die PINGUIN Studie erfolgt. Ich fühle mich in guten Händen bei den Studienärzten.

 

Institut für Diabetesforschung: Die PINGUIN Studie beinhaltet ja auch eine Beratung zu Ernährung und körperlicher Aktivität. Werden Sie diese beherzigen?

Frau Müller: Mein Mann und ich werden versuchen, die Tipps umzusetzen.

 

Institut für Diabetesforschung: Was erwarten Sie sich von der PINGUIN Studie?

Frau Müller: Ich hoffe, dass der Diabetes nicht kommt.

 

Institut für Diabetesforschung: Vielen Dank, Frau Müller, für das Interview. Das Institut für Diabetesforschung wird alles dafür tun, damit Ihre Hoffnung wahr wird.

 

Interessierte melden sich am Institut für Diabetesforschung unter der Telefonnummer 089-3068-2917 oder per Mail an: prevent.diabetes@lrz.uni-muenchen.de


Weitere Informationen unter http://www.pinguin-studie.de

 

20.03.2008, Quelle: idw-online.de


 

Gute Zuckerwerte für den Nachwuchs

 

Eschborn - Ein Schwangerschafts-Diabetes lässt sich gut behandeln. Man muss ihn nur erkennen und über die gesamte Zeit der Schwangerschaft kontrollieren. Das berichtet die "Neue Apotheken Jllustrierte" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2008. Unbehandelt oder schlecht eingestellt erhöht er die Gefahr einer Frühgeburt und die Wahrscheinlichkeit für eine Gelbsucht des Kindes. Auch das Geburtsgewicht des Kindes nimmt zu, da das Ungeborene auf den erhöhten Blutzucker der Mutter mit einer gesteigerten Insulinproduktion reagiert und den Zucker als Fett in den kleinen Körper einlagert.

 

Mit Hilfe eines sogenannten oralen Glucosetoleranztests lässt sich ein Diabetes während der Schwangerschaft zuverlässig feststellen. Dazu trinkt die werdende Mutter eine bestimmte zuckerhaltige Lösung. Im Verlauf von zwei Stunden bestimmt der Arzt dreimal den Blutzuckerwert. Sind zwei der drei Werte überhöht, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. Zwar kann man auch mit speziellen Urinteststreifen einem gestörten Zuckerhaushalt auf die Schliche kommen. Allerdings ist diese Methode unzuverlässiger als der erwähnte Glucosetoleranztest.

 

Häufig lässt sich ein Schwangerschafts-Diabetes bereits mit einer Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung in den Griff bekommen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus,

stellen Insuline eine sichere und zuverlässige Methode dar, um den ansteigenden Blutzucker zu kontrollieren. Antidiabetika in Tablettenform eignen sich in der Schwangerschaft nicht. Sie könnten Entwicklungsstörungen des Kindes zur Folge haben.

 

Außerdem in diesem Heft: Diabetes vorbeugen +++ Nase frei mit der Apotheke +++ Organtransplantation: Ich habe meiner Frau eine Niere geschenkt.

 

Pressekontakt:
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Neue Apotheken Jllustrierte
Peter Erik Felzer
Tel.: 06196 928-314
Fax: 06196 928-320
E-Mail: redaktion@nai.de

 

14.03.2008, Quelle: nai.de


 

Gute Zuckerwerte für den Nachwuchs

 

Eschborn - Ein Schwangerschafts-Diabetes lässt sich gut behandeln. Man muss ihn nur erkennen und über die gesamte Zeit der Schwangerschaft kontrollieren. Das berichtet die "Neue Apotheken Jllustrierte" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2008. Unbehandelt oder schlecht eingestellt erhöht er die Gefahr einer Frühgeburt und die Wahrscheinlichkeit für eine Gelbsucht des Kindes. Auch das Geburtsgewicht des Kindes nimmt zu, da das Ungeborene auf den erhöhten Blutzucker der Mutter mit einer gesteigerten Insulinproduktion reagiert und den Zucker als Fett in den kleinen Körper einlagert.

 

Mit Hilfe eines sogenannten oralen Glucosetoleranztests lässt sich ein Diabetes während der Schwangerschaft zuverlässig feststellen. Dazu trinkt die werdende Mutter eine bestimmte zuckerhaltige Lösung. Im Verlauf von zwei Stunden bestimmt der Arzt dreimal den Blutzuckerwert. Sind zwei der drei Werte überhöht, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. Zwar kann man auch mit speziellen Urinteststreifen einem gestörten Zuckerhaushalt auf die Schliche kommen. Allerdings ist diese Methode unzuverlässiger als der erwähnte Glucosetoleranztest.

 

Häufig lässt sich ein Schwangerschafts-Diabetes bereits mit einer Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung in den Griff bekommen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus,

stellen Insuline eine sichere und zuverlässige Methode dar, um den ansteigenden Blutzucker zu kontrollieren. Antidiabetika in Tablettenform eignen sich in der Schwangerschaft nicht. Sie könnten Entwicklungsstörungen des Kindes zur Folge haben.

 

Außerdem in diesem Heft: Diabetes vorbeugen +++ Nase frei mit der Apotheke +++ Organtransplantation: Ich habe meiner Frau eine Niere geschenkt.

 

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Tel.: 06196 928-314
Fax: 06196 928-320
E-Mail: redaktion@nai.de

 

14.03.2008, Quelle: nai.de


 

Forscher mahnen mehr Prävention an

 

Zahl der Diabetiker in Deutschland ist binnen 60 Jahren um das 35-fache angestiegen

 

MÜNSTER (dpa). Wegen der starken Zunahme von Diabetes mellitus in Deutschland verlangen Forscher und Fachverbände verstärkte Anstrengungen für die Prävention. Der Anteil der Diabetiker an der Gesamtbevölkerung ist in Deutschland von 0,2 bis 0,3 Prozent nach dem Zweiten Weltkrieg auf heute etwa 8 bis 10 Prozent gestiegen. Das sagte der Münchener Diabetologe Professor Hellmut Mehnert bei der bundesweit größten Diabetes-Fachmesse "Diabetes 2008" in Münster.

 

Der Vorsitzende des Deutschen Diabetikerbundes, Heinz Windisch, verlangte finanzielle Anreize im Kampf gegen Diabetes. Mehnert forderte zu bewussterem Lebenswandel schon bei Kindern auf. "Es ist schlimm, dass bei Unterrichtsausfall in der Schule immer der Sportunterricht als erstes ausfällt", beklagte er. "Deutschland ist Europameister beim Übergewicht", ergänzte der wissenschaftliche Leiter der Fachmesse und Direktor des Diabeteszentrums NRW, Professor Diethelm Tschöpe.

 

Zu der Messe in Münster waren außer 2000 Fachbesuchern und Kongressteilnehmern auch etwa 6000 Betroffene gekommen. Sie konnten sich während eines Patiententages über neue Medikamente und Möglichkeiten der Prävention informieren.

 

13.03.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

VDE: TeleMedizin spart Milliarden ein bei Behandlung von Diabetes
 
Deutschland stark im Zukunftsmarkt intelligenter Assistenzsysteme
VDE fordert Integration der TeleMedizin in das Gesundheitssystem

 

Alle 19 Minuten eine Amputation, alle 90 Minuten eine Erblindung, alle 60 Minuten eine neue Dialysebehandlung, das sind die dramatischen Folgen der „Zuckerkrankheit“ Diabetes in Europa. Allein in Deutschland sind über 7 Millionen Diabetiker in Behandlung, weitere 3,5 Millionen wissen noch nichts von ihrer Krankheit. Diabetes kostet das deutsche Gesundheitswesen jährlich über 30 Milliarden Euro mit steigender Tendenz. Davon ließe sich nach Überzeugung des VDE durch den konsequenten Einsatz von TeleMonitoring ein Milliardenbetrag einsparen. Trotz geringeren Aufwands würde sich die gesundheitliche Verfassung der Kranken verbessern sowie die Zahl der Neu- und Folgeerkrankungen verringern. Zuckerkranke haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche andere kostenintensive Leiden. So ist das Herzinfarktrisiko bei Diabetikern gegenüber Nichtdiabetikern um das 2,5-Fache und das Re-Infarktrisiko sogar um das 5,7-Fache erhöht. Abhilfe gegen schlechte Lebensbedingungen und hohe Kosten versprechen intelligente Assistenzsysteme wie das TeleMonitoring.

 

Durch TeleMonitoring kann die medizinische Betreuung und damit die Lebensqualität der Betroffenen kann entscheidend verbessert werden. Das belegt das aktuelle VDE-Positionspapier „TeleMonitoring zur Prävention von Diabetes-Erkrankungen“, das der VDE heute auf der CeBIT/TeleHealth der Öffentlichkeit vorstellte. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten reicht dabei von der Prävention des gesundheitsbewussten, über die  Risikoüberprüfung des gefährdeten Menschen bis hin zur Diagnostik und Therapiesteuerung von erkrankten und schwerstkranken Patienten. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von TeleMonitoring die immensen Kosten dieser Krankheit drastisch gesenkt. Derzeit werden dreißig Prozent der Gesamtkosten der gesetzlichen Krankenversicherung von knapp zehn Prozent der Versicherten mit Diabetes mellitus verursacht. Hierbei machen die Kosten der stationären Behandlung der Folgeerkrankungen den Löwenanteil der Kosten aus. Durch TeleMonitoring gut eingestellte Diabetes-Patienten verursachen bis zu 90 Prozent weniger Betreuungskosten als Patienten mit einem dauerhaft zu hohen Blutzuckerwert, die häufiger stationär behandelt werden müssen.

 

Aufgrund des rasanten Anstiegs der Patientenzahlen mit Diabetes mellitus und der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland ist davon auszugehen, dass die Diabetestherapie wesentlich mit darüber entscheiden wird, ob die Kosten der deutschen Krankenversicherungssysteme sich insgesamt positiv oder negativ entwickeln werden, so das Positionspapier. Die Betreuungskosten für Diabetiker mit schlecht eingestelltem Stoffwechsel betragen das Fünf- bis Zehnfache der Kosten für gut eingestellte Patienten. Der VDE hält unter Qualitäts- und Kostengesichtspunkten den massiven Einsatz des TeleMonitoring bei Diabetes gegenüber einer konservativen Vorgehensweise für die klar überlegene Strategie.

 

„Bessere Vorbeugung, optimierte Therapien, höhere Mobilität der Patienten und mehr Lebensqualität bei gleichzeitig drastisch geringeren Kosten – das ist eine seltene Konstellation, die man nutzen muss“, so die Forderung des VDE. Entlang der Wertschöpfungskette TeleMedizin werden kontinuierlich neue telemedizinische Dienstleistungen und Lösungen entstehen. Interoperabilität der einzelnen am TeleMonitoringsystem eingebetteten Komponenten schafft für die beteiligten Industrien neue und bedeutende Märkte. „Riesenchancen bestehen für IT-Anwendungen wie das Internet der Dienste und die mobile Telefonie. Dazu ist allerdings der Ausbau einer TeleMed-Infrastruktur nötig“, so VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer in Hannover. „Hier steckt für Deutschland viel Zukunftsmusik drin und dabei geht es jetzt erst richtig los.“ Deutschland belegt international Spitzenpositionen in der Medizintechnik und nimmt beim TeleMonitoring wie bei anderen medizinischen und nichtmedizinischen Ambient-Assisted-Living-Systemen im internationalen Vergleich eine führende Position ein. Gründe sind die Stärken in der bei diesen Anwendungen ganz besonders gefragten Systemkompetenz sowie den zugrunde liegenden Basistechnologien und die Innovationskraft von Unternehmen und Wissenschaft.

 

Speziell der Markt für TeleMedizin, aber auch insgesamt der Markt für Ambient Assisted Living wird sehr schnell wachsen. Das lässt eine Stichprobe unter 100 Fachleuten vermuten, die der VDE auf dem 1. Deutschen Kongress Ambient Assisted Living gezogen hat. Der Kongress fand Ende Januar/Anfang Februar dieses Jahres in Berlin statt. Die Befragten erwarten eine breite Nutzung von AAL-Leistungen und  Produkten bereits im Zeitraum 2010/2015. Am schnellsten wird sich AAL danach auf den Gebieten TeleMedizin, Kommunikation und Fitness durchsetzen, dann in der Medizin allgemein und in der Pflege. Alle anderen Nutzungen folgen rasch. Nachzügler sind Smart Home und Arbeitsumgebung, für die jedoch auch schon ab 2015 eine breite Nutzung angenommen wird. Nur den Einsatz von AAL-Robotern sieht man erst im Jahrzehnt nach 2020. Frühe Anwender von Ambient-Assisted-Living-Systemen werden laut Stichprobe chronisch Kranke und Senioren aber auch Singles sein.

 

Der VDE als einer der Initiatoren der Kongressmesse TeleHealth im Rahmen der CeBIT fordert von der Politik, die Integration der TeleMedizin in das Gesundheitswesen voranzutreiben, um die enormen Möglichkeiten zur Behandlungsverbesserung und zur Kostendämpfung zu nutzen. Dazu gehört nicht zuletzt ein Regelungssystem für die Kostenerstattung durch die Krankenkassen. Bei Medizinern und Patienten stößt das TeleMonitoring bei Diabetes nach einer Untersuchung der TU Berlin und einer Fallstudie der Taunus Betriebskrankenkasse auf überragende Akzeptanz (90 Prozent).

 

TeleMonitoring vernetzt mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie alle Beteiligten im Gesundheitswesen. Bei Diabetes-Patienten erfasst ein Sensor spezifische Daten – exakt in bestimmten Zeitabschnitten. Diese werden an ein Expertenteam, an ein telemedizinisches Zentrum übertragen, das auch die Koordination zwischen Patienten, Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und weiteren Stellen übernimmt. Das ermöglicht u. a. die Entwicklung optimaler individueller Therapiepläne sowie deren Erfolgsüberwachung. Beim Über- oder Unterschreiten von Grenzwerten können TeleMed-Systeme Alarm auslösen. Bei akut gefährdeten Patienten wird beim

Diabetes-TeleMonitoring auch ein Basis-EKG registriert.

