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News für Typ 2-Diabetiker

 

 

Gesunder Lebensstil verhindert und heilt Diabetes Typ 2

 

München - Gesunde Ernährung, normales Gewicht und Bewegung kann in vielen Fällen Diabetes Typ 2 verhindern und auch bereits Erkrankte heilen. Insbesondere für stark Übergewichtige ist jedoch eine wirksame und nachhaltige Änderung der Lebensgewohnheiten nur mit fachkundiger Beratung und Unterstützung möglich. Wie niedergelassene Hausärzte und Diabetologen für ihre Patienten die optimale Ernährungs- und Bewegungstherapie finden können, ist Thema der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) vom 30. April bis 1. Mai 2008 in München.

 

Eine falsche Ernährungsweise und körperliche Inaktivität sind die bedeutendsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2. "Keine Krankheit spricht auf eine Umstellung des Lebensstils so erfolgreich an wie der Typ 2-Diabetes", erläutert Professor Dr. med. Alfred Wirth, Ärztlicher Direktor der Klinik Teutoburger Wald in Bad Rothenfelde. Menschen mit hohem Diabetesrisiko können sich daher allein durch veränderte Lebensgewohnheiten schützen. Patienten, die bereits erkrankt sind, benötigen dadurch weniger Medikamente. "In vielen Fällen können diese sogar ganz abgesetzt werden", so Professor Wirth. Im Vergleich zu einem operativen Eingriff am Magen übergewichtiger Menschen sei eine Umstellung der Lebensweise für die Patienten ungefährlicher und hat weitere positive gesundheitliche Auswirkungen.

 

Auf der diesjährigen Tagung der DDG werden Professor Wirth und weitere Experten erläutern, wie Diabetologen und Allgemeinmediziner ihre Patienten bei der Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten unterstützen können.

 

Terminhinweis:

Symposium Adipositas und Typ 2 Diabetes
Donnerstag, 1. Mai 2008, von 13.00 bis 14.30 Uhr
Ort: Saal 1, ICM München

 

mit den Themen:

o Epidemiologie und Komobiditäten der Adipositas in Deutschland
o Medikamentöse Adipositastherapie: aktuelles zu Nutzen und Risiko
o Chancen und Risiken der chirurgischen Adipositastherapie bei Typ 2 Diabetes
o Internistische Therapie des extrem adipösen Typ 2 Diabetikers

 

 

Weitere Informationen:

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de DDG im Internet
http://www.ddg2008.de DDG-Jahrestagung im Internet

 

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news254657

 

09.04.2008; Quelle: idw-online.de


 

Langwirksame Insulinanaloga bei Typ-2-Diabetes: Vorbericht erschienen

 

Datenlage auch unter Einbezug noch nicht veröffentlichter Informationen unzureichend / Keine Belege für Vorteil gegenüber Humaninsulin

 

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 28. März 2008 die vorläufigen Ergebnisse der Nutzenbewertung von langwirksamen Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 veröffentlicht. Damit beginnt eine Frist von vier Wochen, in der interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen abgeben können.

 

Der Vorbericht ist Teil eines umfassenden Auftragspakets des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), mit dem wichtige Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Diabetes bewertet werden sollen. Bereits abgeschlossen sind die Expertisen zu kurzwirksamen Insulinanaloga bei Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

 

Langzeiteffekte sind nicht ausreichend untersucht

Für die Bewertung der langwirksamen Analoginsuline haben die Wissenschaftler nach Studien gesucht, die entweder einen der beiden zur Behandlung des Typ-2-Diabetes derzeit zugelassenen Analog-Wirkstoffe (Insulin Glargin und Insulin Detemir) mit Humaninsulin vergleichen oder den Nutzen der beiden Analoga gegeneinander abwägen.

 

Nach Auswertung von insgesamt 15 klinischen Vergleichen kommen sie zu dem vorläufigen Ergebnis, dass Belege für einen Vorteil der Insulinanaloga gegenüber dem herkömmlichen Humaninsulin bislang fehlen. Mögliche Nachteile lassen sich nicht ausschließen, weil diese bisher nicht ausreichend untersucht wurden. Auffällig ist, dass in Studien zum Vergleich von Insulin Glargin und Humaninsulin die Präparate anders eingesetzt wurden, als es bei der Versorgung von Diabetes-Patienten in Deutschland allgemein üblich ist.

 

Auch im direkten Vergleich untereinander schneidet keines der beiden Analog-Präparate eindeutig besser ab. Bei einigen Zielgrößen liegen keine mit hinreichender Sicherheit interpretierbaren Daten vor, bei anderen sind die Ergebnisse widersprüchlich. Obwohl das erste langwirksame Analogpräparat bereits vor sieben Jahren auf den Markt kam, fehlen klinische Vergleiche mit einer Laufzeit von über einem Jahr. Deshalb ist es generell nicht möglich, den Langzeitnutzen oder -schaden abzuschätzen.

 

Hersteller stellten bislang unpublizierte Daten bereit

Beide Hersteller langwirksamer Insulinanaloga, die Firma Sanofi Aventis (Insulin Glargin) und die Firma Novo Nordisk (Insulin Detemir), haben sich während der Berichtserstellung

bereit erklärt, dem IQWiG zuvor unpublizierte Daten zur Verfügung zu stellen. Angaben, die das IQWiG daraufhin erbat, wurden geliefert. Die Hersteller haben überdies zugestimmt, dass diese Daten im Vorbericht dokumentiert werden können. Teils handelt es sich dabei um noch gänzlich unveröffentlichte Studien, teils um zusätzliche Informationen (Studienberichte) zu bereits publizierten klinischen Vergleichen. In den Vorbericht konnten somit in großem Umfang bis dato öffentlich nicht zugängliche Daten einfließen.

 

Zum Ablauf der Berichtserstellung

Die erste Version des Berichtsplans war Mitte Oktober 2005 publiziert worden. Ende Juni 2007 folgte ein Amendment. Zu der Version 1.0 des Berichtsplans und dem Amendment konnten Stellungnahmen eingereicht werden. Unklare Aspekte aus diesen Kommentaren wurden am 30. August 2007 in einer wissenschaftlichen Erörterung mit den Autoren diskutiert. Anschließend wurde ein überarbeiteter Berichtsplan (Version 2.0 vom 21.01.2008) erstellt und - gemeinsam mit den Stellungnahmen und deren Würdigung in einem gesonderten Dokument - im Internet publiziert.

 

Weitere Informationen: http://www.iqwig.de

 

28.03.2008, Quelle: iqwig.de


 

Diamyd erhält Zulassung für Studie der Phase III in den USA

 

Stockholm, Schweden - Die FDA hat Diamyd Medical die Erlaubnis erteilt, in den USA eine klinische Studie der Phase III mit dem therapeutischen Diabetes-Impfstoff Diamyd(R) bei Typ-1-Diabetikern zu beginnen.

