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News für Typ 1-Diabetiker

 

 

Hohe Blutzuckerwerte oder gefährliche Unterzuckerungen vermeiden

Insulinpumpen sinnvoll bei Diabetes Typ 1 einsetzen

 

Eine Insulinpumpe hat Vorteile für Menschen mit Diabetes Typ 1, deren Stoffwechsel sich mit der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) nicht ausreichend einstellen lässt. Bevor Krankenkassen eine Pumpe genehmigen, müssen Ärzte und Patienten den bisherigen Verlauf der Diabetes-Erkrankung und -Therapie umfangreich dokumentieren. Oft sind Formfehler der Grund, weshalb Pumpen nicht genehmigt werden – obwohl Ärzte sie für sinnvoll halten. diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) raten daher Patienten, Eltern und Ärzten, die Anträge sehr sorgfältig und umfassend auszufüllen. Wann der Einsatz der Pumpe nötig ist und wie Ärzte diese Therapie für ihre Patienten beantragen, ist Schwerpunktthema der Fachzeitschrift „Der Diabetologe“.

 

Haben Patienten trotz aller Bemühungen hohe Langzeitblutzuckerwerte, häufig Unterzucker oder das Dawn-Phänomen – das sind hohe Blutzuckerwerte in den frühen Morgenstunden – sollten Ärzte eine Insulinpumpen-Therapie erwägen. Mit dieser können die langfristig schädigenden und kurzfristig auch lebensgefährlichen Normabweichungen des Blutzuckerwertes verhindert werden. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft vorab die Verordnung einer Insulinpumpe. Insbesondere der hohe bürokratische Aufwand eines Antrages, kann jedoch problematisch sein: Formfehler führen häufig dazu, dass die Krankenkassen die Finanzierung einer Insulinpumpen ablehnen, obwohl Ärzte sie für sinnvoll halten.

 

Die rechtliche Lage ist eindeutig: Krankenkassen finanzieren eine Insulinpumpentherapie nur dann, wenn der Stoffwechsel mit der ICT unter Ausschöpfung aller therapeutischen Möglichkeiten nicht ausreichend einstellbar ist. Der MDK erstellt dafür ein umfassendes und nachvollziehbares Gutachten. Dafür benötigt er eine sehr genaue ärztliche Dokumentation der Diabeteserkrankung und aller medizinischen Maßnahmen.

 

Teil der Dokumentation ist auch der Nachweis, dass Patienten sich bemüht haben, den Blutzucker durch eine ICT zu kontrollieren. Dafür ist ein Blutzuckertagebuch erforderlich, das der Patient zwölf Wochen führt. Es enthält täglich gemessene Blutzuckerwerte, Insulindosis, durch die Nahrung aufgenommene Brot- oder Kohlenhydrateinheiten, sportliche und besondere körperliche Aktivitäten sowie akute Erkrankungen.

 

Kommt der ärztliche Gutachter des MDK zu dem Schluss, dass die therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, genehmigt er zunächst probeweise für vier Monate eine Insulinpumpe. Im Säuglings- und Kleinkindalter stimmt der MDK einer Insulinpumpentherapie auch ohne vorherige ICT zu. Bei älteren Kindern ist die Dokumentation der bisherigen Therapie notwendig und der Nachweis, dass die Eltern motiviert und im Umgang mit der Insulintherapie geschult sind.

 

Wichtig ist bei allen Anträgen, die Notwendigkeit der Insulinpumpe genau zu dokumentieren und die Fragebögen des MDK sorgfältig auszufüllen. Eine mangelnde Dokumentation ist ein häufiger Grund für einen ablehnenden Bescheid. Bisher erhalten ausschließlich Menschen mit Diabetes Typ 1 die Insulinpumpe.

 

Quelle:
G. Habrich
Die Verordnung einer Insulinpumpe aus Sicht des MDK
Der Diabetologe 2009; 5: 283-289
DOI 10.1007/s11428-008-0381-x

 

14.08.2009; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


 

Diabetes im Klassenzimmer

 

Neues Informationsblatt für Lehrer, die Kinder mit Diabetes im Unterricht haben

 

In Deutschland haben rund 25.000 Kinder und Jugendliche Typ-1-Diabetes. Daher sollten auch Lehrer über diese Krankheit informiert sein und wissen, worauf bei diesen Kindern Rücksicht zu nehmen ist und was sie tun können, falls es einmal zu Problemen kommt.

 

Ein achtseitiges aktuelles Merkblatt für Lehrer und Betreuer ist kostenlos bei http://www.diabetespro.de/ herunterzuladen. Auch im aktuellen Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" findet sich das Merkblatt in der Heftmitte zum Heraustrennen.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" 8/2009 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

03.08.2009; Quelle: http://www.wortundbildverlag.de/


 

Neue Patienten-Information für die Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes

 

Telemedizinlösung GlucoTel kann Unsicherheit der Eltern reduzieren,wenn die Kinder und Jugendlichen alleine unterwegs sind

 

Das Telemedizinunternehmen BodyTel Europe GmbH hat einen neuen Leitfaden für Eltern sowie ihre Kinder und Jugendliche mit Diabetes erstellt. Eltern sorgen sich um ihre Kinder und für viele ist es nicht leicht, ihre Kinder mit der Erkrankung stundenlang aus dem Haus zu wissen. BodyTel zeigt in der neuen Patienten-Information, wie Eltern die Kinder beim Leben mit der Krankheit Diabetes besser begleiten können, ohne sie ständig zu beaufsichtigen oder nachfragen zu müssen. Der Hersteller bietet das Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-System GlucoTel. In einem integrierten Prozess überträgt es die Blutzuckerwerte automatisch über das Handy des Kindes an ein telemedizinisches Online-Tagebuch. AlleInformationen sind dort für die Eltern sofort einsehbar. Bei ungewöhnlichen Werten werden sie per SMS, Email oder Fax umgehend informiert und können sehr schnell reagieren. Der Leitfaden befindet sich auf der Unternehmens-Website im Service & Download-Bereich (http://www.bodytel.com).

 

Das kürzlich vorgestellte Feldtester-Programm von BodyTel gilt auch für Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Sie erhalten kostenlos ein GlucoTel-Blutzuckermessgerät sowie als Leihgabe ein Mobiltelefon und eine SIM-Karte für den Datentransfer per mobilem Internet. Eigene Telefonate oder SMS verschicken sind damit nicht möglich, angerufen werden und SMS erhalten hingegen schon. Die Teststreifen werden wie üblich vom Arzt verschrieben und das Kind oder der Jugendliche darf das Messgerät auf jeden Fall behalten. Voraussetzung ist, dass sie mindestens viermal am Tag ihren Blutzucker messen. Die Teilnehmer verpflichten sich außerdem lediglich, einmal im Quartal einen Fragebogen über ihre allgemeine Zufriedenheit sowie Verbesserungsvorschläge abzugeben. Nähere Informationen zum BodyTel Feldtester-Programm können ebenfalls auf der Unternehmens-Website eingesehen werden.