 

Systematische Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung von anonymisierten Krankheitsdaten in TeleMed-Systemen vermehren die Kenntnis über Diabetes und verbessern die Früherkennung. Zugleich werden dadurch Qualitätssicherung und das Setzen von Standards möglich. Hier leistet TeleMonitoring einen Beitrag zur genaueren Erforschung von Diabetes und ihrer Bekämpfung.

 

Der VDE ist mit 34.000 Mitgliedern, davon 1.250 Unternehmen, einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Sein System ist weltweit einmalig: Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Der VDE engagiert sich für ein besseres Innovationsklima, eine moderne Ingenieurausbildung und eine hohe Technikakzeptanz.

 

Informations-, Kommunikations- und Medizintechnik sind zentrale Innovationsfelder, die der VDE fördert. In diesen Bereichen gehören Deutschland und Europa zur Weltspitze. Im VDE wird das neue Anwendungsgebiet Ambient Assisted Living von der Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) und der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) betreut. Die führende Position Deutschlands auf diesem Gebiet zu kommunizieren, zu festigen und auszubauen, ist ein wichtiges Ziel des VDE.

 

13.03.2008, Quelle: vde.com


 

Polyneuropathie fängt mit gefühllosen Zehen an

 

Jeder dritte Diabetiker hat Symptome einer diabetischen Polyneuropathie / Frühzeitige Therapie schützt die Nerven vor Funktionsverlust

 

FRANKFURT AM MAIN (hem). Diabetiker fallen in der Praxis gewöhnlich nicht durch großen Leidensdruck auf. Wenn sie aber schmerzhafte Empfindungen in den Beinen haben, nährt dies den Verdacht auf diabetische Polyneuropathie.

 

Jeder dritte Diabetiker entwickelt eine diabetische Polyneuropathie (DPNP). Bei jedem Dritten ist sie schmerzhaft. Mit zunehmender Diabetesdauer steigt die DPNP-Prävalenz. Nach 20 Jahren haben mehr als 80 Prozent aller Diabetiker neuropathische Beschwerden.

 

Schon Diabetes-Frühstadium schadet den Nerven.Nicht selten fällt die Zuckerkrankheit erst durch die Nervenschädigung auf, obwohl letztere eine Diabetes-Folgeerkrankung ist, so Professor Thomas R. Tölle von der TU München beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt am Main. Denn eine pathologische Glukosetoleranz kann schon vor Manifestwerden eines Typ-2-Diabetes zu einer Degeneration von peripheren Nervenfasern führen.

 

Um die Diagnose einer DPNP zu sichern, sollte man sich nicht zu sehr auf eine Abschwächung der Patellar- und Achillessehnenreflexe verlassen, so Tölle bei einem von den Unternehmen Lilly und Boehringer Ingelheim unterstützten Symposium. Dicke Nervenfasern gehen nämlich nicht so schnell verloren. Die Symptome einer DPNP sind vielmehr zuerst an den distalen Extremitäten festzustellen und betreffen zu 96 Prozent die Füße und dabei vor allem die Zehen.

 

Ein auffälliger Befund ist etwa die verminderte Fähigkeit, die Position von Füßen und Zehen wahrzunehmen. Der Gang wird unsicher, da der Untergrund nicht mehr richtig gespürt wird. Außerdem reduziert sich das Druckempfinden, und die Wahrnehmung von Hitze und Kälte verändert sich. Ohne erkennbare Ursachen spüren die Betroffenen brennende Spontanschmerzen und Schmerzattacken. Diese können in einen Dauerschmerz münden und lassen mitunter auch nachts keine Ruhe.

 

Tölle plädierte für eine frühzeitige Behandlung bei DPNP, um einen fortschreitenden Verlust an Nervenfasern und eine Chronifizierung der Schmerzzustände zu verhindern. Dafür kommen nach seinen Angaben in erster Linie Antidepressiva mit selektiver Hemmung der Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme (SSNRI) wie Duloxetin (Cymbalta®) in Betracht. Auch Antikonvulsiva und Opioide sind eine Therapieoption.

 

12.03.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Ehrlich-Nachwuchspreis für Diabetes-Forschung

 

Frankfurt/Main (dpa) - Für seine Forschungsarbeiten über Diabetes wird der Molekularbiologe Eckhard Lammert mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

 

Der 36-Jährige fand unter anderem heraus, dass insulinproduzierende Zellen besser in der Nähe von Blutgefäßen gedeihen und wieso diese Zellen in großen Gruppen den Blutzucker exakter regulieren können. Der gebürtige Ratinger arbeitet seit 2002 an einem Max-Planck-Institut in Dresden und wechselt in diesem Jahr an die Universität Düsseldorf. Er erhält die mit 60 000 Euro dotierte Auszeichnung unter anderem für eine Publikation in "Cell" 2007 und eine Titelgeschichte in "Science" 2001.

 

Die Früchte seiner Arbeit könnten intelligente Medikamente und früher ansetzende Diagnostika sein, berichtete Lammert am Mittwoch in Frankfurt. Es gebe bereits eine Kooperation mit einem Pharmahersteller, um Medikamente zu entwickeln, die bei einem niedrigen Blutzuckerwert wenig und bei einem hohem viel Insulin freisetzen. Untersucht werde auch, ob die Blutgefäßdichte in den sogenannten Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse einen Hinweis geben kann, wie hoch das Risiko für Übergewichtige ist, an Diabetes zu erkranken.

 

Prof. Wieland Huttner, der Lammert für den Preis vorgeschlagen hat, nannte die flachen Hierarchien und die international besetzten Teams an seinem Dresdner Institut als «eine der Voraussetzungen für Lammerts wissenschaftliche Erfolge». Der Nachwuchspreis wird in diesem Jahr zum dritten Mal für eine "herausragende eigenständige wissenschaftliche Leistung in der biomedizinischen Forschung" vergeben. Die Auszeichnung wird am 14. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Der mit 100.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an den britischen Chemiker Tim Mosmann.

 

Internet: www.paul-ehrlich-stiftung.de

 

05.03.2008, Quelle: Welt.de


 

Diabetes und die Probleme in der Pflege zu Hause

 

Meist entwickelt sich die Krankheit schleichend und ganz ohne Symptome. Da die Lebenserwartung ständig steigt, erhöht sich auch die Anzahl der Diabetiker im Alter, und Diabetes wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer Art "Volkskrankheit" entwickeln.Die Betreuung und Pflege dieser Menschen wird einen immer höheren Stellenwert einnehmen, da viele Menschen im Alter alleine leben und sich nicht selbst versorgen können.

 

Folgeschäden
Die Problematik des Diabetes liegt vor allem in seinen Folgeschäden – wie:
Retinopathie (Netzhauterkrankung)
Nephropathie (Nierenerkrankung)
Periphere sensible und autonome Polyneuropathie (PNP)
Peripher arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) (z. B. Raucherbein)
Infektionen

 

Die drei letzten angeführten Krankheiten sind meist die Ursachen des diabetischen Fußsyndroms. Die daraus resultierenden Fußläsionen (Verletzung, Abschürfungen bis hin zu Amputationen) sind abhängig vom Vorliegen einer PNP und/oder PAVK. Aber auch die Qualität der Diabetes-Einstellung, der soziale Status, die Diabetesdauer und das Alter der Patienten werden mit dem Auftreten von Fußproblemen assoziiert.Ein Geschwür entsteht oft aufgrund von geschädigten Nerven. Diese diabetischen Nervenleiden verursachen eine verminderte Berührungs- und Drucksensibilität. Auch die Schmerzwahrnehmung verringert sich, durch Drucküberlastungen kommt es zu Fußdeformationen. Häufig treten Geschwüre durch zu enges Schuhwerk oder Fremdkörper im Schuh auf, die bei Verlust der Schmerzempfindung meist erst beim Ausziehen der Schuhe bemerkt werden.Die nachlassende Sehkraft älterer Diabetiker und die eingeschränkte körperliche Mobilität im Alter führen dazu, dass Diabetiker neben der sensiblen auch die optische und taktile Kontrolle ihrer Füße verloren haben und Fußverletzungen häufig erst durch Angehörige, Fußpfleger oder Ärzte in weit fortgeschrittenem Zustand bemerkt werden.

 

Fallbeispiel aus der Praxis
Das Fallbeispiel stammt aus der Praxis der mobilen Hauskrankenpflege: Frau Sch. ist seit 30 Jahren Diabetikerin. Sie war auf orale Medikation eingestellt und hielt eine Diabetesdiät ein. Vor einem halben Jahr bemerkte sie eine Veränderung der Durchblutung ihrer Füße. Die 82-Jährige zeigte diese ihrem Hausarzt aber erst, nachdem bereits Nekrosen (abgestorbene Zellen und abgestorbenes Gewebe) an den Zehen aufgetreten waren. Frau Sch. wurde ins Krankenhaus eingewiesen  und nach mehrwöchigem Aufenthalt – mit Einstellung auf »Unter-die-Haut-Insulingabe« – entlassen.

 

Die Angehörigen und Frau  Sch. baten um Unterstützung der Betreuung durch die Mitarbeiter eines mobilen Dienstes, da sich alle mit der neuen Situation überfordert fühlten.


Es bedurfte eines besonderen Einfühlungsvermögens und einer Menge Aufklärung, um die Ängste (wie z.#B. Angst vor der täglichen Injektion, vor Über- oder Unterzuckerung sowie vor einer Amputation der Zehen) abzubauen.Durch den regelmäßigen  fachgerechten Verbandwechsel wurden die vorhandenen Schmerzen von Frau Sch. auf ein Minimum reduziert, eine Erhöhung der Lebensqualität konnte erzielt werden. Auch die regelmäßigen Informations- und Aufklärungsgespräche lassen Frau Sch. wieder positiv in die Zukunft blicken.

 

05.03.2008, Quelle: womenweb.de


 

6. Diabetikertag in Porz
Das Neueste auf dem Markt für Diabetiker
Bezirksbürgermeister und Porzer Ärzte arbeiten weiterhin zusammen

 

Porz - Seit er selbst mit der Diagnose "Diabetes mellitus Typ II" konfrontiert wurde, setzt sich Bezirksbürgermeister Horst Krämer unermüdlich dafür ein, die Porzer Bürger über das Krankheitsbild zu informieren. Denn Krämer weiß, wovon er spricht, wie wichtig es ist, zum Spezialisten der eigenen Krankheit zu werden.

 

Bereits fünf Mal hat er zusammen mit der Inneren Abteilung des Krankenhauses Porz am Rhein den Diabetestag organisiert. Und dass am 15. März nun der sechste Diabetikertag in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus stattfindet, liegt vor allem auch daran, dass Krämer in dem neuen Chefarzt Dr. Wolfgang Holtmeier einen begeisterten Verbündeten gefunden hat. Dem ausgebildeten Diabetologen liegt ebenfalls sehr viel daran, die Porzer Bürger über das Krankheitsbild aufzuklären. Denn schließlich könne jeder etwas auch vorbeugend gegen diese Erkrankung tun. Neben der genetischen Veranlagung würden auch viele andere Faktoren, wie Übergewicht und mangelnde Bewegung den so genannten "Alterszucker" beeinflussen.

 

Im Porzer Bezirksrathaus (Friedrich-Ebert-Ufer 64-70) verspricht der 15. März in der Zeit von 10 bis 14 Uhr eine Fülle an Informationen für Betroffene, Angehörige und andere Interessierte. Von modernen Behandlungsmethoden, neuen Medikamenten und neuesten Erkenntnissen zum Thema Ernährung stehen verschiedene Themen rund um Diabetes auf dem Plan. Dass Diabetiker durchaus auch schlemmen dürfen, zeigen die angebotenen, kostenlosen Häppchen mit Anregungen für vollwertige Zwischen-Snacks. Auch können Blutzucker, Fettwerte, der Bodymaß-Index und vieles mehr bestimmt werden.

 

Unternehmen zeigen ihre neuesten Produkte wie Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen oder orthopädische Schuhe. Fußpflege und Kursangebote im Gesundheitszentrum des Porzer Krankenhauses gehören ebenso dazu wie Selbsthilfegruppen.

 

Dazu gibt es in der Zeit von 10 bis 12 Uhr kurze Vorträge. Darunter "Diabetes und Augen" (Dr. Ralph Neuber vom Augencentrum Köln-Porz), "Augen und Nieren" (Norbert Bröker, Chefarzt Nephrologie am Krankenhaus Porz), "Diabetes und Herz" (Privatdozent Dr. Marc Horlitz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie und Rhythmologie am Krankenhaus Porz) sowie "Diabetes und das metabolische Syndrom/ Adipositas" (Privatdozent Dr. Wolfgang Holtmeier, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie, Stoffwechselerkrankungen und Allgemeinen Inneren Medizin am Krankenhaus Porz).

 

Zwischen 12 und 14 Uhr gibt es an Ständen im Foyer weitere Informationen und Zeit, Fragen zu stellen.

 

"Diabetes mellitus" sei ein sehr großes Thema auch in der Zukunft, ist sich Holtmeier sicher. Denn die Menschen werden immer älter, und auch die Menschen mit Übergewicht nehmen zu. Dabei seien insbesondere Menschen ab 50 Jahre davon betroffen. Und die Erkrankung könne durch eine gesunde Ernährung herausgezögert, und die Folgeschäden durch eine gute Einstellung mit Insulin und entsprechende Lebensgewohnheiten verzögert oder gar verhindert werden.

 

04.03.2008, Quelle: koelner-wochenspiegel.de


 

Diabetologen fordern Bürgerrecht auf Bewegung

 

Forum legt Entwurf für einen Nationalen Aktionsplan gegen Diabetes vor und fordert einen radikalen Kurswechsel

 

BERLIN - Im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes haben sich Diabetologen für ein "allgemeines Bürgerrecht auf tägliche körperliche Aktivität" sowie eine transparentere

Nährwert-Kennzeichnung bei Lebensmitteln ausgesprochen.