 

"Wir sind sehr daran interessiert, diese Studie jetzt beginnen zu können, um unseren neu diagnostizierten Patienten mit Typ-1-Diabetes diesen vielversprechenden Wirkstoff zugute kommen lassen zu können", sagte Professor Jerry Palmer von der Universität Washington in Seattle (USA), der die Studie in den USA leiten wird.

 

"Wir sind über diesen Fortschritt hocherfreut", sagte Elisabeth Lindner, Präsidentin und CEO von Diamyd Medical. "Im Laufe der letzten Monate haben wir Dutzende von Anfragen von Patienten erhalten, die an unseren Studien der Phase III bei Typ-1-Diabetes in den USA und Europa teilnehmen möchten. Es ist daher sehr befriedigend, dass wir jetzt mit den Studien beginnen können."

 

An der US-amerikanischen Studie der Phase III werden 306 Patienten mit neu aufgetretenem Typ-1-Diabetes teilnehmen, deren Diagnose nicht länger als 3 Monate zurückliegt. Die Ergebnisse der Studie werden 15 Monate, nachdem der letzte Patient in die Studie aufgenommen wurde, ausgewertet. Eine parallel laufende Studie der Phase III ist in Europa geplant und die gemeinsamen Ergebnisse der beiden Studien, die über die Zulassung entscheiden, können - soweit sie positiv ausfallen - für den Antrag auf Marktzulassung des Wirkstoffs genutzt werden.

 

In einer vorangegangenen Studie der Phase II bei jungen Typ-1-Diabetikern hat sich Diamyd(R) über einen Zeitraum von mindestens 30 Monaten als wirksam zur Erhaltung der eigenen Insulinproduktion der Patienten erwiesen. Bisher ist in keiner der klinischen Studien mit Diamyd(R) über Sicherheitsprobleme berichtet worden.

 

Haftungsausschluss: Das vorliegende Dokument enthält bestimmte Aussagen zum Fortschritt, zum zeitlichen Ablauf und zum Abschluss unserer Forschungsarbeiten, Entwicklungen und klinischen Studien. Diese Aussagen können durch ungenaue Annahmen oder durch bekannte und unbekannte Risiken und Unwägbarkeiten beeinträchtigt werden. Diamyd Medical übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige Aussagen aufgrund neuer Informationen, künftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen öffentlich zu aktualisieren. Ausserdem gibt Diamyd Medical keine Gewähr, dass die explizit oder implizit gemachten Aussagen richtig sind. Das vorliegende Dokument ist die Übersetzung des schwedischen Originaltextes. Es wird keine Gewähr für die Fehlerfreiheit der Übersetzung gegeben.

 

Website des Unternehmens: http://www.diamyd.com/
Diamyd Medical AB (publ). Linnégatan 89 B, SE-115 23 Stockholm, Schweden

 

Pressekontakt: Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an: Firmensitz Stockholm, Elisabeth Lindner, CEO und Präsidentin, Tel: +46-8-661-0026, E-Mail: elisabeth.lindner@diamyd.com, Anders Essen-Möller, Vorsitzender, Tel: +46-8-661-0026, E-Mail: anders.essen-moller@diamyd.com

 

14.03.2008, Quelle: news aktuell


 

Hilfe zum Abspecken für Diabetiker

 

Übergewichtige Patienten sollten ihre gewohnte Kost schrittweise ändern / Selbstkontrolle ist zu trainieren

 

MÜNSTER (hbr). Den meisten Patienten mit Diabetes ist die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung klar und sie würden ihr Essverhalten gerne ändern. Doch die Versuche schlagen oft fehl: Die Patienten brauchen Unterstützung.

 

Die Gründe des Scheiterns sind vielfältig - etwa die natürliche Anpassung des Menschen an knappe Nahrung. "Der Mensch ist nicht auf Überschuss ausgerichtet", sagt Privatdozentin Karin Lange von der medizinischen Hochschule Hannover. So unterstützen allein 250 Adipositas-Gene die genetische Prädisposition auf Hunger. Denn wer in guten Zeiten speichert, hat in mageren Phasen Rücklagen. Auch der Jojo-Effekt beim Abnehmen kann als eine solche Anpassung gesehen werden. azu kommt die angeborene Lust auf Süßes und ein Essverhalten, das schon in früher Kindheit geprägt wird. Stress und Emotionen beeinflussen ebenfalls die Nahrungsaufnahme.

 

Einem Arzt, der Patienten mit Typ-2-Diabetes zum Abnehmen bringen will, muss klar sein, dass Betroffene gegen über 50 Jahre alte Gewohnheiten ankämpfen müssen. Patienten benötigen also schrittweise Hilfe beim Umstellen der Ernährung. Das umfasst Motivation, das konkrete Vorgehen und Strategien zum dauerhaften Beibehalten der neuen Gewohnheiten. Zunächst wird ermittelt, wie problematisch der Patient selbst sein Gewicht findet. Etwa mit der Frage "Wie stehen Sie zu Ihrem Gewicht?". Denn was der Arzt als riskante Adipositas einstuft, hält ein Betroffener vielleicht nur für "eine gute Statur", so Lange auf der Diabetesmesse in Münster.

 

Patienten hilft es zudem zu wissen, was zum Beispiel eine Gewichtsreduktion von 5 kg bringen kann. Bei Erwachsenen etwa fördert die Hoffnung auf bessere Blutzuckerwerte die Motivation, bei Kindern dagegen die Aussicht auf weniger Hänseleien in der Schule. Verhaltenspläne werden individuell entwickelt. So kann ein Patient leichter Süßes reduzieren, ein anderer eher Fleisch. Der Rat, ein Nahrungsmittel um 20 Prozent zu verringern, scheitert oft an den Rechenkünsten. Dann sind klare Regeln nötig, zum Beispiel "gar kein Zucker".

 

Auch die Fähigkeit zur Selbstkontrolle muss trainiert werden - etwa durch den Bahnhof zu gehen, ohne jedes Mal etwas Essbares zu kaufen. Wichtig sind realistische Ziele; es geht um eine Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Prozent und darum, den Erfolg zu halten. Außerdem, so Lange bei einem Symposium des Unternehmens Abbott, sollte man ehrlich sein: Übergewichtige haben auch nach dem Abnehmen ein chronisches Gewichtsproblem und müssen dauerhaft darauf achten.

 

13.03.2008, Quelle: aerztezeitung.de


 

Novartis lanciert Eucreas und Galvus für Diabetesbehandlung (Typ 2) in Europa

 

Basel - die Novartis AG hat in Europa für Eucreas, eine Kombination von Galvus mit dem oralen Antidiabetikum Metformin in einer Tablette, die Zulassung erhalten. Eucreas wird in der Behandlung des Typ-2-Diabetes eingesetzt. Eucreas und Galvus würden in den kommenden Wochen in den ersten EU-Staaten lanciert, teilt Novartis am Montagmorgen mit. Zu Monatsbeginn hatte die europäische Gesundheitsbehörde eine Änderung des Beipackzettels für Galvus in dieser Indikation zugelassen und somit den Weg für die Vermarktung geöffnet.