 

"Viele Kinder und Jugendliche wollen nicht anders als ihre Altersgenossen sein und verheimlichen ihren Diabetes in der Öffentlichkeit oder vergessen die regelmäßige Blutzuckermessung. Wir glauben, dass unsere Telemedizinlösung GlucoTel die Konflikte zwischen Eltern und ihren Kindern reduzieren kann, da die Eltern ständig über den aktuellen Werteverlauf informiert sind und nicht ihre Kinder fragen müssen. GlucoTel informiert sie zudem bei ungewöhnlich hohen Abweichungen sofort", so Stefan Schraps, Geschäftsführer des Herstellers BodyTel. "Bei dem Feldtester-Programm haben wir gerade an Kinder undJugendliche gedacht. Vor allem die jungen Betroffenen haben häufig für unser telemedizinisches System ungeeignete Geräte. Nun können Kinder und Jugendliche kostenlos ein Messgerät, ein passendes Mobiltelefon und eine SIM-Karte für die Datenübertragung bekommen."

 

Elektronisches Diabetes-Management

Das Diabetes-Management- und Blutzucker-Monitoring-System GlucoTel erstellt eine lückenlose Blutglukose-Dokumentation, da Messwerte sofort und automatisch per Bluetooth an das Patienten-Handy übertragen werden. Anschließend werden die Daten direkt über die kostenlose Handysoftware BodyTel Mobile per mobiler Internetverbindung an das persönliche Online-Tagebuch im BodyTel Center auf www.bodytel.com geschickt. Dort werden sie zentral und langfristig gespeichert. Zusätzliche Informationen wie aufgenommene Broteinheiten, Insulingaben oder andere Ereignisse (z. B. Arztbesuche, Stress, Sport, etc.) können über BodyTel Mobile oder online im Patientenbereich des Webportals eingegeben werden.

 

Nur der Patient und von ihm autorisierte Personen können per kennwortgeschütztem Login das Online-Tagebuch einsehen. Das Webportal verfügt über die gleichen Sicherheitsstandards, wie sie heute auch im Online-Banking üblich sind. Die Messwerte und Zusatzinformationen werden graphisch aufbereitet und können statistisch ausgewertet werden.

 

Auf Wunsch kann bei einem Über- oder Unterschreiten definierter Blutzucker-Grenzwerte automatisch ein Alarm per SMS, Email oder Fax an eine betreuende Person (Arzt, Eltern, Partner, etc.) geschickt werden. Die optionalen Echtzeit-Alarmfunktionen können auf einen konkreten Handlungsbedarf hinweisen und helfen, mögliche Komplikationen zu verhindern. Die Betreuungspersonen können so auch ohne aktive Einsicht in das Online-Tagebuch über kritische Schwankungen des Patienten informiert werden. Diese Funktionalität lässt sich jederzeit aktivieren oder deaktivieren.

 

Über BodyTel Europe GmbH

BodyTel Europe GmbH ist ein deutscher Telemedizinanbieter mit Sitz in Bad Wildungen. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung innovativer kabelloser, medizinischer Geräte zur Überwachung chronischer Krankheiten spezialisiert. Es kombiniert dazu Know-how aus der Telekommunikationsbranche, dem Internetbereich und der Medizintechnik. Die BodyTel-Produkte dienen nicht nur der Erleichterung des Patientenselbstmanagements, sondern auch dem automatisierten Versand der gemessenen Körperwerte an eine sichere, medizinische Datenbank, in die autorisiertes medizinisches Fachpersonal oder andere betreuende Personen Einblick nehmen können. Das erste am Markt verfügbare Produkt ist das Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-System GlucoTel. Weitere Informationen unter http://www.bodytel.com oder www.chainrelations.de/bodytel.

 

31.07.2009; Quelle: Pressemitteilung BodyTel Europe GmbH


 

Impfung gegen Diabetes schon ab 2011 möglich?

 

Diamyd-Medical AB, ein schwedisches Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Pharmazeutika für die Behandlung von Typ 1-Diabetes und damit einhergehender Komplikationen konzentriert, sorgt für Schlagzeilen.

 

Die Vision von Diamyd ist, dass es eine Heilung für Typ 1-Diabetes geben muss. Bei der Entwicklung der Medikamente stützt sich Diamyd auf zwei unterschiedliche Therapieplattformen.

 

Impfstoff gegen Diabetes

Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung von Diamyd® Typ 1. Diamyd® Typ 1 ist die Behandlung mit dem Diamyd®-Diabetesimpfstoff für Patienten, bei denen erst kürzlich die Diagnose Diabetes Typ 1 festgestellt wurde.

 

Diamyd® Typ 1 ist eine einfache Behandlungsmethode ohne ernsthafte Nebenwirkungen. Diese Behandlung wird zurzeit in Phase-III-Studien in Europa und den USA getestet, nachdem sie in einer Phase II-Studie in Schweden bei neu diagnostizierten Typ 1-Diabtikern signifikante positive Resultate brachte.

 

Sehr gute Studienergebnisse
Die Phase-II-Studie in Schweden umfasste 70 Patienten im Alter zwischen 10 und 18 Jahren mit Typ 1-Diabetes.

 

Die Patienten, die zwei Injektionen mit Diamyd® erhielten, konnten sich ihre Fähigkeit zur Produktion von Insulin deutlich besser bewahren als jene Patienten, die Placebos erhielten. Die beste Wirkung wurde bei Patienten festgestellt, deren Behandlung kurz nach der Diagnose begann, da bei diesen Patienten noch ein beträchtlicher Anteil an insulinproduzierenden Zellen vorhanden war. Die Ergebnisse zeigen, dass der Diamyd®-Impfstoff möglicherweise auch zur Vorbeugung der Typ-1- Diabetes wirksam eingesetzt werden kann.

 

Blockbuster-Potential!
Das Unternehmen plant, das Ansuchen für eine Marktzulassung gegen Ende des Jahres 2010 einzureichen. Der jährliche Markt für Diamyd® Typ 1 wird auf ungefähr eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

 

Günstige Bewertung
Aktuell wird das komplette Unternehmen an der Börse Stockholm mit etwa 100 Millionen Euro bewertet. Angesichts der Tatsache, dass Diamyd neben dem Blockbuster- Kandidaten noch einige weitere potentialstarke Projekte in der Pipeline hat, ist das Papier nicht zu hoch bewertet.