 

Er hoffe auf die Unterstützung der Bundesregierung für die Pläne der Europäischen Kommission für eine verbesserte Kennzeichnung des Kaloriengehalts von Lebensmitteln, sagte der Präsident der Deutschen Diabetes Union Professor Eberhard Standl auf der 3. Vollversammlung des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (NAFDM) in Berlin.

 

Bei dem Treffen stellte der NAFDM den von drei Projektgruppen erarbeiteten Entwurf eines Eckpunktepapiers für einen Nationalen Aktionsplan Diabetes vor. In dem Papier fordern die Mitglieder des Forums einen neuen, gesamtgesellschaftlichen Ansatz im Kampf gegen Diabetes in Prävention, Versorgung und Forschung. Dazu gehören etwa neue Instrumente, um Hochrisikogruppen zu identifizieren, zielgenaue Präventionskampagnen und eine Evaluation aller Maßnahmen anhand von Registern und repräsentativen Kohortenstudien, sagte Standl.

 

Deutschland sei bei der Prävention bislang "eher ein Schlusslicht", sagte Professor Hans Hauner, Sprecher der Projektgruppe Prävention. Zwar gebe es zur Prävention viele Studien, doch seien die bisherigen Versuche, die Erkenntnisse in die Bevölkerung zu tragen, gescheitert. Viele Programme seien "von Akademikern für Akademiker" konzipiert und erreichten die sozial schwachen Schichten nicht.

 

Hauner forderte eine stärkere Vernetzung aller gesellschaftlichen Akteure, etwa über eine zentrale Koordinierungsstelle für die Planung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen und eine Task Force von Bund und Ländern. Es müsse künftig konkrete Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodelle für Präventionsprogramme geben.

 

Bei der Versorgung von Diabetespatienten forderte Professor Stephan Martin, Sprecher der Projektgruppe Versorgung und Versorgungsforschung, eine stärkere Rolle körperlicher Bewegung ein. "Viele diabetologische Schwerpunktpraxen konzentrieren sich zu sehr auf die Insulintherapie", sagte er. In der Diagnostik sprach sich Martin für eine allgemeine Kostenübernahme des oralen Glukosetoleranztests OGTT durch die Kassen aus. Um die Teilnahmequote an der Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 zu erhöhen, schlug Martin einen Bonus für Ärzte und Patienten vor. Zudem forderte er mehr Zeit für das Arzt-Patienten-Gespräch. Dies müsse auch in der Honorierung der Ärzte niederschlagen.

 

Kritisch bewertete Martin die Versorgungslage in den Krankenhäusern. Oft werde der Internist erst dann hinzugezogen, wenn der Patient einen Blutzuckerwert von über 300 mg/dl habe.

 

28.02.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Augenschäden bei Diabetes früh erkannt

 

JENA (eb). Etwa 15 Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus entwickeln im Laufe

ihrer Erkrankung Augenschäden, hat der Diabetes-TÜV der Deutschen BKK ergeben.

 

Ärzte des Jenaer Uniklinikums haben jetzt einen Weg gefunden, gefährdete Patienten zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt zu erkennen, als es mit üblichen augenärztlichen Untersuchung der Netzhaut möglich ist. In einer Studie mit 300 Patienten haben die Forscher herausgefunden, dass sich mit der nicht-invasiven retinalen Gefäßanalyse schon Vorstufen der Schädigungen erkennen lassen (Diabetes Care 30. 2007, 3048).

 

Dazu werden die feinen Blutgefäße im Auge Flickerlicht aus einem Spezialgerät ausgesetzt. Aus den so provozierten Reaktionen der Gefäße (schnell oder verlangsamt) lassen sich zusammen mit klassischen Augenuntersuchungen Rückschlüsse auf den Zusammenhang zwischen Gefäßreaktionen und Augenschäden durch Blutzucker ziehen. Eingesetzt wird ein vom Unternehmen Imedos entwickeltes Gerät. Mit der Gefäßanalyse werde jetzt die Funktion des Gefäßes, und nicht erst ein eingetretener Gewebeschaden bestimmt, so die Forscher.

 

27.02.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Dick und viel Fett im Blut? Hier ist Glukosetoleranztest ratsam

 

Test wird auch allen Verwandten ersten Grades von Typ-2-Diabetikern empfohlen

 

DÜSSELDORF - Ohne es zu wissen, haben viele Menschen in Deutschland eine gestörte Glukosetoleranz und damit ein sehr hohes Diabetes-Risiko.


Die Nüchternblutzuckerwerte sind bei diesen Menschen in der Regel normal, die Stoffwechselstörung lässt sich jedoch mit einem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) erkennen. Ist der Test positiv, dann sollten die Patienten zu viel Bewegung und gesunder Ernährung angehalten werden, um dem Diabetes vorzubeugen. Wichtig ist auch, zu untersuchen, ob die Stoffwechselstörung schon zu Herzerkrankungen geführt hat.

 

Gestörte Glukose-Toleranz erhöht schon das KHK-Risiko
Schon bei einer gestörten Glukosetoleranz ist das Risiko für Herzerkrankungen stark erhöht, betont Professor Stephan Martin aus Düsseldorf. Und um Typ-2-Diabetes und seine Vorstufen zu erkennen, reicht oft ein Test auf Nüchternblutzucker nicht aus.

 

Der Diabetologe und seine Kollegen haben in einer Studie 140 Patienten mit KHK-Verdacht am Herzzentrum Wuppertal nach einer Herzkatheter-Untersuchung einem oGTT

unterzogen. Bei einem hohen Anteil wurde dabei die Stoffwechsel-Krankheit aufgedeckt (Clin Res Cardiol 95, 2006, 80). 23 Prozent der Patienten hatten einen bisher unentdeckten Diabetes und weitere 40 Prozent eine bisher nicht bekannte gestörte Glukosetoleranz.

 

Martin empfiehlt daher, allen Menschen mit Zeichen eines metabolischen Syndroms einen oGTT anzubieten: das heißt, allen Übergewichtigen, die zusätzlich Risikofaktoren wie einen erhöhten Blutdruck und/oder erhöhte Lipidwerte haben. Der Test wird außerdem bei gestörter Nüchternglukose (100 bis 125 mg/dl), Verwandten 1. Grades von Typ-2-Diabetikern, KHK-Patienten und Adipösen empfohlen; außerdem allen Schwangeren zum Ausschluss eines Gestationsdiabetes.

 

Geräte zur Selbstmessung sind für den Test nicht geeignet
In den Tagen vor dem Test sollten sich die Patienten kohlenhydratreich ernähren und am Abend vorher ab 22 Uhr nichts mehr essen. Der Test sollte dann bis 9 Uhr morgens gemacht werden, und die Patienten sollten danach zwei Stunden die Praxis nicht verlassen, nicht rauchen und nicht umhergehen. Wichtig ist, dass die Blutzuckermessungen mit einer validierten Labormethode vorgenommen werden - Geräte zur Blutzuckerselbstmessung sind hier ungeeignet!

 

Wird bei einem Patienten eine pathologische Glukosetoleranz nachgewiesen, dann sollte er auf Herzerkrankungen untersucht werden, einem Belastungs-EKG inklusive. Außerdem sollten ihnen Lebensstiländerungen mit gesunder Kost und viel Bewegung nahe gelegt werden. "Sie haben es noch etwas einfacher als Diabetiker, Gewicht zu reduzieren", sagt Martin dazu. Patienten mit gestörter Glukosetoleranz haben ein hohes Diabetes-Risiko, bei etwa zehn Prozent von ihnen wird pro Jahr der Diabetes manifest.

 

20.02.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Diabetiker befürchten Einschnitte


Neuer Sparbeschluss

 

Vor eineinhalb Jahren war die Aufregung groß. Die gesetzlichen Krankenkassen sollten schnell wirksame, aber teure Insulin-Medikamente bei Altersdiabetes Typ 2 nicht mehr bezahlen. Zehntausende Betroffene und ein ganzer Industriezweig waren empört. An diesem Freitag will das zuständige Gremium von Krankenkassen und Ärzten - der Gemeinsame Bundesausschuss - nun einen ähnlichen Beschluss für Mittel bei Diabetes Typ 1 verkünden. "Wir werden ganz massiv unsere Stimme erheben", warnt Heinz Windisch, Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bunds.

 

Beim schon in der Jugend auftretenden Diabetes Typ 1 zerstört der Körper die Zellen, die das Insulin produzieren. Schon im Kindesalter müssen tausende Menschen in Deutschland deshalb für jede Mahlzeit Insulin spritzen: Rund 25.000 Menschen unter 20 Jahren leiden an Typ-1-Diabetes, jedes Jahr erkranken rund 2000 Kinder und Jugendliche neu. 200.000 Betroffene gibt es insgesamt. Nun geht es darum, ob die Betroffenen mit herkömmlichem Humaninsulin behandelt werden oder ob die Kassen auch weiter teurere Insulin-Analoga, also synthetisches Insulin, bezahlen. Das wirkt schneller, die Patienten müssen also zwischen der Einnahme des Medikamentes und dem Essen keine größere Pause machen. Analoga sind aber ein Drittel teurer als Normalinsulin.

 

Diabetikerverbände empört

Ob die Analoga einen wirklichen Zusatznutzen für die Patienten haben, ist von dem von der Pharmaindustrie unabhängigen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) geprüft worden. Schließlich geht es um das Geld der Beitragszahler. Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet auf Grundlage des IQWiG- Berichts. Das bei der Industrie ungeliebte IQWiG fand keine Belege für einen Zusatznutzen, der die höheren Kosten rechtfertige. Bei Kindern und Jugendlichen gebe es keine Basis für abschließende Aussagen.

 

Damit fehlt laut Gesetz die Grundlage für die weitere Verordnung der teureren Mittel. Diabetikerverbände entgegnen empört, die Handhabung von Normalinsulin sei für Erwachsene unbequem und für Kinder eine Zumutung.

 

"Von Kinderärzten wurde ein Zusatznutzen geltend gemacht", sagt Rainer Hess, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses. Nach einer vorläufig letzten Anhörung wollen die Experten des Gremiums die IQWiG-Empfehlung nun voraussichtlich mit Ausnahmen umsetzen: Zwar sollen die Ärzte die teureren Analogpräparate im Regelfall künftig nicht mehr verordnen. Wenn aber Kinder und Jugendliche sowie Insulinpumpenträger nicht auf Normalinsulin umgestellt werden können, sollen die Betroffenen das künstliche Insulin weiter auf Kassenkosten bekommen. Für Windisch ist das nur "ein erster Schritt".

 

Pharmahersteller senkten Kosten

Nach den Einschränkungen für die Verordnung dieser Mittel bei Altersdiabetes im vergangenen Jahr hat sich die Aufregung mittlerweile wieder gelegt. Als Reaktion auf den Beschluss des Bundesausschusses von 2006 senkten die Pharmahersteller die Kosten, die den Kassen für Analoga entstehen. Die Präparate werden wieder verordnet. Hess: "Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten."

 

Der Fall der Diabetesmedikamente zeigt, was auf Pharmafirmen und Patienten künftig verstärkt zukommen wird. Als Folge der Gesundheitsreform 2007 sollen bei der Bewertung des Zusatznutzens neuer Mittel die Mehrkosten stärker berücksichtigt werden: Neue Arznei darf nur in dem Maße teurer sein, wie sie auch wirkungsvoller ist. Sonst müssen Patienten die Differenz selbst zahlen, auf herkömmliche Mittel ausweichen - oder abwarten, bis die Firmen auf Druck von IQWiG und Bundesausschuss die Preise gesenkt haben.

 

17.02.2008, Quelle:  Basil Wegener, dpa


 

Honigsüße Krankheit, saure Folgen

 

In Bad Liebenstein werden Zuckerkranke mit einem umfassenden medizinischen Konzept betreut

 

Bad Liebenstein – Diabetes, die chronische Stoffwechselerkrankung, im Volksmund „Zucker“ genannt, ist beängstigend im Vormarsch. Über sechs Millionen Menschen sind in Deutschland erkrankt, die Dunkelziffer der undiagnostizierten Erkrankungen wird mit zwei bis vier Millionen geschätzt. Sprach man früher vom „Alterszucker“ (Typ 2, Diabetes

mellitus), sind heute schon fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen betroffen. Von der angenehm anmutenden Übersetzung Diabetes mellitus, honigsüßer Urinfluss, so wurde diese heimtückische Krankheit schon von den Ärzten der Antike bezeichnet, soll man sich auf keinen Fall täuschen lassen.

 

Bewegungsmangel und falsche Ernährung
Diabetes wird nicht von ungefähr als Wohlstandskrankheit bezeichnet. Die alltäglichen Lebensumstände – Bewegungsmangel als Folge von immer mehr Bildschirmarbeit, Autofahren statt laufen, abends fernsehen und als besondere Faktoren falsche Ernährung sowie Übergewicht – führen zum rasanten Ansteigen der Diabetesfälle. Das Hinterhältige der Krankheit, speziell am Typ 2, ist, sie bleibt lange Zeit unbemerkt, da sie keine Schmerzen bereitet. Oft wird sie zufällig bei anderen ärztlichen Untersuchungen entdeckt.

 

„Wenn Diabetes behandelt werden muss, lebt der Patient meist schon sechs bis acht Jahre mit dieser Krankheit, und sie hat schon Spuren im Körper hinterlassen“, sagt Karin

Schlecht, Chefärztin Diabetologie in der „Dr. Lauterbach-Klinik“. Seit Beginn dieses Jahres gibt es in der Kurparkklinik auch die Diabetologie als Indikation, um die Betreuung der Diabetespatienten in der Region weiter zu verbessern. „Es geht um eine Vernetzung von ambulantem und stationärem Knowhow, mit extra erstellten Bewegungsprogrammen und Heilverfahren, mit Speziallabor und besonderem medizinischem Instrumentarium. Erstmalig in der Region zwischen Eisenach und Schmalkalden-Meiningen wollen wir die vier Ebenen in der Versorgungskette für die Patienten mit Diabetes vernetzen: Hausärzte, diabetologische (DSSP), Akut- und Reha-Kliniken. Ziel des Verbundes ist, die steigende Zahl von Diabetikern in Wohnortnähe auf den genannten Ebenen optimal zu betreuen, was bisher nicht ausreichend geschah. Das gilt für Vor- und Nachsorge“, so die promovierte Ärztin Karin Schlecht.