 

Zulassung für 27 EU-Staaten
Die Zulassung gelte für 27 EU-Staaten sowie für Norwegen und Island, heißt es weiter. Dies sei ein wichtiger Schritt für die Behandlung von Typ-2-Diabetes und helfe das

Blutzuckerniveau unter Kontrolle zu halten, wird James Shannon, Chief Medical Officer von Novartis Pharma in der Mitteilung zitiert.

 

25.02.2008, Quelle: moneycab.com


 

Die kostenlose Diabetes-Arznei

 

Sein Übergewicht los werden ist die beste Diabetes-Vorsorge. Am wichtigsten ist dabei gezieltes Ausdauertraining.

 

Wird über Einsparungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem diskutiert, wird auf die nächstliegenden Lösungen gern vergessen: „Allein schon ein Prozent weniger fettleibige Menschen würde die Gesundheitsausgaben um drei Prozent sinken lassen“, sagt Alexandra Kautzky-Willer, Diabetes-Expertin am Wiener AKH.

 

Weniger Übergewichtige bedeutet weniger Zuckerkranke. Der Trend geht freilich in die entgegengesetzte Richtung: Bis 2025 wird die Zahl der Patienten in Österreich von derzeit 300.000 auf 700.000 ansteigen. Den Hauptanteil machen dabei die Fälle von Typ-II-Diabetes aus, der durch ungesunden Lebensstil verursacht wird. Wie jeder Einzelne dagegen vorbeugen kann, war Thema des 3. Vamed Vitality Talks im Gesundheitszentrum Bad Sauerbrunn (Burgenland) – einer Veranstaltungsreihe des Thermenbetreibers Vamed in Kooperation mit dem KURIER.

 

„Will man Gewicht verlieren, sind Blitzaktionen sinnlos“, sagt Brigitte Fritz, medizinische Leiterin der Heiltherme. „Man braucht viel Zeit, eine gute Strategie und erreichbare Etappenziele.“

 

Fett verbrennen

An erster Stelle steht die Bewegung: „Sie ist überall einsetzbar, kostet nichts und wirkt besser als jede Medizin.“ Mit Ausdauertraining (Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking) lässt sich überschüssiges Fett am besten verbrennen. „Ideal sind drei Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten. Damit man sich nicht überfordert, genügen anfangs aber zehn Minuten“, rät die Ärztin. Hinzu kommt ein bis zwei Mal pro Woche Krafttraining.

 

Schritt zwei ist die Ernährungsumstellung: Mit Genussverzicht hat sie längst nichts mehr zu tun. Inzwischen gibt es Programme, die auf die eigenen Ess-Vorlieben Rücksicht nehmen und trotzdem Gewichtsverlust ermöglichen. Lieber die Finger lassen sollte man von Light-Produkten, so Beatrix Thunn-Hohenstein, ärztliche Leiterin der Therme Geinberg. „Statt Fett enthalten viele davon Kohlenhydrate wie Maltodextrose, die erst recht dick machen.“

 

10.12.2007, Quelle: kurier.at


 

Nordic-Walking gegen Diabetes


„Das überrollt unser Sozialsystem“, warnte Stephan Hinzmann. Der Oberarzt der Inneren Abteilung am Marienkrankenhaus (MKH) informierte mit seinem Team und externen Spezialisten am Samstag im Klinik-Foyer über Diabetes. Dabei zeichnete er ein düsteres Zukunftsbild: Bis 2025, so der Mediziner, werde es 75 Prozent mehr Zuckerkranke geben als heute. „Daran werden die Krankenkassen pleite gehen“, prophezeite er.


Zum elften Mal veranstaltete das MKH den Informationstag anlässlich des Weltdiabetestag. Hinzmann forderte, Gesundheitserziehung als Schulfach einzuführen. Denn das Erschreckende an seiner Analyse ist, dass die Zuckerkrankheit vor allem bei Kindern rapide ansteigt: „In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der an Diabetes erkrankten Kinder verzehnfacht.“ Gesunde Ernährung und vor allem viel Bewegung seien die einzigen Mittel gegen die frühzeitige Erkrankung.


Für den perfekten Sport hält Stephan Hinzmann Nordic-Walking. „Die Patienten müssen nur rechtzeitig zu uns kommen“, empfiehlt er unterdessen.

 

18.11.07 Quelle: Kölnische Rundschau


 

Diabetes kann "wegoperiert" werden
Chirurgischer Eingriff senkt Blutzuckerwerte
 
Eine Forschergruppe unter der Führung von Nicola Scopinaro an der Azienda Ospedaliera Universitaria "San Martino" http://www.hsanmartino.it hat eine neue Methode zur Bekämpfung von Diabetes entwickelt. Durch einen gezielten, bereits bei pathologischer Fettleibigkeit bewährten chirurgischen Eingriff können die Blutzuckerwerte nach kurzer Zeit nachhaltig gesenkt und damit die Abhängigkeit vom Insulin beendet werden.

Chirurgischer Eingriff senkt Blutzuckerwerte   Eine Forschergruppe unter der Führung von Nicola Scopinaro an der Azienda Ospedaliera Universitaria "San Martino" hat eine neue Methode zur Bekämpfung von Diabetes entwickelt. Durch einen gezielten, bereits bei pathologischer Fettleibigkeit bewährten chirurgischen Eingriff können die Blutzuckerwerte nach kurzer Zeit nachhaltig gesenkt und damit die Abhängigkeit vom Insulin beendet werden.

 

"Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Chirurgie das einzige effiziente Mittel ist, um an Diabetes vom Typ 2 oder an Übergewicht leidende Patienten definitiv zu heilen, " meint der Ordinarius für Allgemeine Chirurgie an der Universität von Genua http://www.unige.it. "Die vom Fett befallenen Zellen können dadurch erneut Glukose als Energiequelle nutzen und ihre normale Empfänglichkeit gegenüber dem Insulin wiedererlangen."

 

Die Erkenntnisse wurden in einer von April bis September 2007 durchgeführten Testreihe bei insgesamt zwölf an Altersdiabetes erkrankten und unter Fettleibigkeit leidenden Patienten gewonnen. Unter den zehn zur Erstkontrolle angetretenen Probanten waren die Blutzuckerwerte bereits nach wenigen Wochen bei drei Patienten normal und bei vier Patienten deutlich unter der Risikoschwelle. Zudem stellte sich heraus, dass die Dringlichkeit eines Eingriffs bei den unter geringer Fettleibigkeit leidenden Probanten weitaus größer als bei den extrem Fettleibigen war.

 

Die Pilotstudie wird in der Genueser Klinik derzeit an insgesamt zwanzig Patienten weitergeführt. Im Laufe der Tests hatte sich gezeigt, dass sich die Chirurgie nicht nur bei Diabetes , sondern allegemein zur Bekämpfung von Stoffwechselkrankheiten eignet. Die Eingriffe bringen laut Scopinaro die Cholesterin- und Triglyceridwerte in 100 beziehungsweise 80 Prozent der Fälle auf normal. Diese bei Stoffwechselpatienten beobachteten Ergebnisse hatten sich selbst nach zwanzig Jahre bestätigt.