 

Insiderkäufe
Das Management von Diamyd hat in den letzten Wochen kräftig privat Diamyd-Aktien an der Börse erworben. Die Experten von Diabetes & Geld (Deutschlands führendem Informationsdienst zum Thema Diabetes, Geld und Börse) sehen auch deshalb weiteres Kurspotential für das Schwedische Biotechnologie-Unternehmen.

 

Über 100% Kursplus in diesem Jahr
Seit Jahresanfang hat sich der Aktienkurs von Diamyd Medical verdoppelt. Diabetes & Geld erwartet allein mit der Bekanntgabe der Marktzulassung des Impfstoffs gegen Diabetes einen Kursanstieg für die Aktie um weitere 100 bis 200%. Ebenfalls nicht auszuschließen ist eine Übernahme des Biotechnologie-Unternehmens. Die Pharmariesen müssten den Aktionären allerdings ein saftiges Aufgeld von mehreren 100% zahlen, um Zugriff auf den Impfstoff zu bekommen.

 

Eine kostenlose Ausgabe von Diabetes & Geld erhalten sie unter www.diabetesundgeld.de


 

Typ-I-Diabetes mellitus: Stammzelltransplantation erhält Betazellfunktion

 

São Paulo – Ein „immunologischer Neustart“ durch eine hämatopoetische Stammzelltransplantation kann einen Typ-1-Diabetes mellitus im Anfangsstadium stoppen.

 

Nach einer Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 301: 1573-1579) kommen einzelne Teilnehmer seit bis zu vier Jahren ohne Insulininjektionen aus. Die Komplikationen der Therapie dürften einer breiteren Anwendung der Therapie jedoch vorerst im Wege stehen.

 

Der Typ-I-Diabetes mellitus ist eine Autoimmunerkrankung. Bei den meisten Patienten finden sich deshalb Antikörper im Blut, welche die Betazellen attackieren, in denen das Insulin produziert wird. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind bei den meisten Patienten 60 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört.

 

Wenn es gelänge, die Erkrankung in diesem Stadium zu stoppen, könnten viele Patienten ohne Insulin auskommen. Eine Möglichkeit besteht in einer autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation, welche die Gruppe um Julio Voltarelli vom Hemocentro de Ribeirão Preto in São Paulo seit November 2003 bei ausgewählten Patienten anwendet. Voraussetzung ist, dass die Diagnose des Typ-I-Diabetes mellitus erst sechs Wochen zurückliegt und Autoimmunantikörper im Blut vorhanden sind.

 

Bei der Therapie werden die Patienten zunächst mit Cyclophosphamid und Granulozyten-kolonie-stimulierenden Faktoren (G-CSF) behandelt, um hämatopoetische Stammzellen (CD34-positive-Zellen) aus dem Knochenmark zu mobilisieren. Diese werden dann per Leukapherese aus dem Blut entfernt und in flüssigem Stickstoff gelagert, um sie dem Patienten später zu infundieren.

 

In der Zwischenzeit erfolgt die Konditionierung, bei der nach Möglichkeit alle Abwehrzellen im Körper zerstört werden, die für den Autoimmunprozess verantwortlich sind. Dies erfolgt in der Studie durch eine non-myeloablative Chemotherapie mit Cyclophosphamid plus Antithymozyten-Globulin.

 

Die ersten Ergebnisse hatten die Forscher vor zwei Jahren vorgestellt (JAMA 2007; 297: 1568-1576). Damals konnten 14 von 15 Patienten auf die täglichen Insulininjektionen verzichten. Seit der Transplantation waren sieben bis 36 Monate vergangen, ein beachtlicher Zeitraum, der aber nach Ansicht des damaligen Editorialisten einen ”Honeymoon” als Erklärung der Ergebnisse nicht ausschloss (JAMA 2007; 297: 1599-1600).

 

Der “Honeymoon” beschreibt die zeitweilige Erholung der körpereigenen Insulinproduktion, zu der es bei vielen Patienten mit frischem Typ-I-Diabetes mellitus kommt, wenn die erste Welle der Immunattacke abgeklungen ist. Dann erholen sich die restlichen Betazellen so weit, dass einige Patienten auf Insulin verzichten können. Später werden sie, vielleicht infolge eines erneuten Schubs der Autoimmunerkrankung, vernichtet, und die Patienten werden permanent insulinpflichtig.

 

Inzwischen liegen bis zu 58 Monate seit der Transplantation zurück. 20 von 23 Patienten benötigten für 15 bis 52 Monate kein Insulin mehr. Diese lange Dauer spricht gegen die Möglichkeit eines “Honeymoons”, meint Richard Burt von der Feinberg School of Medicine in Chicago, einer der Autoren der Studie.

 

Ein Patient komme seit mehr als vier Jahren ohne Insulin aus, bei vier Patienten seien es wenigstens drei Jahre, bei drei Patienten zwei Jahre, und bei vier Patienten mehr als einem Jahr. Nur acht Patienten erlitten ein Rezidiv, sie müssen heute Insulin injizieren, wenn auch in relativ niedriger Dosierung.

 

Bei den insulinunabhängigen Patienten kam es nach der Therapie sogar zu einer Verbesserung. Die “area under the curve” (AUC) in der Konzentration des C-Peptids (ein Marker für die endogene Insulinproduktion) ist von einem Wert von 225,0 ng/ml/2Std vor der Transplantation auf 785,4 ng/ml/2Std nach 24 Monaten gestiegen und seither relativ stabil (728,1 ng/ml/2Std nach 36 Monaten) geblieben. Zwei Patienten, die vorübergehend wieder Insulin spritzen mussten, wurden nach einer zwischenzeitigen Therapie mit Sitagliptin wieder insulinunabhängig.

 

Auch wenn es sich um eine Fallserie ohne Vergleichsgruppe handelt, dürften die Ergebnisse Zweifel an der prinzipiellen Machbarkeit einer Immuntherapie des Typ-I-Diabetes mellitus aus dem Weg räumen. Ob die Patienten lebenslang unabhängig von Insulininjektionen bleiben, ist natürlich eine andere Frage. Da ein Großteil der Betazellen zu Beginn der Therapie bereits zerstört war, dürfte die Reserve, um eine spätere Insulinresistenz aufzufangen, eher gering sein.

 

Gegen eine breite Anwendung der Therapie sprechen nicht nur die engen Einschlusskriterien, sondern vor allem die Risiken der Konditionierung: Zwei Patienten erlitten eine Pneumonie, bei dreien kam es später zu hormonellen Störungen (Morbus Basedow, hypergonadotroper Hypogonadismus, autoimmuner Hypothyreoidismus), neun Patienten entwickelten eine Oligospermie (Folge der Cyclophosphamidgabe). Es kam aber nicht zu keinem Todesfall.