 

Laut Gesundheitsbericht der Deutschen Diabetes Union (DDU) ist auf 100.000 Einwohner mit 8.000 Diabetes-Patienten zu rechnen, davon spritzen sich 1.500 Insulin. Thüringen zählt 2,4 Millionen Einwohner, denen nur 37 solcher Schwerpunktpraxen zur Verfügung stehen. Die DDU geht davon aus, dass in dichtbesiedelten Regionen auf 50 000 Bürger eine diabetische Schwerpunktpraxis kommt. Das zeigt, wie wichtig eine solche Vernetzung im Wartburgkreis ist.

 

Stete und gezielte Bewegung bringt Pluspunkte

„Der Reha-Patient wird in der Lauterbach-Klinik gezielt behandelt. Schwerpunkte sind dabei Ernährung und eine sportmedizinisch abgestimmte Bewegung. Er wird geschult im Umgang mit der Krankheit und deren Folgen. Ganz wichtig ist, jede kontinuierliche Bewegung, ob Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Tanzen, bringt dem Patienten Pluspunkte. Nach der Kur wird er in das Diabetes-Verbundnetz oder in die zuständigen Hausarzt- und Diabetes-Schwerpunktpraxen entlassen“, erläutert Karin Schlecht. Ihr stehen Chefarzt Joachim Dehmel, Oberarzt Hellmut Wolf sowie ein Team von Diabetes- und Ernährungsberatern zur Seite.

 

Hellmut Wolf erklärt: „Wird Diabetes nicht rechtzeitig behandelt, verkalken die großen Blutgefäße, gibt es Ablagerungen an den Gefäßwänden mit der Folge, dass Herzinfarkt,

Schlaganfall, Verschlüsse der Beinvenen und Impotenz eintreten können.“ Joachim Dehmel fügt hinzu: „Nicht selten verspürt der Diabetiker speziell in den Füßen ein quälendes Kribbeln, Taubheitsgefühl und Brennen. Das sind Anzeichen, dass bereits die Nerven in Mitleidenschaft gezogen sind. Besondere Aufmerksamkeit muss bei solchen Vorzeichen Druckstellen und Wunden an den Füßen gelten.“ Hinzu kommt, dass die epidemieartige Zunahme des Diabetes oft soziale Auswirkungen am Arbeitsplatz hat.

 

Diabetes Typ 1 kommt seltener vor, etwa bei fünf Prozent und macht sich vorwiegend im Kindes- und Jugendalter bemerkbar. Pro Jahr werden 2.000 Typ-1-Fälle bei Kindern diagnostiziert. Hier ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, Insulin zu produzieren. Folge ist, dass ein Leben lang gespritzt werden muss. Dagegen ist Typ 2, wird er zeitig behandelt, steuerbar. Oft führt beim Patienten schon der Schock der Diagnose dazu, die ungesunden Gewohnheiten zu ändern.

 

Will man der Krankheit ein Schnippchen schlagen, gilt es, die Worte des Verbraucherschutzministers Horst Seehofer zu beherzigen: „Wir müssen das Leben ändern, um zu

überleben.“

 

12.02.2008, Quelle: Hannelore Dittmann. freies-wort.de


 

Diabetes-Tagung am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

 

Potsdam-Rehbrücke - Mehr als 200 Wissenschaftler und Mediziner nehmen am 14. und 15. Februar 2008 an einem internationalen Diabetes-Symposium teil, das am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rebrücke (DIfE) stattfinden wird. Hauptthema des Symposiums sind die genetischen Ursachen des Typ-2-Diabetes (Alterszucker) und die Mechanismen der Diabetesentstehung.

 

Derzeit sind mehr als sieben Prozent der Menschen in Deutschland an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Für das Jahr 2010 ist mit einem weiteren Anstieg auf zehn Prozent zu rechnen. Die Stoffwechselerkrankung entwickelt sich schleichend über Jahre hinweg, wobei Gefäße und Augen bereits sehr frühzeitig geschädigt werden können. Schwere Folgeschäden sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blindheit, der Verlust von Gliedmaßen oder Nierenversagen.

 

Neben den genetischen Faktoren spielen auch äußere Faktoren wie der Lebensstil und die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung. Hauptrisikofaktor ist das Übergewicht. Da die Zahl übergewichtiger Menschen besonders in Ländern mit westlichem Lebensstil beständig steigt, nimmt auch die Zahl der Diabetiker stetig zu.

 

Der Typ-2-Diabetes zählt zu den häufigsten und teuersten chronischen Erkrankungen. Nach Auswertung der CoDiM (Costs of Diabetes Mellitus)-Studie beliefen sich die direkten Kosten für diabetische Patienten im Jahr 2001 in der Bundesrepublik Deutschland auf 30,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 14,2 Prozent an den nationalen Gesundheitsausgaben. Allein diese Daten zeigen, wie wichtig präventive Maßnahmen sind, denn sie verhindern nicht nur Leid, sondern entlasten auch das Gesundheitswesen.

 

Um das Thema Prävention, Nahrungsergänzungsmittel und neue Therapieansätze wird es auch bei der Pressekonferenz anlässlich des zweitägigen Symposiums gehen; der Termin ist am Donnerstag, 14. Februar 2008, um 12:15 Uhr im Lohmann-Raum des DIfE. Näheres zur Pressekonferenz können sie dem folgenden Link entnehmen: http://www.dife.de/de/index.php?request=/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen.php. Anmeldungen sind noch möglich.

 

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 82 außeruniversitäre Forschungsinstitute und forschungsnahe Serviceeinrichtungen. Diese beschäftigen etwa 13.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 12/2006). Davon sind ca. 5.400 Wissenschaftler (inkl. 2.000 Nachwuchswissenschaftler). Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Sie sind von überregionaler Bedeutung und werden von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Die Drittmittel betragen etwa 225 Millionen Euro pro Jahr. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

 

Kontakt:
Dr. Gisela Olias
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 NuthetalTel.: +49(0)33 200-88 278/335
Fax: +49(0)33 200-88 503
E-Mail: olias@dife.de

 

Weitere Informationen:
http://www.dife.de/symposium2008/index.php Veranstaltungsprogramm

 

12.02.2008, Quelle: Dr. Gisela Olias, idw-online.de


 

Diabetes erschwert das Stillen

 

Stuttgart - Frauen mit Diabetes haben nach einer Schwangerschaft oft Probleme beim Stillen. Das berichtet die in Stuttgart erscheinende "Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Ausgabe 5/2008). Die Frauen leiden häufig an Übergewicht und müssen aufgrund der Erkrankung Insulin spritzen. Das führe dazu, dass die Bildung des Hormons Prolaktin behindert werde, welches den Milcheinschuss in die Brust bewirkt. Laut Statistik wird im Durchschnitt eine von 30 Frauen während der Schwangerschaft zuckerkrank.

 

Diabetikerinnen brechen die Stillzeit oft frühzeitig ab
Viele Kinder von Diabetikerinnen sind Frühgeburten und kommen per Kaiserschnitt zur Welt. Die Kinder müssen medizinisch betreut werden und sind nach der Geburt zunächst von der Mutter getrennt. Auch dieser Faktor wirkt sich nach Ansicht der Experten negativ auf das Stillen aus. So ergab eine Umfrage unter Frauen aus allen Regionen Deutschlands, dass viele Mütter mit Diabetes das Stillen bereits nach wenigen Wochen wieder abbrechen. Ein Viertel der betroffenen Frauen versucht es gar nicht erst. Bei den gesunden Müttern sind es nur 14%, die ihre Kinder von Anfang an ausschließlich mit Ersatzmilch füttern.

 

11.02.2008, Quelle: vitanet.de


 

Rauchen schädigt auch kleinste Blutgefäße

 

Rauchen Diabetes-Patienten, schädigen sie ihre Blutgefäße mehr, als angenommen. Eine aktuelle Studie klärt eine bisher unter Experten strittige Frage: Rauchen schädigt bei zuckerkranken Menschen die kleinen Blutgefäße und kann auf diese Weise Erkrankungen an Augen und Nieren beschleunigen – ohnehin typische Spätkomplikationen des Diabetes mellitus.

 

Bisher stand lediglich fest, dass Rauchen die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) in den großen Blutgefäßen fördert. Dies gilt für Gesunde und Diabetiker gleichermaßen. Die Experten sprechen beim Diabetes auch von einer Makroangiopathie. Ihre Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein. Bei vielen Diabetikern kommt es jedoch auch zu einer Schädigung der kleinsten Blutgefäße, die als Mikroangiopathie bezeichnet wird. Sie löst Durchblutungsstörungen in Auge (Retinopathie) und Niere (Nephropathie) aus, die zu Erblindung und Nierenversagen führen können. Es war unklar, ob Rauchen die Mikroangiopathie beschleunigt. Die Diabetologin Dr. Petra Busch, Heilbronn, und weitere Wissenschaftler, haben für die Studie die Daten von fast 12.000 Menschen mit Typ 1 Diabetes mellitus ausgewertet. Es handelt sich um die Krankenakten aus 182 Behandlungszentren.


Die Untersuchung zeigte, dass Diabetiker 2,4-fach häufiger an einer Retinopathie erkranken, wenn sie rauchen. Eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin – ein wichtiger Hinweis auf schwere Nierenschäden – wurde unter den Rauchern sogar um den Faktor 5,9 häufiger festgestellt. Die Autoren appellieren deshalb an alle Diabetiker, nicht nur das Rauchen aufzugeben, sondern auch mit ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung gesünder zu leben.

 

Quelle: P. Busch, H.-P. Hammes, W. Kerner, W. Kern, A. Dapp, M. Grabert, R. W. Holl: Rauchen als Risikofaktor für mikroangiopathische Veränderungen bei erwachsenen Patienten mit Typ 1 Diabetes mellitus: Eine multizentrische Studie. Diabetologie 2006; 305-310

 

07.02.2008, Quelle: deutsche-diabetes-gesellschaft.de


 

Der Zusammenhang zweier Volkskrankheiten: Wie Diabetes mellitus und Parodontitis sich gegenseitig beeinflussen

 

Satelliten-Symposium "Mundgesundheit bei Diabetes" auf der Diabetes 2008 in Münster


Berlin/Hamburg/Münster - Es gilt als allgemein bekannt, dass Diabetes mellitus schwerwiegende Folgekrankheiten vor allem am Blutgefäßsystem nach sich ziehen kann - mit Augen-, Nieren- und Nervenschäden oder diabetischem Fußsyndrom. Klinische Studien belegen, dass auch Parodontitis zu diesen Folgekrankheiten gehört. Gleichzeitig hat auch eine schwere, unbehandelte Parodontitis ungünstige Auswirkungen auf den Diabetes. Häufig sind Diabetes-Patienten darüber nicht ausreichend informiert. Diese Tatsache nehmen die Bundeszahnärztekammer und das Unternehmen Colgate-Palmolive zum Anlass sich gemeinsam im Rahmen der "Diabetes 2008" in Münster vom 08. bis 10.02.2008 auf einem Satelliten-Symposium zum Thema "Mundgesundheit bei Diabetes" sowie an einem Messestand in der großen Halle Stand B9 zu präsentieren.

 

"Die ständig steigenden Zahlen von Diabeteskranken - auch bei vielen Kindern und Jugendlichen - zeigen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Aufklärung zu einer gesunden Lebensführung und Ernährung von allen Partnern im Gesundheitswesen", so der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich. Dies verdeutlicht, dass Medizin und Zahnmedizin bei der Bekämpfung der Diabetes zum Wohl des Patienten immer näher zusammen rücken. Nach neueren Erkenntnissen tragen Diabetiker im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein dreifach höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken.

 

Umgekehrt kann sich die Parodontitis negativ auf den Diabetes auswirken. Medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass die Entzündungsherde im Mund zu starker Schwankung und Verschlechterung der Blutzuckerwerte führen können. Umso wichtiger ist es, dass Diabetiker besonders auf ihre Mundgesundheit achten. Auf diese Weise kann die Gefahr von Folgeschäden erheblich eingedämmt werden. "Eine gründliche tägliche Mundpflege in Verbindung mit zahnärztlichen Kontroll- und Prophylaxe-Maßnahmen ist dafür die beste Voraussetzung", so Michael Warncke, Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung der Colgate-Palmolive GmbH. Besonders die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (abgekürzt: PZR) ist ein wesentlicher Baustein der Vorsorge und der notwendigen lebensbegleitenden Therapie.

 

Durch sie kann der Parodontitis vorgebeugt und eine vorhandene Zahnbettentzündung eingedämmt werden, was durch Studien bereits in den Achtziger Jahren bewiesen wurde. Die Häufigkeit der Durchführung einer PZR richtet sich nach dem individuellen Erkrankungsrisiko. Im Gegensatz zur chirurgischen Parodontitistherapie ist die PZR als Vor- und Nachbehandlung bei einer Parodontitis nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. ."Insbesondere für Diabetiker ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung nicht nur eine lohnende Investition, um Mundkrankheiten vorzubeugen und Verschlechterungen zu vermeiden sondern auch um die Grunderkrankung und dadurch bedingte Komplikationen des Allgemeinbefindens dauerhaft zu verbessern", betont Dr. Dietmar Oesterreich von der Bundeszahnärztekammer.