 

28.11.07, Quelle: pressetext.austria


 

 

 

»Diabetes ist kein Todesurteil«


Beim Landesdiabetikertag in der Messe Offenburg informierten Fachleute über die Volkskrankheit

 

Diabetes Typ 2 ist vorwiegend in den industrialisierten Ländern zu einer Massenerkrankung geworden. Unter den Neuerkrankten sind Besorgnis erregend viele übergewichtige Kinder. Dies die alarmierendsten Nachrichten vom Landesdiabetikertag in Offenburg, der am Samstag in Offenburg stattfand.

 

Was bisher als Altersdiabetes tituliert wurde ergreift immer mehr auch jüngere Jahrgänge. Waren es 1960 noch 0,6 Prozent der Deutschen, die an Diabetes litten, ist mittlerweile jeder zehnte Bundesbürger erkrankt. Die Zahl der Erkrankten wird bis 2010 auf zehn Millionen steigen, befürchten Fachleute.

 

Allein in Baden-Württemberg sind mindestens eine halbe Million Menschen betroffen, davon 3000 zuckerkranke Kinder. Wohlgemerkt am Typ 2, der seine Ursachen vor allem in Bewegungsmangel und falscher Ernährung hat, wobei auch Erbanlagen eine Rolle spielen. Wer also im Familienkreis Diabetiker hat, sollte besonders aufmerksam sein.

 

Symptome für Diabetes sind nächtlicher Harndrang, und rapide Gewichtsabnahme, wie Eberhard Siegel, Chefarzt Innere Medizin an den Karlsruher St.-Vincentius-Kliniken und Referent der Eröffnung »Fit mit Diabetes von Jung bis Alt«, beim Landesdiabetikertag am Samstag in der Offenburger Baden-Arena beim Pressegespräch erklärte.

 

Jährlicher Check-Up
Diesen Anzeichen könne man auf den Grund gehen, indem man beim jährlichen Check-Up sein Blut untersuchen lasse – oder sich in Apotheken bei dem dafür eigens ausgebildetem Personal einem Schnelltest unterzieht. »Doch die Diagnose Diabetes ist kein Todesurteil, bei vernünftigem Verhalten wird die Lebensqualität keineswegs eingeschränkt«, so der Mediziner. Er und Gabriele Buchholz, die Landesvorsitzenden des Deutschen Diabetiker Bundes, beklagen jedoch, dass die Krankheit leider noch allzu oft verharmlost würde. »Sowohl von Ärzten als auch von Betroffenen, nach dem Motto: So schlimm wird’s nicht sein.«

 

Ist Diabetes diagnostiziert, helfen oft Selbsthilfegruppen über den ersten Schreck hinweg. Die Offenburger Guppe feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Auch sie gehörte zu den Informanten, die am Samstag in der Ortenauhalle und in der Baden Arena mit ihrem Wissen im Verbund mit Krankenkassen, Kliniken, Pharmazieunternehmen und Anbietern von Gesundheitsnahrung zur Verfügung standen.

 

Monika Stolz, die Arbeits- und Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, wäre es allerdings lieber, man könnte das Thema »Fit ohne Diabetes von Jung bis Alt« nennen, wie sie in ihrem Grußwort sagte. Diabetes stelle die Gesundheit vor enorme gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Herausforderungen. So beziffert der Diabeter-Bund die Kosten der Behandlung der Erkrankung und ihre Folgeschäden auf bis zu 27 Milliarden Euro im Jahr.

 

Ihr Appell an alle lautete deshalb: »Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen ist die Entstehung von Diabetes Typ 2 durch die Patienten zu einem großen Teil selbst beeinflussbar«. Früherkennung, Frühintervention, aggressive Behandlung aller beeinflussbarer Komponenten müssten die Säulen einer umfassenden und weit blickenden Prävention und Therapie des Diabetesprozesses sein, so die Ministerin Stolz.

 

Diese entscheidende Rolle in Händen des Patienten sieht auch Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, die für die Diabetiker in den Selbsthilfegruppen eine Anlaufstelle sieht, die ihnen durch qualifizierte Vorträge und regelmäßigen Erfahrungsaustausch deutlich mehr Lebensqualität beschert.

 

Weltdiabetestag
Neben diesen seien auch die Medien gefordert, wollte Gabriele Buchholz festgehalten wissen. »Denn wer bringt diese Krankheit in den öffentlichen Fokus?« fragte die Landesvorsitzende. Sie ist sich sicher, dass vom Weltdiabetestag am kommenden Mittwoch, 14. November, kaum jemand Notiz nehmen wird. Dabei könnten doch die vom Verband betriebene Aufklärungspolitik und eine Veranstaltung wie die in Offenburg einen entscheidenden Beitrag liefern, mit dem Vorurteil »Wer Diabetes hat, ist selber schuld« aufräumen. Kompetenz sei genügend vorhanden, schließlich stelle der Landesverband Baden-Württemberg die größte Selbsthilfegemeinschaft im Land.

 

12.11.2007, Quelle: baden-online.de


 

Heilpilze unterstützen Diabetes-Prävention

 

Schon leicht erhöhte Blutzuckerwerte sind ein Alarmsignal: Sie deuten auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel hin. Die Folge: Ein hohes Risiko für Diabetes und andere Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Neben mehr Bewegung und einer Ernährungsumstellung kann die Behandlung mit Heilpilzen die Normalisierung des Stoffwechsels unterstützen.

 

Diabetes Typ II kann jeden treffen, auch junge Menschen: Wissenschaftler schätzen, dass sich die Anzahl der Diabetiker bis 2015 verdoppeln wird. Denn Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch den westlichen Lebensstil gefördert wird.

 

Die Erkrankung entwickelt sich oft unbemerkt über Jahre hinweg. Besonders gefährdet sind Menschen mit typischen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, falscher Ernährung und Übergewicht. Sie sollten deshalb nicht warten, bis ihre Blutzuckerwerte auffällig werden.

 

„Selbst leicht erhöhte Blutwerte sollte man sehr ernst nehmen, sie sind ein Alarmsignal, dass der Stoffwechsel aus dem Ruder läuft“ sagt Dr. Wolfgang Widmaier von der Union Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Baden-Württemberg. „Die Schulmedizin wird in der Regel erst dann aktiv, wenn die Blutzuckerwerte pathologisch erhöht sind und der Patient bereits zuckerkrank ist. Bei leicht auffälligen Werten gibt der Arzt dem Patienten wahrscheinlich nur die Empfehlung, gesünder zu leben. Das ist natürlich sehr wichtig, denn die richtige Ernährung und viel Bewegung sind nun mal der Königsweg zu einem gesunden Stoffwechsel. Darüber hinaus kann man aber gerade in dieser Phase der gestörten Glukosetoleranz den Stoffwechsel zusätzlich therapeutisch unterstützen um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und das Gleichgewicht wieder herzustellen.“

 

Dazu verwendet der Heilpraktiker neben anderen Möglichkeiten auch die Mykotheraphie, bzw. die Therapie mit Heilpilzen, ein neues Verfahren der Komplementärmedizin, das aus der Traditionellen Chinesischen Medizin stammt. Dort spielen Heilpilze ebenso wie bestimmte Heilpflanzen eine wichtige Rolle.