 

Für die Autoren werden die Risiken der Behandlung deshalb durch den Wegfall der Diabetes-Spätkomplikationen mehr als aufgewogen. Andere Experten mögen hier zu einer anderen Einschätzung kommen. Die führenden Diabetesverbände haben sich zu den neuen Ergebnissen bisher nicht geäußert.

 

16.04.2009; Quelle: aerzteblatt.de (rme)


 

Tabakpflanze produziert Diabetes-Heilmittel

 

Die Tabakpflanze eignet sich bestens zur Erzeugung von Arzneistoffen für Autoimmun- und Entzündungskrankheiten wie Diabetes-1. Das ist ein Ergebnis des EU-Projekts Pharma-Planta www.pharma-planta.org, das Heilproteine in Pflanzen in therapeutisch relevanten Mengen produziert und klinisch testet. Die Forscher entwickelten transgene Tabakpflanzen, die den Wirkstoff Interleukin-10 produzieren. Dabei handelt es sich um ein wirkungsvolles Protein aus der Gruppe der Zytokine, das überschießende Entzündungsreaktionen verhindert. Tests an kranken Mäusen werden zeigen, ob die regelmäßige Einnahme geringer Dosen dieser Tabakblätter in Verbindung mit einem auto-Antigen heilende Wirkung für Diabetes Mellitus besitzen, berichtet das Fachjournal BMC Biotechnology.

 

Tabak hat den Vorteil, dass es am Feld angebaut werden kann und bereits sehr gut erforschte transgene Eigenschaften besitzt, erklärt Johannes Stadlmann von der Wiener Universität für Bodenkultur www.boku.ac.at. In den Genstrang der Pflanze wurden Erbinformationen von zwei Versionen des Interleukins-10 eingeschleust, die von einem Virus und von einer Maus stammen. Die Tabakpflanze verarbeitete beide Formen des Proteins und produzierte es in den Blättern.

 

Stadlmann war für die Analyse zuständig, ob die im Blatt erhaltenen Eiweißstoffe in Struktur und Eigenschaften den Erwartungen entsprechen. Das hat sich auch weitgehend bestätigt, so der Wiener Biochemiker.

 

Die Methode der Heilmittelproduktion in transgenen Pflanzen ist schon länger bekannt, doch stellte die geringe Konzentration, in der die Stoffe bisher in den Blättern ausgeprägt wurden, eine Hürde dar. Bei bisherigen Versuchen hätte man als Patient stets eine unzumutbare Menge von Blättern konsumieren müssen, damit genügend Wirkstoff eingenommen wird, so Stadlmann. Bei den jetzigen Versuchen mit Tabak hatten die Forscher mehr Erfolg, denn die Pflanze produzierte den Wirkstoff in ihren Blättern in einer bisher unerreichten Dosis, die für ihren Einsatz keine weiteren Gewinnungs- und Reinigungsprozesse erfordern würde. Die erzeugten Proteine machen bis zu einem Prozent der Blattsubstanz aus, womit bereits eine für die Medizin relevante Menge erreicht ist, berichtet Studienleiter Mario Pezzotti von der Universität Verona www.univr.it gegenüber pressetext.

 

Bevor das Mittel therapeutisch eingesetzt wird, muss allerdings auch das Problem der Verabreichung gelöst werden. Mäuse können mit Tabakblättern gefüttert werden, doch für Menschen ist der regelmäßige Verzehr kaum möglich. Der Tabak ist schließlich keine Futterpflanze, so Stadlmann. Die inhalierte Form durch Tabakrauch komme nicht in Frage, da die Hitze die gezüchteten Eiweiße vernichtet, viel eher sei die Produktion des Heilstoffes in anderen transgenen Pflanzen wie etwa in Kartoffeln denkbar. Sein italienischer Kollege Pezzotti lehnt ab: Die Einnahme der Heilsubstanzen in Früchten oder Blättern wäre möglich und kostengünstig. Jedoch stellt sich die Ärzteschaft gegen diese Form der Selbstimpfung, da die eingenommene Dosis kaum kontrollierbar ist. Es müssten daher Methoden gesucht werden, um den in den Blättern gewachsenen Impfstoff abzusondern und ihn zu Medikamenten zu verarbeiten, so der italienische Forscher.

 

23.03.2009; Quelle: premiumpresse.de


 Bahnbrechende Diamyd(R)-Studie zur Prävention des kindlichen Diabetes genehmigt

  

 Stockholm (ots/PRNewswire) - Diamyd Medical gibt heute bekannt, dass die Schwedischen Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte (SMPA) eine Studie zur Prüfung des Diamyd(R )-Diabetesimpfstoffs bei Kindern mit einem hohen Erkrankungsrisiko für Typ-1-Diabetes genehmigt hat.

   

  "Kinder gegen Diabetes zu impfen, gehörte von Anfang an zu den Langzeitzielen von Diamyd Medical", so Elisabeth Lindner, Präsidentin und CEO von Diamyd Medical. "Typ-1-Diabetes ist ein lebenslange, sehr schwerwiegende Erkrankung und es wäre gut, wenn wir sie jetzt verhindern könnten. Damit liessen sich viel Angst, Leid und grosse Kosten vermeiden, mit denen die Kinder und deren Familien sowie auch die übrige Gesellschaft konfrontiert werden."

  

Universitätsklinik Malmö

 

 An der Universitätsklinik Malmö in Schweden durchgeführte, gross angelegte Screening-Untersuchungen haben zu einer kontinuierlichen Erfassung von Kindern geführt, für die das Risiko, einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln, sehr hoch ist. Durch die Bestimmung von verschiedenen Biomarkern in Blutproben kann man bereits in einem Frühstadium nachweisen, dass bei diesen Kindern eine Autoimmunerkrankung abläuft, die deren insulinproduzierende Zellen zerstört.

 

   Wenn es mithilfe von Diamyd(R) gelänge, in den Krankheitsprozess einzugreifen, bevor zu viele insulinproduzierende Zellen zerstört sind, wäre die Erkrankung abgewendet. Dann würde das Kind keine Diabetessymptome entwickeln und nicht Insulin spritzen müssen, um zu überleben, was sonst nicht zu verhindern ist.

 

   "Wir sehen diese Kinder alle drei Monate und wissen, dass sie praktisch alle einen Typ-1-Diabetes entwickeln werden. Nicht intervenieren zu können ist frustrierend für viele von uns Kinderärzten. Aber jetzt, und ich muss gestehen, ich kann es selbst kaum glauben, haben wir möglicherweise zum ersten Mal eine wirkliche Möglichkeit, diese Kindern vor der Erkrankung zu retten", so Helena Elding Larsson, Kinderärztin aus Malmö und Forscherin an der Lund-Universität in Schweden.