 

Wichtig ist auch die Mithilfe des Diabetes-Patienten. Er sollte seinen Zahnarzt frühzeitig über seine Krankheit, den Verlauf und seine Blutzuckerwerte informieren, damit dieser die Behandlung darauf abstimmen kann. Diese Behandlung sollte in der häuslichen Prophylaxe eine sinnvolle Ergänzung finden, denn damit kann der Patient selbst einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung seiner Mundgesundheit und somit zur Risikoverringerung von Folgeerkrankungen leisten.

 

Eine weitere Gemeinsamkeit von Parodontitis und Diabetes: Beide Krankheiten werden in hohem Maße durch entsprechende Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen beeinflusst. Während beim Typ-II-Diabetes zu den auslösenden Faktoren vor allem eine unausgewogene Ernährung und unzureichende Bewegung gehören, sind es bei der Parodontitis eine unzureichende Mundhygiene, unausgewogene Ernährung und das Rauchen.

 

Mehr Informationen über die Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Parodontitis sowie mögliche Prophylaxe-Maßnahmen gibt es im Prophylaxe-Ratgeber "Alles in Balance? Diabetes und Mundgesundheit", von Colgate und Bundeszahnärztekammer. Er ist in vielen Zahnarztpraxen und im Internet unter www.monat-der-mundgesundheit.de oder http://www.bzaek.de/list/presse/mdm06/brosch_diabetes.pdf als kostenloser Download erhältlich.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

 

Bundeszahnärztekammer: Jette Krämer: 030 / 400 05-150;
E-Mail: j.kraemer@bzaek.de


Colgate-Palmolive GmbH: Michael Warncke: 040 / 7319-1324;
E-Mail: michael_warncke@colpal.com

 

07.02.2008, Quelle: presseportal.de


 

Vorbei ist vorbei - Diabetes: Nach vergessener Tabletteneinnahme die nächste Dosis nicht verdoppeln

 

Baierbrunn (ots) - Diabetiker, die vergessen haben, ihre blutzuckersenkende Tablette einzunehmen, dürfen beim nächsten Mal nicht einfach die doppelte Dosis nehmen. "Dadurch riskieren Sie eine Unterzuckerung", erklärt Apotheker Dr. Martin Allwang im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".

 

Wer die Tabletteneinnahme öfter vergisst, der soll sich am besten an Rituale gewöhnen, zu denen die "Zuckertablette" gehört. Das kann die Medikamentenbox auf dem Esstisch sein, oder die Einnahme nach Tätigkeiten, die zum festen Tagesablauf gehören. Es gibt sogar Tablettenboxen mit Weckerfunktion, die in einstellbaren Zeitabständen an die Einnahme erinnern.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber" 2/2008 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Pressearbeit
Tel.: 089 / 7 44 33-123
Fax: 089 / 744 33-459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de

 

05.02.2008, presseportal.de


 

Der Betroffenentag auf der Diabetes 2008

 

Am 10. Februar findet in der Halle Münsterland die erfolgreiche Messe DIABETES 2008 mit dem Schwerpunkt Prävention statt.


Unter dem Motto "informieren • denken • handeln" können sich Patienten und Interessierte zum 5. Mal auf der Messe in Münster über den aktuellen Kenntnisstand der Medizin zum Thema Diabetes mellitus informieren.


Wie beugt man der Krankheit rechtzeitig vor?
Und wie behandelt man den Diabetes nachhaltig, wenn man betroffen ist?


Ein hochkarätiges Vortragsprogramm, kostenfreie Gesundheitschecks und viele Expertenrunden erwarten Sie am 10. Februar von 9:00-18:00 Uhr in der Halle Münsterland.


Informieren Sie sich auf den vielen Fachvorträgen zu den Themen:

 

DIABETES und
• Herz
• Nieren
• Zahnheilkunde
• Sport
• Ernährung

Erfahren Sie praktische Tipps und die neuesten Therapien für einen bewussteren Umgang mit dem Diabetes mellitus.

 

DIABETES 2008, Schwerpunkt "Prävention":
Machen Sie mit beim Gesundheitscheck 2008 in Münster! Erstellen Sie Ihren persönlichen Gesundheitspass 2008 zu den Tests:

 

• Herzkreislauf
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• Herzinfarkt/Schlaganfallrisiko
• Bodymass-Index u. a.

Geschulte Experten beraten Sie umfassend und exklusiv!

 

Koch-Event mit Alfons Schuhbeck

Schauen Sie einem echten Küchenchef über die Schulter und lassen Sie sich von seiner gesunden Küche inspirieren. Der Chefkoch hält praktische Tipps für den Alltag bereit.
Alfons Schuhbeck kocht für Sie am 10. Februar 2008 um 11:30 Uhr, 12:30 Uhr und 13:45 Uhr.

 

Eintritt: EUR 5,00 / 3,00 (ermäßigt)
Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.
Preise inkl. gesetzlicher MwSt. (Der ermäßigte Preis gilt für Schüler, Studenten, Senioren, Soldaten, Schwerbehinderte, Arbeitslose und Kinder ab 12 Jahren. Der Besuch des Vortragsprogramms ist im Eintrittspreis enthalten.)

Öffnungszeiten: Sonntag, 9:00 - 18:00 Uhr

 

31.01.2008, Quelle: diabetes-messe.com


 

Zu süße Schwangere - Immer häufiger: Übergewicht verursacht bei werdenden Müttern Diabetes

 

Baierbrunn - Etwa drei bis fünf Prozent aller Frauen entwickeln während der Schwangerschaft einen Diabetes - Tendenz steigend. "Gestationsdiabetes ist heute eine der häufigsten Komplikationen bei werdenden Müttern", bestätigt Privatdozentin Dr. Ute Schäfer-Graf im Apothekenmagazin "Baby und Familie".

 

Als  Leiterin des Kompetenzzentrums für Diabetes und Schwangerschaft am Vivantes-Klinikum in Berlin-Neukölln beobachtet sie seit Jahren steigende Patientinnenzahlen. Der

Grund: Immer mehr junge Frauen sind übergewichtig. Unentdeckt und unbehandelt gefährdet die Zuckerkrankheit Mutter und Kind. Infektionen sind häufiger, es kann zu Fehlgeburten kommen und die Kinder leben mit einem erhöhten Risiko, zuckerkrank zu werden. Ein Schwangerschaftsdiabetes kann auch bei vorher gesunden Frauen auftreten. Experten raten grundsätzlich zu einem Test zwischen der 24. und 28. Woche beim Frauenarzt. Kassen müssen diese Untersuchung nicht bezahlen. In vielen Fällen übernehmen sie aber doch die Kosten. Deshalb lohnt es sich, vorher nachzufragen.

 

Das Apothekenmagazin "Baby und Familie" 1/2008 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

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Ruth Pirhalla
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28.01.2008, Quelle: presseportal.de


 

Krankenkassen geizen mit Insulinpumpen - Diabetes-Experten beklagen, dass Kassen unnötige Hürden errichten
 
Baierbrunn  - Diabetes-Ärzte und Patienten werfen den Krankenkassen vor, eine effektive Behandlung der Zuckerkrankheit mit einer Insulinpumpe unnötig zu erschweren. Die Pumpe, ein halbautomatisches System zur kontinuierlichen Gabe von Insulin, kann verordnet werden, wenn sich der Diabetes mit der üblichen Spritzenbehandlung nicht ausreichend einstellen lässt. Die Pumpentherapie ist aber etwa doppelt so teuer wie die Spritzentherapie.

 

Viele Kassen verlangen nun Nachweise, dass der Wechsel auch erfolgreich ist. Früher genügte dafür ein Gutachten, inzwischen fordern die Kassen eine ausführliche Dokumentation der Blutzuckerwerte und einen Nachweis, dass alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Der Sinsheimer Diabetologe Dr. Richard Daikeler kritisiert im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" das aufwändige Genehmigungsverfahren: "Den Ärzten wird unterstellt, sie könnten nicht verantwortlich darüber entscheiden, wer eine Pumpe braucht und wer nicht." Nach Ansicht von Daikeler, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der niedergelassenen Diabetologen ist, solle damit einfach verhindert werden, dass zu viele Diabetiker eine Pumpe bekommen.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" 1/2008 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Pressearbeit
Tel.: 089 / 7 44 33-123
Fax:  089 / 744 33-459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de 

 

24.01.2008, Quelle: presseportal.de


 

Diabetes-Patienten sind mehrheitlich mit Ihrem Arzt zufrieden

 

72% der Teilnehmer bei der in den letzten Monaten durchgeführten Umfrage auf dem Online-Portal Diabetes-germany.com fühlen sich von Ihrem Arzt gut informiert und beraten. Die Besucher von Diabetes-Germany.com konnten abstimmen, wie zufrieden sie mit der Information und Beratung ihres Arztes sind.

 

„Fühlen Sie sich von Ihrem Arzt gut informiert und beraten?“

27% sehr zufrieden
45% zufrieden
15% wenig zufrieden
13% nicht zufrieden

 

Die Anzahl der zufriedenen bzw. sehr zufriedenen Patienten ist mit 72% sicherlich deshalb bemerkenswert hoch, da sich viele Diabetes-Patienten in Behandlung bei einem speziell ausgebildeten Arzt befinden. In Deutschland gibt es neben den Hausärzten spezielle Ärztenetzwerke, Kliniken und auch Schwerpunktpraxen, die sich um die Bedürfnisse von Diabetikern kümmern.

 

23.01.2008, Redaktion Diabetes-Germany.com


 

Wenig erfolgreiches DMP ist ohne Alternative

 

In Schleswig-Holstein sind Kassen und KV ernüchtert über die Bilanz des DMP Diabetes

 

BAD SEGEBERG/KIEL: KV und Krankenkassen im Norden halten trotz geringer Erfolge am Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit Diabetes fest. Die KV sieht aus politischen Gründen keine Alternative.

 

Von "wenig medizinisch fassbaren Erfolgen" berichtet der Lübecker Allgemeinmediziner Professor Jens-Martin Träder im jüngsten KV-Mitteilungsblatt, nachdem er AOK-Daten aus Schleswig-Holstein über das DMP Diabetes ausgewertet hat. Er stützt sich dabei auf bundesweite Umfragen, für deren Analyse die AOK ein Konsortium von Epidemiologen und Sozialmedizinern verschiedener Institute beauftragt hatte.

 

Zu den Erfolgen zählt Träder einen deutlichen Rückgang der Raucher. Zugleich stellt er aber nahezu konstante HBA1C-Werte, eine überwiegend nicht optimale Blutdruckeinstellung und keine Verbesserungen beim Körpergewicht der Patienten fest. Die Kosten für Bürokratie und für Medikamente sind nach seinen Angaben gestiegen, die für Klinikaufenthalte stagnieren. Die geringen Erfolge führt Träder genauso wie die KV darauf zurück, dass in Schleswig-Holstein vor dem DMP Diabetes schon Strukturverträge existierten.

 

"Daher hatten wir einen Teil der Effekte wohl schon in der Zeit vor dem Beginn des DMP verfrühstückt, weitere Verbesserungen waren nicht zu erwarten", schreibt Träder. Auch in ihrem indikationsspezifischen Bericht hatte die KV jüngst festgestellt, dass nicht alle Qualitätsziele erreicht werden. Dennoch sieht die KV keine Alternative zum DMP, teilte sie auf Anfrage mit.

 

Auch AOK-Chef Dr. Dieter Paffrath sagte: "DMP Diabetes muss fortgesetzt werden." Er sieht sogar "erste deutliche Hinweise auf positive Ergebnisse", wie etwa die Abnahme der Raucher und eine verstärkte Einbeziehung von Augenärzten in die Behandlung. Zugleich will seine Kasse nicht erreichte Ziele hinterfragen. So müsse mit den Ärzten diskutiert werden, mit welchen Maßnahmen eine Gewichtsreduzierung bei den Patienten erreicht werden kann und ob alle Patienten eine leitliniengerechte Therapie erhalten.

 

22.01.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Bewegung halbiert das Diabetesrisiko

 

Übergewichtige mit gestörter Glukosetoleranz profitieren besonders von körperlicher Aktivität

 

BERLIN - Keine andere Maßnahme wirkt sich so günstig auf den Glukosestoffwechsel aus wie Bewegung. Auf dem 32. Fortbildungsforum der Bundesärztekammer in Berlin brachen Experten erneut eine Lanze für mehr Aktivität bei Diabetikern und bei Menschen mit hohem Diabetesrisiko.

 

Die lange angemahnten Daten aus kontrollierten Studien, die den günstigen Effekt von Lifestyle-Interventionen auf die Diabetes-Inzidenz zweifelsfrei nachweisen, liegen mittlerweile vor. Das hat Professor Martin Halle vom sportmedizinischen Lehrstuhl der TU München betont. An einer finnischen Studie zur Diabetes-Prävention nahmen über 500 übergewichtige Menschen mit gestörter Glukosetoleranz teil. Die Inzidenz von Diabetes mellitus nach vier Jahren Lifestyle-Interventionen lag um die Hälfte niedriger als bei Standardversorgung, nämlich bei 12 statt bei 26 Prozent.

 

Die Intervention bestand aus einer Gewichtsreduktion von mindestens fünf Prozent, einer Ernährungsberatung mit dem Ziel, gesättigte Fettsäuren zu reduzieren und den Ballaststoffanteil zu erhöhen, sowie täglich mindestens 30 Minuten körperlicher Betätigung. Vier Jahre nach Studienende hatten die Probanden der ehemaligen Interventionsgruppe noch immer nur gut halb so häufig Diabetes wie die Kontrollprobanden, belegt die kürzlich publizierte, zweite Auswertung der finnischen Studie.

 

Eine Studie aus den USA mit über 3000 Probanden hat die finnischen Zahlen mittlerweile bestätigt: Auch hier kam es über vier Jahre zu einer rund 50-prozentigen Verringerung der Diabetes-Inzidenz. Nach Angaben von Halle müssen sieben Menschen mit Prädiabetes mit einem intensiven dreijährigen Lifestyle-Programm behandelt werden, um eine Diabetes-Neuerkrankung zu verhindern.