 

Die Wirkung der Heilpilze beruht unter anderem darauf, dass sie Vitalstoffe wie ein Schwamm aufsaugen und speichern - weswegen Pilze in Bayern „Schwammerl“ genannt werden. Diese Wirkstoffe können die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und die so genannte Homöostase, d.h. das körpereigene Gleichgewicht wieder herstellen.

 

Bei erhöhten Blutzuckerwerten werden z.B. Extrakte der asiatischen Pilze Maitake, Reishi oder Shiitake verordnet. Die Wirkstoffe dieser Pilze erhöhen die Sensitivität der Insulinrezeptoren, wodurch der Körper Glukose besser erkennen und verarbeiten kann. Außerdem enthalten diese Pilze alle 8 essentiellen Aminosäuren, viel Eisen, Selen und B-Vitamine sowie weitere Vitalstoffe, die den Stoffwechsel unterstützen.

 

Ein europäischer Heilpilz ist der Schopftintling (Coprinus comatus), auch Spargelpilz oder Tintenpilz genannt, den viele Pilzsammler als Speisepilz kennen. Auch die darin enthaltenen Wirkstoffe regulieren den Blutzuckerspiegel und schützten die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.

 

Auch bei bereits bestehender Zuckerkrankheit kann der Heilpraktiker mit der Mykotheraphie die schulmedizinische Behandlung unterstützten. Wirksam sind auch Präparate aus dem Feigenkaktus (Nopal), die den Blutzuckerspiegel schnell senken. Da Diabetiker aufgrund des gestörten Stoffwechsels häufig zu wenig Vitalstoffe aufnehmen, ist es wichtig, die Vitamine A, C und E (sog. Antioxidantien) sowie B-Vitamine als Ergänzungsstoffe zuzuführen.

 

Heilpilze werden als Extrakt in Form von Pulver oder Tabletten eingenommen. Die Präparate haben in Deutschland bisher keine Zulassung als Arzneimittel, sondern gelten als Nahrungsergänzungsmittel. Am besten ist es, Präparate aus der Apotheke zu verwenden, da sie Inhaltsstoffe aus kontrolliertem Anbau in der richtigen Dosierung enthalten.

 

Quelle: openpr.de; Union Deutscher Heilpraktiker, 16.08.2007

 


 

 

Diabetes-Risiko mit Vollkornprodukten senken


Ballaststoffe aus Getreideprodukten verbessern die Insulinwirkung und vermeiden Blutzuckerspitzen


Der reichliche Verzehr von Ballaststoffen aus Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, -nudeln und -reis senkt das Risiko, an Diabetes Typ 2, dem sogenannten Altersdiabetes, zu erkranken. Hingegen konnte dieser deutliche Zusammenhang für Ballaststoffe aus Obst und Gemüse nicht nachgewiesen werden. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke, bei der die Daten von mehr als 26.000 Studienteilnehmern und außerdem neun weitere Langzeitstudien ausgewertet worden waren.

 

Probanden, die reichlich Vollkornprodukte und Müsli konsumieren, trugen ein um 28 Prozent niedrigeres Diabetes-Risiko im Vergleich mit jenen mit dem geringsten Verzehr. Bei einem reichlichen Verzehr von Ballaststoffen aus Obst und Gemüse konnte ein solch deutlicher Effekt ebenso nicht gefunden werden wie bei einer hohen Magnesiumaufnahmen. Die Auswertung der neun anderen Studien bestätigte die eigenen Ergebnisse des DIfE. Allerdings zeigte sich in acht dieser Studien, dass auch eine hohe Magnesiumaufnahme das Diabetes-Risiko um bis zu 23 Prozent verringern kann.

 

Die Wissenschaftler erklären sich diesen Zusammenhang von reichlichem Verzehr von Vollkornprodukten und Sinken des Diabetes-Risikos damit, dass die Getreideerzeugnisse mit Ballaststoffen, Mineralstoffen wie Magnesium sowie mit ihren phenolischen Komponenten verschiedene Substanzen enthalten, die sich günstig auf den Kohlenhydratstoffwechsel auswirken. Ballaststoffe aus Getreideprodukten verbessern den Insulinstoffwechsel. Sie lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, sodass Blutzuckerspitzen vermieden werden, die die Entstehung eines Typ-2-Diabetes begünstigen.

 

Die Schlussfolgerung der Forscher: Durch einen hohen Verzehr von Vollkornprodukten kann das Risiko für einen Diabetes Typ 2 gesenkt werden.

 

Quelle: lexisnexis.de; 16.08.2007

 


 

 

Gesund essen und trinken statt Blitzdiät

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wer abnehmen will, muss essen"! Dieser Tipp ist nicht paradox, sondern genau richtig.  Crash- Diäten und Wunderkuren, die nur Eier, Ananas, Kartoffeln oder andere extrem kalorienarme Lebensmittel erlauben, lassen zwar in kurzer Zeit die Pfunde purzeln, führen aber nicht zum dauerhaften Wohlfühlgewicht.

 

Direkt nach Ende der Diät schlägt nämlich der Jo-Jo-Effekt zu. Bekommt der Körper ständig zu wenig Kalorien, schaltet er auf Sparflamme, um sein Überleben zu sichern. Nicht Fettpolster, sondern Muskelgewebe wird abgebaut. Dabei sind gerade die Muskeln die eigentlichen „Fettverbrennungsöfen", die auch im Schlaf noch Kalorien verbrennen. Mit schwindender Muskulatur sinkt auch der Grundumsatz.

 

Wird jetzt wieder normal gegessen, steigt das Körpergewicht schnell wieder an. Nach einer Schlankheitsdiät übertrifft das Körpergewicht später häufig das Ausgangsgewicht.

 

Wer auf Dauer schlank werden möchte, muss sein Ernährungs- und Bewegungsverhalten ändern. Auch wenn diese Methode etwas länger dauert, sie ist garantiert erfolgreich.

 

Ist das Hormon Insulin ein Dickmacherhormon?

Bei der Regulierung des Körpergewichts spielt das Hormon Insulin eine Hauptrolle. Es ist nicht nur für die Absenkung des Blutzuckerspiegels zuständig, sondern sorgt auch dafür, dass das Fett in unserem Körper schnell in den Fettpolstern verschwindet, und dass die Ausgangstüren der Fettzellen für mehrere Stunden fest verschlossen werden. Dadurch bleibt das Fett in den Zellen eingesperrt und steht zur Versorgung der Muskeln mit Energie nicht zur Verfügung.