 

Sudiengenehmigung mit bis zu 50 Kinder

 

   Die derzeitige Genehmigung erlaubt die Studienaufnahme von bis zu 50 Kindern ab 4 Jahren, von denen man weiss, dass sie ein hohes Risiko haben, einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Die Studie wird randomisiert und placebokontrolliert durchgeführt werden.

 

   Die Veröffentlichung dieser Informationen erfolgt gemäss dem Securities Markets Act, dem Financial Instruments Trading Act oder gemäss den in der Börsenordnung gemachten Auflagen.


    Diamyd Medical AB (publ.)
    Linnégatan 89 B, SE-115 23 Stockholm, Schweden
    Telefon: +46-8-661-00-26,
    Fax: +46-8-661-63-68
    E-Mail: info@diamyd.com.
    http://www.diamyd.com
    VAT-Nr.: SE556530-142001.
    (http://www.omxnordicexchange.com Börsenticker: DIAM B;
    http://www.otcqx.com Börsenticker: DMYDY)


Rückfragehinweis:
  Diamyd Medical AB (publ.), Telefon: +46-8-661-00-26, Fax:
  +46-8-661-63-68, E-mail: info@diamyd.com

05.03.2009; Quelle: Pressemitteilung


 

Diabetes-Erkrankung nach Impfung ist für Richter kein Impfschaden 
 
Landessozialgericht NRW lehnt Versorgungsanspruch eines Jungen ab - Richter: kein Ursachenzusammenhang
 
KÖLN (iss). Eine Diabetes-Erkrankung nach einer Impfung ist nicht als Impfschaden einzustufen. Ein Betroffener hat deshalb keinen Versorgungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG) in einem rechtskräftigen Urteil entschieden.
 
Ein 2001 geborener Junge war in den Jahren 2001 und 2002 gegen Masern-Mumps-Röteln und Hämophilus Influenza b geimpft worden. Anfang 2003 wurde bei ihm Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert.
 
Das Versorgungsamt lehnte einen Versorgungsantrag auf Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz ab. Das Sozialgericht wies die Klage der Eltern des Jungen zurück, die Berufung vor dem LSG blieb ohne Erfolg. Nach der herrschenden medizinischen Meinung könne der Diabetes nicht mit Wahrscheinlichkeit auf die Impfungen zurückgeführt werden, entschieden die LSG-Richter. Sie verwiesen dazu auf die Arbeitsergebnisse der Ständigen Impfkommission.
 
Zwar hatte ein medizinischer Gutachter einen Ursachenzusammenhang bestätigt. "Dessen Meinung stellt lediglich eine persönliche Auffassung dar, der es an jeglichen wissenschaftlichen Argumenten, Fakten und Belegen fehlt", urteilte das LSG.
 
Ungeklärte Ursache - das begründet keinen Anspruch


Es sah auch keine Grundlage für die sogenannte Kann-Versorgung. Nach ihr werden Versorgungsleistungen gewährt, wenn ein ursächlicher Zusammenhang nur deshalb nicht als wahrscheinlich gilt, weil über die Ursache einer Erkrankung in der Wissenschaft Unsicherheit besteht. Man könne aber eine Ursache nicht nur deshalb als relevant ansehen, weil die anderen Ursachen nicht aufklärbar sind. "Dies würde im Impfschadenrecht zu dem absurden Ergebnis führen, dass all denjenigen Geimpften, die in irgendeinem zeitlichen Anschluss an eine Impfung an einem Leiden erkranken, dessen Ursachen ungeklärt sind, eine Entschädigung im Wege der Kannversorgung zu gewähren wäre."
 
Urteil des Landessozialgerichts NRW, Az.: L 6 (7) VJ 15/07

 

Quelle: aerztezeitung.de


 

Online-Spiele und Infos für Kinder mit Diabetes

 

Neu auf www.bayerdiabetes.de - Online-Welt der kleinen Giraffe Fine fördert die Selbstmanagementfähigkeiten der jungen Patienten und ermutigt zum spielerischen Umgang mit der Erkrankung

 

In einer speziellen "Kids"-Rubrik auf www.bayerdiabetes.de erwartet Jungen und Mädchen ab sofort ein buntes, quirliges Treiben. Die kleine Giraffe Fine und ihre tierischen Freunde laden zum online Spielen ein, informieren und geben nützliche Tipps rund um die Stoffwechselerkrankung.

 

Unter "Das schmeckt" finden die jungen Patienten gesunde Rezepte zum Nachkochen und -backen und unter "Mach dich schlau" erklärt Fines Mama, was Diabetes ist.

 

Vorgestellt wird auch die "echte" Fine, eine Giraffe im Kölner Zoo, die sich auf einen Besuch ihrer kleinen Freunde mit Diabetes freut. Auch Eltern, Erziehern und Lehrern bietet die Kids-Rubrik Wissenswertes zum Umgang mit der Herausforderung Diabetes bei Kindern.

 

Seit 2007 ist die kleine Plüschgiraffe Fine das Bayer Diabetes Care Maskottchen für junge Menschen mit Diabetes. "Für Kinder ist es sehr wichtig zu wissen, dass sie nicht alleine betroffen sind und der Diabetes beherrschbar ist", erklärt Jörn Oldigs, Leiter Bayer Diabetes Care. "In Fine finden sie eine liebenswerte Leidens- und Spielgenossin, die ihrer Krankheit mit Fröhlichkeit trotzt, die ihnen praktische Hilfestellung gibt und ihnen Mut macht."

 

Diabetes ist die deutschlandweit häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Rund 25.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind in Deutschland an einem Typ-1-Diabetes erkrankt. Auch der Typ-2-Diabetes wird in Deutschland bei Kindern durch Übergewicht und Fehlernährung mitunter diagnostiziert.

 

In Fines neuer Online-Welt werden junge Patienten auf spielerische Art und Weise an das Diabetesmanagement herangeführt.

 

Mehr Informationen über Diabetes erhalten Sie im Internet unter www.bayerdiabetes.de oder über den Bayer Diabetes Service unter der kostenlosen Rufnummer +49 (800) 5088822.


Ansprechpartner:

Frau Katrin Jost
Telefon: +49 (214) 30-51637
Fax: +49 (214) 30-51921

 

25.02.2009; Quelle: lifepr.de

 


Macht die Umwelt Kinder zuckerkrank?

 

Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern. Über die Ursachen und Auslöser der Krankheit, bei der der Körper selbst die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, rätseln Wissenschaftler nach wie vor. Die genetische Veranlagung, aber auch ein frühzeitiger Kontakt mit Kuhmilch oder glutenhaltigem Getreide stehen als Risikofaktoren unter Verdacht.
 