 

Das sei wesentlich besser als bei diversen oralen Antidiabetika, die bei Patienten mit Prädiabetes auch schon untersucht wurden. Und auch wer schon einen Diabetes mellitus hat, sollte unbedingt zu Bewegung angehalten werden: "Signifikant wird der Effekt aber erst ab etwa vier bis fünf Stunden schnellen Gehens pro Woche", so Halle. Dann verringern sich nachweisbar Gewicht, Bauchumfang, HbA1c und Blutdruck sowie das Risiko, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln.

 

16.01.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Auch mit Diabetes sicher auf der Piste

 

Eschborn - Den Wintersport genießen. Das ist auch für Menschen mit Diabetes kein Problem, wenn sie die Tipps ihres Arztes beachten. Das erklärt der Diabetologe Dr. med. Christoph Lembens aus Mainz in der aktuelle Ausgabe der „Neue Apotheken Jllustrierte“ vom 15. Januar 2008.

 

„Ein aufmerksames Auge sollten Diabetiker ihrer Ausrüstung schenken, vor allem den Handschuhen und natürlich den Winter- und Sportschuhen“, so der Mainzer Mediziner. Denn für Menschen mit Diabetes gilt besonders: Unterkühlungen und wunde Stellen vermeiden! „Gerade wenn bereits eine Polyneuropathie an den Füßen, eine Störung der Nerven mit Gefühlsstörungen vorliegt, kann ein wunderschöner Sporttag im Schnee leicht in schlecht heilenden Wunden münden.“

 

Lembens: „Sport reduziert den Insulinbedarf und senkt den Blutzucker. Da Änderungen der Insulin- oder Tablettendosis stets individuell angepasst werden, empfehlen Diabetologen vor dem Wintersport-Urlaub den Gang zum behandelnden Arzt. Dabei kann man auch gleich für einen ausreichenden Teststreifen-Vorrat sorgen.“ Mediziner raten, vor und nach dem Sport den Blutzucker zu bestimmen, damit Patienten bei Abweichungen rechtzeitig gegensteuern können. „Natürlich gehören einige Teststreifen und das Messgerät mit auf die Piste oder Loipe ebenso wie der internationale Diabetikerpass und eine gut erreichbare Ration Traubenzucker aus der Apotheke.“

 

Beim Essen und Trinken gibt es laut Lembens nur ein klares Verbot: keine Schnäpse, denn Hochprozentiges bringt den Blutzucker gründlich durcheinander. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie zu Hause: weniger Fett, mehr Salat und Gemüse, dafür Kohlenhydrate nicht im Übermaß. „Damit steht dem Wintersportvergnügen nichts mehr im Wege.“

 

Außerdem in diesem Heft: Verbraucherschutz hat Priorität +++ Gut vorbereitet in den Flieger +++ Wetterfühligkeit: zwischen Kältefront und dicker Luft.

 

Pressekontakt:
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Neue Apotheken Jllustrierte
Peter Erik Felzer
Tel.: 06196 928-314
Fax: 06196 928-320
E-Mail: redaktion@nai.de
Auch im Internet: http://www.nai.de

 

14.01.2008, Quelle: presseportal.de


 

Streit um Insulininjektion
 
Krankenkassen müssen die Kosten für einzelne Leistungen einer häuslichen Krankenpflege auch dann übernehmen, wenn sie vom Pflegebedürftigen regelmäßig nicht zuhause, sondern in einer Behindertenwerkstatt in Anspruch genommen werden.
 

Das hat das Hessische Landessozialgericht mit einem am Dienstag veröffentlichten Urteil vom 17. Dezember 2007 entschieden (Az.: L 1 KR 110/06).

 

Tägliche Spritze
In dem zu entscheidenden Fall ging es um die Klage eines Mannes, der unter Diabetes und Epilepsie litt.

 

Obwohl ihm grundsätzlich die Kosten für eine häusliche Krankenpflege gezahlt werden mussten, weigerte sich seine Krankenkasse, den Anteil für eine jeden Mittag notwendige Insulininjektion zu übernehmen, die er sich nicht selber setzen kann.

 

Als Grund für ihre ablehnende Haltung führte die Krankenkasse an, dass der Kläger tagsüber in einer Werkstatt für Behinderte arbeitet. Eine häusliche Krankenpflege beschränkt sich nach Auffassung der Kasse jedoch ausschließlich auf Leistungen, die in der Wohnung des Patienten und nicht außerhalb erbracht werden.

 

Zu enge Auslegung gesetzlicher Bestimmungen
Das sahen die Richter des Hessischen Landessozialgerichts anders und gaben der Klage des Mannes auf Kostenerstattung statt.

 

Nach Ansicht des Gerichts hat die Krankenkasse den Begriff „häuslich” zu eng ausgelegt. Nach ihrer Meinung kann das Gesetz zur häuslichen Krankenpflege nämlich durchaus auch auf Pflegeleistungen ausgedehnt werden, die in Werkstätten für Behinderte durchgeführt werden.

 

Krankenkassen sind daher dazu verpflichtet, die Kosten einer täglichen Insulininjektion am Arbeitsplatz des Klägers zu zahlen.

 

Eine Revision gegen ihre Entscheidung ließen die Richter nicht zu.

 

10.01.2008, Quelle: VersicherungsJournal
 


 

Bayer Diabetes Care ruft Blutzucker-Teststreifen zurück - Deutschland nicht betroffen

Ein Tochterunternehmen des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer ruft fehlerhafte Diabetes-Teststreifen zurück. Die Streifen, die ausschließlich für das Blutzuckermessgerät Contour TS verwendet werden, könnten um 5 bis 17 Prozent überhöhte Messwerte anzeigen, teilte Bayer Diabetes Care am Freitag mit. Betroffen seien die Länder Frankreich, Korea, Mexiko, Österreich, die Türkei, Indien und die USA.
 
Deutschland ist von der Rückrufaktion nicht betroffen, da die fehlerhaften Teststreifen hier nicht in den Verkauf gebracht wurden.
 
Der freiwillige Rückruf betreffe nur bestimmte Teststreifen-Chargen für das Contour TS und nicht die Blutzuckermessgeräte selbst.
 
Die betroffenen Contour TS-Streifen wurden nach Angaben von Bayer während des anfänglichen Produktionsprozesses auf neuen, für diesen Teststreifen ausgelegten Produktionsanlagen hergestellt. Die Ursache des Fehlers seien gefunden und behoben worden.. Zudem seien zusätzliche Qualitätskontrollen eingeführt worden.
 
Wir erwarten keine Auswirkungen auf den Aktienkurs der Bayer AG. Die Aktie marschierte in den letzten Monaten kontinuierlich nach oben und wird auch 2008 zu den Gewinnern an der Börse zählen. Der Nachkauf von weiteren Bayer-Aktien hat sich bereits ausgezahlt, aktuell liegen wir in unserem Diabetes-Strategiemusterdepot mit 46% im Gewinn.
 
Näheres finden sie unter www.diabetesundgeld.de 
  
27.12.2007 Quelle: Diabetes & Geld

 


 

Bei Blutdrucksenkung im Blick: Diabetes

 

Für Patienten mit metabolischem Syndrom sind ACE-Hemmer und AT-II-Blocker

Antihypertensiva der ersten Wahl

 

In der Bluthochdruck-Therapie müsse individuellen Risikofaktoren Rechnung getragen werden, fordert der Berliner Pharmakologe Professor Thomas Unger. Er wandte sich bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main gegen Einheits-Therapiekonzepte, wie sie teilweise in den USA vertreten würden.

 

Vor allem der Diabetes mellitus und das metabolische Syndrom müssten aufgrund der großen Verbreitung berücksichtigt werden. "Diabetes mellitus ist eines der wichtigsten Gesundheitsrisiken der Zukunft", betonte Unger bei einer Veranstaltung des Unternehmens Boehringer Ingelheim. In dieser Gruppe von Hochdruckpatienten seien deshalb ACE-Hemmer und Angiotensin-1 (AT1)-Rezeptorantagonisten nach den neuen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) Mittel der ersten Wahl.

 

In allen Studien mit AT-II-Blockern sei konsistent eine relative Risikoreduktion für das Neuauftreten von Diabetes mellitus von etwa 25 Prozent beobachtet worden, erinnerte der Pharmakologe. Ursache dafür sei die Verbesserung der Insulinsensitivität der Gewebe über mehrere Mechanismen. So werde zum Beispiel die Muskeldurchblutung erhöht, die Sympathikusaktivität reduziert und das Insulinsignal über mehrere Mechanismen verstärkt. Hinzu kommt eine selektive Modulation der PPAR-gamma-Aktivität in Muskel-, Leber- und Fettzellen, ähnlich der von Glitazonen, ohne dass damit unerwünschte Effekte wie eine Gewichtszunahme auftreten.

 

Unger zeigte sich optimistisch dahingehend, dass diese in der Grundlagenforschung ermittelten Wirkmechanismen auch klinische Bedeutung haben werden. So werden im März kommenden Jahres die Ergebnisse der Mega-Studie ONTARGET erwartet. Darin wird der AT1-Rezeptorantagonist Telmisartan (Micardis®) gegen und in Kombination mit dem ACE-Hemmer Ramipril mit Blick auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität geprüft. Unger erwartet in der Monotherapie eine Nichtunterlegenheit des Sartans gegenüber dem ACE-Hemmer.

 

Sollte sich die Kombination der Monotherapie als überlegen erweisen, würde dies wahrscheinlich sehr rasch in die Hochdruck-Leitlinien Eingang finden, sagte er.

 

19.12.2007, Quelle: aerztezeitung.de


 

Asklepios gründet Institut für diabetologische Versorgungsforschung in der Klinik

 

Klinikkette rechnet mit Diabetes-Epidemie in den kommenden Jahrzehnten

 

Deutschland steht eine Diabetes-Epidemie bevor. Die Zahlen des jüngsten "Deutschen Gesundheitsberichts 2008" der Deutschen Diabetes Union sowie eigene Schätzungen der Asklepios-Kliniken lassen keinen Zweifel aufkommen. Aus diesem Grund gründet die größte Klinik-Kette Europas in St. Georg ein Forschungsinstitut. Das Institut trägt den Namen "Diabetes Research" und steht unter der Leitung des renommierten Diabetes-Experten Prof. Müller-Wieland. Es erforscht, wie in Zukunft durch eine rasche und  patientenorientierte Umsetzung neuer Erkenntnisse in die klinische Praxis die Versorgung von Krankenhauspatienten verbessert werden kann. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Patienten-Zahlen (rund 400.000 pro Jahr) sind die Hamburger Asklepios Kliniken eine der wenigen Institutionen in Deutschland, die überhaupt mit Aussicht auf Erfolg einen entsprechenden Forschungsansatz entwickeln können.

 

Nach dem neuen Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2008 liegt die Zahl der Diabetiker in Deutschland über neun Prozent der Bevölkerung. Zurzeit muss man also von etwa acht Millionen Betroffenen in Deutschland ausgehen. Auf das Beispiel der Großstadt Hamburg heruntergebrochen: circa 200.000 Hamburger sind, viele ohne es zu wissen, betroffen. Aktuelle Schätzungen der Asklepios Kliniken gehen von einer Steigerung um 40 Prozent in den kommenden zwanzig Jahren aus.

 

Es gibt zwar klinische Grundlagenforschung und Strategien zur Prävention und Therapie. Aber was im Krankenhaus getan werden kann, um die Versorgung weiter zu verbessern, ist bislang noch nicht genügend erforscht. Hauptproblem einer breit angelegten Klinischen Versorgungsforschung ist nämlich eine ausreichend hohe Patientenzahl innerhalb eines bestimmten, eng definierten Vergleichszeitraums. Aus diesem Grund sind die Hamburger Asklepios-Kliniken eine der wenigen Institutionen in Deutschland, die überhaupt mit Aussicht auf Erfolg einen entsprechenden Forschungsansatz entwickeln können. Ziel des neu gegründeten Instituts ist daher die Erforschung zweier Fragen:

 

1. Was kann im Krankenhaus zur Früherkennung beigetragen werden?
2. Wie kann die Rate akuter aber auch späterer Komplikationen vermindert werden?

 

Das Institut ist tätig in der Erforschung der Erkrankungen „Metabolisches Syndrom“, „Diabetes mellitus“ und der kardiovaskulären Risikofaktoren, die mit diesen Krankheitsbildern einhergehen. Dies umfasst die Grundlagenforschung, die klinische Forschung im stationären und ambulanten Umfeld sowie die Bearbeitung epidemiologischer Fragestellungen. Das Institut wird Ergebnisse der klinischen Forschung in den Asklepios Kliniken Hamburg in die Praxis umsetzen und Qualitätsstandards sowie Medizinische Pfade zur Behandlung von Patienten entwickeln und fortschreiben. Das Institut wird für Patienten diagnostische Leistungen zur Früherkennung von Diabetes mellitus anbieten.

 

Eines der ersten Projekte ist das systematische Screenen nach Diabetes und Risikofaktoren bei Hoch-Risikopatienten in den Hamburger Asklepios-Häusern, um so frühzeitig den Weg zu einer richtigen Therapie zu bahnen. Mit diesem Projekt soll die Dunkelziffer unerkannter Diabetespatienten reduziert werden. Durch die im Krankenhaus initiierte Früherkennung und Therapie werden künftig Spätkomplikationen vermieden und Leben verlängert.

 

Ein weiteres Projekt am Beginn der Institutsarbeit ist die Erforschung des Stellenwerts neuer allgemeiner Erkenntnisse. Zum Beispiel wird auf dem Gebiet der Wundheilung ein Teil der Patienten im Krankenhaus untersucht und bei einer bedeutenden Verbesserung kommt der Behandlungspfad dieser Patienten allen Patienten in den Krankenhäusern zugute.