 

Dabei gilt:

 

 „Je höher der Insulinspiegel im Blut, desto schwerer fällt das Abnehmen"

 

Unsere Tipps:

  • Täglich reichlich Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index auf den Speiseplan setzen. Diese beeinflussen den Blutzuckerspiegel wenig, halten den Insulinspiegel niedrig, schonen die Bauchspeicheldrüse und machen schlank: Gemüse, Salate, heimische Obstsorten (auch tiefgefroren), Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, magere Fleisch- und Wurstsorten.
  • Essen Sie nur drei Mahlzeiten am Tag (in Absprache mit dem behandelnden Arzt und in Anpassung an die Therapieform). Zwischen den Mahlzeiten sinkt der Insulinspiegel wieder, die Fettzellen öffnen sich und Fettsäuren werden zur Verbrennung in der Muskulatur freigegeben.

Quelle: diabetes-informationszentrum.de

 

 


 

 

 

Das Dilemma mit der Diabetes


Jeden Tag wird bei 1000 Deutschen ein Diabetes entdeckt. Obwohl Forscher und Ärzte die Zuckerkrankheit immer besser verstehen, profitieren die Patienten davon kaum. Im Gegenteil: Mit jedem Forschungsergebnis wird klarer, wie komplex die Krankheit eigentlich ist.


Dass Deutschland ein Diabetesproblem hat, ist unstrittig: Täglich wird bei rund 1000 Menschen hierzulande ein Diabetes neu entdeckt, bis 2010 wird sich ihre Zahl verdoppeln, warnen Experten. Die Ursachen reichen von genetischer Veranlagung über falsche Ernährung und fehlende Bewegung. Zudem wird mit Ausnahme von Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten in keinem Gebiet der Medizin so intensiv geforscht. Gerade erst kamen zwei völlig neue Medikamente zur Diabetesbehandlung auf den Markt. Doch mit jedem Forschungsergebnis wird zugleich die Komplexität der Krankheit deutlicher.


"Beim Diabetes gibt es drei wesentliche Punkte", sagt der Diabetesexperte Professor Peter Nawroth von der Uniklinik Heidelberg: "Vermeiden, dass ein Diabetes überhaupt entsteht. Dann müssen die Blutzuckereinstellung optimiert und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen behandelt werden. Schließlich, ganz wesentlich, müssen wir Diabetesspätfolgen verhindern." Das gilt insbesondere für den Typ-2-Diabetes, unter dem etwa 95 Prozent aller Zuckerkranken leiden. Er gilt als typische Zivilisationskrankheit, obwohl die Zahl der Neuerkrankungen auch in Ländern wie Indien, Pakistan, China, Mexiko oder Brasilien sprunghaft steigt. So sehr, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Diabetes mit epidemischen Infektionen wie Grippe oder Pest vergleicht und von einer bedrohlichen Diabetespandemie spricht.


Übergewicht und Diabetes

Fast-Food-Ernährung und Bewegungsmangel gibt es längst überall, sie gelten als entscheidende Entstehungsfaktoren für den Typ-2-Diabetes. "Keine andere Begleiterkrankung des Übergewichts wird so stark durch Gewichtszunahme begünstigt wie der Diabetes", sagt der Chefarzt der Diabetesklinik in Bad Nauheim, Professor Andreas Hamann. "Und keine mit Übergewicht assoziierte Erkrankung profitiert so stark von einer Gewichtsreduktion."

Wie für das Übergewicht spielt auch für den Typ-2-Diabetes die Vererbung eine bedeutende Rolle. Für Geschwister eines Typ-2-Diabetikers liegt das Erkrankungsrisiko bei 20 bis 40 Prozent, für Kinder mit einem diabetischen Elternteil bei 25 bis 50 Prozent. Doch die Hoffnung, ein einziges "Diabetesgen" zu finden, haben die Experten längst aufgegeben: Diabetes ist ein multifaktorielles Geschehen, beteiligt sind offenbar viele ganz unterschiedliche Gene. Und aus der Summe der Gene entstehen viele weitere Ansatzpunkte für Störungen des Zuckerstoffwechsels: Signalstoffe, Eiweiße und Schaltermoleküle auf Zellebene bestimmen, ob und wann Gene an- und abgeschaltet werden. Selbst wer die genetische Veranlagung zum Diabetes besitzt, wird nicht zwangsläufig krank.


Lebensumstände und Schaltermoleküle

Ausschlaggebend für die Diabetesentstehung sind auch die Lebensumstände, Verhaltensweisen und Umweltfaktoren; sie beeinflussen offenbar nachhaltig Signalstoffe und Schaltermoleküle und prägen so das Zellgedächtnis. Beispielsweise finden sich bei sozial Benachteiligten, Langzeitarbeitslosen oder Alleinerziehenden deutlich mehr Diabetiker als in der übrigen Bevölkerung. Schon vier Kilo Übergewicht oder eine Depression verdoppeln das Diabetesrisiko. "Wir glauben, dass psychischer Stress bislang unterschätzt wurde", sagt Nawroth. Für den Einfluss des Essverhaltens auf die Diabetesentwicklung ist nicht nur entscheidend, "wie viel man isst", sondern auch, "was".

 

Verständlich, dass die Komplexität der Krankheit sich auch in der Diabetestherapie widerspiegelt. Die optimale Blutzuckereinstellung ist dabei nur ein Ziel unter vielen; Sport, Ernährung und die Therapie von Begleiterkrankungen wie Hochdruck oder Fettstoffwechselstörungen gehören unbedingt dazu. Neue, vermeintlich revolutionäre Diabetesmittel, wie beispielsweise ein neues Nachahmer-Medikament, das Forscher aus dem Speichel der Gila-Krustenechse isoliert haben, bewerten Mediziner eher vorsichtig. Deren Ansatzpunkt sind die insulinfreisetzenden Darmhormone. Ihr Vorteil: Wenig Unterzuckerungen, günstige Beeinflussung des Gewichts, und sie schützen offenbar die Inselzellen vor der natürlichen Progredienz des Diabetes, also dem fortschreitenden Rückgang der Insulinproduktion. Würden sich diese Effekte auch langfristig bestätigen und in Langzeitstudien eine Verminderung diabetesbedingter Komplikationen ohne gravierende Nebenwirkungen zeigen, müsste, so Hamann, nur noch die Therapie von vorhandenen Diabetesspätfolgen optimiert werden.


Mit dem Rezeptormolekül "RAGE" hat ein Wissenschaftlerteam um Peter Nawroth in einer internationalen Arbeitsgruppe das Schlüsselmolekül für die Entstehung der Spätschäden bereits entdeckt. "Wer kein oder wenig RAGE hat, genießt partiellen Schutz vor chronischen Krankheiten, beispielsweise Spätschäden durch Zuckerkrankheit", so Nawroth. Noch aber ist nicht absehbar, ob sich daraus jemals eine Therapie entwickeln lässt, die Diabetesspätfolgen verhindert.