Harmloses Virus als möglicher Auslöser

 

Eine norwegische Studie hat vor Kurzem ein an sich harmloses Virus mit Typ-1-Diabetes in Verbindung gebracht. Das Parechovirus tragen fast alle Kleinkinder in sich, wie eine Untersuchung von 102 Zweijährigern ergeben hat. Der Erreger verursacht normalerweise keine Probleme – außer bei Kindern,  die ein hohes Risiko für die Entwicklung eines Typ-1 Diabetes haben.
 
TEDDY soll Klarheit bringen

 

In diese Richtung geht auch die sogenannte TEDDY-Studie (The Environmental Determinants of Diabetes in the Young). Das internationale Forschungsprojekt will die Bedeutung von Umweltfaktoren wie frühkindliche Infektionen oder den Einfluss eiweißreicher Ernährung als Risikofaktoren klären. Die 2005 in Angriff genommene Studie ist auf 15 Jahre angelegt. Im Augenblick werden noch Teilnehmer gesucht – allein für Deutschland sollen über 30.000 Kinder an der Studie teilnehmen, zur Anmeldung geeignet ist jedes Neugeborene. In Deutschland leitet die Diabetologin Prof. Dr. Anette Ziegler vom Klinikum München-Schwabing die Studie.

 

Quelle: vitanet


 

Essen – alles erlaubt, aber in Grenzen!

 

Schulung unterstützt Kinder mit Diabetes

 

Nina und Ihre Eltern haben heute einen wichtigen Termin. Sie gehen zur Ernährungsberatung in die Diabetiker-Schulung. Bei der Siebenjährigen wurde vor kurzem ein Diabetes mellitus Typ 1 festgestellt. Das bedeutet, dass Ninas Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren kann. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen eingeschleust wird. In Zukunft muss sie genauer auf ihre Ernährung achten und täglich das fehlende Insulin spritzen. Diabetes ist eine Erkrankung, die sowohl für das betroffene Kind als auch für die Eltern – vor allem in der Anfangsphase – große Veränderungen mit sich bringt und nicht ganz einfach zu bewältigen ist.

 

Die Ersteinstellung der Blutzuckerwerte und die Schulung im richtigen Umgang mit Insulin- Pen oder -Pumpe erfolgt deshalb während eines stationären Aufenthaltes. Darüber hinaus gibt es spezielle Ernährungs- und Therapieschulungen für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und deren Eltern. In einem speziellen Kinderkurs wird Nina nun gemeinsam mit ihren Eltern erfahren, was sie zukünftig bei ihrer Ernährung beachten muss und wie sie ihre Mahlzeiten und den entsprechenden Insulinbedarf errechnen kann.

 

„Heute ist eine viel lockere Ernährungsweise möglich als es noch vor einigen Jahren der Fall war“, erklärt Lisa Reuber-Menze, Diabetesberaterin DDG im Diabetes-Zentrum des Elisabeth-Krankenhauses Essen. „Früher war eine Diabetesdiät sehr streng. Zucker war völlig verboten und die Fettaufnahme musste berechnet werden. Heute entsprechen die einzuhaltenden Ernährungsrichtlinien zeitgemäßeren Konzepten, mit dem Resultat, dass Kinder mit Diabetes ganz normal essen können“. Diese neuen Erkenntnisse und Konzepte sind aus Untersuchungen hervorgegangen und entsprechen den allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Deutschen Diabetes Gesellschaft und dem Forschungsinstitut für Kinderernährung ausgesprochen werden.

Essen wie du und ich

 

Kinder mit Diabetes können essen, wie es auch bei gesunden Kindern empfohlen wird. Reuber-Menze: „Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass Kinder und Eltern in der Lage sein müssen, die enthaltenen Kohlenhydrate in den Nahrungsmitteln zu erkennen und den entsprechenden Insulinbedarf zu errechnen. In speziellen Schulungen erfahren sie, wie viele von den so genannten Kohlenhydrateinheiten in einzelnen Nahrungsmitteln – z.B. einem Apfel, einer Scheibe Brot oder einem Schokoriegel – enthalten sind und welche blutzuckersteigende Wirkung sie haben.

 

Es gibt langsam und schnell wirkende Kohlenhydrate, die über den glykämischen Index bestimmt werden. Dabei handelt es sich um eine Maßeinheit zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert des glykämischen Index ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an. Den Kindern werden die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Nahrungsmitteln, ihren Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und dem darausfolgenden Zeitpunkt der Insulingabe erklärt.

 

Sie müssen lernen, wie schnell ein Insulin wirkt und wie viel Insulin vor der Nahrungsaufnahme gespritzt werden muss. Je besser sich die betroffenen Kinder – und auch die Eltern – mit Nahrungsmitteln und Wirkungsweisen auskennen, desto freier sind sie natürlich auch in der Auswahl dessen, was und wie viel sie essen können. Anzustreben ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit vielen Kohlenhydraten, beispielsweise mit Reis, Nudeln, Brot und Vollkorn, fünfmal täglich Obst oder Gemüse und zwei- bis dreimal am Tag Milchprodukte. Eine ausgewogene Ernährung ist für Kinder mit Diabetes genauso wichtig wie für alle anderen Kinder auch. Die Gefahr von Übergewicht ist bei allen Kindern gleichermaßen ausgeprägt. Daher sollten Fastfood, fetthaltige Lebensmittel und Süßigkeiten nur dosiert genossen werden.“

Mein Körper, mein Leben

 

Neben den Kenntnissen über die Wirkungsweise der unterschiedlichen Insuline sind die Blutzuckerverläufe nach den Mahlzeiten von Bedeutung. Diese stehen häufig im Zusammenhang mit dem Blutzuckerausgangswert, dem Spritz-Ess-Abstand, der Auswahl und Menge der kohlenhydrathaltigen Nahrungsmittel. Darüber hinaus müssen die Kinder die individuelle Stoffwechselsituation des eigenen Körpers kennen und einschätzen lernen. Zum Beispiel zusätzliche Insulingaben bei Überzuckerungen oder die schnelle Reaktion mit Traubenzucker bei Unterzuckerung. “Je besser ein Kind seinen eigenen Körper kennt und die Eltern die individuelle Reaktion ihres Kindes einschätzen können, desto schneller kann auf Veränderungen eingegangen werden“, so Reuber-Menze. „Es ist notwendig, die Bedürfnisse des Körpers bei unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten, sei es beim Sport oder beim Sitzen vor dem Computer, richtig einzuschätzen und den Insulinbedarf entsprechend anzugleichen. Dies sind Erfahrungswerte, die mit der Zeit gelernt werden. Ausnahmesituationen wird es immer wieder geben, beispielsweise dann, wenn ein Kind krank ist. Bei Infekten steigt der Insulinbedarf an. Die Insulingabe darf nie versäumt werden, auch dann nicht, wenn ein Kind aufgrund der Erkrankung gar nichts essen mag, oder erbricht. In solchen Fällen muss häufiger der Blutzucker gemessen werden, um die Insulingabe entsprechend anzupassen.“ Sind Eltern unsicher, sollten sie unbedingt den Kinderarzt, Diabetologen oder Diabetesberater kontaktieren.