 

Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die Gruppe trägt Verantwortung für rund 100 Einrichtungen, über 30 Tageskliniken, 21.000 Betten und 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, Europa und den USA. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten ihre Gesundheit Asklepios an. Jedes 40. Baby in Deutschland wird in einer Asklepios Klinik geboren, in Hamburg jedes zweite. Mit diesen Kennzahlen und einer Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe ist Asklepios die größte private Klinikkette in der Bundesrepublik und in Europa. Die Asklepios Kliniken in Hamburg sind mit rund 11.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, der bedeutendsten Klinikstadt Deutschlands. Jeder zweite Hamburger Krankenhauspatient wird in einer Asklepios Klinik behandelt. Asklepios Kliniken in und um Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, Klinikum Nord (Ochsenzoll / Heidberg), St. Georg, Wandsbek, Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe, Bad Schwartau.

 

18.12.2007, Quelle: Pressemitteilung Asklepios Kliniken Hamburg


 

 

Diabetes-Patienten sind mehrheitlich mit Ihrem Arzt zufrieden

 

72% der mehr als 2.000 Teilnehmer bei der in den letzten Monaten durchgeführten Umfrage auf dem Online-Portal Diabetes-germany.com fühlen sich von Ihrem Arzt gut informiert und beraten. Die Besucher von Diabetes-Germany.com konnten abstimmen, wie zufrieden sie mit der Information und Beratung ihres Arztes sind.

 

„Fühlen Sie sich von Ihrem Arzt gut informiert und beraten?“

 

27% sehr zufrieden
45% zufrieden
15% wenig zufrieden
13% nicht zufrieden

 

Die Anzahl der zufriedenen bzw. sehr zufriedenen Patienten ist mit 72% sicherlich deshalb bemerkenswert hoch, da sich viele Diabetes-Patienten in Behandlung bei einem speziell ausgebildeten Arzt befinden. In Deutschland gibt es neben den Hausärzten spezielle Ärztenetzwerke, Kliniken und auch Schwerpunktpraxen, die sich um die Bedürfnisse von Diabetikern kümmern.

 

23.01.2008, Redaktion Diabetes-Germany.com


 

"Besser messen"-Broschüre kommt gut an

 

Hilfe zum Blutzuckermessen im Diabetesalltag bewährt

 

Oft landet die Flut von Informationsbroschüren unbesehen im Papierkorb. Anders bei der Broschüre der Kampagne "Besser messen - Aktiver leben": Sie wird nicht nur gern gelesen, sondern vermittelt die Zusammenhänge so anschaulich, dass Menschen mit Diabetes die Tipps und Tricks zur Blutzuckerselbstkontrolle direkt im Alltag ausprobieren. Seit Anfang 2007 gibt es den Ratgeber, der von einem Expertengremium zusammen mit LifeScan, Hersteller von Blutzuckermesssystemen der Marke OneTouch(R) Ultra(R), entwickelt wurde.

 

Die Initiative "Besser messen - Aktiver leben" klärt Menschen mit Diabetes über den Nutzen und die Chancen situationsangepasster Blutzuckerselbstkontrolle auf. Die dafür entwickelte Broschüre "Besser messen bei Diabetes" erklärt Insulinbehandelten, was die Messwerte in bestimmten Alltagssituationen bedeuten und welche Handlungen sich daraus für eine gute Stoffwechseleinstellung ableiten lassen.

 

"Besser messen in Comics"

Die comicartigen Beispiele alltäglicher Situationen erklären leicht verständlich, warum zu bestimmten Zeitpunkten gemessen werden soll. Auch die Bildfolgen zur Bewegung sind aus dem Leben gegriffen, so dass sie jeder mit eigenen Aktivitäten vergleichen kann. Damit lässt sich gut nachvollziehen, warum Werte zu hoch oder zu niedrig sind. Die Broschüre kommt bei Menschen mit Diabetes so gut an, dass Diabetesberaterinnen sie regelmäßig als Anschauungsmaterial in der Schulung einsetzen.

 

Mut zum Ausprobieren!

Dass die Broschüre Tipps bereit hält, die sich im Alltag gut aufgreifen lassen, bestätigt auch Leonard Schmitz, Leiter einer Diabetes-Selbsthilfegruppe in Bedburg: "Wir haben in unserer Gruppe eine Anregung zum Thema Bewegung gleich in die Tat umgesetzt und eine Nordic-Walking-Schnupperstunde veranstaltet. Vorher und nachher haben alle den Blutzucker gemessen, um zu sehen, wie die Bewegung den Blutzuckerspiegel senkt."

Interessierte können die Broschüre "Besser messen bei Diabetes" kostenlos bestellen beim Aktionsbüro "Besser messen - Aktiver leben: Telefon: 06151-360 87 96
E-Mail: service@bessermessen-aktiverleben.de
Weitere Servicematerialien und Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.bessermessen-aktiverleben.de.

 

13.12.2007, Quelle: presseportal.de


 

sanofi-aventis stiftet den Förderpreis der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“

 

Diabetes mellitus ist ein wichtiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei Diabetikern ist die Anzahl und Funktion endothelialer Vorläuferzellen (EPC) vermindert Das ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit, für die der Würzburger Kardiologe Professor Dr. med. Johann Bauersachs den diesjährigen Förderpreis der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ erhielt.

 

Der von sanofi-aventis zum achten Mal gestiftete Preis in Höhe von 10.000 Euro wurde im Rahmen der VII. Jahrestagung der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ von Dr. med. Bernd von Stritzky, Medical Director Metabolism bei sanofi-aventis, in Berlin überreicht.

Da EPCs wichtig für endogene Reparaturmechanismen der Blutgefäße sind, könnte dieser Befund eine Erklärung für verstärkte Arteriosklerose sowie vermehrtes Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse bei Diabetikern sein. Bauersachs und seine Arbeitsgruppe konnten zugrundeliegende Mechanismen klären, die für die verminderte EPC-Anzahl und -Funktion bei Diabetes verantwortlich sind. Dies könnte eine Basis für zukünftige therapeutische Ansätze sein.

 

„Die Wahl des Preisträgers untermauert unser Stiftungsziel, Ärzte und Wissenschaftler zu fördern, die ihre Forschungsarbeit dem wichtigen Thema, der Verbindung zwischen Kardiologie und Diabetologie, widmen“, erklärt Professor Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe, 1. Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung “Der herzkranke Diabetiker“, Bad Oeynhausen.

 

Die Stiftung unterstützt die Forschung im experimentellen, klinischen und bevölkerungsmedizinischen Bereich, um vaskulären Folgeerkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus will die Stiftung die Öffentlichkeit über Herz- und Gefäßerkrankungen bei Diabetikern aufklären, z.B. mit einem 10-Punkte-Programm zur Prävention, das Patienten und Ärzten als Leitfaden dient. Die jährliche Ausschreibung des Förderpreises der Stiftung richtet sich an alle Ärzte und Wissenschaftler sowie Patienten- und Laienorganisationen, die sich der Lösung der angesprochenen Probleme in verdienstvoller Weise widmen. Bewerbungen für den Förderpreis 2008 können bis zum 30. September 2008 bei der Stiftung “Der herzkranke Diabetiker“ eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.stiftung-dhd.de.

 

12.12.2007, Quelle: Pressemitteilung Sanofi-Aventis


 

Selbständigkeit älterer Diabetes-Patienten erhalten

 

Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Diabetes mellitus sind älter als 60 Jahre. Aufgrund des demografischen Wandels ist damit zu rechnen, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Oberstes Ziel der medizinischen Versorgung geriatrischer Patienten mit Diabetes mellitus ist der Erhalt der Selbständigkeit, damit sie die komplizierte Therapie möglichst lange eigenverantwortlich durchführen können.

 

Diabetiker haben im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein deutlich höheres Risiko für Herzleiden, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung, Amputationen - und bei Älteren auch für geistige Demenz durch die Alzheimer-Krankheit. Letzteres wird begünstigt durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Auch bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes ist daher eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung das primäre Therapieziel. Hierzu muss im Verlauf der Krankheit für eine ausreichende Stoffwechselkontrolle von einer oralen Therapie auf Insulin umgestellt werden. Dabei ist darauf zu achten, die Behandlung mit dem Hormon möglichst früh zu beginnen: Die Patienten sollten die Therapie erlernen, solange sie hierzu noch eigenständig in der Lage sind.

 

In den vergangenen Jahren sind viele Hilfen entwickelt worden, um älteren Menschen die Insulintherapie zu erleichtern. Hierzu zählen neben einfach bedienbaren Blutzuckermessgeräten spezielle Insulin-Pens, auf denen die Dosiseinstellung auch mit eingeschränkter Sehfähigkeit gut lesbar ist und die auch Patienten mit feinmotorischen Defiziten gut handhaben können. Zudem helfen spezielle geriatrische Schulungsprogramme, bei kognitiven Einschränkungen die Grundlagen der Behandlung zu vermitteln. Mit einer so angemessenen Therapie lässt sich bei motivierten älteren Typ-2-Diabetikern ein gutes Maß an Lebensqualität erhalten. "Wer die Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Insulin, Ernährung und Bewegung kennt und dieses Wissen auch umsetzt, vermeidet gefährliche Folgeerkrankungen und kann so ein ganz normales Leben führen", rät Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga (DSL). Die Broschüre "Gut leben trotz Diabetes" informiert über die Krankheit, ihre Folgen und Risikofaktoren. Gleichzeitig enthält sie Tipps, wie man durch regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte, eine gesunde Lebensweise und die konsequente Umsetzung der Behandlungsmaßnahmen sein Wohlbefinden aufrecht erhalten oder sogar steigern kann. Die Broschüre kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder unter www.dsl-diabetes.de bestellt werden.

 

06.12.2007, Quelle: presseportal.de


 

Trockene Haut bei Diabetes richtig pflegen
 
Unter einer Diabetes-Erkrankung leidet auch die Haut. „Besonders in der kalten Jahreszeit kommt es auf die richtige Hautpflege an, denn sie kann Juckreiz oder Ekzeme mildern“, sagt Monika Koch, Beauftragte für Selbsthilfe des Deutschen Apothekerverbandes e.V. „Besonders wichtig ist für Diabetiker die Hautpflege an den Füßen, denn so können Verletzungen frühzeitig erkannt werden. Auf Wunsch beraten Apotheker dazu diskret in einem abgetrennten Beratungszimmer.“


Bei Diabetikern produziert die Haut nur wenig Schweiß und Talg. Zudem ist das Wasserbindungsvermögen der Haut reduziert. Dadurch wird der körpereigene Hydrolipidfilm gestört. Die Folge sind trockene Haut, Juckreiz, Ekzeme und eine erhöhte Verletzungsgefahr. Die Haut altert schneller. Die richtige Hautpflege unterstützt die Haut entsprechend den individuellen Bedürfnissen. Pflegeprodukte aus der Apotheke enthalten als Feuchthaltefaktoren unter anderem Harnstoff, Panthenol, Hammamelis-Extrakte oder Allantoin. Auf alkoholische Gesichtswässer und Peelings sollten Diabetiker verzichten, denn sie trocknen die Haut zusätzlich aus. Ölbäder sind bei trockener Haut sehr beliebt. Sie sollten aber nicht zu lange dauern, da durch das Aufquellen die natürlichen Feuchthaltefaktoren aus der Haut herausgeschwemmt werden.


27.11.07, Quelle: Krankenkassenratgeber.de


 

Gesundheits-Tipp: Transplantation der Bauchspeicheldrüse kann Diabetes heilen


Die gleichzeitige Verpflanzung von Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Niere erspart nicht nur die regelmäßige Blutwäsche im Dialysezentrum. Sie befreit die Zuckerpatienten auch von den mehrmals täglichen Insulininjektionen, wenn auch in der Regel erst nach vielen Jahren. Das berichten Experten des deutschen Zentrums für simultane Nieren- und Pankreastransplantation in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“. Doch der Eingriff ist nicht ohne Risiken. Die Pankreastransplantation hat die höchste Komplikationsrate aller Organtransplantationen, weil sie technisch schwierig ist, und viele Patienten aufgrund ihrer langjährigen Zuckerkrankheit ein erhöhtes Risiko haben.


21.11.2007, Quelle: Bild.de


 

Flying-Circles-Aktion erfolgreich beendet


Scheck über 10 000 Euro zugunsten junger Diabetiker


Zum Weltdiabetestag am vergangenen Sonntag erhielten zwei vom Deutschen Diabetiker Bund geförderte Kinderheime in Lüdenscheid und Apolda sowie der Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher einen Spendenscheck in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.


Für die weltweite Kampagne "Unite for Diabetes" hatten der Deutsche Diabetiker Bund e.V. (DDB) und das Pharmaunternehmen MSD Sharp & Dohme Ende Juni eine gemeinsame Spendenaktion gestartet.


Blaue Frisbees, die so genannten "Flying Circles", internationales Logo der Kampagne, wurden dabei an die Landesverbände des DDB ausgeteilt. Diese sammelten durch Weiterreichen der Frisbees Spenden-Kilometer. Die Weitergabe der Flying Circles symbolisierte den Zusammenhalt im Kampf gegen den Diabetes.


Die Frisbees waren nicht nur in Deutschland unterwegs - "Weltenbummler" gelangten bis ins sonnige Kalifornien und nach Ghana. Anhand einer aufgedruckten Nummerierung ließ sich der Weg der blauen Scheiben im Internet (http://flyingcircles.unitefordiabetes.org) verfolgen. Auf der Website konnte man zudem ein Foto, ein Video oder eine Nachricht hinterlassen und so die Aktion aktiv unterstützen. Die so erflogenen 6000 Kilometer wurden nun von MSD in bares Geld zugunsten diabetischer Kinder und Jugendlicher umgemünzt.


21.11.07, Quelle: Ärzte Zeitung


 

Jeder Diabetiker sollte seinen Blutzucker selbst messen


Eschborn - Blutzuckerselbstmessung sollte für alle Patienten mit Diabetes Standard sein. Dafür plädiert Professor Dr. Rüdiger  Landgraf, Diabetologe und Koordinator des Nationalen Aktionsforums  Diabetes mellitus, schreibt die »Neue Apotheken Jllustrierte« in  ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. August 2007. Allerdings müsse der  Patient mit den gemessenen Werten auch etwas anfangen können, sie  dokumentieren und in seine Lebensführung und Therapie mit einbeziehen, so fordert der Experte. So lernten Patienten unmittelbar, wie sich ihr Blutzucker je nach Lebenssituation verändert.