Quelle: welt.de

 


 

 

Schlaganfall: Diagnose "Typ-2-Diabetes" verdoppelt das Risiko

 

Patienten mit so genanntem "Alterszucker" sind schon früh gefährdet, einen Hirninfarkt zu erleiden, nicht erst nach jahrzehntelanger Krankheit

 

Das Risiko für einen Schlaganfall verdoppelt sich bei Patienten, bei denen ein Typ-2-Diabetes festgestellt wird, berichten Forscher der University of Alberta im Fachmagazin Stroke. Das Risiko ist bereits in den ersten fünf Jahren des Diabetes hoch, nicht erst nach jahrzehntelanger Krankheit.

Mehr als 12.000 Patienten untersuchten die Wissenschaftler für ihre Studie, alle hatten Typ-2-Diabetes, das Durchschnittsalter lag bei 64 Jahren. Fünf Jahre wurden die Patienten beobachtet, anschließend berechneten die Forscher die Auftrittshäufigkeit für einen Schlaganfall bei den Patienten und verglichen die Daten mit der Allgemeinbevölkerung.

"Wir fanden heraus, dass 9,1 Prozent der Diabetikergruppe in den ersten fünf Jahren nach ihrer Diagnose einen Schlaganfall hatten", sagt Studienleiter Thomas Jeerakathil. "Wir fanden auch heraus, dass im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich höheres Schlaganfallrisiko bei jungen Menschen mit Diabetes als bei alten Menschen ohne Diabetes besteht."

Jeerakathil weist darauf hin, dass die meisten Ärzte bei der Behandlung von Diabetikern nur an die Spätfolgen der Krankheit dächten und Schlaganfälle erst nach Jahren der Krankheit erwarteten. Er sprach sich für eine engmaschige Kontrolle der kardiovaskulären Risikofaktoren bei Diabetikern ab dem Tag der Diagnose aus.


15.06.2007 Quelle: GesundheitPro.de

 


 

 

Alternative zum Insulin - Hilft sogar beim Abnehmen

 

Zuckerkranken mit Diabetes vom Typ 2 steht seit Mittwoch eine neue Alternative zur Insulinspritze zur Verfügung. Der Wirkstoff Exenatide, der ebenfalls gespritzt werden muss, ist nach Herstellerangaben der erste Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse auf dem deutschen Markt. Diese so genannten Inkretin-Mimetika regeln die Insulinproduktion nach dem Vorbild eines körpereigenen Hormons je nach Bedarf. Das Präparat Byetta ist nach Auskunft des Herstellers Lilly in Bad Homburg für Typ-2-Diabetiker als Alternative zu Insulinspritzen zugelassen, wenn Diabetesmittel zum Schlucken allein nicht mehr helfen. Es hilft solchen Patienten auch abzunehmen.
 
In Deutschland gibt es nach Zahlen der Deutschen Diabetes Union geschätzte sechs Millionen Diabetiker vom Typ 2, dem so genannten Altersdiabetes. Mehr als eine Million davon muss sich regelmäßig Insulin spritzen. Dabei muss der Blutzucker mehrmals täglich gemessen und die Insulinmenge entsprechend angepasst werden. Das künstlich hergestellte Exenatide, das in den USA nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist, wurde im Speichel der Gila-Krustenechse (Heloderma suspectum) entdeckt. Es imitiert das Darmhormon GLP-1. Dieses so genannte Inkretin steuert beim Menschen die Insulinproduktion nach Bedarf. Insulin spielt eine lebenswichtige Rolle für den Zuckerstoffwechsel.
 
"Der Mechanismus ist ein neuer Therapieansatz", erläuterte Prof. Hans-Georg Joost vom DDG-Arbeitskreis Pharmakotherapie. "Das Präparat muss zwar ebenso wie Insulin injiziert werden, aber es hat einen unbestrittenen Vorteil: Es bewirkt eine Gewichtsabnahme." Übergewicht ist einer der Hauptrisikofaktoren für Diabetes vom Typ 2 und eine - oft durch die Insulinspritzen bedingte - Gewichtszunahme kann die Behandlung von Diabetikern erschweren. "Der neue Wirkstoff muss sich aber erst langfristig beweisen."

 

18.04.2007, Quelle: n-tv.de

 


 

 

Hoher Blutdruck für Menschen mit Diabetes besonders gefährlich
Betroffene müssen in Entscheidungen einbezogen werden

 

(Kassel). Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kritisiert die Vorgehensweise des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bei der Bewertung des Nutzens blutdrucksenkender Medikamente. Für Menschen mit Diabetes ist die Behandlung eines zu hohen Blutdrucks außerordentlich wichtig. Deshalb sind für sie die Zielwerte sogar schärfer eingestellt als bei Menschen, die nicht an dieser chronischen Erkrankung leiden. Die Patientenorganisation wurde jedoch nicht in den Bewertungsprozess einbezogen, obwohl dies im Zuge der Gesundheitsreform gefordert ist verbunden mit dem Hinweis, auch in schon laufenden Verfahren die Beteiligung der Betroffenen deutlich zu erhöhen.

 

Als kritikwürdig betrachtet DDB-Vorsitzender Manfred Wölfert auch das Ergebnis des IQWiG-Berichtes, in dem blutdrucksenkende Medikamente aus der Gruppe der Diuretika favorisiert werden. Sie führen häufiger als andere Wirkstoffe zu höheren Blutzuckerwerten, das sagt auch der IQWiG-Bericht aus. Er sagt allerdings nichts darüber aus, dass für Menschen, die bereits Diabetes haben, die Diuretika nicht die Mittel der ersten Wahl sind, denn sie senken die Glukosetoleranz und steigern die Insulinresistenz, wirken sich also negativ auf die diabetesrelevanten Parameter aus und sind deshalb – zumindest als Monotherapie – nicht zu empfehlen.

 

Mit Unverständnis reagiert Manfred Wölfert auch darauf, dass laut IQWiG-Bericht unklar wäre, welche gesundheitliche Bedeutung die unter Diuretika festzustellenden Blutzuckererhöhungen haben. „Über die Folgen eines über lange Zeit erhöhten Blutzuckerspiegel, also letztendlich eines manifesten Diabetes gibt es leider gar keine Unklarheiten. Die Komplikationen des Diabetes sind bekannt, sie bilden eine regelrechte Kammer des Schreckens. Unter anderem erleiden in Deutschland pro Jahr 27 000 Menschen mit Diabetes einen Herzinfarkt und 44 000 einen Schlaganfall. Bluthochdruck in Verbindung mit Diabetes verursacht die Tatsache, dass 75 Prozent der Diabetiker auch eine Koronare Herzkrankheit haben und umgekehrt auch 75 Prozent der KHK-Patienten an einem manifesten oder noch unerkannten Diabetes leiden. Deshalb dürfen wir als Betroffene nicht außen vor bleiben, wenn über uns entschieden wird.“

 

08.03.2007, Quelle: diabetikerbund.de

 


 

 

Düstere Prognose für 2030: Fast jeder Zweite zuckerkrank

 

Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung - wenn wir so weiterleben, wird unser Gesundheitssystem nicht mehr lange finanzierbar bleiben

 

Kalorien satt, kaum Sport - dieser allzu bequeme und üppige Lebensstil wird nicht ohne Folgen bleiben.