 

Eine Diabeteserkrankung betrifft alle Lebensbereiche des Kindes, sei es Kindergarten, Schule, Sportverein oder Freundeskreis. Zur besseren Integration von Kindern mit Diabetes und zur Sicherheit der betreuenden Personen bieten viele Diabeteszentren zusätzliche Informationsveranstaltungen an, um das Personal in Bezug auf Diabetes zu schulen. „Diabetes ist eine Herausforderung für das Kind, die Eltern und die gesamte Umwelt“, so Reuber-Menze, „aber gut geschult und informiert kann sich ein Kind mit Diabetes heute – nur noch mit wenigen Einschränkungen – den Anforderungen genauso stellen wie nicht betroffene Kinder auch.“

 

Quelle: Elisabeth-Krankenhaus Essen


 

Vom Schweineinsulin zum synthetischen Hightech-Insulin

 

Die Lebenssituation der Diabetiker ist heute viel besser, als sie es noch vor einigen Jahren war. Die Forschung kommt immer weiter und die Abläufe im Körper werden klarer. Damit verbessert sich der Lebensstandard der Betroffenen beträchtlich. Reiner Tippel vom Deutschen Diabetiker Bund, selbst seit 45 Jahren Diabetiker, berichtete imedo von den Veränderungen in der Vergangenheit und der heutigen Situation eines Betroffenen.


Berlin - Der Begriff Diabetes mellitus kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet “honigsüßer Durchfluss”. Im Volksmund wird er auch “Zuckerkrankheit” genannt. Beides beschreibt das ursprüngliche Symptom: Die Ausscheidung von Zucker im Urin. Die Entwicklung des Autoimmundefekts Diabetes ist bis heute nicht endgültig geklärt. Was man weiß, ist, dass beim sogenannten Typ I die Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse die Produktion des Hormons Insulin fast oder ganz einstellen. Das Insulin bewirkt die Verstoffwechselung von Glukose im Gewebe sowie die Hemmung der Zuckerproduktion in der Leber. Fällt dieser Vorgang aus, sammelt sich Glukose im Körper an und die Leber stellt unkontrolliert Zucker her. Dieser findet sich dann im Blut und im Urin. Bis 1780 konnte Diabetes recht einfach durch eine Geschmacksprobe des Urins diagnostiziert werden. In diesem Jahr fand der englische Arzt Francis Home einen Weg, den Zucker im Urin chemisch nachzuweisen. Doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute lässt sich durch Schnelltests mit Blut ein erhöhter Zuckerspiegel sehr schnell nachweisen.


Typ II längst kein Altersdiabetes mehr
Momentan gibt es in Deutschland schätzungsweise acht Millionen Diabetiker, doch die Zahl steigt weiter an. “Manche Prognosen gehen von bis zu 10 Millionen Betroffenen in den nächsten Jahren aus”, sagt Reiner Tippel, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin des Deutschen Diabetiker Bundes (DBB). Eine offizielle Statistik gebe es aber nicht. Besonders die durch Bewegungsarmut und Fehlernährung größer werdende Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes Typ II, der bisher eher als Altersdiabetes angesehen wurde, macht Tippel Sorgen: “Da kommt einiges auf uns zu.” Beim Diabetes des Typ II stellt der Körper die Produktion von Insulin nicht gänzlich ein, viele Diabetiker dieses Typs kommen mit einer oralen Therapie und ohne Spritzen aus. Je nachdem, wie der Patient seine Ernährung gestaltet, wie viel er sich bewegt und ob der Diabetes erblich bedingt ist, kann er den Weg von den oralen Medikation bis zur Insulinspritze aktiv verlängern, betont Tippel.


Vom Schweineinsulin zur Insulinpumpe
Auch das sei nicht immer selbstverständlich gewesen. Bis in die 80er Jahre hinein bedeutete die Diagnose Diabetes für den Patienten einen strikten Zeitplan für das Essen und Spritzen sowie eine Verbotsliste für Lebensmittel. Die damaligen Insuline waren aus Tieren gewonnene Substanzen und nur wenige Stunden wirksam. Hauptsächlich wurde Schweineinsulin benutzt, weil das Schwein dem Menschen genetisch sehr ähnlich ist, es gab aber auch Insulin von Schafen oder Rindern. In den 80er Jahren gelang es, Insulin synthetisch herzustellen. Seitdem schreitet die Forschung immer weiter fort und versucht, der natürlichen Herstellung des Insulins im Körper so nahe wie möglich zu kommen. Zum einen gibt es die kurzwirkenden Insulinanaloga, welche wie das natürliche Insulin sofort wirksam werden, dafür aber recht schnell wieder abfallen. Zum anderen wurden mittels Molekülmanipulation Insuline hergestellt, die bis zu 24 Stunden wirksam sind. Anhand des HbA1C-Wertes, dem “Blutzucker-Gedächtnis” des Körpers, das zusammen genommen mit regelmäßigen Blutzuckermessungen und eventuellen Störfaktoren Auskunft darüber gibt, wie gut oder schlecht der Diabetiker auf sein Insulin eingestellt ist, kann die Qualität der Therapie bewertet werden.


Heute ist die Therapie-Kombination aus Langzeitinsulinen und Insulinanaloga als adäquate Behandlung weltweit anerkannt. Sie hat die Lebensqualität der Betroffenen um ein Vielfaches verbessert. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, bestimmte Essenszeiten einzuhalten und auch die Verbotsliste von Lebensmitteln verschwunden. Ein Diabetiker ist heute sehr viel unabhängiger, nicht zuletzt durch die stete Weiterentwicklung der Spritz-Pens oder auch der Erfindung von Insulinpumpen. Reiner Tippel ist selbst seit einigen Jahren Pumpenträger und ”sehr zufrieden damit”.