 

Häufig messen sollten Diabetiker, wenn sie zum Beispiel auf Reisen gehen oder ihre Ernährung umstellen, Infekte erleiden oder ihre berufliche Tätigkeit änderten. Weniger Kontrolle benötigten hingegen Patienten mit einer stabilen Stoffwechsellage und regelmäßiger Lebensführung.

 

Um aus der Selbstmessung des Blutzuckers den optimalen Nutzen zu ziehen, muss man sie richtig durchführen. Hier spielen die Apotheken neben Ärzten und Diabetesberatern eine wichtige Rolle, den Patienten die korrekte Bedienung der Blutzuckermessgeräte näher zu bringen. Eine Studie belegt, dass nach einer Einweisung in der Apotheke nur noch halb so vielen Diabetikern Fehler beim Messen unterlaufen wie ohne diese Beratung.

 

14.08.2007, Quelle: Neue Apotheken Jllustrierte; Peter Erik Felzer; Internet: nai.de 

 


 

 

Diabetes: Kein höheres Unfallrisiko - Berufseinschränkungen kaum zu rechtfertigen


Diabetiker haben nicht häufiger Arbeitsunfälle als Nichtdiabetiker. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bundesverbandes der Innungs-Krankenkassen (IKK) und des Arbeitsmediziners und Diabetologen Dr. Kurt Rinnert. Wie das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" berichtet, hatten Männer der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren, die Insulin spritzten, zwar ein etwas erhöhtes Unfallrisiko. In den übrigen Altersgruppen waren Arbeitsunfälle bei Diabetikern aber eher seltener. Die Ausübung bestimmter Berufe pauschal zu verbieten, ist daher nach Ansicht des IKK-Vorstandsvorsitzenden Rolf Stuppardt nicht sinnvoll.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" 8/2007 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatungan Kunden abgegeben.

 

05.08.2007, Quelle: Diabetiker Ratgeber 08/2007

 

 


 

 

 

Die meisten Menschen mit Diabetes in Deutschland vertrauen Accu-Chek.

 

Roche Diagnostics erhält mit Accu-Chek® Go und Accu-Chek® Compact Plus den Aesculap Preis 2007 für die meist gekauften Blutzuckermessgeräte in der Apotheke.


Weltweit vertrauen die meisten Menschen mit Diabetes Accu-Chek®. Entwickelt mit Liebe zum Detail aus Leidenschaft fürs Ganze sind Accu-Chek® Produkte die bevorzugten Blutzuckermessgeräte für Diabetiker in der Apotheke.

Liebevoll gemachte Zeitschriften und Internet-Seiten, Ratgeber, Tagebücher, besondere Veranstaltungen, Unterstützung extra für Eltern diabetischer Kinder finden Sie im Service Bereich unter http://www.accu-chek.de/

 

Quelle: accu-chek.de

 


 

 

Diabetes-Nannies helfen in zwei Ost-Ländern

Unterstützung für Familien mit diabeteskranken Kindern nun auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt

 

CHEMNITZ (dür). In Sachsen und Sachsen-Anhalt können Familien mit diabeteskranken Kindern bei Schwierigkeiten im Alltag eine Diabetes-Nanny zu Hilfe holen.

 

Das sind in der Betreuung und Versorgung von Kindern mit Diabetes besonders erfahrene Personen wie beispielsweise Kinderkrankenschwestern, Diabetesberaterinnen, Lehrer oder im Umgang mit diabeteskranken Kindern erfahrene Eltern, die ehrenamtlich helfen, Probleme in den Familien zu meistern.

 

"Mit der Diagnose Diabetes ist weit mehr verbunden als das mehrmals tägliche Stechen und Spritzen sowie die Einhaltung eines oft strengen Diät- und Zeitplans", sagt der Facharzt für Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie am Klinikum Chemnitz Dr. Christian Vogel.

"Zu den medizinischen Sorgen wie ‚Genügend gegessen?‘, ‚Genügend gespritzt?‘ kommen viele Schwierigkeiten. Was tun, wenn das Kind die Insulininjektion verweigert? Wie die soziale Integration des Kindes aufrechterhalten? Wie den Diabetes-Alltag zwischen Schule, Sport und Klassenfahrten meistern?, erläutert er die Herausforderungen, die der Alltag mit der Erkrankung Kindern und ihren Eltern abverlangt.

 

Dabei helfend zur Seite zu stehen, hat sich die Dianino-Stiftung auf die Fahnen geschrieben, die das Diabetes-Nanny-Projekt schon in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin betreibt. Die Arbeit der Nannies ist in den Behandlungsplan des Kindes eingebettet und wird von Beginn an mit dem behandelnden Arzt, der Schwerpunktpraxis oder Diabetesambulanz abgestimmt.

 

Die Diabetes-Nannies arbeiten ehrenamtlich, erhalten von der Stiftung Versicherungsschutz und aufgewendete Kosten erstattet. Familien, die eine Nanny benötigen, sollten sich an ihren Arzt wenden, dieser kann sie bei der Stiftung anfordern.

 

Kontakt: Ingrid Pfaff, Tel. 07541/604 0041. Weitere Infos: www.stiftung-dianino.de

 

Quelle: Ärzte Zeitung, 18.06.2007

 

 


 

 

 

Berliner Erfolg gegen Diabetes

 

Eine am Berliner Forschungsstandort Buch entwickelte Methode verspricht rund 4,5 Millionen Deutschen, die derzeit an Diabetes erkrankt sind, eine Linderung ihrer Krankheit. Und das ganz ohne zusätzliche Medikamente.

 

Einziges Hilfsmittel zur Genesung: alpines Höhenluftklima, das auf den einzelnen Patienten individuell abgestimmt und erzeugt wird. Ein erstes Zentrum für medizinisches Höhentraining wurde am Wochenende in einem neuen Ärztehaus am Hellersdorfer Fritz-Lang-Platz eröffnet. Auf 400 Quadratmetern und in drei separaten Räumen können Patienten diagnostisch betreut und mit unterschiedlichem Höhenklima behandelt werden.

 

Zu den Initiatoren dieser Weltneuheit gehört der Sportwissenschaftler Volker Spiegel. Er entwickelte im Jahr 2001 mit Industriepartnern eine Technologie („Low Oxygene System“) zur stabilen Erzeugung von Höhenklima unter Berliner Flachlandbedingungen. Im Zusammenhang damit entstand seinerzeit die Idee, am Berliner Stadtrand einen Trainingskomplex in der Größe eines Sportstadions zu bauen, in dem Spitzensportler unter Höhenbedingungen trainieren sollten. Während dieses Projekt bis heute nicht realisiert wurde, hat China dem Berliner Sportwissenschaftler Spiegel den Auftrag erteilt, ein Schwimmtrainingszentrum mit Internat in Peking zu errichten. Es soll chinesischen Schwimmern bei den Olympischen Spielen 2008 im eigenen Land – legale – Vorteile gegenüber der Konkurrenz bescheren.

 

Vor anderthalb Jahren entdeckte Spiegel in enger Kooperation mit Medizinern und Forschern der Charité, dass Höhenluft nicht nur Spitzenathleten hilft, sondern auch bei der Bekämpfung von Stoffwechselerkrankungen eine höchst positive Rolle spielen kann. Seither stecken Spiegel und sein 20-köpfiges Team die gesamte Kraft in die molekulare Höhenmedizin, mit deren Hilfe gestörte Stoffwechselprozesse korrigiert werden können. Die Ergebnisse werden in Fachkreisen als sensationell bezeichnet. Spiegel: „Wir haben in den vergangenen 18 Monaten diverse Pilotstudien mit Patienten durchgeführt, die durchweg an Diabetes Typ 2 erkrankt waren. Bei allen Patienten konnten wir mit unserem Höhenklima-Verfahren die Blutzuckerwerte und den Cholesterinspiegel senken. Darüber hinaus ist es zu einer Aufregulierung der körpereigenen Insulinproduktion gekommen.“ Einschränkend sagt Spiegel allerdings, dass das Verfahren nicht komplett heilen kann. Spiegel: „Wir sprechen von einer Biokorrektur der gestörten Stoffwechselprozesse ohne Medikamente. Aber auch das gab es bislang weltweit noch nicht.“ Das Behandlungskonzept klingt für Außenstehende frappierend einfach. Innerhalb von zwei bis vier Wochen muss ein Patient insgesamt zwölfmal im medizinischen Höhentrainingszentrum erscheinen und dort jeweils eine Stunde gemütlich auf einem Laufband spazieren gehen oder aber auf einem Hometrainer radeln. Am Beginn steht dabei jedoch eine gründliche Untersuchung des Patienten. Spiegel: „Grundsätzlich wissen wir, wie menschliche Zellen unter sauerstoffarmen Höhenbedingungen reagieren. Aber jeder einzelne Mensch ist ein Unikat. Jeder funktioniert etwas anders. Daher müssen wir mit unserer Diagnostik die richtige Drehzahl für den Einzelnen und die für dessen Stoffwechsel ideale Höhenklimazone finden.“ Viele Patienten reagieren am besten in einer Höhe zwischen 1800 und 2200 Meter. Im Ergebnis eines solchen Trainingsblocks steigert sich bei vielen Patienten nicht nur das Wohlbefinden, oft können danach sogar die Medikamente – Tabletten oder Spritzeneinheiten – zum Teil erheblich reduziert werden.

 

Da die positiven Effekte der ersten Blocktherapie nur vier Monate anhalten, sollte das Höhentraining zwei- bis dreimal wiederholt werden. Die Kosten für einen Behandlungsblock belaufen sich auf 600 bis 900 Euro pro Patient. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese medikamentenfreie Behandlungsmethode derzeit noch nicht. Volker Spiegel: „Aber in diesem Punkt werden die Kassen vielleicht bald umdenken, wenn die Einsicht kommt, dass unsere Therapie die Kosten für aufwendige medikamentöse Diabetes-Behandlungen – in Deutschland sind das pro Jahr 10 Milliarden Euro – deutlich senken kann.“ Nach der Eröffnung der ersten Höhenluft-Praxis in Hellersdorf sollen bis zum Jahr 2013 in ganz Deutschland 35 „Medidome“ entstehen.

 

04.03.2007, Quelle: welt.de

 


 

Diabetiker bekommen Zuschuss beim ALG-II

 

Arbeitslose, die als Diabetiker auf eine besondere Kost angewiesen sind, haben Anspruch auf einen Zuschlag zum Regelsatz des Arbeitslosengeldes-II. Das hat das Hessische Landessozialgericht in einem jetzt veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: L 7 AS 241/09 ER).

 

Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitslosengeld-II-Empfänger gegen die Arbeitsagentur geklagt. Der Mann war Diabetiker und angewiesen auf eine spezielle Ernährung. Dafür beantragte er einen so genannten Mehrbedarfszuschlag – dieser wurde von der Arbeitsagentur jedoch abgelehnt. Sie argumentierte, Diabetiker könnten sich ohne finanziellen Mehraufwand krankheitsgerecht ernähren.

 

Die Richter gaben der Klage statt. Medizinisch sei die Frage nach der Notwendigkeit und Wirksamkeit einer besonderen Diabetes-Kost bisher nicht endgültig entschieden. Solange dies gelte, folge das Gericht den Empfehlungen des „Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge“. Dieser empfiehlt derzeit noch eine besondere Krankenkost für Diabetiker. Da die Diabetiker-Kost einen medizinisch notwendigen tatsächlichen Bedarf abdecke, gehöre ihre Finanzierung zum verfassungsrechtlich geschützten Existenzminimum.


Quelle: http://www.cecu.de/

 


 

Sozialverband VdK startet bundesweite Unterschriftenaktion

 

"Mehrwertsteuer auf Arzneimittel senken"

 

 

Walter Hirrlinger (rechts) unterzeichnete als erster die VdK-Unterschriftenliste für eine Senkung der Mehrwertsteuer. Foto: Peter Himsel

 

"Die volle Mehrwertsteuer auf Medikamente und medizinische Hilfsmittel muss deutlich reduziert werden, um Versicherte und Patienten zu entlasten. Es ist älteren Menschen, chronisch Kranken und Menschen mit Behinderungen nicht zuzumuten, dass sie für Medikamente den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen, auf Lebensmittel, Tierarzneien und Schnittblumen aber nur sieben Prozent. Viele Menschen sind auf Medikamente angewiesen wie auf das tägliche Brot." Dies erklärte der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, heute auf der Pressekonferenz des Verbandes in Berlin.

 

In fast allen europäischen Ländern werden Arzneimittel als lebenswichtige Produkte angesehen, auf die ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz oder wie in Schweden und Großbritannien gar keine Mehrwertsteuer erhoben wird. Hirrlinger: "Der volle Satz wird außer in Deutschland nur noch in Österreich, der Slowakei und Dänemark erhoben. Deutschland muss dem Vorbild nahezu aller EU-Länder folgen und den derzeitigen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent deutlich reduzieren. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent werden die GKV und damit die Versicherten mit rund 800 Millionen Euro zusätzlich belastet."

 

 

 

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, mit ihrer Unterschrift für billigere Medikamente zu streiten
Foto: Peter Himsel

 

Der Sozialverband VdK startet ab sofort eine große bundesweite Unterschriftenaktion zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneien. Diese läuft in allen 13 Landesverbänden bis Ostern. Mitmachen können alle Bürgerinnen und Bürger. Je mehr sich beteiligen, desto besser sind die Chancen, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel zu senken.

Der VdK-Präsident appellierte zugleich an weitere Organisationen, Institutionen und Verbände, sich an der Aktion zu beteiligen.

Die Unterschriftenliste ist auf www.vdk.de zum Herunterladen bereitgestellt.

 

Quelle: www.vdk.de

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