 

Im Jahr 2030 werden einer Prognose zufolge 40 Prozent der Deutschen zuckerkrank sein, wenn sich ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten bis dahin nicht deutlich verändert hat. «Altersdiabetes wird ein zunehmendes Problem, weil die Bevölkerung immer älter und immer dicker wird und sich immer weniger bewegt», sagt Klaus Eder, Professor für Ernährungsphysiologie an der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Der Deutschen Diabetes-Union zufolge leben hier zu Lande schon jetzt 7,5 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit.  Es wird unterschieden zwischen Diabetes Typ I (Jugenddiabetes) und Typ II (landläufig oft „Altersdiabetes“ genannt).  «Das größere Problem wird Altersdiabetes sein», prophezeit Eder.  «Aber wer sich gesund ernährt und viel bewegt, kann auch mit 70 oder 80 frei sein von der Zuckerkrankheit.»

 

Gesundheitsreform 2007: Geht die Rechnung auf?


Deutschland nehme bezüglich der Zahl der Zuckerkranken unter den Industrienationen eine führende Rolle ein, sagte Eder.  «Man hat den Eindruck, dass dies in der Diskussion rund um die Gesundheitsreform gar nicht ins Auge gefasst wird.»  Wenn fast die Hälfte der Bevölkerung Diabetes habe, werde eine Behandlung nicht mehr finanzierbar sein.  «Wo die Reise hingeht, hängt von der Politik ab», sagte der Wissenschaftler.

 

Am 8.  und 9.  März treffen sich in Halle Forscher aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zum 44.  Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).  Sie befassen sich mit Krankheiten, die durch schlechte Ernährung begünstigt werden - außer Diabetes etwa auch Adipositas (Fettleibigkeit) und Herz-Kreislaufkrankheiten.

 

28.02.2007, Quelle: dpa/GesundheitPro


 

 

Burnout als Risikofaktor für Typ-2-Diabetes mellitus

 

Tel Aviv - Stress und dauerhafte Überlastung am Arbeitsplatz zehren nicht nur an den Nerven. Sie wirken sich auch nachteilig auf die körperliche Gesundheit aus. Zu den möglichen Folgekrankheiten gehört nach einer Studie in Psychosomatic Medicine (2006; 68: 863-869) auch ein Typ-2-Diabetes mellitus. 

Das Burnout-Syndrom macht sich nicht nur durch emotionale und physische Erschöpfung bemerkbar. Die Betroffenen fühlen sich auch in ihrer beruflichen Kompetenz eingeschränkt und verspüren eine kognitive Trägheit. Gegenüber Mitarbeitern fallen sie durch Zynismus und eine desillusionierte Lebenseinstellung auf. Schließlich gehören auch Schlafstörungen und andere somatische Beschwerden zum Burnout-Syndrom, für das Samuel Melamed und Arie Shirom von der Universität Tel Aviv einen international anerkannten Evaluationsfragebogen entwickelt haben. 

Die Epidemiologen wendeten ihn auf eine Gruppe von 677 Frauen und Männern an, die im Mittel 3,6 Jahren später noch einmal untersucht wurden. Während dieser Zeit hatten 17 Mitarbeiter einen Typ-2-Diabetes mellitus entwickelt. Es handelte sich überwiegend um Beschäftigte mit einem hohen Burnout-Score in der ersten Untersuchung. Nach den Berechnungen von Melamed und Shirom war ein Burnout-Syndrom mit einem um 84 Prozent erhöhten Risiko auf einen Typ-2-Diabetes mellitus assoziiert (Odds Ratio 1,84; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,19-2,85).

Bei diesen Personen waren andere Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Rauchen, Alkohol, fehlende sportliche Aktivität und Art der Beschäftigung bereits berücksichtigt. In einer Untergruppe von 507 Personen waren auch die Blutdruckwerte bekannt. Nach der Korrektur um diesen wichtigen Faktor vervierfachte ein Burnout das Diabetesrisiko (Odds Ratio 4,32; 1,75–10,67).

Experten halten es durchaus für möglich, dass chronischer Stress direkt zu einer Störung im Glukosestoffwechsel führt. Denkbar ist aber auch, dass die Epidemiologen einen wichtigen gemeinsamen Faktor von Diabetes und Burnout übersehen haben. Denkbar ist, dass Stress und ständige Lebenshast sich ungünstig auf Ernährungsgewohnheiten in einer Weise auswirken, die allein mit dem Body-Mass-Index nicht erfasst werden können.

 

26.02.2007, Quelle: aerzteblatt.de

 

 


 

 

 

Typ-2-Diabetes: Verantwortliche Gene identifiziert
Bis zu 70 Prozent der genetischen Ursachen erklärbar


Wissenschafter des Imperial College London http://www3.imperial.ac.uk/ haben die wichtigsten Gene abgebildet, die für Typ-2-Diabetes verantwortlich sind. Damit besteht Hoffnung auf die Entwicklung eines entsprechenden Tests. Die Ergebnisse der aktuellen Studie können bis zu 70 Prozent der genetischen Ursachen für diese Erkrankung erklären. Insgesamt wurden vier Bereiche auf der genetischen Landkarte identifiziert, die mit dem Diabetesrisiko zusammenhängen. Allein in Großbritannien leiden mehr als 1,9 Mio. Menschen an Diabetes. Details der Studie wurden in Nature http://www.nature.com/ veröffentlicht.

Eine der identifizierten genetischen Mutationen könnte die Ursache für Typ-2-Diabetes erklären. Insgesamt untersuchten die Wissenschafter fast 400.000 Mutationen. Die entscheidende Mutation fand sich in SLC30A8, einem Zink-Transportergen, das bei der Insulinsekretion eine Rolle spielt. Eine Behandlung mancher Erkrankungen könnte durch Reparatur dieses Transporters ermöglicht werden. Das britisch-kanadische Team verglich den genetischen Aufbau von 700 Personen mit Typ-2-Diabetes und einer entsprechenden Vorgeschichte in der Familie mit 700 gesunden Teilnehmern. Nachdem die vier entscheidenden Regionen gefunden waren, wurden die Ergebnisse anhand der Daten von weiteren 5.000 Diabetikern überprüft.

Der leitende Wissenschafter Philippe Froguel erklärte, dass diese Ergebnisse einen Gentest zur Feststellung des Diabetesrisikos ermöglichen sollten. "Können wir jemandem sagen, dass er über eine genetische Prädisposition verfügt, besteht eine viel größere Bereitschaft zum Beispiel die Ernährungsgewohnheiten zu verändern." Zusätzlich kann das Wissen um diese genetischen Mutationen helfen, neue Behandlungsansätze zu entwickeln. Laut BBC planen die Wissenschafter jetzt, die identifizierten Gene genauer zu erforschen.

 

12.02.2007

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