 

18.11.2008; Quelle: imedo.de

 


Institut für Diabetesforschung erhält Genehmigung für klinische Studie zum Einsatz des autologen "Nabelschnurblut VITA34" bei Kindern mit neu aufgetretenem Diabetes Typ 1

 

Die VITA 34 AG, die Tochtergesellschaft der VITA 34 International AG (ISIN DE000A0BL849), hat für ihr autologes Nabelschnurblut die Zulassung als Prüfsubstanz im Rahmen einer klinischen Studie zum Diabetes Typ 1 bei Kindern erhalten. Die Studie wird vom Institut für Diabetesforschung der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der TU-München durchgeführt. Eine entsprechende Genehmigung ist vom Paul-Ehrlich-Institut - als zuständiger Bundesoberbehörde - erteilt worden. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und potenzielle Wirksamkeit einer Transfusion mit autologem Nabelschnurblut bei Kindern mit neu aufgetretenem Diabetes Typ 1 zu untersuchen. Die Studie ist auf 24 Monate ausgelegt und wird durch eine Kontrollgruppe abgesichert. In Deutschland liegt das Risiko bis zum 14. Lebensjahr an Diabetes Typ 1 zu erkranken bei rund 1 zu 600. Eine analoge Pilotstudie in den USA hatte viel versprechende Ergebnisse in Bezug auf die gestörte immunologische Balance, den Insulinbedarf und die Qualität der Stoffwechselkontrolle gezeigt.

 

Presse / Investor Relation:
Axel Mühlhaus / Dr. Sönke Knop
edicto GmbH
Zeißelstraße 19
D-60318 Frankfurt
Tel. : +49 (069) 90550550
Fax  : +49 (069) 90550577
eMail: vita34@edicto.de

11.08.2008, Quelle: vita34.de


Grenzen überwinden: Geri Winkler bezwingt als erster Diabetiker die Seven Summits

Extremsportler erreicht den Gipfel des Mount Kinley (Denali) in Alaska
 
Leverkusen, 10. Juli 2008 - Trockene Wüsten und eisige Höhen - Geri Winkler liebt die Extreme. Der Wiener ist der dritte Österreicher und der erste Mensch mit Diabetes, der die Seven Summits bewältigt hat. Zu dieser Gruppe gehört der jeweils höchste Berg auf jedem der sieben Kontinente. Mit seiner erfolgreichen Besteigung des fast 6.200 Meter hohen Mount McKinley (Denali) in Alaska hat der Typ-1-Diabetiker, dessen Bauchspeicheldrüse das für den Stoffwechsel lebenswichtige Hormon Insulin nicht mehr produzieren kann, den letzten Gipfel bezwungen, der ihm in seiner Sammlung noch fehlte. "Ich habe mir damit einen Lebenstraum erfüllt", sagt der Abenteurer nach seiner Rückkehr nach Wien. "Die Tour war körperlich anstrengend, aber auch eine unglaubliche mentale Erfahrung."
 
Den Entschluss, sich der Herausforderung des Projekts "Seven Summits" zu stellen, fasste Winkler im Herbst 2003. "Der besondere Reiz lag darin, die höchsten Gipfel völlig unterschiedlicher landschaftlicher Regionen und Klimazonen zu erklimmen", erklärt der Weltenbummler. Dabei standen Expeditionen zum Elbrus im russischen Kaukasus, dem südamerikanischen Aconcagua, Mount Vinson in der Antarktis, dem afrikanischen Kilimandscharo und der Carstensz-Pyradmide in Australien auf dem Programm. Die größte sportliche und mentale Herausforderung im Rahmen des Projekts war jedoch der Aufstieg zum Dach der Welt, dem Mount Everest. Im Mai 2006 war Winkler der erste Diabetiker, der die Spitze des mit 8.848 Metern höchsten Bergs der Erde erreichte.
 
Voraussetzungen für das Gelingen seines Projektes "Seven Summits" waren neben Ausdauer und körperlicher Fitness vor allem eine funktionelle Insulintherapie. Sie gewährt dem Diabetiker ein hohes Maß an Flexibilität, da er das Hormon seinem Körper je nach Bedarf zuführen kann. Um seinen Glucosespiegel regelmäßig bestimmen zu können, hat Winkler auf seinen Reisen rund um den Globus immer ein Blutzuckermessgerät von Bayer HealthCare im Gepäck. Das Messgerät liefert dem passionierten Outdoor-Fan stets zuverlässige und exakte Werte und gibt ihm daher Sicherheit. "Ich bevorzuge ein System, das einfach zu bedienen ist und das nach dem Einlegen einer Sensorenscheibe für zehn Messungen bereit ist", sagt Winkler. Besonderer Vorteil: Das manuelle Codieren des Gerätes bei Anbruch einer neuen Teststreifenpackung entfällt und damit auch eine häufige Fehlerquelle. Schließlich sind zuverlässige Messergebnisse für den Sportler lebenswichtig.
 
Ob wilde Gletscherrücken in den Anden oder afrikanische Schuttwüsten - trotz beeindruckender Landschaften hat Winkler die Risiken seiner Touren nie unterschätzt. Die Schönheit der Felsmassive ist oft trügerisch; jederzeit muss der Abenteurer mit Lawinen rechnen. Winkler weiß, dass er sich auf jeden Berg sorgfältig vorbereiten muss. Er hat nie aufgegeben und sein großes Ziel aus den Augen verloren. Dank seines starken Willens hat der passionierte Bergsteiger sein Projekt "Seven Summits" erfolgreich abschließen können. "Man muss an sich glauben und sich immer neue Ziele setzen", beschreibt Winkler sein Lebensmotto.
 
Über Geri Winkler
Geri Winkler wurde 1956 in Wien geboren und ist seit 24 Jahren Typ-1-Diabetiker. Seine Leidenschaft gilt dem Erleben fremder Länder, Kulturen und Gemeinschaften. Am liebsten erschließt er sich diese Welten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Am 20. Mai 2006 erreichte er den 8850 Meter hohen Gipfel des Mount Everest. Es war der längste Aufstieg aller Zeiten, denn Geri Winkler begann seine Besteigung am tiefstgelegen Punkt dieser Erde, am Ufer des Toten Meeres in Jordanien - 411 Meter unter dem Meeresspiegel. Solo, mit dem Fahrrad und letztlich zu Fuß erreichte er in fünf Monaten die Basis des höchsten Berges der Erde, dessen Gipfel er dann gemeinsam mit einer amerikanischen Expedition bestieg.
 
Bayer HealthCare Diabetes Care
Die Division Diabetes Care von Bayer HealthCare zählt weltweit zu den Marktführern bei Blutzuckermessgeräten und steht in einer langen Tradition wichtiger Produktinnovationen für Diabetiker: 1941 wurden die Clinitest®-Testtabletten eingeführt, 1969 wurden das erste transportablen Blutzuckermessgerät und die entsprechenden Teststreifen auf den Markt gebracht. Die jüngsten Produkteinführungen von Bayer sind Blutzuckermessgeräte wie Breeze® 2 und Contour®, die nicht mehr codiert werden müssen. Bayer Vital ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der Bayer HealthCare AG.
  
Bayer HealthCare
Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care sowie Pharma. Die Aktivitäten des Pharmageschäfts firmieren unter dem Namen Bayer Schering Pharma AG.
 
10.07.2008, Quelle: pressrelations.de

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